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Mittwoch, 10. Februar 2016, 13:17

Vor- und Nachteile wurden ja schon genannt.

Hier noch eine Erfahrung bei einer Biwaksackwanderung:
Habe mich nach der Wanderung auf einer Wiese niedergelassen. Weit und breit nur Gras. Plötzlich fing es auf Dauer an zu nieseln. Ich habe dann meinen Poncho über den Biwaksack abgespannt. Aus dem Niesel wurde Starkregen mit ordentlich Wind. Soweit so gut. Der komplette Fußbereich wurde nass. An sich nicht schlimm, ich hatte ja den Biwaksack angezogen.

Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, war einsetzender Frost.

Mein lieber Herr Gesangsverein. In null Komma nix war der komplette Fußbereich eingefroren. Die Füße befanden sich ab nun im Eisfach. Ich habe die restlichen 2 Stunden Nachtruhe mit angezogenen Beinen verbringen dürfen. Ging gerade so, da der Biwaksack lang und breit genug war, so dass ich die Beine inklusive Schlafsack eine Etage höher ablegen konnte.

Ps.: Werde trotzdem wieder, bei passender Gelegenheit, mit Biwaksack losziehen, weil einfach schön. :biwak
"Man sollte immer eine kleine Flasche Whiskey dabeihaben - für den Fall eines Schlangenbisses -
außerdem sollte man immer eine Schlange dabeihaben."
W. C. Fields

Sel

echter Höhlenwurm

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22

Mittwoch, 10. Februar 2016, 18:48

Meine Gedanken zum Biwacksack:

Vorteile

- klein, beste Tarnung
- in Sekunden fertig aufgebaut
- absolut wasser- und winddicht (von außen)
- macht gewissen Wärmerückstau -> das bedeutet leichterer Schlafsack

Nachteile

- schwerer als ein Tarp
- reinkrabbeln ist umständlich
- Mückennetz sitzt nie optimal, ohne Gestänge liegt das Gewebe im Gesicht
- bei unter 0°C ist Goretex wirkungslos, ebenso bei draussen Regen oder nahe 100% Luftfeuchte -> Biwack wird zur Wassertüte

Der letzte Punkt hat im Frühjahr/Sommer/Herbst allerdings keine Bedeutung.

Man sollte den Sack so wählen, das die Ausrüstung (zumindest alle Klamotten, die Schuhe, das Futter, die Elektronik und Wasser) mit reinpasst.

LG Sel

Übrigens: Es ist einfach herrlich (außer im Winter) den Biwacksack auf irgendeiner Wiese auszurollen, sich reinzulegen und zu pennen. Sieht keiner, merkt keiner, geht schnell und der Morgentau bleibt draussen....
Meine Grundsätze:
...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

(auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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TappsiTörtel

Wolkenfänger

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23

Mittwoch, 10. Februar 2016, 20:09

- Mückennetz sitzt nie optimal, ohne Gestänge liegt das Gewebe im Gesicht
- bei unter 0°C ist Goretex wirkungslos, ebenso bei draussen Regen oder nahe 100% Luftfeuchte -> Biwack wird zur Wassertüte


Mückennetz: an Schlaufe hochbinden (Baum, Ast, Trekkingstock, ...)
Bei unter 0°C ...: Hm, wird oft so gesagt ... jedoch habe ich im 3Lagen-Laminat (nicht von Gore, siehe Materiallinks in meinem Post weiter oben) noch NIE Kondens gehabt, weder bei -10 Grad, noch bei vollem Regen, Nebel, was auch immer ... da ist mir die praktische Erfahrung mehr wert als die physikalische Begründung für das Gegenteil !
Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

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krupp (11.02.2016)

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24

Mittwoch, 10. Februar 2016, 22:05

Dass Goretex bei <0° C wirkungslos ist, stimmt nicht. Es benötigt ein Temperaturgefälle von Innen nach Außen, damit der Dampfdurchlass überhaupt funktioniert. Die Wasser- u. Winddichtigkeit ist davon nicht betroffen. Beim Biwaksack ist das Problem, dass an der Membrane kaum ein Temperaturgefälle vorhanden ist, folglich der Dampfdurchlass geringer ist und mehr Feuchtigkeit auf der Innenseite kondensiert. Von der Effizienz her, fährt man bei Minustemperaturen weit unter dem Gefrierpunkt eigentlich mit einem dicht gewebten Baumwollbiwaksack besser (Gewicht mal außer Acht gelassen), wenn es darum geht, Wind abzuhalten und das Wärmerückhaltevermögen zu erhöhen.
Gruß Sawyer

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25

Donnerstag, 11. Februar 2016, 12:04

Das Temperaturgefälle, aber auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle, um bei Laminaten den Austausch zu bekommen.

Wie Sawyer schon sagt, die Temperatur an sich spielt keine Rolle,
bei Minusgraden kommt aber hinzu, ist die Temperatur im Bivi <0 friert das Wasser, bevor es an die Luft kommt und bleibt dann im Bivi
da liegt das Problem, das der Schlafsack nass wird, nicht am Bivi selbst.

Je Tiefer die Temperatur und je besser der Schlafsack, je grösser hast du da das Problem, das du erst gar keinen Temperaturunterschied und somit Austausch am Laminat bekommst.


Das gleiche gilt für die Luftfeuchtigkeit, hast du draußen schon 100% und es ist recht warm, kann kaum Feuchte aus deinem Laminat mehr abgegeben werden und es wird auch innen nass.


Ist aber ein generelles Laminat-Problem und nicht speziell beim Bivi so.


Mir ist mal eine Goretex-Jacke im Gewebe eingefroren, weil ich drunter zu gut isoliert war :wallbash ich hab mich dann darunter wärmer gemacht und die Jacke taute wieder auf, echt nen sch :zensiert Gefühl.

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Gruß
Glen

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26

Donnerstag, 11. Februar 2016, 12:43

Irgendwo habe ich einmal den Dialog aufgeschnappt:
Wie erkennt man in den Polarregionen den Unterschied zwischen Touristen und Einheimischen?
Die Touristen tragen Funktionsklamotten und die Einheimischen funktionierende Klamotten. :D

Wobei Funktionsunterwäsche inzwischen auch in den entlegendsten Regionen zu finden sein dürfte.

Was seit Langem auf meiner MYOG-Liste steht, ist ein Biwaksack aus stabiler Baumwolle, um bei Übernachtungen in der Nähe von Feuer keinen Gedanken an ungezogene Funken, die den schönen Hightec-Stoff brandmarken wollen, zu verschwenden.
Gruß Sawyer

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27

Donnerstag, 11. Februar 2016, 13:55

da ist was wahres dran Sawyer,
ich trage gerne einen Lodenmantel, geht bis unter die Knie
sieht bestimmt nicht schön aus, aber wenn ich bei Wind und Regen mit den Hunden gassi gehen, schnell übergezogen und hält dich bis zu den Schuhen trocken auch wenn der Regen mal fast horizontal flällt :D

ist sehr gut wasserdicht, fast winddicht, recht warm, gut reißfest und Feuer?? kein Thema - Wolle ist selbstlöschend!!
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Gruß
Glen

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28

Donnerstag, 11. Februar 2016, 15:28

Mit den Hinweisen zu Goretex oder ähnlichen Laminatstoffen kann ich mich voll und ganz anfreunden.

Klar, mir wäre auch ein Sack aus dickem Baumwollgewebe lieber (Ein-Mann-"Zelt" hab ich ja). Aber das wirklich enorme Gewicht.... Das ist sogar mir zu schwer. Aber in einem Lager, bei Sauwetter oder Dauerpiss, da würde ich das schon gerne mal probieren.

LG Sel
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Donnerstag, 11. Februar 2016, 22:13

Das was GlenM. hier in einem seiner Beiträge ( und auch andere) hier von einem Tarp als eine Art Bivi schrieb erinnert mich stark an eine "Bedroll" wie sie auch die Kuhtreiber in Old-West benutzen.
Hier zb. underes 1/3 der seite, Fig. 80 bis 88
http://bookdome.com/outdoors/Camping-Woo…ml#.Vrz1-lJY-t8

Hab über sowas auch schon mal in einem buch gelesen, allerdings ist das schon rund 20 Jahre her. auch in einer Doku in der es über Überlebens-techniken in australien ging wurde so eine Bedroll demonstriert
Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

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Freitag, 12. Februar 2016, 08:23

Das was GlenM. hier in einem seiner Beiträge ( und auch andere) hier von einem Tarp als eine Art Bivi schrieb erinnert mich stark an eine "Bedroll" wie sie auch die Kuhtreiber in Old-West benutzen.
Hier zb. underes 1/3 der seite, Fig. 80 bis 88
http://bookdome.com/outdoors/Camping-Woo…ml#.Vrz1-lJY-t8

Hab über sowas auch schon mal in einem buch gelesen, allerdings ist das schon rund 20 Jahre her. auch in einer Doku in der es über Überlebens-techniken in australien ging wurde so eine Bedroll demonstriert
Das trifft es wohl so ziemlich. Auch wenn ich das so nicht kannte und nicht direkt so zusammen rolle, sondern erst puzzele, weil ich das Tarp lieber anders nutze, weils als Dach doch bequemer ist :tarp
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Mittwoch, 17. Februar 2016, 16:25

Dieses klassische "Bedroll"-System sieht auch sehr interessant aus (besonders die Hängemattenoption), danke für den Link.

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Mittwoch, 17. Februar 2016, 16:48

Gern geschehn. Im unteren Link seht ihr das Buch. Ich habs irgendwo in einer meiner Kisten verstaut, darum der link.
Laut dem Autor soll die Bedroll bei den amerikanischen Kuhtreibern so effektiev gewesen sein, daß die darin sogar starken Schneefall verschliefen. Ich erinnere mich noch, daß geschrieben wurde, das sich im Kopfteil eine Art Gestänge befestigt war und Es somit wohl auch nem BIvi mit Gestängebogen ähnlich war. Die Konstrucktion bestann laut Autor(und so wurde es auch in der von mir erwähnten Doku gezeigt) aus Wolldeck/n und einer äußeren Schicht aus Segeltuch.
http://www.amazon.de/Alles-%C3%BCber-Sur…t/dp/3613500256
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33

Samstag, 20. Februar 2016, 17:01

Das System muss funktionieren, die Hobbits sind damit bis nach Mordor gekommen :lol

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Samstag, 20. Februar 2016, 22:55

Benutze Biwaksäcke oft und gerne, da sie zusammen mit einem Tarp niedrige und dementsprechend unauffällige Aufbauten erlauben. Die Kombi Tarp + Bivi gewährleistet auch einen ausgesprochen guten Witterungsschutz. So bleibt der Schlafsack trocken, sollte der Regen mal nicht senkrecht fallen oder wenn z.B. Schnee im Spiel ist.
Hatte vor ein paar Jahren mal ein klasse Erlebnis an einem Biwakplatz nahe eines Baches in den Bergen. Der Platz lag gut im Schatten mit nassem Gras. Aufgetrocknet ist nix, weil schon zu kalt. Hab mein Tarp auf 3 Seiten komplett runter gezogen und sehr niedrig aufgespannt da noch ein Pärchen mit einem Zelt anwesend war, etwas Privatsphäre muß doch sein. Durch das niedrige Setup leider perfekte Voraussetzungen dass an der Tarpunterseite was kondensiert. Am Tarp standen am nächsten Morgen innen wie erwartet fette Wassertropfen, der Schlafsack im Biwaksack blieb aber dennoch super trocken und ich hatte es wirklich cozy die ganze Nacht hindurch. Die 2 anderen Campinggäste hatten ein Zelt von einem skandinavischen Premiumhersteller (glaub ist der Liebling von jackknife ...) und High-End Schlafsäcke dabei. Trotz offensichtlich guter Ausrüstung hatte die Dame des Hauses aber einiges zu meckern. Ihr Schlafsack hat wohl nächtens das Innenzelt berührt und war komplett naß, sie hat gefroren. Hab ihnen beim Einpacken zugesehen und es war erkenntbar dass das Zelt innen komplett naß geworden war und das Außenzelt großflächig am Innenzelt klebte - nicht gut für den Schlafkomfort ...

Viele Bivinutzer melden dass sie Kondensprobleme im Biwaksack hätten. Ist zwar bei mir auch feststellbar, hällt sich aber im erträglichen Rahmen und ich würd mal sagen es ist vernachlässigbar. Verwende vor allem die Gore-Tex Bivi vom US MSS oder den der britischen Armee. Beide sind ausgesprochen robust und haben dickes Gewebe, sind daher leider auch schwergewichtig. Dem Schlafsacküberzug der brit. Armee fehlt der Reißverschluß und wie Sel oberhalb schon angemerkt hat ist das rein- und rauskrabbeln etwas umständlicher. Obwohl ich diesen oft verwende hab ich leider kaum Bilder, es ist aber der tarnfarbene Stofffetzen unterm Tarp:



Wers ein wenig leichtgewichtiger haben möchte, es gibt zahlreiche zivile Varianten mit dünnerem aber auch atmungsaktiven/wasserdichten Geweben. Fürs EDC oder den Tagesrucksack hab ich auch mal einen dieser kompakten Biwacksäcke dabei wie sie im alpinen Bereich üblich sind - ist allerdings nix für Dauerbenutzung da richtige Schwitzhütten und geräuschvoll durch das Mylar-Material (ist eh bekannt von den Rettungsdecken).
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Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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35

Sonntag, 21. Februar 2016, 09:40

Hab mich mal nach Bedrolls umgesehen


http://westernsaddle.com/canbedal.html
die wäre ja mal was zum Testen,
aber bei 500€ wird mich meine Frau raus werfen und ich brauch nix anners mehr :D
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Glen

Albbär

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Sonntag, 21. Februar 2016, 15:18

Naja Glen...dann wäre das eine Investition in deine Zukunft ;)

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Sonntag, 21. Februar 2016, 16:26

Es gab mal vor einigen Jahren eine richtig coole Bedroll bei Venatus, die war auch modular, Du konntest also die Canvas-Hülle, die Matte aus echtem Wollfilz sowie die Decke jeweils einzeln kaufen. Das Set war leider seeehr teuer, sonst wäre ich wohl schwach geworden.... Nun gibt es das schon lange nicht mehr, auch nicht mehr beim Hersteller (ich meine, die wurden ebenso wie der damalige Venatus-Rucksack, bei Seil Marschall gebaut). Das Konzept fand ich auf jeden Fall sehr cool, werde mal schauen, ob ich dazu irgendwo Bilder auftreiben kann.

Albbär

unregistriert

38

Sonntag, 21. Februar 2016, 17:47

Es gibt da so ne kleine Gearschmiede, die alles mögliche näht....<<<Link rauskram>>>>...eventuell sollte man dort mal nachfragen was sowas kostet.

Link: http://www.naturebase.de/shop/sonder Für die Leute, die wie ich eine Nähmaschine als Teufelswerk betrachten ;)

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Sonntag, 21. Februar 2016, 19:08

Da stellt sich die Frage ob bei den Preisen eine Bedroll nicht eher ein Selbstbau-projekt wäre.
Paßendes Werkzeug vorausgesetzt kämme man dabei wohl um einiges billiger weg
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Sel

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Sonntag, 6. März 2016, 10:24

Hallo,

hatte vor kurzer Zeit die Gelegenheit den Biwaksack mal anders zu testen.

Ich pennte so vor mich hin, da wurde es erst lauter, dann kam Wasser.... Mitten in der Nacht hatte sich ein kleines Rinnsal so lange durch eine Baumwurzel eines toten Baumes gegraben, das dieser den Halt verlor und umkippte (war aber über 250 Meter weit weg). Das angestaute Wasser nahm seinen Weg, dummerweise in meine Richtung. Ein Bach in der Nähe nutzte die Gelegenheit und suchte sich ein neues Bett in diesem Wasserschwall, meine Nacht war zu Ende.

Um schnell das Weite suchen zu können, nutzte ich den Biwaksack als Tragesack. Also raus aus der Tüte, alles nach unten geschüttelt, Ausrüstung reingeworfen. Vielleicht 15 Sekunden später war ich weg (Schuhe waren im Sack). Das Wasser um mich war nur 2cm hoch etwa, bevor der Bach kam, durch den Biwaksack blieb mein Gerödel aber trocken. Nachdem ich aus der nassen Zone geflüchtet war gings ans auspacken und ordnen meiner Sachen. Alles trocken, alles gerettet, nix fehlte.

Mag mir nicht ausdenken wo da ein Zelt oder Tarp geblieben wäre. Im günstigsten Fall eben an Ort und Stelle, aber klatschnass.
Also auch dafür ist ein Biwaksack unschlagbar gut und schnell, kann mir keine andere Ausrüstung vorstellen mit der man im Notfall alles schneller und trocken wegbekommen könnte.

Der Bach war jetzt zwar keine Sturmflut, alles war relativ genügsam. Aber ne Penntüte oder ein Rucksack wäre weggeschwommen. Und ja, ich gugge mir schon an, wo ich penne! So ein Fall war absolut nicht vorhersehbar.

LG Sel
:kanu

Edit: Doch da gibts ein AusrüstungsteiL Die Hängematte. Da kann man bei sowas ruhig liegenbleiben und abwarten ^^
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sel« (6. März 2016, 10:31)


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