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Registrierungsdatum: 29. Juni 2014

Beruf: Handwerker

Hobbys: Bushcraften, Gear bauen

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21

Sonntag, 31. Mai 2015, 08:04

Hallo,

und genau deswegen hänge ich meine Klamotten in den Baum
und binde meine Schuhe fest.

Gruss
Konrad

Sel

echter Höhlenwurm

Registrierungsdatum: 6. November 2013

Wohnort: Radebeul

Hobbys: Basteln mit Elektronik, Ausrüstung selbst herstellen, draussen sein :-)

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22

Sonntag, 31. Mai 2015, 08:52

Hallo,

Wildschweine sind solange harmlos, solange sie sich nicht gestört oder angegriffen fühlen. Ich habe schon einige Begegnungen mit den Tieren gehabt, ganz fern und kuschelnah.

Vor 2 Jahren etwa pennte ich mitten im Wald, als nächtens 2 Uhr etwa so 6 bis 7 Tiere grunzend vorbeitrappelten. Ich Knallkopp hatte mich neben eine Eiche gelegt und die Schweinchen fingen nun an rings um mich den Boden nach den Leckerchen zu durchwühlen. Da ich eigentlich dachte, ich habe die Hosen voll, blieb ich ganz still liegen. Und nix passierte. Die Schweine kamen bis auf weniger als 50cm an mich ran, schnupperten kurz und wühlten weiter. Eicheln schmecken scheinbar besser als ich. :unschuld

Die anderen Begegnungen waren beim Wandern. Die beste Reaktion scheint zu sein wie angewurzelt stehen zu bleiben (oder hinhocken, damit man kleiner ist) und abzuwarten. Die Tiere nehmen Notiz, sehen keine Gefahr und ziehen weiter, auch mit Frischlingen. Wenn allerdings 200kg Lebendmasse wüst schnaufend auf einen zugerannt kommen, mmh. Ok, so einen Fall hatte ich nicht.

Wichtig ist wirklich das man nichts Fressbares im Lager offen rumliegen läßt. Nicht nur wegen der Borstentiere, auch Füchse und anderes Getier will was auf dem Teller haben. Wobei Füchse eben auch mal den Rucksack aufbeißen können. Daher verpacke ich mein Zeugs immer, entweder hänge ich es mindestens einen Meter hoch auf (3 Stöcke verbinden und an das Dreibein die Ausrüstung), oder ich nehme die Futtertasche mit in die Penntüte. Auch eignet sich ein für Nichtkletterer unerreichbarer Felsvorsprung, eine Astgabel, ein starker Busch...

Besuch hatte ich nächtens vielfach, wobei ich das (weil ich pennte) sicher gar nicht immer mitbekommen habe. Trotzdem sollte man versuchen nicht wie ein Toter zu pennen, sondern irgendwie die Sinne zu trainieren das man wenigstens echte Gefahr noch mitbekommt.

LG Sel
Meine Grundsätze:
...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

(auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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Registrierungsdatum: 2. Juli 2013

Beruf: Forstwirt,

Hobbys: Angeln, Wandern, Natur erleben, Jagen

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23

Sonntag, 31. Mai 2015, 12:43

Wie viele andere auch hab ich auch schon Kontakt mit Wildschweinen gehabt, um genauer zu sein hab ich ihn täglich....
Als Azubi im Forst sehe ich sie oft in freier Wildbahn und da waren sie immer darauf aus schnellstmöglich das weite zu suchen, aber ein Wildschein welches (eigentlich) zahm sein sollte, um das wir uns an unserer Ausbildungsstätte kümmern, ist das absolute Gegenteil.

Piggy ist eine ca. 100 Kg schwere Bache, 6 Jahre alt und eigentlich den Kontakt zu Menschen gewohnt. Wir nutzen sie zur Ausbildung von Jagdhunden auf der Fährte, und demnach muss regelmäßig unser Meister mit Piggy spazieren gehen.
Er als ,,Leitbache" der Piggy handaufgezogen hat, kann sich dem Tier tatsächlich auch nähern, aber wir Azubis die diesen Spaziergang dann mitmachen müssen, sind immer wieder Mode, das heißt sobald wir Piggy zu nah kommen ist schon abzusehen das sie sich umdreht und mit Vollgas auf uns zu rennt und versucht einen Umzustoßen bzw. zu beißen. Einer meiner Schnittschutzstiefel zeugt noch von dem Versuch mir in den Fuß zu beißen. Stahlkappe sei dank ging das gut aus ! Aber angenehm wars trotzdem nicht !

Jetzt könnte das aggressive Verhalten darauf schließen lassen das Piggy schlicht schlechte Erfahrungen gemacht hat, und ausschließen möchte ich diese Theorie auch nicht, aber wenn dem so wäre, hätte sie oft genug die Möglichkeit bekommen abzuhauen.
Unser Verdacht ist das sie unseren Meister beschützen will, warum ausgerechnet vor uns, die sie füttern, ist uns unklar !
Zu beobachten ist auf jeden Fall starkes Territorialverhalten den wer sich in IHR Gatter verirrt, während sie drin ist, spielt mit seinem Leben, Vor allem in der Rauschzeit.

Um meinen Beitrag dann auch mal zum Ende zu bringen, würde ich mal behaupten, das wer sich in aller Ruhe zurückzieht bei einer Begegnung mit Sauen macht sicher nichts falsch.
Wenn er nicht auf dem Wechsel steht und die Sauen dann einfach vorbeilässt ist alles gut, lediglich in der Rauschzeit wo Sauen schon bevor mann sie sieht, zu riechen sind, sollte man das Weite suchen. Denn in dieser Zeit sind sie sehr impulsiv und reagieren nicht unbedingt wie gewohnt mit Flucht.
Ob sie dann aus imponiergehabe angreifen oder wegen hormoneller Umstellung weiß ich nicht. Was aber gewiss ist, ist das zumindest Piggy in dieser Zeit (extrem) nach Maggie stinkt, klebrig feuchte Borsten hat und aggressiver ist als normal !

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