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Dienstag, 24. April 2018, 11:21

Eure Art von Bushcraft

Hallo Leute,
ich wußte nicht in welchen Bereich des Forums ich es rein packen sollte, drum versuch ich es mal hier.

Wie die Überschrift schon sagt gehts hier um eure (persöhnliche) Art von Bushcraft.
Ich will vor ab mal erklären was ich damit meine. Jeder hat doch seine eigene Art ums Thema Bushcraft an zu gehn.
Die einen setzen zb bei Ausrüstung auf alt bewärtes und erprobtes, wie zb Armee-Ausrüstung, der andere baut sein Zeug lieber selbst, der nächste setzt eher auf eine Mischung aus beidem oder auf moderne Sachen. Wenn meine Geszundheit (sprich mein Bein) es wieder zuläßt will ich zb eine Ausrüstung aufbauen die eher der unserer Vorfahren von vor 500 Jahren oder noch weiter zurück entspricht ( bei mir wohl eher doch mehr von vor 1500 Jahren, zwegs FrühMi-Hobby). Aber was ist nun euer Weg? Habt ihr gar nen ganz anderen Anstatz? Ich bin gespannt.

Odin :winken
Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

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Parzival (04.05.2018)

benbushcraft

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Dienstag, 24. April 2018, 13:53

Ich mache weniger selbst. Dafür nehme ich mir viel zu wenig Zeit. Damit kommen primitive Techniken leider zu kurz. Eher mal Basteln, manchmal auch nähen. Ich gehe also eher ausgerüstet raus.

Ich habe festgestellt, dass ich im Trekking und Bushcraft zwei verschiedene Ausrüstungsziele verfolgt habe. Im Bushcraft günstiges, erprobtes, robustes und feuerfestes in gedeckten Farben. Beim Trekking eher robust, erprobt und leicht. Feuerfest braucht ich im Trekking normal nicht, da ich da einen Kocher nutze. Das hat dazu geführt, das ich vieles doppelt hatte und das eine für das andere nicht zu nutzen war. Auch habe ich ein immer größeres Lager gehabt.

Meinen Kompromiss nenne ich "Ultra-Vernünfig", im Gegensatz zu Ultra-Leicht, leicht, aber vernünftig. Ich schaue, dass ich es für beides hernehmen kann. Es soll robust sein, bei einem vernünftigen Gewicht und Packmaß. Am besten in gedeckten Farben, was bei manchen Ausrüstern nicht so leicht ist. Feuerfest nur da wo es Sinn macht. Teuer dürfen Rucksack, Schuhe und Jacke sein. Beim Rest suche ich Kompromisse. Ich ersetze aber nichts mit etwas schwereren.

Mein Bushcraft heißt, mit Ausrüstung eine weile draußen leben und einiges daheim lassen können, da man weis wie man sich auch anders helfen kann. Überlebenstechniken und Strategien sind dabei fester Bestandteil. Unauffälligkeit ist für mich auch ein wichtiger Faktor.
LG,
Benedikt

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Odin (24.04.2018), Parzival (04.05.2018)

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Dienstag, 24. April 2018, 14:03

Cool, ich danke dir.
Ich fand das Thema schon lang interessant welchen Weg andere mit "ihrem" Bushcraft gehn.
Und das Thema mit dem immer größerem lager ist mir nur zu gut bekannt und es wird und wird auch nicht weniger, im Gegenteil :lol . Daß mit der knappen Zeit und selbermachen kannt ich bis Ende sommer 2017 auch, jetzt bin ich eher in der Situation ich hab Zeit aber was baues ich nun. Wie ich schon eingangs schrieb wird das bei mir mit Ausrüstung um 750 bis vermutlich ca 1000 enden, also von der Jahreszahl her. Einiges hab ich da ja schon. Bei mir verzahnt sich das irgendwie alles mit den Hobbys.
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Parzival (04.05.2018)

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Dienstag, 24. April 2018, 17:54

Bei mir "verzahnt" sich das auch alles: Ganz früher noch mit quietschigen Trekkingsachen durch die weite Welt gestapft, dann plötzlich Survival mit reduced-to-the-max - und ganz früher Pfadi-Stil mit Kothenblättern und Dackelgaragen...

Aber die Trapper haben's mir auch schon immer so angetan... deshalb lieg ich öfter
in Wolldecke im PEDDUK, das mit Stangenholz aufgebaut ist - mach Feuer
statt mit Kocher, nur einen Universaltopf dabei oder Pfanne. Selbstgemachte Sattlerarbeiten oder Schmiedearbeiten im Gebrauch (nix dolles...).

Heute entwickel ich viel selbst. Und diese Sachen sind irgendwie immer an einfachen Formen und funktionalität - "KISS" Prinzip - angelehnt.

Also einerseits will ich nicht von einem Haufen teurem High-Tech Gear abhängig sein, sondern BushCRAFT praktizieren.
Andererseits bin ich ein riesen Fan von ultra funktionaler und multi-use Ausrüstung.

Und außerdem ist dabei immer alles im Fluss! Und nie in Stein gemeißelt!

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Dienstag, 24. April 2018, 21:58

Wirklich interessanter Beitrag, solche Fragen kamen mir auch öfters,

Mein Ansatz beim Thema Bushcraft liegt im meiner Jugend, als Kniprs habe ich viele Abenteuerbücher gelesen, vor allem Trappergeschichten und Jägerlatein haben mich interessiert. Obwohl nie jemand aus meiner Familie zur Jagd ging oder geangelt hat, entwickelte sich aus den Geschichten lesen irgendwann das Interesse selbst mal was zu erleben, ich habe damals die Pfadfinder bewundert die Tatsächlich auch ne Menge drauf hatten, war aber zu sehr ein Einzelgänger als dass ich mich dort hätte anschließen können.

Lange Rede kurzer Sinn, mit dem ersten eigenen Gehalt kam der Angelschein, (nach etlichen Jahren Angelns als ,, Beisitzer')
Die Absitzen wurden länger, und der Wunsch wie ein Trapper den Fang draußen zuzubereiten und zu essen immer größer.
Daraus entstanden die ersten Lager draußen im Schilf, mit der Ausbildung im Forst und viel Einfluss aus Militärischen Bekanntschaften,
entstand Schritt für Schritt eine zu größten Teil aus Militärischen Beständen bestehende Ausrüstung
Die nach und nach durch vielseitigere ersetzt wird. Mittlerweile habe ich dann auch den Jagdschein erworben und kombiniere gerne meine Ansitze mit einer abschließenden Pirsch, auf der zumindest mein Rucksack immer dabei ist. Der Rest und größte Teil meiner Ausrüstung liegt meist im Auto und ist fast immer erreichbar.
Einfach um Gelegenheiten zu nutzen, im Revier länger bleiben zu können, und eine Entschuldigung zu haben, immer mal wieder einfachen Bushcraft nachzugehen.

Kurzum: Meine Ausrüstung steht unter dem Motto: Bushcrafttaugliche-Allwetter-Jagdausstattung für Gelegenheitsübernachtung und Pirsch egal ob zu Lande oder Wasser
Meine Ausrüstung stellen ich allerdings nicht selbst her.


Hoffe das hat alles so zusammenfasst


Mfg

Der Blumenstein :winken

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Dienstag, 24. April 2018, 23:18

@ Blumenstein
Das passt sogar sehr gut so.
Ihr erzählt uns sozusagen von euren Anfängen und Motiven.

Dann wirds wohl auch Zeit, daß ich mal auspacke über meinen Weg.

Der Anfang war Interesse am Western-Hobby, schon damals waren eher dieTrapper mein Gebiet. Auf Grund von Umständen verlor sich das aber wieder. Dafür erwachte dann das Mittelalter in mir. Klar dass man sich dann auch für Sachen wie Feuermachen interessiert. Beider Suche nach Methoden um ein Feuerchen zu machen stieß ich dann auch auf das Thema Bushcraft und fand auch dafür immer mehr Begeisterung.
Vor allem weil mir die Grundthemen bei beiden sehr ähnlich vor gekommen sind.
Deshalb war meine Ausrüstung schon von Anfang an recht gemischt. Von neuem Zeug über millitärisches bis zu selbstgebauten Sachen. Und immer wieder eben auch kleine Einflüße aus dem Ma-Bereich.
Und weils ja heißt das Eine führt zum Andern, nun schön langsam die Umstellung oder Erweiterung zum nem neuen Bereich meines Bushcraft in den Bereich (Früh)mittelalterlicher Bushcraft-Weg.
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Mittwoch, 30. Mai 2018, 08:37

Moin zusammen,

mir ging es ähnlich wie Odin. Als Kind/Jugendlicher war ich mit dem Westernvirus infiziert, Trapper und Indianer fand ich toll. Viel bei Opa in der Natur gewesen, im Wald Behausungen aus Totholz gebaut, aber nie draußen gepennt. Das kam er als ich Soldat wurde. Biwak und Co war für mich toll, nur das dämliche Gefechstgedrösel dazwischen störte etwas. Nach den 6 Jahren beim Bund dachte ich mir das ich mich Geschichtlich etwas in das Thema Mittealter einarbeite. 10 Jahre Spätmittelalterliche Darstellung wurde dann daraus, pennen auf dem Strohsack im Leinenzelt gefiel mir gut. Essen auf dem Lagerfeuer kochen war auch toll, doch dann wurde das ganze zu Kommerziell in der Szene. Ich schwenkte um und machte 18. Jh. Darstellung, hier ganz schlicht einen weißen Pelzhändler/Pelzjäger der bei den Indianern in Nordosten Kanadas lebte. Ich versuchte mit immer weniger Ausrüstung klar zu kommen. Zum Schluss war es tatsächlich so das ich mit nem Messingtopf, eine Zeltplane von 3x3 m und 2 Wolldecken sowie der Persönlichen Ausrüstung wie Stein, Schlageisen und Zunder, Pulver und Blei für die Vorderlader Waffe, Messer und Beil und noch ein paar Kleinigkeiten mehr, eine Woche draußen Lagern konnte. Dann kam meine Freundin ins Hobby und es wurde wieder mehr Gerümpel...Betten, Kisten, Stühle, Zelt usw..naja..ich werde ja auch nicht jünger.

Vor drei Jahren fing es dann an das mir die 3 bis 4 Lager im Jahr nicht reichten. Eines im Winter, eins im Herbst und eins im Frühjahr sind immer noch Pflicht. Sommer lies ich gerne mal ausfallen da ich Hitze nicht so mag. Ich bin zwar im Reenactment auch im Februar nur mit einem Shelter unterwegs gewesen, doch hatte ich das Bedürfnis nach mehr. So fing ich an mir "Moderne" Ausrüstung zu kaufen. Mein erster Rucksack war der Alice Large Pack...ich trag das Vieh heute noch gerne. Nur nicht weit, aber ich bin eh nicht der Typ der Wandern will. Mich juckt es nicht in den Füßen 20 Km am Tag zu machen...3 bis 10 reichen mir. Mir ist es wichtiger ein kleines Lager zu haben und im Wald zu sein. Da mach ich dann kleinere Schnitzarbeiten, Koche mir was zu futtern und natürlich Kaffee...ohne den bin ich wohl nicht Lebensfähig. Und ansonsten mach ich das was uns alle Verbindet....den Wald genießen.



Gruß Pat

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Odin (30.05.2018), Parzival (01.06.2018)

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Mittwoch, 30. Mai 2018, 13:40

Stimmt ist rech ähnlich bei uns beiden. THEoretisch bin ich den umgekehrten Weg gegangen. Von Western über Trapper rückwärts ins MA. Und dort geradewegs zu denn Wikis und Germanen ins FrüMi.
Und immer diese Opa´s die ihre Enkel mit Feuer machen und Schnitzen und Messern auf komische Ideen bringen, furchtbar :D
Meine Beiden waren auch so. Opa mütterlicherseits bracht mir das zündeln und Feuermachen bei, Opa väterlicherseits schenkte mir das erste Messer und zeigte mir wie mans benutzt ohne sich oder Andere zu verletzen.
Dabei wars beiden egal ob das enkelkind ein Junge war oder ein Mädchen.
Kommentar von Opa papaseite: Ein richtiges Kind braucht ein Messer. So war halt die Ansicht von Menschen seines Alters die sich sogar noch an den Kaiser erinnern konnten. Vermutlich war sein eigenes Klappmesser wohl damals auch ein Mekator. Opa liess sich damal von meinemDad extra 15 km in die nächste grössere Stadt fahren ums für mich zu kaufen
In diesem Sinn, ein Hoch auf alle Opas,Omas,Eltern oder wer auch immer uns auf diesen Wege gebracht hat. Ihr sollt leben :drunk :drunk :drunk
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