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Montag, 1. Dezember 2014, 11:05

Wo sind die grenzen von Ultra Light und Ultra Less

An alle Bushcrafter:

Ich möchte nächsten Sommer für 2-3 Monate nach Schweden. In dieser Zeit möchte ich so wenig auf die Zivilisation angewiesen sein wie möglich. Ich möchte von Südschweden etwa 1000km nach Norden laufen. Pro Tag denke ich sind 12-15km möglich,
da ich 1. guerfeldein laufen möchte und 2. abends angeln möchte zur Nahrungsbeschaffung. Als weitere Nahrung würde ich auf waserdichtverpackte Nudeln und Haferflocken setzen ( billig, Reisekosten sollen überschaubar bleiben)

Nun meine Frage: Ich finde den Munro 35 von Berghaus ( schlichter Armeerucksack) ganz cool. Der Rucksack ist nicht zu groß, so packe ich nicht zu viel ein :) Doch was brauche ich neben dem Üblichen wie Schlafsack, Wechselwäsche; ANGEL und co und passt dies wenn ich mich zusammenreiße ( keine Ersatzhose, Unterhose statt Badehose..) überhaupt in einen solchen Rucksack ??

Als Antwort freue ich mich über Vorschläge zu anderen Rucksäcken und Minimalpacklisten außerdem ob ich lieber Zelt oder Tarp verwenden sollte.

Vielen Dank

Euer Buschkrieger
Mit einem Freund am Fluss sitzen und was leckeres auf dem Hobokocher zubereiten- für mich gibt es nicht besseres :)

Albbär

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2

Montag, 1. Dezember 2014, 11:19

Hallo,
kurz und knapp: kommt drauf an wieviel Efahrung, Wissen und Leidensfähigkeit du hast.
Gruss
Albbär

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Sel

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Montag, 1. Dezember 2014, 12:13

Hallo,

deine Tageskilometer finde ich zu hoch für einen Querfeld-Marsch. Zumal du ja auch noch Angeln willst, ab und zu auch Futter machen mußt. Ohne Wechselwäsche (wenigstens 1x) würde ich auf gar keinen Fall losziehen. Allerdings kannst du dir auf deinem Weg das ein- odere andere ja kaufen. Der Rucksack kann reichen, wenn du eben die Penntüte, Isomatte und solch Zeugs draußen dran schnallst.
Futter mit nur Getreidenahrung und Fisch reicht definitiv nicht aus Sicht der Kalorienaufnahme. Außerdem brauchst auch diverse Vitamine, sonst kommst du sicher nicht bis zu deinem Ziel.

Mal anders gevragt. 1000km ist ja paar Meterchen, hast du Erfahrungen in Sachen solch langer Touren? Ich glaube eher nicht. Latsche mal mit deiner Ausrüstung zum Test vorher 1 Woche durch heimische Gefilde und dann rechne deinen Bedarf vorsichtig hoch.

LG Sel
Meine Grundsätze:
...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
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(auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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Grimmbold

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Montag, 1. Dezember 2014, 13:42

Ich bin wieder der böse Spielverderber: Wenn Du diese Frage stellen musst, dann würde ich eine solche Tour nicht angehen. Denn dann fehlt es an zu vielen Basics!
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Montag, 1. Dezember 2014, 15:00

12-15km als Querfeldein-Tagesleistung in der wärmeren Jahreszeit mag zwar auf den ersten Blick als kurze/unsportliche Distanz erscheinen, ist für meine Begriffe aber eine vernünftige Annahme . Steiles Terrain, dichte Bewaldung oder sumpfiges Gelände können dies allerdings schon mal reduzieren. Ganz besonders wenn man darüber hinaus noch vor hat die eigene Nahrungsversorgung mit frischen Zutaten zu bestreiten - Sel hat das oberhalb schon angeführt. Findet man brauchbare Steige, Pisten oder Wege vor sind sicherlich auch größere Distanzen möglich.

Inwieweit man die Nahrungsversorgung aus der Natur bestreiten kann z.B. durch Einsammeln von essbarem Grünzeug, Fischen, etc. würd ich im Detail abklären. Neben den rechtlichen Aspekten die es vor allem beim Fischen zu berücksichtigen gibt (wie besorgst Du Dir Fischereilizenzen, gibt es Limits für Fischentnahmen aus bestimmten Gewässern, … ) musst Du entlang der Wegstrecke auch immer geeignete Gewässer mit entsprechend gutem Besatz vorfinden. Etwas Fischfangerfahrung in Wildgewässern schadet nicht – ist meist doch was anderes als fischen im gut besetzten Vereinsteich von nebenan. Etwas Reserveproviant schadet daher in keinem Fall.

Verwende selbst meist einen 65l Rucksack für 3-5 tägige Touren, hab ich viel frisches Esszeug dabei und nicht den üblichen gefriergetrockneten Beutelfraß ist das Packvolumen nochmals größer. Schlafsack bzw. Biwakequipment, Kochutensilien, Proviant, Reserveteile etc. haben leider entsprechendes Volumen. Allzu viel Krempel außen am Rucksack zu befestigen ist nicht nur unpraktisch, sondern auch unbequem und in unwegsamen Gelände leider auch hinderlich. 35-Liter-Tagesrucksäcke haben meist kein Tragesystem, welches sich auch für schwere Lasten eignet. Ich persönlich würd mit einem kleinen 35l Rucksack auf einer längere Tour nicht zurechtkommen - maße mir aber auch nicht an tatsächlich ultralight und mit nur minimalem Zeugs unterwegs zu sein.

Hier im Forum treiben sich einige Skandinavienkenner sowie Ultraglightfreaks, vielleicht kommt noch der eine oder andere Tip für Dich. Wünsch Dir viel Spaß bei der Planung …
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Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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Skuzzlebud

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Montag, 1. Dezember 2014, 15:07

Also zum Rucksack, würde ich sagen der ist einfach zu klein. Angelzeug ist sperrig und Futter für zwei - drei Monate schleppt auch keiner komplett autark mit sich rum, und das mit dem selbstversorgen durch Angeln ist auch etwas unrealistisch. Ich habe auch schon in Schweden geangelt und kann dir sagen, da fängt man auch nicht jeden Tag was. Erst recht nicht vom Ufer, wenn man das Gewässer nicht kennt und möglicherweise nicht die Zeit hat ewig lange nach der "besten" Stelle zu suchen.
Versuch doch einfach mal probe zu packen; ;)

Ich schätze du solltest dich nach was in Richtung 60 Liter + umschauen und alle fünf bis sechs Tage einen Ort aufsuchen wo man neue Vorräte nachkaufen kann.
Ein Tarp funktioniert überall da gut wo auch Bäume sind, da wo es keine Bäume mehr gibt ist ein Zelt besser. Speziell in Skandinavien empfiehlt es sich auch ein Mückennetz mitzunehmen welches man unters Tarp hängen kann.
Komplett querfeldein laufen ist auch nicht überall realisierbar, da steht man schnell irgendwo im Sumpf oder an einer Stelle wo das Unterholz so dicht ist, dass man nicht mehr weiter kommt und verbringt endlose Stunden damit, zurückzulaufen und nach einem anderen Weg zu suchen.
Such dir lieber ein paar Fernwanderwege raus ,die sich miteinander kombinieren lassen und guck einfach wie weit du kommst. Wenn du erstmal von den Ballungszentren weg bist kann man auch dort recht einsame Tage verbringen. Das hätte auch den Vorteil das dich viel leichter jemand findet wenn dir ein Unfall passiert.

Ansonsten kann ich mich den anderen nur anschließen und dir raten, einfach mal einen Probelauf von ca. einer Woche im heimischen Wald zu machen. Der klärt sich vieles von alleine.

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Zausel

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Montag, 1. Dezember 2014, 15:26


Futter mit nur Getreidenahrung und Fisch reicht definitiv nicht aus Sicht der Kalorienaufnahme.

Nein? Warum denn dieses? :confused
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Montag, 1. Dezember 2014, 15:43

Für dein Vorhaben:

http://retailer.bergans.de/RUCKSACKS/bac…473-p0000100598

Und mit 35-40 Kilo Rucksackgewicht rechnen. Das ist man in der Regel nicht gewohnt auch wenn man sonst fit wie ein Turnschuh ist. Da hilft nur traniieren.

Das hier wäre vielleicht als Inspiration nicht schlecht für dich zu lesen:
https://www.outdoorseiten.net/forum/show…-durch-Lappland
Zu viel Theorie verdirbt nur das Abenteuer. - draussen

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taiaha

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Montag, 1. Dezember 2014, 17:05

Ich bin wieder der böse Spielverderber: Wenn Du diese Frage stellen musst, dann würde ich eine solche Tour nicht angehen. Denn dann fehlt es an zu vielen Basics!


Buschkrieger pack dein Sach und ziehe los und sammle deine Erfahrungen. Es gab keine Tour aus der ich nicht gelernt habe. Lass dich nicht im voraus entmutigen.
Frei nach Goethe aus der Zauberlehrling....

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was keiner sagt, das sagt heraus
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Wie du weisst..Meister fallen nicht vom Himmel sondern klettern die Treppe hinauf...
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Profis trainieren, bis sie es nicht mehr falsch machen.

Sel

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Montag, 1. Dezember 2014, 18:21


Futter mit nur Getreidenahrung und Fisch reicht definitiv nicht aus Sicht der Kalorienaufnahme.

Nein? Warum denn dieses? :confused

Ja Zausel...
wie oben bereits gesagt wurde, man fängt nicht jeden Tag so einfach einen Fisch. Und wenn der gefangene Fisch auch noch essbar sein soll,dann gilt das Gesetz der Wahrscheinlichkeit (oder wars der Zufall?). Das Vieh kann echt ungenießbar sein oder eben mehr Gräten als Fischfleisch haben.
Und so zieht der Wandersmann eben mit knurrendem Magen weiter. Außerdem, mindestens 2 Monate nur Fisch und Teigwaren.... Schon bei dem Gedanken kann ich keinen Fisch mehr sehen. :lol

Wenn man sich autark ernährt sollte man niemals den Salzbedarf unterschätzen, ein Beutelchen mit 20 Gramm reicht nimmer. Ebenso Zucker und paar Gewürze sollten mit. Öl zum Braten (im Notfall zum Feuermachen) und und und...

Es ist schon richtig, wie oben gesagt: Den Krempel nach eigenem Gutdünken packeb und sich dür eine Woche in einem Waldgebiet "verpissen". Danach weiß man schon so ungefähr was man braucht. Feintuning geht ja immer noch, denn bis zum Urlaub ist genig Zeit.

LG Sel
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Montag, 1. Dezember 2014, 18:44

Ich glaube man unterschätzt mich hier etwas, was meine Erfahrungen angeht.
Diesen Sommer bin ich von meinem Wohnort Berlin bis zum Bodensee gelaufen und das ohne Geld. Essen gabs umsonst in Bäckerein, geschlafen habe ich in Gästezimmern von fremden Leuten, die ich auf der Straße angesprochen hatte. Zudem zeltete ich im Wald, wenn ich nichts gefunden hatte. Der Rucksack wog über 20kg und am Ende der Tour hatte ich eine neue Sichtweise auf Deutschland.
Im Januar lief ich in 23h am Stück 80km mit 8kg Gepäck. Danach war ich fertig, aber ich Kenne MEINE Grenze.

Das Problem und der Vorteil an Schweden ( ich war letztes Jahr dort) ist man trifft kaum Leute, daher muss man sehr viel für sich selber sorgen, was Essen und Schlafplatz angeht.

Der kleine Rucksack war die Gegenidee zu meinem zu großen und schweren Rucksack der letzten Tour.

Ich fang mal an ein paar Dinge aufzuzählen die ich mitnehmen würde ( ich weiß Auflistungen mag man hier nicht, geht gerade aber nicht anders)

Kleidung: Robuste Bundeswehrhose
Tshirt
Socken und Unterhose
Wollpullover
Fjäll Räven Jacke ( ungefüttert)
Halstuch

Wechselkleidung und Ergänzung:
Mütze
Poncho
2x Socken
2x Unterhose
T-shirt
Arbeitshandschuhe
Sonnenbrille/ Cap

Das ( wechselzeug) würde ja IN den Rucksack passen

Werkzeug:

Multitool
Klappsäge
Messer mit feststehender Fulltang-Klinge
evtl. Beil
Angelrute( Teleskop mit Haken Rolle Schnur...)

Küche:
Hobokocher ( Feuer ist da ja fast immer erlaubt) zum Wasser abkochen und kochen
Topf
Löffel
Handtuch
Seife
1l Wasser in Edelstahlflsche zum Wasserabkochen
Tasse

Nahrung:
Fisch
Salz
Zucker
2kgHaferflocken
1kgNudeln
1Brot
Früchte aus der Natur

Schlafgepäck bin ich mir noch unsicher

Ich hoffe das hilft zur Beantwortung meiner Frage.

Ich hab keine Lust mehr viel zu schleppen- einfach und wenig aber nicht leichtsinnig

Danke für eure Tipps
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Montag, 1. Dezember 2014, 18:54

Möchte mich hier nicht groß einmischen da ich noch nie eine annähernd so lange Tour gemacht habe. Zum Thema Ernährung würde ich aber noch sagen schmeiß die Nudeln raus und ersetz die mit Reis. Da hast du eine höhere Energiedichte und kleineres Packmaß als bei Nudeln. Fett in irgendeiner Form würde ich auch noch mitnehmen, enthält doppelt so viele Kalorien pro Gramm als Kohlenhydrate. Pemikan oder ähnliches kann dir da echt mal den Arsch retten. Zucker würde ich persönlich komplett rausschmeißen, braucht kein Mensch, aber da werden mir jetzt wahrscheinlich viele hier widersprechen also Schwamm drüber :unschuld

Hast du als Schlafgepäck mal ne leichte Hängematte mit integriertem Moskitonetz in Betracht gezogen?

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Montag, 1. Dezember 2014, 19:25

steve : danke die idee mit reis ist gut.
kochzeit ist zwar länger, aber brennholz gibt es ja genug :lagerfeuer

ich muss die nahrung noch mal überdenken. möchte inklusive an und abreise unter 1000 euro kommen, daher schließt sich super teure treckingnahrung aus. soll eine mischung aus leben draußen, abenteuer und survival werden
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Montag, 1. Dezember 2014, 19:35

Nimm Couscous. Da musst du nur aufquellen lassen und du kannst es würzen wie du willst.
Und für zwischendurch als auch wenn man nicht kochen will. Studentenfutter, Müsliriegel, Nüsse. Vielleicht noch Beef Jerky um den Proteinverlust ein wenig auszugleichen. Deine Muskeln werden trotzdem abnehmen.

Schmeiss den Hobo raus und nimm einen Gaskocher mit. Wenn du nämlich im Fjell bist hast du keine Bäume.
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Montag, 1. Dezember 2014, 20:53

affenjunge : danke für dein tipp, couscous hört sich gut an.
mein hobo bleibt aber, ich mag keine kartuschen schleppen und fachgerecht entsorgen müssen.
muss mich dann mehr in waldnähe aufhalten.
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Montag, 8. Juni 2015, 09:16

Hallo,

ich mache zum Bushcraft zusätzlich viel Ultralight Trekking und da lässt sich schon sehr viel rausholen. Geht aber auch ordentlich ins Geld. Mein Equip für 3 Tage ist 7,2 kg schwer. Das wichtigste ist erstmal auf einiges "auch liebgewonnenes" zu verzichten. Kein 300 Gramm schweres messer. Kein Beil etc. Dann gehts ans teuere.

1. Ultralight Tarp oder besser noch: Poncho

2. Extrem leichter Rucksack. Macht nix wenn er keine 60 Liter fasst. Meiner hat 32, somit bin ich auch gezwungen den nicht vollzupacken.
Kann da nur den Granite Gear Virgia 2 empfehlen. Der hat ein gutes Mittelmaß. 54 Liter bei 560 Gramm.. Extrem gutes Gewicht/Volumen verhältnis. Natürlich darfst damit nicht unbedingt durch dornengestrüpp

3. Leichte Matte wie die Therm-a-Rest XTherm.

Zum Kochen reicht ne Snow Peak Tasse mit 600 ml. Als Deckel reicht ne Alufolie.


Ich glaub für mein Komplettes Equip hab ich gut 1500 Euro ausgegeben bis ich es so weit hatte.

http://www.trekking-lite-store.com/

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17

Donnerstag, 11. Juni 2015, 18:54

Da hast mir als robust-statt-ultralight Trekker rund 4-5kg an Gewicht voraus. Wenn ich mir die meisten Leute aber so anschaue würden denen 4-5kg weniger auf den Hüften auch nicht Schaden, und da zu sparen ist nicht nur umsonst sondern spart sogar noch Geld ;)

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Donnerstag, 11. Juni 2015, 19:21

Hi!

Ich empfehle Dir dich auch im dt. Ultraleicht Trekking Forum umzusehen ( dt. UL Trekking Forum ), da findest Du Xfach Mitglieder die so eine Tour schon gemacht haben, mit <<10kg Rucksackgewicht ohne Verbrauchsmittel (Wasser, Nahrung, Brennstoff). Da kannst SEHR viele erprobte Erfahrungen & Tips bekommen und lesen. Dennoch stimme ich Grimmbold voll zu: Wenn Du noch solch elementare Fragen stellen musst, dann solltest Du erst noch mehr Erfahrungen mit kürzeren Touren machen. Das ist ja nichts Schlimmes und auch kein Angriff auf Deine Fähigkeiten. Gehe doch erst einmal in D für 10 Tage am Stück kpl. autark (!) auf Tour, ohne "nette Menschen", Übernachten in Zimmern usw. (Fern-)Wanderwege gibt es ja genügend...

Weitwandern (500-3.000km+) geht am Stück praktisch nur mit sehr leichtem Rucksackgewicht, die konkrete Kilozahl ist nicht so wichtig, meist aber <10kg baseweight, i.d.R. sogar nur ca. 4-6kg. Die fehlende Robustheit wird durch sorgsamen Umgang kompensiert wo nötig, andererseits ist vieles im UL-Bereich mindestens so stabil wie normales Zeug, nur eben leichter.

Zum Angeln: "Tenkara" ist da das Stichwort, das geht gewichtsmäßig quasi von alleine ultraleicht. Google das 'mal, und zieh Dir einige YT-videos dazu 'rein. Aber Fischfang (wie auch Jagd) sollte immer nur als Ergänzung gesehen werden, nicht als fester und wichtiger Bestandteil der Nahrungsversorgung. Das war vor 100 Jahren schon sogar in USA auf Treks mit Gewehr und Angel ein fester Grundsatz (lese gerade einschlägige Literatur aus dieser Zeit...).

Zur Nahrung nur ein weiterer Tip: Maismehl/-grieß. Multifunktionell verwendbar. Damit kamen die Indianer monatelang klar, dito die ersten weißen Trapper in USA.

Viel Spaß,

Gereon - der Dich etwas um Deine Tour beneidet...

NACHTRAG: (Bin selbst mit 35l Rucksack im Sommer und 58l Rucksack im Winter L-UL unterwegs, 4.9-6kg baseweight)
- gebraucht kostet UL-Zeug nicht viel mehr als "normale" Ausrüstung...
- als völlig autarke Zeit bezügl. Nahrung max. 8-10 Tage ansetzen, das gibt dann ca. 10kg nur für Futter, macht ca. 15-18kg Gesamtgewicht - mehr wäre nicht gut
- Fett/Öl mitnehmen, Mehl & Grieß & Erbsen/Linsen, Corn-Spagetti, Trockenfleisch, ev. Trockenmilch, Hartkäse, NRG-5/BP-5, Kakaopulver
- keinen Zucker, keine Gewürze, Salz müsste m.E. auch nicht sein (Mineralien aus: Holzasche & Trockenfleisch)
- eine 600-800ml Topftasse aus Alu (hartanod.) oder Titan reicht, darin kann man auch abkochen, ev. einen Becher (ich nehm den 600ml Faltbecher)
- leichte PET-Flaschen für's Wasser, ggf. eine 2-3l Faltflasche (platypus) dazu als Reserve und als Kissen-Kern
- empfehlenswerte Literatur: "Trail Life" v. Ray Jardine, "Smarter Backpacking" v. Jörgen Johansson, "Ultralight Backpacking Tips" v. Mike Clelland
- Granite Gear Virga 2 wäre auch meine 1. Wahl, sowohl hinsichtlich Größe & Gewicht. Ist Fernwander-erprobt.
- Tarp + Moskitonetz-Innenzelt, unbedingt "no-see-um"-Feinheit des Netzgewebes. Tarp geht mit Trekkingstöcken auch ohne Wald/Bäume!
- Rechne mit 900-1100g Trockengewicht an Nahrung pro Tag, Du wirst richtig viele Kalorien verbrauchen - aber das musst Du mit mehreren anstrengenden Trainings-Hikes selbst herausfinden.
- Klamotten: Außer Merino keinerlei Naturfaser. Dünne Kunstfaserkleidung trocknet sehr schnell. Jedes Kleidungsstück muß idealerweise zusammen mit allen anderen tragbar sein (Zwiebelprinzip), dünne leichte Regenjacke (so groß daß sie über alle Kleidung zusammen passt!), leichte Schuhe, eine mittelschwere (150-200g/m2) Fleecejacke
- Ein gescheites (!!!) fulltang-Messer reicht, Beil ist nicht nötig, kl. Säge kann man mitnehmen, ist aber auch nicht nötig. Oder willst Du Woodcraft & Camping betreiben? Messer-Diskussion ist müssig, da kannst Du nur selbst das Richtige finden für Dich. ICH wüsste was ICH mitnähme auf SO einer Tour - ein GEK2000.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »FarmerBoy« (12. Juni 2015, 06:48)


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19

Donnerstag, 11. Juni 2015, 21:35

Schau Dir 'mal diese Doku an, über das Weitwandern auf dem Pacific Crest Trail (4.265km am Stück), und Du wirst noch besser sehen was und was man nicht braucht:

PCT Doku

krupp

Problemrind

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Montag, 15. Juni 2015, 15:47

Ahoi

1kg Nahrung am Tag ist aber schon sehr knapp kalkuliert, das mag auch mal ein paar Tage gehen aber wenn es ein gesunder Nährstoff-mix sein soll
kann man deutlich mehr veranschlagen. Man findet sicherlich auch unterwegs (Beeren zb) Zeug was man im "vorbeigehen" sammeln kann,
aber ich persönlich würde eher mit 1.5kg rechnen.
Zuzüglich diversen Luxusartikeln wie Kaffee oder Kakao ect :-)
Dazu kommt eine Trinkwasserreserve, da mag Schweden wasserreich sein egal, also ich würde immer 2l im Rucksack haben.
Je nachdem wie großzügig bzw welche Sicherheitsreserven man einbezieht kann man da schon eher mit etwa 20kg alleine für die Grundversorgung / Woche rechnen,
natürlich je nach Jahreszeit deutlich mehr.
Dazu die restliche Ausrüstung hat man schnell die 30kg Marke DEUTLICH überschritten.
30kg(+) auf unbefestigten Wegen über mehrere Tage hinweg ist dann definitiv kein Wandernachmittag mehr XD,
so gesehen finde ich die 15km Tagesleistung auch für sportliche/geübte Leute durchaus realistisch.
Man darf sich da auch nicht selber täuschen, 20-30km am Tag mit leichtem Gepäck auf deutschen Wanderwegen kann man da nicht als Vergleich heranziehen.

Grundsätzlich würde ich beim Gepäck erstmal großzügig mehr rechnen/planen und bei der Tagesleistung weniger,
wenn es am Ende doch weniger aufm Rücken ist oder man mehr KM schafft, umso besser.

---

Vom Volumen/Gewicht/Energiegehalt ähnlich zu Reis sind noch alternativ Nudeln die in Griechenland und der Türkei sehr beliebt sind und nur gering größer sind als Reiskörner (keine Ahnung wie die heissen findet man aber in größeren Märkten) sowie "Bulgur" (das sind geschrotete Weizenkörner) den man auch wie Reis verwenden kann. Mit Mehl kann man auch viel machen wenn man es verträgt (Mehl + Speck ist ja eh der Klassiker irgendwie), aber auf dauer ist sowas nicht nur eintönig sondern auch ungesund, und das meinet ich eingangs, Kombiniert man das mit TRockenfrüchten/Trockenfleisch/Trockenfisch usw wird man mehr als 1kg pro Tag kalkulieren müssen.
Instant-Couscous ist übrigens ein toller Tip von Affenjunge, den brauch man nur mehr kalt einrühren und quellen lassen,
hat dann vergleichbare Nährwerte wie andere Getreideprodukte auch.

bei der Planung was an so an Nahrungsmitteln mit sich herumschleppen könnte darf man aber auch nicht vergessen was dort überhaupt verfügbar ist,
ich kann mir vorstellen das es in Schweden nicht in jedem Dorflädchen die gewohnten treckingprodukte gibt wie zb Milchpulver (oder eben Couscous),
das nur so als kleiner Tip weil man daran (ich zb) nicht sofort denkt.

---

naja und um abschliessend noch deine urspüngliche Frage "wo sind die grenzen von ultralight" zu kommentieren,
für mich da wo es sicherheitsrelevant wird. ich selber nehme lieber etwas mehr gewicht in kauf, etwas robusteres Zeug,
und weiss dann dafür das das Tarp, der Schlafsack ect ect hält auch wenn es doch mal stürmischer, kälter usw wird als geplant.
naja aber mit meinem bunt zusammengewürfeltem gebrauchtem armeegerümpel bin ich von ultralight sowieso meilenweit entfernt :-)

---

edit:
weil ja die Nahrungsmittel (nicht ohne grund) etwas in den Vordergrund gerutscht sind hab ich hierzu auch noch einen kleinen Tip oder Anregung.
der fällt auch in die kathegorie "so einfach das man es übersieht" , ich selber bin erst seit meinen Saitan-Experimenten drüber gestolpert.
Ein unbehandeltes Stück Stoff, ich hatte damals von einer Freundin die eine Schneiderei und Stoffhandel betreibt Leinen (Flachs) und später mal sogenanntes "Sackleinen" was etwas grobmaschiger ist (aber aus Jute), zur Not tuts evt auch so ein Baumwollbeutel,
jedenfalls als Sieb genutzt.
Wiegt nix aber (wenn man auf das Kochwasser nicht unbedingt angewiesen ist) bringt doch Spielraum in die "Küche",
also die Nudeln (oder ähnliches) mal durch das Stoffsieb abgiesen können zb weil immerzu durchgekochte Nudeln hängen einem auch schnell zum Hals raus.
Kann man freilich auch für andere Sachen so nutzen, Beeren , Kräuter die man evt mal mit heissem Wasser überbrühen will ect pp.
Funktioniert super, man muss nur drauf achten das stück Stoff dann auch sofort danach zu trocknen, sonst wird's recht schnell gammelig.
Ich nehm das Stück dann ausschliesslich für diese Zwecke (als Sieb oder "Teebeutel").

Saitan sollte man damit dann aber nicht machen, diese Teigreste bleiben irgendwie immer bissel drin im SToff ;-)
(und auch Kaffe filtern ist keine so gute Idee :D ) , einfach als Küchensiebersatz benutzt haut es aber prima hin.
Ist bissel Luxus, aber Küche ist ja auch gut für die Moral :schlaubi

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »krupp« (15. Juni 2015, 20:09)


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