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bugikraxn

Bushcamper unleashed!

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Dienstag, 22. Oktober 2013, 00:50

Klappsägen; Kleine Auflistung mit Schnittversuch

Seit Jahren hab ich im Auto eine Gartensäge mit dabei bei welcher das Sägeblatt praktisch im Griff verstaubar ist, sozusagen als Vehicle-EDC-Equipment. Nach dem Erwerb dieser ersten Säge hab ich dann im Internet entdeckt, dass zahlreiche nordamerikanische Camper Klappsägen bei Ihren Ausflügen und Wanderungen mitführten. Da meine 'Autosäge' auch im Auto verbleiben sollte und für den Rucksack etwas zu groß erschien wurde entsprechend aufgerüstet. Wie ich nun festgestellen musste, hab ich im Laufe der Zeit tatsächlich 8 verschiedene Modelle angesammelt, welche sich z.B. in diversen Werkzeugboxen, EDC-Taschen, Rucksäcken, usw. tummeln und mehr oder weniger intensiv benutzt werden (How much is to much?!?). Möchte diese Sägen hier kurz mal vorstellen, event. interessiert sich der eine oder andere Kollege und ist gerade auf der Suche nach so einem Teil ...



Daten zu den einzelnen Sägen (von mir selbst ermittelt, gemessen bzw. gewogen):



Da ein Foto mit Auflistung der techn. Daten und Produkteigenschaften einem Bushcraftforum wohl nicht ganz gerecht wird, hab ich auch einen kurzen Sägetest durchgeführt. Hab hierzu je 2 Scheiben an 3 unterschiedlichen Stämmchen abgesägt und dabei die Anzahl der Hübe gezählt, da diese Sägearbeit mit Energie- bzw. Kalorienverbrauch gleichzusetzten ist. Um den Einfluss der unterschiedlich langen Sägeblätter zu berücksichtigen hab ich auch zusätzlich die Zeit gemessen. Die Tabellenwerte stellen Durchschnittswerte aus den beiden Durchläufen dar wobei der 2te Durchgang in umgekehrter Reihenfolge der Kanditaten ausgeführt wurde, um die Verjüngung des Baumdurchmessers etwas auszugleichen. Hab mich bemüht mit normalen Tempo zu sägen-ohne Wettebewerbscharakter also. Mein Vergleich erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder gar wissenschaftliche Reproduzierbarkeit - er hat seinen Fokus auf einer kurzen Prüfung der Praxistauglichkeit der Kandidaten. Probiert hab ich an einer knochenrockenen und somit harten Fichte mit ca. 7cm Durchmesser und an einer abgelagerten Buche mit ca. 5cm Durchmesser. Dieser Testabschnitt soll die klassische Gewinnung von Brennmaterial simulieren - soll ja beim Bushcraften ab und zu mal benötigt werden ... Der letzte Test erfolgte an einer 5-7cm dicken grünen und somit harzigen Fichte - grünes Material wird z.B. von mir für den Shelterbau genutzt. Hier meine Ergebnisse:



Für jene unter Euch, denen eine Tabelle möglicherweise doch nicht ganz so aussagekräftig erscheint, hab ich mir erlaubt noch einige kurze Infos im Detail zu den verschiedenen Modellen anzuführen (Für jene die des Lesens nicht ganz so Herr sind, verbleiben leider nur die Bilder - sorry, musste jetzt sein sonst wirds wohl doch zu trocken ...):


Bahco Modell 396 JT
Die Farbe mag etwas irritieren, die 396 JT von Bahco ist zumindest von den Abmessungen exakt baugleich mit der bekannten Laplander Saw - Hauptunterschied der beiden Modelle ist neben der auffälligen Farbgebung das Sägeblatt. Die Sägezähne des Typs JT sind deutlich länger als z.B. beim Typ XT der Laplander und mit einem Schutzlack überzogen. Sie sind nicht geschränkt, das Sägeblatt verjüngt sich allerdings von den Zähnen ausgehend zum Blattrücken hin und ist somit oben deutlich dünner was ein klemmen in der Schnittfuge verhindern soll. Das Blatt hat 7 Zähne pro Zoll. Der Griff der Bahco hat eine angenehme ergonomische Form und besteht aus solidem harten Kunststoff mit einer Einlage aus weicherem Plastik bzw. Elastomer. Die Bahco ist eine klassische Klappsäge. Die Druckknopfsicherung des Sägeblattes wirkt zuverlässig und fixiert dieses sowohl in geschlossener als auch in geöffneter Position perfekt. Ist das Blatt eingeklappt stehen keine scharfen Ecken vor wie z.B. bei den Tajima Sägen. Das Sägeblatt lässt sich auch unterwegs leicht wechseln, ein Multitool genügt.
Beim Sägen der trockenen Fichte und der Buche klemmte das Blatt ein paar mal sehr apprupt, was wohl auf die aggresive Zahngeometrie zurückzuführen ist. In der grünen Fichte klemmte es dagegen kaum. Die Performance der 396 JT ist ok und insgesamt sogar geringfügig besser als die der 396 XT Laplander. Der Schutzlack verhindert leider kaum das Anhaften von Harz, hier wirkt die schwarze Beschichtung am XT-Sägeblatt der Laplander Saw eindeutig besser.



Bahco Modell 396 XT 'Laplander'
Wohl eine der bekanntesten Sägen in der Bushcrafter-Szene! Taucht in unzähligen einschlägigen youtube Videos auf und wird von namhaften Survival- und Bushcraftexperten sowie einigen Wildnischulen ausdrücklich empfohlen. Es existieren Bundle-Angebote zusammen mit einem Mora Messer. Bis auf das Sägeblatt ist das Design absolut identisch mit dem Modell 396 JT aus dem gleichen Hause, die Farbgebung mit dem schwarz/dunkelgrünen Kunststoffgriff aber eindeutig dezenter und ein Lanyard aus Leder stilgerecht fürs Bushcraften.
Das XT Sägeblattt der Laplander hat etwas kleinere Zähne gegenüber dem JT-Blatt (beinahe 8 Zähne je Zoll). Es ist zudem gleichmäßig dick und verjüngt sich nicht. Somit ist die Stabilität eindeutig besser gegenüber den Sägeblätter z.B. von Fiskars oder Tajima. Beim XT Blatt ist jeder zweite Sägezahn leicht geschränkt um ein Festklemmen in der Schnittfuge zu unterbinden, was auch gut funktioniert. Das Sägeblatt ist schwarz beschichtet, lt. Hersteller soll dies das Anhaften von Harz erschweren. Diese schwarze Farbe verhindert zusätzlich Lichtreflexionen, sie verschleißt schon mal und fehlt dann vor allem an den Zahnspitzen. Denke, dass die Beschichtung die Schnittleistung aber kaum beeinflußt. Selbstverständlich sind auch für die Sägen mit XT Zahnung Ersatzblätter erhältlich.
Beim Sägeversuch leistete sich die Laplander keinen Ausrutscher, das Sägen im grünen Fichtenholz war echt super und ging leicht von der Hand. Es bleibt tatsächlich kein Harz am Blatt haften, obwohl die Beschichtung mit jeder Benutztung um einen Tick glatter poliert erscheint, fabrikneu ist das Sägeblatt doch etwas rauh. Diese Klappsäge liegt zwar in punkto Performance nirgens im Spitzenfeld und die Schnittleistung ist einen Hauch schlechter als jene des Schwestermodell des gleichen Herstellers. Würde diese Säge aber dennoch als die beste Allrounderin des gesamten Vergleiches bezeichnen, sie ist solide gebaut, nicht allzu schwer und hat ein kompaktes und ergonomisches Design. Ich nehm sie sehr gerne mit auf Tour.



Fiskars große Handsäge m. Grobzahnung
Sozusagen der 'große Bruder' der unterhalb beschriebenen kleineren Fiskarssägen. Bereits etwas schwierig zu beschaffen, da ein Auslaufmodell. Der Griff bei den Fiskars besteht aus faserverstärktem Polyamid, also Hartplastik. Er fühlt sich deshalb aber keinesfalls unangenehm an. Gegenüber allen anderen Sägen hier im Vergleich haben jene von Fiskars einen Schiebemechanismus für das Blatt. Dieses lässt sich durch eine Rändelschraube perfekt fixieren und bei Nichtgebrauch wird es einfach in den Griff hineingeschoben und kann dort ebenfalls fixiert werden. Der Griff ist daher auf einer Seite der Länge nach geschlitzt für diese Rändelschraube. Zusammengeschoben kann man einen Teil der Zähne sehen. Hatte aber dadurch noch nie ein Problem, sämtliche spitzen und scharfen Teile des Blattes scheinen ausreichend geschützt zu sein. Das Blatt ist verjüngt und erscheint sehr glatt, es gleitet gut durch die Schnittfuge. Es biegt sich leider auch leicht durch, was wohl auch der größeren Länge geschuldet ist und je rascher und hastiger man sägt, desto schneller verformt es sich bei einem Klemmer. Meins hat an der Spitze leider schon einen kleinen Knick, was sich im Feld dann schwierig richten lässt. Die Fiskars-Schiebesägen werden mit einem Gürtelclip ausgeliefert, den ich aber nicht verwende.
Dieses Teil ist immer im Auto mit dabei und ich nehm sie auch gern mal zum Fischen mit. Betrachtet man die Abmessungen und vor allem das Gewicht wäre diese Säge aber durchaus rucksacktauglich.
Fiskars empfiehlt die Blätter mit Grobzahnung vor allem bei grünem und weichem Holz. Beim Schnittversuch war die große Fiskars unauffällig, sie leistete sich nirgens einen Patzer und war immer im vorderen Feld mit dabei wohl auch Dank der satten Länge.



Fiskars kleine Handsäge m. Feinzahnung
Die kleine Variante der Säge oberhalb welche ebenfalls mit Schiebemechanismus ausgestattet ist. Sie ist kompakt, gut verarbeitet sowie leicht und passt auch noch problemlos in das untere doch sehr kleine Fach meines Camelbak M.U.L.E. Bis auf das Sägeblatt exakt gleich mit dem Modell unterhalb. Der Hersteller empfiehlt die Feinzahnung für hartes Holz. Im Buchenholz rattert das Blatt auch weniger gegenüber den Sägen mit gröberen Zahnungen. Im Schnittversuch konnte diese Säge leider nirgends richtig überzeugen und ist abgeschlagen auf dem letzten Rang in punkto Performance gelandet. Sie läßt sich leicht führen, man benötigt aber unzählige Hübe und hat den Eindruck 'auf einer Stelle' zu sägen. Diese kleine Feinzahnungssäge verrichtet zwar auch ihren Dienst und versagt nirgends, gegenüber den Sägen von Tajima benötigt man z.B. teilweise den 4-fachen Aufwand um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Dies sollte vor allem in Anbetracht von Survival Situationen berücksichtigt werden, wo Vergeudung von Energie auch schon mal heftige Folgen haben kann. Wenn man sich für eine dieser kleinen Fiskarssägen interessiert, würde ich getrost zum Modell mit Grobzahnung greifen - dieses hat bei an sich gleichen techn. Daten eine eindeutig höhere Schnittleistung.



Fiskars kleine Handsäge m. Grobzahnung

Der Hersteller hat bei der hier vorgestellten Säge bereits Produktpflege betrieben und ein Nachfolgemodell herausgebracht. Diese Sägen sind aber dennoch ab und an in Baumärkten und mit etwas Glück auch noch manchmal bei Online-Auktionen zu haben (Stand 09/2013). Die kleine Fiskars-Handsäge mit der Grobzahnung ist meine bevorzugte EDC-Säge und ich hab sie oft in div. Taschen und kleineren Rucksäcken mit dabei und mag sie sehr. Sie ist die leichteste Säge im Test und kann in Punkto Schnittperformance durchaus mit den allermeisten der hier vorgestellten Modellen mithalten und das zu einem (zum Zeitpunkt meines Kaufes) attraktiven Preis. Das Sägeblatt ist verjüngt, die Zähne sind nicht geschränkt. Durch die glatte Blattoberfläche ist wenig Druck beim Sägen erforderlich und es verklemmt auch nicht so leicht, solange man nich allzu schnell und heftig sägt. Das Blatt könnte allerdings etwas stabiler sein, da es sich leider doch auch ab und an mal verbiegt.



Gerber Gator Sportsman Saw
Diese Säge ist in der Zwischenzeit auch schon vom Markt genommen worden. Allerdings hat der Hersteller bereits ein Nachfolgemodell im Programm an dem das Logo von einem prominenten TV-Survivalisten prangt.
Die Sportsman Saw ist aber ein schmuckes und ansprechendes Teil. Der Klappmechanismus ist durch einen Druckknopf arretiert, welcher das Blatt in Arbeits- und Transportposition fixiert. Eingeklappt lässt es sich aber schon mal 1-2cm herausziehen und ein Teil der Sägezähne liegt dann frei (Verletzungsrisiko, Beschädigung von Ausrüstung, ...). Eventuell hat meine Gator hier auch schon eine Macke. Es lässt sich zusätzlich mit einer Rändelschraube klemmen was auch erforderlich ist, da es ansonsten wackeln bzw. beim Ein- und Ausklappen zu sperrig gehen würde. Der Griff ist schlank mit gutem Grip. Die elegante Form mit angenehmen Material zusammen mit dem Prägemuster lassen zumindest für mich keine Wünsche offen. Das Sägeblatt hat sehr große Ähnlichkeit mit den Blättern von Fiskars, hier werden offensichtlich konzerninterne Synergien in der Produktion genutzt. Die Oberfläche ist jedoch nicht ganz so glatt ausgeführt wie bei den Fiskars und die Zahngemotrie unterscheidet sich deutlich. Es verjüngt sich zum Blattrücken hin kaum und ist annähernd gleich dick, die Zähne sind leider auch nicht geschränkt.
Beim Sägetest ist die Gator allerdings doch durchwegs unangenehm aufgefallen. Keine der Sägen hat sich so leicht verklemmt und war so schwergängig. Es war deutlich mehr Druck beim Schnitt erforderlich und das Sägen im grünen Holz war absolut mühselig. Die Sägeblattarretierung ist filigran und ich musste die Fixierschraube ein paar mal nachdrehen. Die Gator erscheint mir persönlich ungeeignet für eine Langzeitbenutzung und betrachtet man den doch recht hohen Anschaffungspreis, gibt es sicherlich Klappsägen welche fürs Bushcraften besser geeignet sind.



Tajima Aluminist Black 270 Power Glide, Modell: ALOR-A270FB
Die Aluminist ist ein professionelles Werkzeug aus Japan in hochwertiger Verarbeitung. Sie ist die schwerste und gleichzeitig eine der größten Sägen in dieser Auflistung mit doch recht hohen Anschaffungskosten. Das Griffstück ist aus Alu-Druckguss mit Elastomereinlage. Der Gummigriffteil ist sehr gut zu fassen mit angenehmer Haptik. Die Sägeblattarretierung (zwei Arbeitspositionen!) erfolgt über einen großen Hebel auf der Griffoberseite, welche leicht mit dem Daumen zu bedienen ist. Dieser Sicherungshebel sieht aus als wäre er aus Plastik und wird der ansonsten sehr hochwertig verarbeiteten Säge meiner Meinung nach nicht ganz gerecht. Sägt man sehr rasant kann es passieren dass man versehentlich den Hebel betätigt und das Blatt wird sofort bis zum Anschlag zurückgedrückt. Es passiert dabei weiter nichts, der Überraschungseffekt ist allerdings durchaus nervig. Das Sägenblatt lässt sich eingeklappt leider nicht arretieren, daher Vorsicht während Transport im Rucksack oder Tasche. Zudem kommen die zwei Kerben für die Arretierung zum Vorschein, welche etwas scharfkantig sind. Im Werkzeugkoffer oder einer Tasche im Auto kann nichts passieren. Eine zuverlässige Transportsicherung lässt sich z.B. durch 1-2 Stück Rangerbands aus altem MTB-Fahradschlauch leicht improvisieren. Beschichtete Ersatzsägeblätter (Tajima Ersatzteil ALB-A270FB) werden angeboten sind aber empfindlich teurer im Vergleich zu den unbeschichteten (Tajima Ersatzteil GKB-G270). Beide Varianten haben 9 Zähne je Zoll und jeder einzelne Zahn des Sägeblattes ist geschränkt.
Die Aluminist ist butterweich zu sägen und hat in jedem Holz überzeugt, wenn auch nur mit sehr geringem Vorsprung gegenüber der G-SAW vom gleichen Hersteller. Die Blattbeschichtung verhindert das Ankleben von Harzresten. Diese schwarze Schicht nützt sich jedoch beständig ab, vor allem an den Zahnspitzen. Es platzt aber nichts ab wie z.B. bei der Bahco Laplander. Da etwas voluminös und schwer fristete dieses ausgezeichnete Teil bis dato ihr Dasein in einer Werkzeugbox im Keller, was ich allerdings zukünftig doch ändern möchte - so ein Sahnestück gehört mit raus und ich werds sicherlich öfter mal benutzen.



Tajima G-SAW 240 Rapid-Pull, Modell: GK-G240
Die G-SAW ist wohl eine Säge für den Handwerker der seine Werkzeug täglich verwendet, also 'bomb-proof' verarbeitet. Das Verhältnis von Sägeblattlänge zu Gewicht ist bei dieser Klappsäge doch ungünstig und daher ist dieses schwere Teil eher für ein Basecamp oder für längere geplante Aufenthalte (Hütte, etc.) geeignet. Das Griffstück besteht aus verzinktem Stahlblech mit griffiger Elastomer Handauflage. Ein Druckhebel auf der Griffoberseite dient zur Arretierung des Blattes in den 2 Arbeitsstellungen. Die Schraube am Drehpunkt fürs Sägeblatt sieht aus wie ein Kunstoffteil, macht aber durchaus noch einen vernünftigen Eindruck. Die Sägeblattsicherung in eingeklappter Transportstellung erfolgt durch einen massiven Drahtbügel welcher auch als Aufhängeöse dienen kann. Das Sägeblatt ist aus Federstahl und hat gehärteten Spitzen und sieht optisch wirklich sehr dünn und schlank aus. Jeder Zahn ist geschränkt. Gegenüber der Aluminist hat das Sägeblatt keine Beschichtung, beschichtete Ersatzblätter sind jedoch erhältlich. Das Blatt ist sehr flexibel und biegt sich beim Sägen gerne etwas durch. Es nimmt aber sofort wieder die ursprüngliche Form an und es verklemmt sich auch nicht in der Schnittfuge. Mit der G-SAW 210 existiert z.B. auch eine kürzere Variante dieses Modells vom gleichen Hersteller.
Im Sägeversuch schnitt die G-SAW ausgezeichnet ab, sie konnte in allen Disziplinen überzeugen und hat eine vorzeigbare Performance. Obwohl die Aluminist eine längeres und darüber hinaus auch ein beschichtetes Blatt hat, kann die um 3cm kürzere G-SAW ohne weiteres auf diesem hohen Niveau mithalten. Nach den Schnittversuchen waren auf dem Sägeblatt deutlich Harzreste zurückgeblieben, was z.B. auf der Aluminist so nicht feststellbar war. Etwas Öl schadet zur Pflege hier sicherlich nicht. Mir macht es einfach nur Spaß mit diesem Werkzeug zu arbeiten ...




Mein Fazit aus diesem kurzen Schnittversuch:
- Kostengünstige Modelle wie z.B. die kleine Fiskars mit Grobzahnung (damals ca. EUR 16.-) oder die Tajima G-SAW 240 (gekauft inkl. Ersatzblatt für ca. EUR 23.-) schneiden nicht unbedingt schlechter ab als höherpreisige Sägen wie z.B. die Tajima Aluminist 270 black (ca. EUR 40.-) oder die Gerber Gator Sportsman (damals ca. EUR 30.-)
- Das Design des Sägeblattes hat hohen Einfluss auf die Performance (Zahngeometrie, Verjüngung des Blattes, Schränkung der Zähne) - siehe direkter Vergleich der beiden kleinen Fiskars Sägen mit Grob- bzw. Feinzahnung
- Längere Sägeblätter und damit schwere Sägen haben nicht zwingend eine höhere Schnittleistung zur Folge (ab ca. 10-12cm Durchmesser ist man aber mit einem längeren Sägeblatt klar im Vorteil)
- Mit kleinen Sägen ist man durchaus flink und kraftsparend unterwegs. Die kurzen Sägeblätter rutschen aber leicht aus der Schnittfuge was ein neuerliches Ansetzten erfordert
- Antihaft-Beschichtungen gegen Verharzen der Sägen funktionieren gut z.B. an der Bahco Laplander 396 XT oder der Tajima Aluminist 270 black


Die oberhalb angeführten Details sind meine Erkenntnisse aus dem kleinen Versuch und stellen keinerlei Empfehlung oder Werbung für das eine oder andere Produkt/Modell dar!

Für all jene, die Ihren persönlichen Klappsägefavoriten in der Auflistung oberhalb nicht finden, kann ich Euch beruhigen: Eure Säge ist sicherlich besser, billiger, leichtgewichtiger, schöner, leistungsfähiger, ... und sowieso und überhaupt - keine Frage! Eh ganz klar ...

Zu guter letzt:
Sämtliche angeführten Produkt- und Markennamen sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber.
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Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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Dienstag, 22. Oktober 2013, 07:35

Hallo bugikraxn!

Vielen Dank für den super Testbericht. Da war ja ein ganz schöner Aufwand, den Du da betrieben hast!

Deine Beobachtungen was die Fiskarssägen angeht kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Mir kommt es bei einer Säge jedoch ausschließlich auf ihre Grünholztauglichkeit an. Ich selbst habe eine Fiskars SW73 und bin bisher damit sehr zufrieden.




Immer dabei ist auch die "kleine" Baumsäge von Opinel. Bei dieser Säge ist mir einmal das Blatt direkt vor dem Griff abgebrochen, und sie neigt dazu sich zu verformen.
Zum Zeitpunkt des Bruches hatte ich sie ca. 6 Monate in Gebrauch. Ich habe die Säge gerade erst ausgetauscht bekommen, deshalb hat sie noch nicht die dunkle Färbung vom "frittieren" wie das Opinel Nr. 12



Grüße
Cord

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Marc (22.10.2013), bugikraxn (25.10.2013), Scapa (12.11.2013)

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Dienstag, 22. Oktober 2013, 12:38

Hallo bugikraxn!
Klasse Test :daumen

Ich stimme mit Dir überein, dass die Bahco Lap. den derzeit besten Kompromiss darstellt. Für meine Zwecke am besten geeignet.
Da sich der Anwendungsbereich (m)einer Säge draußen meist eh auf das Sägen von Totholz beschränkt, brauche ich persönlich eher weniger ein "Grünholzblatt". Ich versuche, so weit als möglich auf frisch geschlagenes/gesägtes Holz für meine alleinige Zwecke zu verzichten!

An der Fiskars gefällt mir sehr der Schiebemechanismus und die Universal-Zahnung der "alten" Fiskars. Fand ich fast noch besser(universeller), als die Bahco. Aber derzeit ist die Lap. mein Favorit! Damit geht Totholz sehr gut, aber auch frisches Holz, wenn es denn sein muss!

Grüße
Lederstrumpf
__________________________________________________________________________________________________________
Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

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bugikraxn (25.10.2013)

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4

Dienstag, 22. Oktober 2013, 13:07

Hi bugikraxn,

also einfach nur den Danke-Button drück reicht hier einfach nicht.
Klasse Test von Dir und für mich zum absolut richtigen Zeitpunkt, denn ich schaue die letzten Tage gerade nach so ner Säge für den Winter.
Da werde ich mich bzgl. Grünholz / Totholz dran orientieren, für mich ist das Totholz auch wichtiger, ich möchte hier im deutschen Wald nicht unbedingt was lebendes absägen.

Übrigens: den Rucksack mit den vielen Aussentaschen auf Deinem Profilbild ... Klasse!
Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

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bugikraxn (25.10.2013)

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5

Dienstag, 22. Oktober 2013, 13:48

Genau - das ist einfach viel Mühe und Arbeit, von der alle provitierne können.

Die Bahco ist auch mein Favorit



Ich hatte ja schon vor langer Zeit mal so ein Überblick gemacht - aber ohne Test

http://outdoorfriends.net/index.php/de/a…uge/klappsaegen
„Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

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bugikraxn (25.10.2013)

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Dienstag, 22. Oktober 2013, 14:30

Hallo,
ich selber hab die zwar die grosse Fiskars, aber ich nehm sie eher im Garten. Im Wald begleitet mich seit Jahren eine Faltbügelsäge.
Es ist so eine: http://www.google.de/imgres?sa=X&biw=136…29,r:5,s:0,i:97
Warum? Enorme Schnittleistung, billige Ersatzblätter und nach über 15 Jahren Zufriedenheit gibts eigentlich keinen Grund umzusteigen. Eigentlich, denn für den Sonntagnachmittagbushcraftspaziergang ist das gute Stück etwas sperrig, mit Rucksack kein Thema aber ohne naja.
Mit der Fiskars bin ich ned so zufrieden, und find se auch wieder zu gross für das Brotbeutele. Nachdem ich die Bahco nun schon ab und an mal bei Kumpels getestet hab, und auch ansonsten nix negatives hör, wirds wohl so eine werden.
Dir Burgikraxn mal vielen Dank für deine Mühe!
Gruss von der Alb

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bugikraxn (25.10.2013)

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7

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 15:56

Hallo Burgikraxn,

klasse Bericht und Danke für die Mühe. :daumen
Ich selber habe seit kurzem die Bahco und werde sie jetzt am Wochende mal testen.

LG: Micha
Jage nichts was du nicht essen wirst !!!!

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bugikraxn (25.10.2013)

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8

Mittwoch, 30. Oktober 2013, 15:36

Hallo,

erstmal ein dickes Lob für diesen Test. Ich finde er hat wirklich eine dienliche Aussagekraft bezüglich der Vergleichbarkeit der jeweiligen Sägen.

Ich selbst habe die große Fiskars seit einigen Monaten im Gebrauch.
Habe ich damals im Baumarkt gekauft - glaube 39,- oder 43,- Euro.
Die Fiskars finde ich extrem scharf - bei Grünholz fühlt es sich eher wie Schneiden denn Sägen an.
Die Leistung bei Tot-/Trockenholz ist ausreichend gut.
Trotz der Länge halte ich die gr. Fiskars für absolut rucksacktauglich - Dank des überaus geringen Gewichts.
Findet man eine entsprechende Befestigungsmethode - der Gürtelclip ist einfach nur Mist - könnte man sie auch am Oberschenkel unterbringen, ähnlich einem Messer.
Ein Klemmen habe ich nur beim "Verlassen des Schnittwinkels" festgestellt - will heißen, wenn man seitlich aus der Linie kommt.
Dank der geschränkten Zahnung und des geraden Blattes klemmt sie bei sauberer Anwendung nicht.
Aufgrund des langen Blattes schafft sie auch Stammdurchmesser von 30cm - bei Totholz sehr nützlich, wenn man dicke Scheite aufs Feuer legen kann.

Einziger Nachteil:
Mir ist eben dabei - unsauberes Sägen - ein ca. 2 - 3 cm langes Stück von der Spitze abgebrochen,
nach weiteren 5cm hat sie jetzt nen Knick.
Aufgrund der eigentlich ausreichenden Flexibilität des Blattes verzichte ich auf ein Richten (würde das Material vermutlich noch mehr ermüden). Nach wie vor ist sie trotzdem im Gebrauch.
Als super Ergänzung zum Haumesser möchte ich auf die Fiskars "Schiebesäge" nicht mehr verzichten.

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bugikraxn (01.11.2013)

bugikraxn

Bushcamper unleashed!

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9

Freitag, 1. November 2013, 09:51

Hallo Rabe - erstmal danke, dass Dir der Vergleich zusagt. Kann Deine Erfahrung mit der großen Firskars bestätigen. Sie ist sicherlich nicht zu sperrig für den Rucksack und die Schnittleistung ist für Anwendugnsfälle unterwegs in Ordnung. So wie Dein Teil hat meine leider auch schon einen Knick an der Blattspitze abgekriegt, es sind aber keine Zähne etc. abgebrochen. Wie dies genau passiert ist, kann ich nicht mehr genau sagen. Das Blatt war nie angerostet, was z.B. ein leichteres Verklemmen beim Sägen erklären würde. Das Sägeblatt ist für mein Empfinden schlicht um einen Hauch zu weich. Habe damals der Verlockung widerstanden meine Säge z.B. auf einen flachen Stein mit der Campingaxt zu richten. So wie Du befürchte ich auch dass bei einer solchen Behandlung noch zusätzliche Eindrücke, Macken, Dellen etc. entstehen und diese tolle Schiebesäge so gänzlich unbrauchbar wird. Habs lediglich durch drücken mit der Hand und zusätzlich mit einigen bedachten Schlägen mit dem Handgriff meiner Gackschaufel ausgerichtet. Die Handschaufel ist dafür perfekt geeignet, der Griff ist leicht bombiert und sie hat gegenüber z.B. dem Hammerkopf an der Axt keine scharfen Kanten, welche Eindrücke hinterlassen könnten. Die Blattspitze ist zwar nach wie vor etwas deformiert, die Säge klemmt aber zum Glück nicht und für mich ist das nun ok, da ich sie weiter verwenden kann.
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Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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Trapper John

unregistriert

10

Freitag, 1. November 2013, 20:02

Danke für den tollen Bericht.
Ich bin zur Zeit auf der Suche nach einer neuen Klappsäge.
Meine Bahco Laplander ist Kaputt und nun muss Ersatz her.
Eine Fiskars sollte es werden hatte ich mir gedacht und das hat sich nun bestätigt.
Vielen Dank.

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bugikraxn (17.11.2013)

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Montag, 4. November 2013, 23:08

Bei der kleinen fiskars bin ich immer hin und her gerissen. Sie ist schnitthaltiger und hat eine bessere Sägeleistung als die Laplander - vom Gewichtsunterschied wollen wir schon garnicht reden. Inzwischen ist der Preisunterschied zwischen den beide kaum noch vorhanden. Habe bisher 3 Fiskars und zwei Bahco "verbraucht" und tendiere eher zur Bahco. Ich hatte auch mal den Vergleich gemacht: die 2 Jahre alte Fiskars gegen ne neue Bahco. Resultat: Beide gleichauf. Das sagt einiges, allerdings holt die Bahco etwas durch das etwas längere Blatt auf.

Was mich an der Fiskars aber absolut gestört hat, war das Festklemmen im Schnitt und die dadurch häufigen und irreperablen Schäden (das mehrfach beschriebene Verbiegen und Abrechen der Spitze). Der zweite eklatante Nachteil ist dieser Festklemmmechanismus. Der gab bei mir immer nach max.1-1,5 Jahren den Geist auf. Sprich gerade unter Scheißbedingungen (Frost, Regen, schon verbogenes Blatt, ...) hält der nicht mehr zuverlässig - ich hab mir deshalb nicht nur einmal die Finger lädiert. Die Bahco ist dagegen idiotensicher: kurz erklärt kann man sie jedem in die Hand geben und bekommt eine funktionierende Säge zurück. Die dritte Bahco hab ich mir jetzt angeschafft, weil die alte so langsam deutlich in der Sägeleistung nachlässt - eine alte hatte ich verschenkt und die ist immernoch im Wald unterwegs, die andere tut bei mir noch ihren Dienst für Drecksarbeiten. Aber ich nehm die Säger auch außerhalb des Waldes für jeden Mist.

Fazit: Eine Fiskars wirft man weg, weil sie nix mehr taugt, eine Bahco weil sie stumpf ist. Daher ist mir auf Tour und im Alltag die Bahco die liebere, weil zuverlässigere Säge.

Das Lernen einzelner, isolierter Bushcraftskills ist ähnlich wie das Anhäufen von unbenutzter Ausrüstung:
ein recht kümmerlicher Ersatz für große Abenteuer...

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bugikraxn (17.11.2013)

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Montag, 11. November 2013, 21:38

moin..

habt ihr schon mal von silky, ARS und felco gehört? vor allem silky sägen nutze ich beruflich und ich finde es ist eine der besten marken :)
z.b. gomboy von silky wird glaub seit anfang der 80er von dem japanischem familienunternehmen hergestellt und könnte was für euch sein

der benz unter den klappsägen ist der katana boy mit 1,18m gesamtlänge und 50cm blattlänge :D


mfg :winken

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bugikraxn (17.11.2013)

Sel

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Montag, 11. November 2013, 22:10

Na ja, 177 Euronen kostet die so, wer Bäume umhauen will, ok :D
Meine Grundsätze:
...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

(auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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bugikraxn (17.11.2013)

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Dienstag, 12. November 2013, 10:48

Klasse Thread!
Bin grad dabei mir eine Klappsäge anzuschaffen und weiß jetzt was in Frage kommt.
Danke an die Tester!

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bugikraxn (17.11.2013)

bugikraxn

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Sonntag, 17. November 2013, 09:53

Silky BIGBOY Japan-Säge

@Ravenheart: Beide von Dir verwendeten Sägen sind meiner Meinung nach absolut rucksacktauglich und schneiden auch super. Das die Funktionstüchtigkeit vom Schiebemechanismus der Fiskars problematisch sein könnte, habe ich bis dato noch nicht festgestellt. Kommt aber wahrscheinlich auch davon dass ich viele unterschiedliche Sägemodelle verwende und diese auch nicht ständig gebrauche - dadurch wird wohl selten ein bestimmtes Teil bis zur Beanspruchungsgrenze ausgereizt. Eventuell zeigt sich bei mir eine schwächelnde Stelle erst nach mehreren Jahren ... Gegen die Fiskars Schraubsicherung ist die Druckknopfsicherung an den Bahco Klappsägen wirklich simpel. Der seitliche Drücker ist praktischerweise auch an einer Stelle platziert, wo er gegen unbeabsichtiges betätigen geschützt ist. Bei den Japan-Sägen sind die Arretierhebel allesamt an der Oberseite vor dem Haltegriff und mir ist auch schon passiert dass ich während der Sägearbeit drauf gedrückt hab ...
War zuletzt in einem Baumarkt und hab zufällig das aktuelle Modell SW73 der kleinen Fiskars gesehen. Bin etwas verwundert dass mit jedem Produktupgrade auch eine Preiserhöhung einhergeht, dürften in diesem Fall wohl gleich satte 25-30% sein. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller für das Sägeblatt nun auch ein Material mit höherer Festigkeit verwendet, dann würde das leidige deformieren des Blattes sicherlich ausbleiben.

@Diro: Ja, Silky ist mir ein Begriff - die 2 anderen Hersteller sind mir aber unbekannt. Hab selbst eine Silky BIGBOY und diese bewusst in den Vergleich oberhalb nicht miteinbezogen. Sie sägt zweifellos super, keine Frage! Die BIGBOY ist für mich schon etwas zu sperrig für den Rucksack und preislich würde ich sie nicht als 'Schnäpchen' einstufen. Gehe mal davon aus, dass der durchschnittliche User hier im Forum keine ca. 70.- EUR für eine Klappsäge berappen möchte. Wenn jemand seine Säge aber tagtäglich nutzt, wird er wohl eine Silky in die engere Auswahl nehmen. Nur ein kleiner Vergleich, was man für 1 Stk. Silky BIGBOY so ca. bekommt (nicht allzu ernst gemeint):
- Zwei kleine Fiskars SW73 + mehrere Würstchen aus der Baumarktkantine
- Eine Bahco Laplander inkl. drei Ersatzsägeblättern
- Vier No-Name Bügelsägen mit 50cm Blattlänge aus beliebiger Baumarktkette

Hier einige Details zur Silky BIGBOY Japan-Säge, falls sich jemand dafür interessiert:
Gewicht: 414g, Gesamtlänge: 755mm, Transportlänge (geschlossen): 405mm, Länge Sägeblattzahnung: 340mm (Sägeblatt gesamt: 360mm).
Der Rahmen der Silky BIGBOY ist aus tiefgezogenen und gekantetem Alublech, der Arretierhebel fürs Sägeblatt aus verchromten Stahlblech. Die anvulkanisierte Handauflage aus Gummi fühlt sich sehr angenehm an und hat eine ausreichende Länge um die Säge auch mal mit beiden Händen zu führen. Die Säge macht insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck. Mein Sägeblatt hat die Zahnung 'Mittel' mit 10 Zähnen auf 30mm. Es stehen insgesamt 4 verschiedene Blattzahnungen zur Auswahl und Ersatzsägeblätter sind erhältlich. Die Sägeblätter verjüngen sich von den Zähnen zum Blattrücken hin, d.h. sie sind konisch geschliffen und das Blatt ist an den Zähnen etwas dicker als am Rücken. So erhält man eine Freistellung in der Schnittfuge und es verklemmt sich nicht im Holz. Mit der BIGBOY ist das umschneiden von stehenden Birken oder Fichten mit 15cm Stammdurchmesser keine Hürde. Für den einen oder anderen wird die BIGBOY sicherlich zu groß sein für den Rucksack, wer allerdings hier keine Einschränkungen hat z.B. bei Mitnahme im Boot, Schlitten od. motorisierten Fahrzeug und den Preis nicht scheut, kann getrost zugreifen. Hier einige Fotos zum Größenvergleich:





Dass Silky mehrere bushcraft- und rucksacktaugliche Modelle im Programm hat wusste ich, mir persönlich waren die aber immer etwas zu teuer. Das Modell Katana Boy kenne ich allerdings nicht - stell mir gerade gedanklich vor diese Säge mit ca. 60cm Transportlänge in meinem Camelbak MULE unterzubringen ...
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Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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'Bushcraft' ist eine eingetragene Schutzmarke von Bushcraft USA LLC

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bugikraxn« (17. November 2013, 11:06)


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