Schuhe für schweres Gelände

  • Hallo,


    war heute bei Globetrotter und habe verschiedene Schuhe probiert. Mein Schuh wäre der Meindl Guffert GTX. Ok, nicht der billigste Schuh.


    Ich trage um die 12 bis 18kg aufm Buckel mit mir rum, steiniges, teils geröllartiges Gelände, erdige und recht nasse Hänge, Schlamm und mehr als 5cm tiefe Pfützen sind normal. Auch geht mal ein Weg oder Pfad sehr lange durch nasses Gras. Dazu kommt das ich mich im Elbsandsteingebirge bewege, also der Sandstein ist wie Sandpapier am Schuh. Meine Höhlenbefahrungen stellen extreme Anforderungen an eine Sohle, die sollte ziemlich steif und abriebfest sein. Ich habe keine große Kilometerleistung, dafür viele Steilhänge, oft auch Wege über Gestein und mit Klettereinlagen. Der Schuh muß sicheren Schutz vorm Umknicken bieten, wasserdicht sein und nächtens irgendwie trocknen, auch unter widrigen (aber regengeschützten) Bedingungen. Mein Fuß ist leider sehr breit vorne ("Entenfuß") und die Spanne hoch.


    Meine Frau entschied sich für den Meindl Trento Lady GTX.


    Gelände dasselbe wie bei mir (klar!), jedoch nur bis maximal 10kg Last aufm Buckel und keine Höhlenbefahrungen. An die Steifigkeit der Sohle stellt meine Frau nicht meine Anforderungen, eher sollte der Fuß anatomisch abrollen können. Wichtig ist, das der Schuh sehr atmungsaktiv ist (Schwitzen, ist sehr stark). Umknicken muß ebenfalls sicher verhindert werden. Auch meine Frau hat leider diese "Entenfüße"....


    Treffen wir die richtige Wahl?


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Sel, das wichtigste ist dass Dir die Schuhe Deiner Wahl auf Anhieb passen, ganz besonders wenn Du eine etwas festere Variante mit steifer Sohle wählst. Solche Teile geben auch beim Einlaufen oft nicht mehr wirklich nach und der Schuhmacher Deines Vertrauens wird seine Mühe haben diese Dinger an Stellen welche event. zu drücken anfangen nachträglich maschinell zu dehnen. Vor allem ausreichend Platz für die Zehen ist wichtig, gibt nix schlimmeres als wenn Du vorne anstößt beim bergabgehen, da geht gern so mancher Nagel flöten ...


    Ich hab nun schon das 2te Paar Scarpa Ladakh, ist ein Ganzlederschuh m. Lederinnenfutter und sicherlich nicht der leichteste fürs Trekking. Die Sohle ist fest genug so dass man nicht sofort jeden Stein durchspürt und dennoch ausreichend flexibel um eine vernünftige Abrollbewegung auf befestigten Wegen zu ermöglichen - für Steigeisen allerdings schon zu weich. Der Ladakh hat einen höheren Gummirand als Nässeschutz und obwohl wir hier wirklich viele morastige Stellen auf den Trails haben kommen diese Wanderschuhe mit Nässe von unten und auch mal mit Regen ausgezeichnet klar obwohl kein Gore-Tex Innenfutter. Zumindest viel besser als so mancher Schuh mit Textilbestandteilen, die Freunde mit solchen Stiefeln gehen regelmäßig baden, trotz 'wasserdichtem' Lining unter dem Cordura-Nylon. Würde z.B. auch zu keinem Modell mit Textileinlagen aus Kevlar greifen. Die Gewichtseinsparung ist zwar verlockend, da stehen aber schnell mal die Fäden ab wenn man wo dagegenschrammt. Leder ist doch verschleißfester wie ich finde und vor allem unempfindlicher gegen Funkenflug vom Feuer. Profilsohlen von Vibram sind für mich beinahe schon Pflicht, die rutschen auch bei Nässe nicht so toll und sind sehr dauerhaft.


    Die Italiener bauen generell Outdoorschuhe in super Qualität die z.B. Meindl oder Hanwag in nix nach stehen. Der Leisten ist allerdings eher schmal gehalten und zahlreiche Modelle von La Sportiva oder Garmont sind mir schlicht zu eng, da müsstest Du echt probieren. Da Du auch in Höhlen gehst und dort höhere Schuhe von Vorteil sind wäre event. die klassisch hohen Jagdstiefel eine Alternative zu Gummistiefeln/Trekkingschuhen. Vertreter dieser Gattung sind z.B. der Garmont Lynx GTX oder die Hunter Modelle von Crispi. Sind außen komplett aus Leder und obwohl die sehr hohe Schäfte haben sind sie nicht wirklich schwerer als so manches Bergsteigermodell. Ich überlege zumindest in diese Richtung, solche Dinger würden meinen aktuellen Anforderungen sehr gut gerecht werden.

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    Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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    'Bushcraft' ist eine eingetragene Schutzmarke von Bushcraft USA LLC

  • Erste Eindrücke: Mein Meindl ist ein klasse Schuh fürs steinige Gelände, Bergpfade und Klettersteige. Außerdem machts sich gut mit 15kg aufm Buckel, auch knöchelhohes Wasser ist ohne Bedeutung. Für Beton- oder Asphaltpisten ist der Schuh aber völlig ungeeignet. Na ja, die letzteren gehe ich ja selten. Für meine Höhlenbefahrungen teste ich demnächst Kletterschuhe oder ähnliche "Latschen".


    Supervielen Dank für deine vielen Hinweise!


    LG Sel

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    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Sind dicht :)
    20 Minuten im fließenden Flußwasser (Elbe) rumgestiefelt, alles ok :dance



    Wenn ich "Flutwellen" vermeide sind Wassertiefen von 12 bis vielleicht 15 cm kein Problem mehr....


    LG Sel

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  • Sel, sehen gut aus Deine Treter ;-). Und mal 'Schuhe waschen' um die Dichtheit zu prüfen ist auch keine schlechte Idee.
    Mit Kletterschuhen zum Höhlen befahren hast Du hoffentlich an keine Sportkletterpatschen mit glatter, profilloser Sohle gedacht, oder?

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    Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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  • nun ja...


    Am besten fand ich bisher eigentlich Arbeitshalbschuhe mit Stahlkappe und Stahlsohle. Die muß ich aber mitschleppen. Sind runde 1 Kilogramm und gutes Volumen. Ich dachte mit Kletterschuhen spare ich was, aber ich wurde leider nicht fündig. Auch im Laden gabs nix, was mir gefiel. Wird wohl bei den Arbeitslatschen bleiben...


    Bei mir sind das Sandsteinhöhlen, also meistens ein Geröllhaufen von heruntergebrochenem Gestein, in dessen Lücken ich rumkrabbele. Nicht zu vergleichen mit Karsthöhlen oder sowas. Ich sag mal... weitaus gefährlicher (Einbrechen, lockere Blöcke etc.) und mit etlichen Klettereinlagen verbunden, dazu meist furztrocken...


    LG Sel

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    Edited once, last by Sel ().