Kienspan selber machen

  • Also Kienspan findet man ja nicht auf Anhieb, Baumharz hingegen oft.


    Was ist wenn ich Harz sammele, in einer Dose erwärme/verflüssige und getrocknete Holzstücke darin einlege so das sich diese mit Harz voll saugen.
    Das wird nicht die Qualität von jahrelang gereiften Kienspan haben aber vielleicht ist es einen Versuch wert.


    Hat das schon mal jemand ausprobiert ?


    MFG


    chrissie

  • Ich befürchte, daß das "mit Harz vollsaugen" nicht gut funktioniert. Selbst kesseldruckimprägnietes Holz ist im Kern oft noch frei von der Imprägnierung und das Imprägniermittel scheint um einiges dünnflüssiger zu sein als Harz.


    Aber probier's aus! Ich bin gespannt auf Deinen Erfahrungsbericht.

  • Ahoi


    Ich schliesse mich da Mittagsfrosts Meinung an, da selbst Holz was einige Zeit im Wasser lag oft im Kern noch trocken ist (bzw normale Restfeuchte).
    Mit "vollsaugen" wird da vermutlich nicht viel passieren, ein Versuch kann natürlich nie schaden ^^ .


    Eher kann ich mir vorstellen in das flüssige Harz feines Sägemehl / Späne zu streuen und einzuarbeiten,
    so das man vielleicht eine Art Konsistenz wie bei den "Bio" (naja was heute so alles Bio sein soll) - Holzkohleanzünderwürfeln erhält,
    hatte mal welche die bestanden aus Holzwolle+Wachs und brannten auch eher mittelprächtig...
    ...jedenfalls in der Art.


    kannst ja beides mal ausprobieren :winken

  • Immer wenn du unterwegs bist - sammeln - zur Not in ein Blatt gewickelt.
    Du kannst z.B. auch mit Blättern als Unterlage einen Klumpen Harz (vielleicht 10 g) entzünden und fast damit Kochen - der brennt locker 10 bis 15 Minuten.
    Nur zum Anzünden reicht noch weniger - es riecht toll.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Ja die Idee ist nicht schlecht. Das werde ich auch mal versuchen.


    Ich habe heute Harz aber auch Kienspan gefunden.


    Es war ein alter, lockerer Baumstumpf der äußerlich etwas grün/vermodert war aber gleich darunter noch gesundes, festes Holz hatte. Ich glaube nicht das es viel Harzeinschlüsse hat aber ich habe es trotzdem mitgenommen. Ich muss ganz einfach Erfahrungen sammeln.


    Morgen teste ich die chrissie-Methode

  • So Leute, mein Versuch ist gescheitert.


    Ich habe das Kien erhitz und kleine Hölzchen mit unterschiedlichen Querschnitten ½ Stunde darin "gekocht" aber das Harz zieht nicht rein.


    Allerdings habe ich noch was anderes entdeckt.


    Mein erhitztes Kien wurde nach dem abkühlen sehr fest und klebte nicht mehr. Also habe ich es noch mal erwärmt, mit Sägespäne vermischt und zu einer Rolle gerollt. Jetzt habe ich ne lange, dünne, feste, Wurst die nicht klebt und kaum riecht. Mal sehen ob ich das irgendwie fürs Feuer machen nutzen kann. Sonst war alles für die Katz.

  • Ich habe vor ewigen Zeiten mal ein Stück Fichtenholz ein paar Wochen in einem Glas Diesel "mariniert"...
    Der Klotz hat ewig gebrannt und er war recht unempfinglich gegen Feuchtigkeit.


    Wenn etwas an Kienspan ran kommt, würde ich sagen dieser in Diesel marinierte Klotz.


    Gruss

  • @ outdoorfriend: ja da hast du wohl Recht.
    @ supi: Stinkt dann natürlich auch ganz schön nach Diesel.


    Was die Natur über Jahre hinweg erschafft, kann man eben nicht einfach so mal schnell nachmachen.


    Ich werde weiterhin Wurzeln aus buddeln... macht ja auch Spaß.