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WildHog

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Donnerstag, 17. Mai 2012, 20:53

Gemeiner Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Was hat der Braeburn-Apfel mit dem Frauenmantel gemein? Richtig. Sie gehören beide zu den Rosengewächsen ^^ Den gemeinen Frauenmantel (gemein im Sinne von "gewöhnlich", nicht im Sinne von "hinterhältig") findet man häufig auf Wiesen, an Wegesrändern, in Gräben und auf Waldwegen. Die Blattform ist fast unverwechselbar und erinnert (Name!) an einen mittelalterlichen Radmantel. Die jungen Blätter kann man roh essen oder spinatähnlich zubereiten. Auch Tee lässt sich aus der Pflanze zubereiten. (Früher wurden die Blätter oft getrocknet und als Vitamin C-Reserve für den Winter zurückgelegt). Auch die Blüten der Pflanze sind essbar. Traditionell ist der Frauenmantel eine Heilpflanze der Frauenheilkunde und wird als Tee bei prämenstruellen Störungen oder Wechseljahresbeschwerden empfohlen. Nach der Geburt eingenommen, soll Frauenmantel die Milchbildung fördern (ich werde es bei unserem nächsten Kind mal ausprobieren ^^) Auch Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit sollen mit Frauenmantel behandelt werden können.


Gemeiner Frauenmantel von wildhog9910 auf Flickr


Gemeiner Frauenmantel von wildhog9910 auf Flickr


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Donnerstag, 17. Mai 2012, 21:26

probiert mal aus Wasser auf die Blätter zu schütten und guckt was passiert.
Zu viel Theorie verdirbt nur das Abenteuer. - draussen

WildHog

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Donnerstag, 17. Mai 2012, 21:27

probiert mal aus Wasser auf die Blätter zu schütten und guckt was passiert.

daher auch die hübschen Ablagerungen in der Blattmitte ^^ Aber hast recht. Das schaut schon interessant aus :daumen

4

Donnerstag, 17. Mai 2012, 22:15

Klasse, Frauenmantel wollte ich auch als nächste Pflanze vorstellen. :)
Für den Bushcraftbereich ist wichtig zu wissen, daß Frauenmantel ein Wetteranzeiger ist: befinden sich Tropfen auf den Blättern (freilich abgesehen vom Morgentau) wird es bald regnen.





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Donnerstag, 7. Juni 2012, 21:48

Frauenmantel

Frauenmantel Alchemilla vulgaris, gehört zu den Rosengewächsen.

Als Inhaltsstoffe hat er: Gerbstoffe (Tannin), Glykoside, Bitterstoffe, Salicylsäure, äthr. Öle

Seine Hauptwirkung ist enzründungshemmend, krampflösend und Einsatz bei Verdauungsbeschwerden.

Es ist das Frauenkraut schlechthin und hat mir und meiner Familie schon oft geholfen. Gesammelt wird das blühende Kraut.

Dem Frauenmantel wurden früher magische Kräfte zugeschrieben. Die Blätter haben in feuchten Nächten aus Blattspalten am Rand des Blattes oft so viel Wasser ausgeschieden, daß es sich in der Vertiefung des Blattes gesammelt hat. Dieser Morgentau war ein Requisit von so manchem Alchimisten, der versuchte daraus Gold zu machen. Wie wir wissen, immer ohne Erfolg. Alchimisten suchten auch mit ihrer Hilfe den Stein der Weisen.


Der Frauenmantel leistet bei allen Unterleibssachen gute Dienste, so bei Menstruationsstörungen, Weißfluß, im Alter bei Wechseljahrsbescherden, Gebärmuttervorfall, Unterleibsentzündung, aber auch bei beginnender Pubertät wenn die Regelblutung nicht richtig einsetzen will. Hier wird sie zu gleichen Teilen zusammen mit Schafgarbe genommen und alles kommt wieder ins Lot. Bei Gebärmuttervorfall massiert man den Unterleib zusätzlich mit Hirtentäscheltinktur und nimmt Schafgarbensitzbäder zur Stärkung.



Weiterhin ist er eine wertvolle Hilfe bei Neigung zu Fehlgeburten, er festigt die Frucht im Leib. Überhaupt sollten solche werdende Mütter ab dem dritten Monat täglich eine Tasse Frauenmanteltee trinken, es stärkt die Bänder, Muskeln und den gesamten Unterleib. Nach den Geburten ist er ebenfalls eine gute Stärkung der Gebärmutter. Der Tee sollte möglichst mit frischen Kräutern hergestellt werden.



Frauenmantel ist auch ein ausgezeichnetes Wundkraut, es wirkt zusammenziehend und rasch heilend bei eitrigen Wunden, eitrigen Geschwüren, nach dem Zahnziehen mit Frauenmanteltee gespült kommt es schnell zu einer Heilung. Unsere Vorfahren setzten es innerlich und äußerlich als Wundheilmittel ein. Äußerliche Auflagen aus zerquetschten Blättern aufgelegt auf Wunden und alles was nicht heilen will. Oder Kinder die einfach schwächlich und kränklich sind sollten zur allgemeineStärkung Frauenmanteltee täglich trinken.



Tee: innerlich wird Frauenmantel zubereitet bei Durchfall, Blähungen, Magen- Darmkatarrh und bei Schwangerschaftsbescherden. 2 TL Kraut auf eine Tasse Wasser 10 Min. leicht köcheln und noch 10 Minuten ziehen lassen. 2 Tassen täglich trinken. Der Aufguß kann auch zu Umschlägen bei Hauterkrankungen verwendet werden. Frische Blätter legt man bei frischenVerletzungen auf die Wunde.


Kombiniert mit Johanniskraut ist das beste Mittel bei Unterleibsbeschwerden der Frauen.



Tee kurz vor und nach der Geburt ist sehr heilsam und auch bei den Monatsbeschwerden.

2 TL Kraut auf ¼ l kochendes Wasser, 10 Min. ziehen lassen, 3 mal tgl. eine Tasse trinken.

Oder als Umschlag bei schlecht heilenden Wunden ist es sehr empfehlenswert.



Frischkräuterauflage: Die leicht abgespülten Kräuter mit einem Nudelholz kurz walken bis Saft austritt und dann auf die wunden Stellen legen.



Badezusatz: Ca. 200 g getrocknetes Kraut oder zwei Doppelhände frisches Kraut einen Kaltansatz über Nacht stehen lassen, am nächsten Tag erwärmt und dem Badewasser zugeben.


lg sylvi :mädchen




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Dienstag, 28. Mai 2013, 17:17

Eine Nahaufnahme des aktuellen Blütenstands:


P5190343 von wildhog9910 auf Flickr

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Dienstag, 28. Mai 2013, 19:56

Durch einen Hinweis von Stefan in einem anderen Beitrag bin ich darauf gestoßen worden, dass mir hier



ein Frauenmantel vor die Linse geraten ist. Ich gebe zu, dass ich noch viel zu lernen habe, wenn es um die Klassifizierung von Pflanzen geht. Leider sehe ich zur Zeit überwiegend nur die "fotografischen" Aspekte. Ich arbeite aber an mir und der weiteren Erkenntnisgewinnung.

P.S.
Als eher einfacher Mensch fällt mir zu dem Beitrag von Ilves ein, dass für mich Tropfen auf den Blättern des Frauenmantels ein Hinweis darauf sind, dass es regnet! :lol
"Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

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