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  • »Hodor88« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 9. Juni 2015, 11:15

Tierbeobachtung - Wilderei auslegen?!?!

Hallo,

ich würde gerne nachts ein kleines Tarp recht tief aufbauen und mit einem Rehblatter Tiere anlocken um diese zu beobachten.

:tarp


Wird mir ein Jäger / Förster sowas als Wilderei-Versuch oder als Stören des Wildes ankreiden? Das Blatter soll lediglich die Wahrscheinlich erhöhen auch ein Tier zu sehen.

Sowas meine ich:
http://www.pirschershop.de/Jagdausruestu…atter-Holz.html


ich weiß das ich auch in den Zoo gehen kann. Will die Tiere jedoch in freier Wildbahn kennenlernen und nicht im Gehege.

Gruß
Marco

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Dienstag, 9. Juni 2015, 12:29

So ein Teil funktioniert natürlich nur wenn Blattzeit ist, also erst wieder so ab Anfang August. Bis dahin zeigt sich das Rehwild eher unbeeindruckt von dem Pfeifchen.

Ich denke mal als Wilderei kann Dir das nicht ausgelegt werden, Du hast ja keine Waffe dabei, legst Fallen aus, ... oder sonst was !
Allerdings wird der Jäger/Pächter sich sicherlich nicht begeistert zeigen, wenn Du da im Wald rumblattest (ist natürlich auch eine Beunruhigung des Wildes) oder ihm womöglich zwischen seine eigene Blattjadg funkst. Genau genommen bewegst Du Dich ja schon durch das Aufbauen des Tarps mindestens im Graubereich (Thema zelten/biwakieren im Wald, ist ein Tarp ein Zelt oder Biwak, ...).

Kaufen darfst Du Dir so ein Teil, ob die Benutzung verboten ist für den Nichtjäger/Nichtheger weiß ich nicht.
Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

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Dienstag, 9. Juni 2015, 13:57

Naja, es geht auch ohne Lockmittel. Finde heraus wo die Tiere gerne sind. Das siehst du gut an den Spuren. Dann legst du dich gegen den Wind auf die lauer und wartest. Wie TT schon sagte die Jäger werden die Nutzung von Lockmitteln wahrscheinlich nicht für gut heißen.
LG,
Benedikt

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Dienstag, 9. Juni 2015, 23:01

So gesehen darfst du dich mit beiden, also campieren und Blatten, wohl nicht vom falschen erwischen lassen, den wenn du einen Bürohengst in Angriffsstimmung erwischst wird er dir wohl § 4 aus dem Bundesjagdgesetz zitieren:

(4) Die Jagdausübung erstreckt sich auf das Aufsuchen, Nachstellen, Erlegen und Fangen von Wild.


Das Blatten könnte man dir dann als Nachstellen auslegen !
Das eigentliche Problem ist da aber wohl das selbst wenn es dir gelingt einen Bock anzufiepen, und der tatsächlich kommen sollte, er kein Reh sondern einen Menschen vorfindet und mit dieser Erfahrung auch das restliche Jahr nicht mehr auf den Fiep kommen könnte. Damit hast du so gesehen dann aktiv die Jagd behindert. Und die möglicherweise auch dafür gesorgt das besagter Bock sich dieses Jahr nicht vermehrt, weil er eine negative Erfahrung mit dem Menschen assoziiert !


Allerdings habe ich auch eine Hasenklage und diese auch bei unseren Jungfüchsen eingesetzt, und das nach dem 11. Gebot das da lautet:
,,Lass dich nicht erwischen"


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Freitag, 12. Juni 2015, 08:42

Ok, super. Vielen Dank für die vielen Antworten.
Ich werde es einfach lassen. Der nutzen ein Tier zu sehen ist die Komplikationen nicht wert.
Besonders nicht wenn die Fortpflanzung des Tieres gefährtet ist.

benbushcraft

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6

Freitag, 12. Juni 2015, 09:18

Solange du auf Abstand bleibst sollte das kein Problem sein. Mit einem Fernglas geht das gut. Auf 200m kann man mit einem 8x42 Fernglas auch bis in die Dämmerung toll beobachten.
LG,
Benedikt

Michabbb

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Freitag, 12. Juni 2015, 10:50

Hi, ganz ehrlich, würd ich mir da keinerlei Sorgen machen.

Es laufen hunderte von Wanderern durch alle möglichen Wälder, Familien mit
Kindern, Mountainbiker, Pilzsammler usw. usw. die irgendwie alle ein
wenig die Tiere stören. Da bist du als Naturinteressierter der unter ein
Plane Tiere bobachten/fotografieren will noch der, der am wenigsten stört. Es
laufen auch nicht hunderte von Jägern und Förstern auf der Suche nach
Tierfotografen durch die Wälder und selbst wenn dich mal einer sehen würde,
wärst du ihm vielleicht noch einer von den sympathischen, weil naturinteressiert und nicht störend.

Es gibt viele Tierfotografen die alles mögliche zum anlocken der Tiere machen,
da ist son ne Pfeife oder Hasenqäcke noch das simpelste.

Also lass dich nicht verschrecken, achte die Natur und das Wild und du wirst
definitiv keinen Ärger bekommen. Es ist auch für den anderen immer eine Frage von Aufwand und Nutzen.

Tiere fotografieren ist definitiv keine Wilderei und ich möchte den Jäger sehen
der das so auslegt. Du machst da ja auch kein Camping sondern hast vielleicht ne Plane als Sonnen/Regenschutz. Das ist das gleiche wie ein großer Regenschirm. Ist Tagsüber definitiv nicht verboten und Nachts als Biwackieren nicht unter Strafe. ( ausgenommen Naturschutgebiete, Kanzleramt, Juwelierladen usw. ;-) )

Ich glaub aber auch, das Blattern oder ähnliches, eher kontraproduktiv ist. Denke
du hast mehr Erfolg wenn du dich ganz ruhig am richtigen Platz hinsetzt und dann
Geduld, Geduld, Geduld .


Viel Erfolg

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Albbär

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Freitag, 12. Juni 2015, 11:01

ACHTUNG ganz BÖÖÖÖÖÖÖSE:
Wenn du son Bock vom Poppen abhältst läuft das unter Geburtenkontrolle. Und Rehe gibts mal echt genug. ;)

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Sonntag, 14. Juni 2015, 19:24

Vllt ist das was für dich !!

Habe da ein Tolles Buch, "Wildnis-Survival", von Hans Jörg Kriebel.
Es geht hier zwar ums beködern und Fallen stellen aber ist auch hilfreich fürs Beobachten von Tieren.
Hab dir die beiden Seiten mal abgescannt

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Sel

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Montag, 15. Juni 2015, 05:43

Hallo,

die richtige Stelle ist wichtig und die Windrichtung. Das du dich tarnst ist ja klar. Achte aber auch darauf was du zu futtern oder trinken für dich mitnimmst. Übertrieben gesagt, ne Knobifahne riechen die Tiere paar hundert Meter weit oder mehr... Wenn du auf deinem "Ansitz" dann auch noch Kekse knackst, dann siehst du nix. Auch lecker duftendes Futter lockt die Tiere an. Besonders "kleine" Räuber wie Füchse oder so. Die klauen dir bei uns mittlerweile dein Futter aus dem Rucksack, wenn du den nicht gesichert hast, trotz das du daneben pennst.

Was ich selbst erlebt habe: Jäger sitzt auf seinem Hochsitz, Wildschweine vor ihm. Mich hat er sicher nicht bemerkt, er legt an - und da bimmelt sein Handy :dance Ich habe so laut lachen müssen, für den armen Kerl war die Jagd gelaufen. Wenigstens hatte er so was wie Jägermeister dabei und wir verstanden uns prächtig.

Zurück zum Thema. Wenn ich Wildschweine beobachten will hilft in der Tat das man tagsüber deren Plätze ausfindig macht. Also die Suhlen, Tränken oder deren Wohnkessel. Ist keine Garantie zum Beobachten, aber besser als nichts. Tarp ist da eher unproduktiv, das ist sehr groß und mach Geräusche. Besser ist es sich warm einzupacken und den Poncho drüber (natürlich keinen in Pink oder aus Raschelplastik). Manch Jäger macht in so etwa einem Meter Höhe einen Salzleckstein an einem Baum fest... Eine Lichtung ist fürs Wild eine schöne Futterstelle, aber die Viecher passen sehr gut auf... Kleine Räuber haben Trampelpfade, die sie immer wieder nutzen, man kann die finden... Es hilft sich vorher ein wenig schlau zu machen, welche Geräusche ein Tier macht und welches Tier das ist, was man hört (nicht die Tier"sprache", sondern Laufen, Fressen und so was)...

LG Sel
Meine Grundsätze:
...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

(auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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