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smeagol

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Dienstag, 19. Dezember 2017, 10:09

Wo bekommt man diesen megacoolen Patch her?
Den gab es mal bei Bernd Korell (http://www.gürtel-extreme.com/).
"Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

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Samstag, 23. Dezember 2017, 17:12

Wasser

Doch nun will ich dienen der Menschenhand,
In der Thäler sanftes, grünes Gewand
Will ich den silbernen Gürtel weben,
Will die frommen, hellen,
Plaudernden Wellen
Ruhig schlängelnd durch Gärten gießen,
Will schwatzend an Blumen vorüberfließen;
Der Hirsch, das Reh
Sollen aus meinen Fluten trinken
Und in holdem Weh,
Wenn die Sterne blinken,
Mag eine Jungfrau, die einsam wacht
In lauer Sommernacht,
Meinem Rauschen
Lauschen.

Friedrich Theodor von Vischer (1807 - 1887)











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Donnerstag, 28. Dezember 2017, 22:23

Die freien Tage wollte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen und so hab ich den Rucksack gepackt um einen kleinen Overnighter anzugehen. Wetter sollte windig werden, kaum Niederschläge. Beim losgehen war es ausgesprochen mild, eigentlich wie im Frühling und die warme Witterung hat dem Schnee so richtig zugesetzt, was schade ist. Am späten Nachmittag hatte es angenehme +4°C und ich bin an ein paar schönen Felsen vorbeigekommen.





Die Suche nach einem geeigneten Biwakplatz gestaltete sich dann schwieriger als angenommen. In den Senken wollte ich nicht bleiben wegen der kalten Luft und der dichten Bewaldung und auf den leichten Hängen waren kaum ebene Stellen zu finden. Hatte schlussendlich aber Glück und konnte mein Gapahuk Tarp auf einem trockenen und vor allem sehr ebenen Platz aufbauen. Sah irgendwie nach einer alten Wegtrasse aus ...





Das Tarp stand im richtigen Moment, denn die Sonne war soeben hinter einem Hügel verschwunden und es wurde rasch dunkel. Ich begann das übliche Ritual mit Schnee schmelzen und Essenszubereitung. Da ich nur einen Trangia Sturmkocher dabei hatte ging das ganze eher gemächlich vor sich, der geräuschlose Betrieb des Spiritusbrenners war eine Wohltat, kein Vergleich zu den doch sehr lauten Benzinbrennern. Das Schmelzwasser war stark verunreinigt und wurde kurzerhand durch eine Bandana gefiltert.





Ich musste nächstens mal raus, da hatte es gerade noch 0°C und der Wind hatte zwar bereits aufgefrischt, es war aber noch trocken. Am morgen gabs dann böige Winde die leichten Treibschnee mit sich führten und dieser landete dann auch prompt im vorderen Bereich des Tarps. Bodenplane u. Isomatte wurden nass, dem SchlaSa konnte dies zum Glück weniger anhaben, da der Bezugsstoff gut imprägniert ist. Ein Biwaksack wäre aber sicherlich nicht schlecht gewesen, der blieb aber im Rucki da es am Abend ja noch gute Bedingungen hatte.





Ich habe mir ein kräftig gewürztes Nudelgericht bereitet und war doch angetan vom Windspiel dass die Baumkronen ins wanken brachte. Mein Tarp ist ein sogen. Gapahuk und diese Sonderkonstruktionen gibts in verschiedenen Varianten in Skandinavien. Charakteristisch sind die heruntergezogenen Seitenteile, so ist es auf 3 Seiten gut geschlossen und nur vorne großzügig offen. In Norwegen findet man z.B. zahlreiche Shelter aus Naturmaterialien die exakt so aufgebaut sind.





Ich hab dann das Winterwetter noch etwas ausgenutzt und die Wettervorhersage hat abermals Tauwetter im Programm. In Österreich heißt der Spruch ja 'Tauwetter ist Sauwetter' und das braucht man eigentlich nicht auf Tour ...

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Montag, 22. Januar 2018, 09:35

Sonntagnachmittagspaziergang mit Pulka ...

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Mittwoch, 24. Januar 2018, 19:42

Bin gerad zurück von eine Schneeschuhtour in Schweden.
Es war richtig Winter dort. :-)
»Michabbb« hat folgendes Bild angehängt:
  • CIMG2150-12.jpg

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Mittwoch, 24. Januar 2018, 20:14

@Michabbb:

Bitte mehr von diesen Bildern!

Wo wart ihr denn unterwegs?

Ich hoffe nämlich auch auf ordentlich Schnee im Bereich Fulufjället. In drei Wochen geht es los.
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207

Mittwoch, 24. Januar 2018, 20:41

@smeagol,
genau da war ich. :-) Ausbildungstour für TB und du kannst mir dann Idre grüßen.
Hab nur wenige Bilder, bekomme ich erst noch. Du machst die Schneschutour oder Campwoche?
Hoffe ihr habt dann richtig gutes Wetter. Wir hatten bei Ankunft -22° und dann aber Sturm oben am Fjäll und wenig Sicht. Schnee liegt mehr als genug, daran wir es nicht mangeln.
»Michabbb« hat folgende Bilder angehängt:
  • DSC_0132-22.jpg
  • CIMG2144-7.jpg

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Donnerstag, 25. Januar 2018, 02:37

sehr geil micha :winken

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Dienstag, 13. Februar 2018, 00:21

Hi! Ich war mit einem Kumpel vor zwei Wochen bei uns am Niederrhein in der Sonsbecker Schweiz. Es war zwar keine besonders große Wanderung; auch wegen des umfangreichen Gepäcks (Decken etc.). Aber immerhin gab es klare Argumente, es endlich mal mit einem overnighter im Winter zu probieren: trockenes Wetter überwiegend über 0, Ungestörtheit dank ominöser Schneewarnungen und der Sturmschäden, genug gear sowieso und die Gegend lädt auch dazu ein. Überdies wohnt mein Kumpel praktisch nebenan. So starteten wir auch von ihm aus.
Von der Aussicht her war das Wetter nicht perfekt, aber der Xantener Dom unweit des Rheins gehört hier zum Standardrepertoire. Die "Schweiz" glänzt weniger durch die Wildheit der Natur als durch das erahnbare, über Jahrhunderte- fast bis heute- stabil gebliebene malerische Landleben. Während wir kleine ältere Gehöfte passierten, fühlten wir uns regelmäßig zu sentimentalen Sympathiebekundungen aufgefordert. Dann im Inneren des Waldes dominiert zwar der Forstcharakter... aber das soll uns an einem einsamen Lagerfeuer nicht stören- nur der Platz will gut gewählt sein!
Eine Unwägbarkeit war allerdings die Sauenjagd, wir wollten einerseits keine endlosen Diskussionen mit Jägern heraufbeschwören und uns andererseits auch nicht zu wild verhalten, so daß wir womöglich noch auf der Strecke bleiben.












Wieder im Flachland nahe des Sumpfs meines Freundes: hier feiern die Silberreiher fröhliche Urständ!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schwefelporling« (13. Februar 2018, 00:30)


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Montag, 5. März 2018, 20:32

Wintercamping im Böhmerwald

Wir waren dieses Wochenende unterwegs um das milde Winterwetter auszukosten, eine Wohltat nach den arktischen Temperaturen der vorangegangenen Tage. Ziel war der Böhmerwald im Grenzgebiet A-CZ-D. Sind am Samstag erst spät am Parkplatz angekommen und es ging gleich mal den Wanderweg hoch der von zahlreichen Schneeschuhgehern bestens ausgetreten war. Der Pfad schlängelt sich in Falllinie den Berg hinauf und hier kam ich gleich mal gehörig ins schwitzen. Für BC-Langlaufski m. schwerer Pulka und Gestänge ist das schon ziemlich an der Grenze was machbar ist. Nach ca. 100 Höhenmetern haben wir dann auf die Forstwege gewechselt, was weniger beschwerlich ist - ich kam aber trotzdem gut aus der Puste. Anfang Februar lag ich gleich 2 Wochen mit einer heftigen Grippe flach und ich fürchte das ich nach wie vor nicht 100%ig fit bin. Die Bäume wurden mit der Höhe zusehends weniger und im gleichen Maß schwand leider auch meine Kraft. Wir haben uns dann nach einen Platz für die Nacht umgesehen und ein paar Tourengeher hatten uns geraten noch ein Stück hoch zu steigen wegen der besseren Aussicht. Es hat sich gelohnt würde ich meinen ...



Mit fortschreitender Dämmerung zogen Nebelschwaden den Berg hoch und die Stimmung war schon beinahe mystisch, was von der Kamera schlecht einzufangen ist.



Unser Zelt haben wir direkt auf einem Forstweg aufgebaut der von hohem Schnee überwächtet war.



Der nächste Morgen empfing uns mit eher mäßigem Wetter und dichter Nebel verdeckte die Sicht auf die Umgebung. Zum Glück war es mit lediglich -2°C nicht wirklich kalt.



Wie schon am Abend zuvor hatten wir direkt im Zelt Schnee geschmolzen und gekocht und haben uns dabei ein echtes Kondensationsproblem eingehandelt. Es begann sogleich von der Decke zu tropfen und die Nässe drang sogar durchs Innenzelt hindurch, was ich bis dato noch nicht kannte.





Nach unserem Aufbruch gings zuerst moderat und dann wieder relativ steil hoch und ich hatte mit dem schweren Lastschlitten im Schlepp erneut mit meiner schwächelnden Kondition zu kämpfen. Nach kurzer Strecke erreichten wir die Dreieckmark, wo Deutschland, Österreich und Tschechien zusammenstoßen. Wie auf Bestellung hat sich der Nebel gelichtet und die Sonne brach langsam durch.



Der markante Grenzstein ist noch gut eingeschneit, man sieht zwar die Wappen des jeweiligen Staates aber die Wappen der 3 Provinzen sind nach wie vor unter dem Schnee verborgen. Dieses Jahr ist ein schneereicher Winter, was leider nicht immer der Fall ist und selbst in einem als 'Schneeloch' bekanntem Gebiet wie dem Böhmerwald ist die Schneelage durchaus nicht immer zufriedenstellend.



Wir sind dann rüber Richtung Plöckenstein und kamen auch relativ zügig voran, da das Gelände eher flach ist oben auf dem Kamm. Vom mächtigen Hochwald ist hier leider nicht mehr viel übrig und Stürme wie Kyril und das Waldsterben haben einen bizarren Stämmchenwald hinterlassen. Wind und Schnee betätigten sich hier als Künstler und schufen herliche Schneeskulpturen.





Ein Blick Richtung Plöckenstein (1379m) läßt das Gipfelkreuz aus der Ferne lediglich erahnen, da an der Wetterseite ebenfalls komplett vom Schnee eingehüllt und so gut getarnt.





Überall waren viele Tagestouristen unterwegs, einige zu Fuß, viele mit Schneeschuhen und zahlreiche mit alpinen Tourenskiern. Ich habe mit meiner Pulka für Aufsehen gesorgt und ich denke dass viele einen solchen Schlitten noch nie aus der Nähe gesehen haben. Beim Gipfelkreuz ergaben sich auch ein paar Gespräche und ich mußte ein paar Bergfexen Fragen zu meinen unüblichen Skiern und zu meiner Pulka beantworten. Der Ausblick über das Plateau war dank strahlendem Wetter und frischer Schneedecke einfach nur herrlich und lud zum verweilen ein.



Wir haben dann einen kurzen Abstecher zum Stifterdenkmal gemacht. Dies ist ein Steinobelisk welcher auf tschechischer Seite zum Gedenken an den Dichter Adalbert Stifter errichtet wurde. Dieser ist nicht nur im Böhmerwald geboren sondern hat auch hier gelebt und gewirkt.



Das Denkmal steht an einem steilen Abhang mit direktem Tiefblick auf den Plöckensteinersee. Hier sieht man über den Moldaustausee weit in das böhmische Land nach Tschechien hinein. Direkt hinter der Grenze beginnt auch der Nationalpark Šumava, wo nicht nur das campieren verboten sondern auch das verlassen der markierten Wege mit empfindlichen Geldstrafen belegt ist.



Zurück am Plöckenstein konnten wir nochmals die herrliche Fernsicht genießen, da sich das diesige Wetter gut verzogen hatte. Man konnte über den Nebel im Donautal die Gipfel der Alpen erahnen.



Da der Tag bereits fortgeschritten war hieß es Abschied nehmen von dieser zauberhaften Landschaft und es ging mit unseren Langlaufskiern die ganzen 5km im Pflug runter bis zum Parkplatz. Der Schnee war von der Sonneneinstrahlung stellenweise sulzig weich und schwer beherrschbar, an schattigen Stellen aber noch eisig glatt. In Kombination mit dem teils steilen Gelände eine echte Herausforderung für unsere Langlaufskier noch dazu mit Pulka im Schlepptau die kräftig anschob im welligen Terrain. Ich flog ein paar Mal unsanft auf die Nase - ausgerechnet an flachen, meist ungefährlichen Stellen. Tourenski mit Rucksack wären hier die bessere Wahl, wir habens aber trotzdem gepackt. Möchte hier meine Begleiterin loben, sie hat sowohl das zelten im Schnee als auch die Abfahrt ohne murren mitgemacht was durchaus nicht selbstverständlich ist. Als wir unser Camp abgebaut haben kam nämlich ein junges Pärchen vorbei und die Dame hat gemeint dass sie fürs campieren im Schnee nicht zu haben sei ...
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Dienstag, 6. März 2018, 20:15

Anfang Februar lag ich gleich 2 Wochen mit einer heftigen Grippe flach und ich fürchte das ich nach wie vor nicht 100%ig fit bin.

Ich kann dir nur empfehlen mit solchen Sachen vorsichtig zu sein. Du wärst nicht der Erste, der sich mit einer zu großen Anstrengung eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung) holt. Durch so eine Sache sind manche Leute schon zu EU-Rentnern (erwerbsunfähig) geworden. Ich bin mir nicht sicher, ob dies in deinem Sinne ist ...

CU de DCT996
By de Alexander

Hoffe das Beste aber rechne mit dem Schlimmsten, so kannst du kaum überrascht / enttäuscht werden ...

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Mittwoch, 7. März 2018, 16:33

Vielen Dank für den Hinweis @DCT996. Der Gedanke kam mir bei der Heimfahrt auch schon dass mein Schwächeln event. gar nix mit meiner (allgemein schlechten) Kondition in Kombination mit den Nachwehen des grippalen Infektes zu tun haben könnte. Ich werde auf mich aufpassen, keine Sorge ;-)
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213

Dienstag, 10. April 2018, 21:21

Glamping im Wiglo mit Spiritusheizung

Nachdem Ostern mehr oder weniger 'ins Wasser gefallen' war, konnte ich das letzte WE zumindest gut nutzen. Wetter war am Samstag fair mit wolkenlosem Himmel und angenehm milden Temperaturen - lediglich der kräftige Wind passte nicht ganz dazu - aber was ist schon perfekt? Ich hab also mein Wiglo 4LT von Bergans eingepackt, das ist ein Hybrid zwischen Lavvo und Kuppelzelt und bietet normalerweise Platz für 3 Personen. Da ich Solo unterwegs war hatte ich also eine richtig große Hütte für mich alleine und um das Glamping perfekt zu machen war auch eine Zeltheizung, ein Klappstuhl, usw. mit am Start ;-)





Als Koch- und Heizgerät kam diesmal der sogenannte Origo 5100 Heat Pal von Dometic mit raus, welcher mit Spiritus betrieben wird. Abends wurde Tee zubereitet und mit einem Schuß Rum und gaaanz viel Zucker verfeinert, was für entsprechende 'Bettschwere' sorgte. Ich hab den Heat Pal dann mitsamt Abdeckhaube ins Zelt verfrachtet, entzündet und auf kleine Flamme eingestellt. Dies sorgte für angenehme 17-18°C, also schon beinahe zu warm meinen 3-Jahreszeitenschlafsack. Durch die großen Schlitze am Heat Pal ist die Flamme sichtbar und dies sorgt für ein klasses Ambiente, auch wenn es ein richtiges Holzfeuer nicht ersetzen kann.



Ich bin dann um ca. 5:00 mal wach geworden, weil ein Reh in unmittelbarer Nähe schreckte. Die Flamme brannte immer noch und mit der einen Kartusche bin ich ca. satte 9 Stunden durchgekommen. Ich bin nochmals eingeschlafen und beim erneuten aufwachen war der Spiritus dann verbraucht und der Heat Pal erloschen. Es hatte frische 4°C, also nicht wirklich angnehm. Ich hab mich dann aufgerafft um die Kartusche zu wechseln und die Zeltheizung lief dann auf halber Flamme was das Innenzelt schon nach etwa 25-30 Minuten auf ca. 18-20°C aufwärmte - also fast wie im heimischen Wohnzimmer ;-)



Draußen vor dem Zelt war die Tierwelt ebenfalls schon längst erwacht und das Getschwitschere nicht zu überhören. Ich hab den Heat Pal dann als Kochgerät genutzt um mir ein üppiges Männerfrühstück zuzubereitet mit Speck, Eiern und Baked Beans, dazu türkischem Pide sowie Kaffee.





Diese Ladung hielt dann auch bis zum halben Nachmittag und ich verspürte keinerlei Hunger. Ich hab die Zeit z.B. mit Chillen, Schnitzen und Naturbeobachten verbracht. Die Sonne stieg hoch und mein Zelt wurde rasch aufgeheizt so dass ich sowohl Lüfter als auch 2 von den Eingängen öffnen musste um für etwas Durchzug zu sorgen.





Ich hatte ja noch ein paar kulinarische Leckerlies eingepackt und die wurden nun präpariert, geschniebelt und gleichzeitig wurde Reis als Beilage gekocht. Dannach die 1te Ladung Lungenbraten im Speckmantel scharf angeschwitzt und sogleich mit Gemüse und Rindersud geküchelt - jammy!









Ich ließ mir eine gute Portion schmecken und hab auch schön brav aufgegessen - ich wollte ja dass das gute Wetter weiter anhielt, hehehe



Dannach wurde nochmal eine üppige Ladung zubereitet um auch für den ein oder anderen Überraschungsgast was übrig zu haben! Die Gäste trafen zwar ein, hatten aber leider nur den kleinen Hunger eingepackt und so ging eine große Voratsdose gefüllt mit feinem Essen wieder mit nach Hause. Sie wurde erst heute, 2 Tage nach meiner Glampingaktion vollständig leer ;-)



Ich hab dann den späteren Nachmittag wiederum mit chillen verbracht und wollte eigentlich am Sonntag Abend gar nicht mehr weg aus dem Wald. Der Abschied fiel zugegeben schwer ...

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Mittwoch, 2. Mai 2018, 10:20

Kurzes Canyoning Microadventure in idyllischem Alpental

Ich hab das letzte verlängerte Wochenende genutzt um mir eine 2-tägige Auszeit zu gönnen und bin ganz entspannt mit dem Zug in die Berge gefahren. Ziel war ein idyllisches Alpental in dem ich zwar schon oftmals war, aber in das ich aus beruflichen Gründen in den letzten 3 Jahren leider keine Tour unternehmen konnte. Umso neugieriger war ich was sich denn so alles verändert haben könnte? Der Trail führte vom Bahnhof zunächst durch bewohntes Gebiet und als ich dann auf die Forststrasse abbog gabs die 1te Überraschung. Hier wurden die Bäume geschlägert und man sah nicht nur direkt auf die gut befahrene Hauptstrasse hinunter, die hoch stehende Sonne hatte volle Angriffsfläche und ich kam auf dem kurzen Stück bergan gehörig ins schwitzen. Oben am Hang angekommen führte der Forstweg mehr oder weniger auf einer Höhenlinie dahin und ich konnte langsam in die Natur eintauchen. Zwischendurch gabs auch noch ein paar Blicke auf die noch schneebedeckten Berge in der weiteren Umgebung. Das sprießende Grün mit den jungen Blättern ergab einen wunderbaren Kontrast zum strahlend blauen Himmel sowie dem hellgrauen Felsgestein und dem türkisfarbenen Bach, was herrlicher nicht sein konnte. Ich hatte diese Art von intensivem Grün und harmonischen Zusammenspiel der Farben gar nicht erwartet und war daher umso mehr erfreut. Ich war offensichtlich zur richtigen Zeit am richtigen Platz ;-)









Der Trail führte über alte Forstwege den Talschuß hinein und hier viel mir auf dass der Weg mitsamt Brücken in Stand gesetzt worden ist. In der Gegend gabs vor Jahren mal ein verherendes Hochwasser bei dem viele Brücken zerstört und zahlreiche Wege ausgespült oder vermurt wurden. Nun war die Fahrbahn wieder frei was aber nicht wirklich in meinem Sinn war denn mit Fahrzeug kommt man zumindest von diesem Haupttal nun wesentlich leichter bis zu meinen Campingspot der sich beinahe am Ende der Forstrasse befand. Als einziges Hindernis lag eine Föhre quer über den Weg, welche offensichtlich der Schnee geknickt hatte - zumindest war die Talzufahrt von dieser Seite aus nicht so ohne weiteres möglich ... Der Weg ging mal bergauf und dann wieder mal bergab direkt neben dem Gebirgsbach und so war das beständige rauschen und plätschern des Wassers bereits hier mein Begleiter. Dann entdeckte ich etwas auf der Schotterpiste was aus ein paar Metern Entfernung wie ein auseinandergescharrter Pferdeapfel aussah - ich war etwas verdutzt den Wanderreiter hatte ich dort überhaupt noch nie gesehen? Beim näherkommen erkannte ich dann einzelne Haarbüschel neben dem Mist liegen, was noch mehr verwunderte. Ich war derart auf diese Verdauungsüberreste fixiert dass ich vorerst gar nicht bemerkte dass daneben in nur ca. 1 Meter das Haupt einer Gemse lag - zumindest das was davon übrig war!





Sowohl am Gamsschädel als auch auf den Mistresten tummelten sich zahlreiche Schmetterlinge, Käfer und teils farbenprächtige Fliegen. Sogar eine Weinbergschnecke war zugegen, weiß nicht ob die ebenfalls am Aas interessiert war? Am Schädel fehlten einige Knochenteile, dafür gabs Zeichen von Krafteinwirkung. Abgesplittert oder abgebissen ist wohl die Frage? Vom restlichen Skelett war keine Spur, lediglich in ca. 2-3 Metern Entfernung nochmals jede Menge grauer Haarbüschel. Offensichtlich hatte ein Tier direkt auf den Schädel gekotet was etwas makaber aussah. Ich hab mir die Frage gestellt wie die arme Gemse wohl umkam und ob hier Räuber wie z.B. Luchs, Bär, Wolf, Steinadler, Fuchs, etc. mit im Spiel waren oder ob es einfach im Winter bzw. im Schnee über den Hang hinab in den Tod gestürzt ist und nun seine Überreste gefleddert worden sind? Was meint ihr dazu?

An meinem Biwakplatz bot sich das gewohnte Bild und die ebene Fläche mit kiesigem Untergrund sah noch beinahe so aus wie ich sie zuletzt hinterlassen hatte, lediglich ein paar Spuren deuteten darauf hin dass hier vielleicht jemand gerastet hatte. Selbst die alte Feuerstelle schien unbenutzt. Ich hab dann das Zelt aufgestellt und mich ganz bewußt für diese Setup-Variante entschieden. Ich hatte bei meinen letzten Trips immer Probleme mit Zecken und im Zelt hoffte ich dass diese Tierchen draußen bleiben würden und ich diesmal ohne blinden Passagier nach Haus kam. Dann gabs ein würziges Nudelgericht und eine Beutelsuppe vom Gaskocher. Zwischendurch tauchten auch 3 Leute am Biwakplatz auf, die wollten offensichtlich die Stelle ebenfalls nutzen und ich denke nicht dass sie nur neugierig waren. Sie gingen auch rasch wieder weiter und ich hatte Zeit die Gegend zu betrachten und im Sand des Bachbeetes nach Spuren zu suchen. Ich hab nochmals über das Schicksal der Gemse nachgedacht und bin zum Schluss gekommen dass hier sicherlich ein Raubtier mit im Spiel war, egal ob vor dessen Tod oder erst danach - ist eben der Kreislauf der Natur und der schien hier noch ganz in Ordnung zu sein. Angst hatte ich ob des Beutegreifers keine und ich verbrachte eine sehr ruhige Nacht.









Am nächsten Morgen wurde Tee zubereitet und ich roch den für die Raucherkucheln der Berghütten typischen Geruch aus Rauch und Ruß. Es gibt dort eine alte Hütte den anderen Talschuß hinauf und die ist lediglich nur ca. 500-600m entfernt - offensichtlich hatte da jemand eingeheizt und der Rauchgeruch verteilte sich dann langsam am Talboden entlang. Ich hab dann meinen Tagesrucksack gepackt welchen ich für mein eigentliches Abenteuer mitgebracht hatte. Ich wollte nämlich dem Gebirgsbach folgen denn oberhalb gabs eine enge Schlucht die vielversprechend war. Das Tal hatte vorerst noch normale Breite und wurde erst allmählich schmäler. Es gab überall was zu sehen wie z.B. Fußabdrücke im feinen Sand von Hirschen oder auch Gemsen.









Die Sonne kämpfte noch mit den Bergkämmen und am Talboden war es dementsprechend frisch. Je enger die Schlucht wurde desto öfter musste ich durchs Wasser auf die jeweils andere Seite, über Felsen klettern oder zwischen umgestürzten Bäumen hindurch kriechen. Meine Laufsohlen an den Sneakers sind zwar sehr tauglich für dieses Terrain, aber in Kombination mit dem feinen Schlick auf Felsen und Holzstücken kamen auch sie ins schwächeln und ich war froh mit meinem Wanderstab ein 3tes Bein zu haben und beim Ausgleiten nirgends abzustürzen oder reinzufallen. Der Bach war zwar klein, aber die Geräuschkulisse wegen dem Wiederhall von den Felswänden dennoch imposant.







Nach einer Weile verengte sich das kleine Tal dann endgültig zur Schlucht und die Szenerie wurde wildromantisch mit umgestürzten Bäumen, Schwemmholzresten, Felsbrocken und kleinen Wasserfällen. Ich musste immer öfter durchs eiskalte Wasser. Ich blieb oft im Wasser stehen um zu filmen oder Fotos zu machen. Ich hatte zu Hause meine bewährten Neoprensocken leider nicht gefunden und nun kühlten meine Füsse sehr rasch aus und ich fror. Stand ich z.B. im knietiefen Wasser so fingen meine Waden schon nach kurzer Zeit an zu brennen und ich verlor das Gefühl in den Zehen, musste also bald wieder raus aus dem Wasser zum aufwärmen.







Ins Zentrum des Canyons geht auch ein wenig bekannter Wanderweg rein und ich hab mich selbstverständlich ins Logbuch eingetragen so wie sichs gehört. Der Wanderweg führt über Leitern runter und auch wieder rauf und verläuft so lediglich eine kurze Strecke direkt in der Schlucht. Ein paar typische Steinpyramiden lotsen den geneigten Wanderer möglichst nicht direkt durchs Bachbett. Mir war das aber egal und ich ging schnurstracks drauf los denn meine Füße waren sowieso schon nass geworden. Ich wollte die kleine Schlucht komplett durchqueren um auf der anderen Seite ein paar Bilder von den schneebedeckten Bergen zu schießen. Dies wurde jedoch durch einen gewaltigen Felsbrocken vereitelt der meinen Weg blockierte. Auf der einen Seite war ein sehr tiefer Tümpel unterhalb eines kleines Wasserfalls und ich hätte klettern müssen ohne zu sehen ob ich auf der anderen Seite runter käme. Ich wollte kein Risiko eingehen und hab den Rückweg angetreten aber vollkommen vergessen ein Foto vom Hindernisfelsen zu machen. Mir stand nun etwas mehr Zeit zur Verfügung und ich hab sie zum fotografieren genutzt und um ein paar Tümpel und Gumpen mit der Actioncam nach Forellen abzusuchen und wurde sogar an 3-4 Stellen fündig ;-)











Die Sonne hatte nun bereits eine Seite der Felswand angestrahlt und so wurde warme Luft in die Schlucht gedrückt. War eine Wohltat und dies ließ das nach wie vor eiskalte Wasser etwas besser ertragen. Ich kam dann auch zu einer vernünftigen Zeit beim Camp an und es war noch alles da so wie ich es zurückgelassen hatte.

Vielleicht noch ein paar Anmerkungen zur Ausrüstung die ich mit dabei hatte. Ich hab mich wohlgemerkt für ein Genuß-Canyoning entschieden und daher waren sowohl Neoprenanzug als auch Gurtzeug, Seile oder Sicherungsequipment nicht mit von der Partie - hätte auch nicht viel Sinn gemacht bei einem Solotrip. Leider hab ich meine bewährten Neoprensocken nicht mit, aber das leichte Schuhwerk hat ebenfalls seinen Zweck erfüllt. Die Sneakers bestehen aus Synthetikmaterial und sind eher luftig konstruiert, sie kommen ganz ohne Membran oder wasserdichter Beschichtung und so kann das Wasser genau so leicht raus wies zuvor rein gekommen ist und sie trocknen etwas schneller. Mit dabei war auch eine kurze Hose aus dünnem Synthetikmaterial welche überaus rasch trocknet. Ich bin mal ausgeglitten und auf den Hintern gelandet, die Shorts waren gefühlt sofort wieder trocken während mein T-Shirt aus Baumwolle erst wesentlich später kurz vor dem Bahnhof vollständig trocken war. Mein kräftiger Wanderstab diente mir nicht nur als Stütze sondern war auch gleichzeitig der Stick für die Actioncam die ich mittels Lenkeradapter und wasserdichtem Gehäuse daran befestigt hatte. Bei Kletterpassagen ist der Stock aber durchaus hinderlich, keine Frage. Ich hatte einen normalen Tagesrucksack mit üblicher Ausstattung, es waren lediglich etwas mehr Wechselsachen in einem wasserdichten Stausack mit, obwohl ich nix davon benötigt hatte. Hier wäre eine Rucksackvariante mit Rollverschluss und HV-verschweißten Nähten die bessere Wahl, sowas hab ich z.Zt. aber nicht zur Verfügung ...



Ich hab dann bei brütender Hitze mein Zelt abgebaut denn die Sonne hatte den Kies und die Steine bereits super aufgeheizt und die Hitze stand über dem Biwakplatz. Bin dann Ri Bahnhof aufgebrochen, unterwegs wurde ich noch von ein paar Fernsichten auf die Schneeberge belohnt. War alles in allem eine super Tour und mitunter eine der interessantesten die ich in dem Gebiet bis dato unternommen habe!
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Freitag, 8. Juni 2018, 10:18

Ein kleiner Urlaub hat begonnen. Bevor es mit dem Moped auf die jährliche kleine Tour mit Freunden los geht, habe ich noch mal das perfekte Wetter genutzt und 2 Tage auf der Wuppertalsperre verbracht.
Traumhafte Bedingungen zum Paddeln. Mittags etwa 27-29 Grad und dazu ein ganz leichter Wind. Die Wassertemperaturen luden stets zu einem erfrischenden Badespaß ein.























Gruß Guido
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Dienstag, 19. Juni 2018, 00:40

War wieder mal draußen und zwar an einem bekannten Spot den ich in den letzten 2 Jahren wohl etwas vernachlässigt habe ... Sollte ein klassischer Overnigther im bushcraftigem Stil werden mit Tarp, Bivy, kleinem Feuerchen, etc. Hab mein Camp erst spät am Abend eingerichtet und zuerst mal mit einem Prügel von Bowiemesser etwas Feuerholz klein gemacht ;-)





Hab die Lagerfeuerstimmung genossen und mich ganz bewußt auf ein Minifeuer beschränkt. Es hatte in der Gegend zwar vor ein paar Tagen etwas geregnet, war aber insgesamt noch ziemlich trocken und ich wollte deshalb nix riskieren. Am Biwakplatz musste ich vorerst ein paar Äste beiseite räumen und mir prompt gleich wieder 2 Zecken geholt. Es schadet echt nicht wenn man sich selbst regelmäßig absucht - ist für mich noch immer der beste Schutz vor diesen Biestern. Da ich mit Zecken rechnete war ein Bivy mit Moskitonetz am Start und der Biwaksack war auch als zusätzlicher Schutz gedacht denn die Wetterprognose hatte auf Niederschläge 'getippt'.



Im vortgeschrittenem Dämmerungsstadium gings dann zu Bett. Ich hatte zwar am Bivy ein kleines Guckloch durchs Moskitonetz wo auch frische Luft rein kam. Trotzdem gabs ein Gefühl der Beengtheit, welches ich nicht verspüre wenn ich z.B. den RV nicht ganz schließe und einen Teil des Bivvis zwecks freier Sicht zurückklappe. Wie dem auch sei, die Nacht blieb trocken und der Biwaksack hielt mir die Zecken vom Leib, war die Umstände also wert.





Früh morgens dann abermals Brennholz verprügelt und man beachte die engen Jahresringe dieses strammen Fichtenastes! Das dichte Holz verlangte meinem Holzklopfmesser einiges ab, das wuchtige Ding steckt sowas aber problemlos weg ;-) Ich ließ das Feuer nur kurz brennen und gab dann Grillkohle rein. Mag 'unbushcraftig' erscheinen, die Holzkohle erzeugt aber vergleichsweise wenig bis keinen Rauch oder Funkenflug und hält auch deutlich länger an als das dort vorgefundene, liegende Totholz. Alles Vorteile die für das Mitbringen von Holzkohle sprechen und die ich mir selbstverständlich zu nutze machte.





Oberhalb ein kurzer Einblick in mein Schlafgemach, man beachte die passgenaue Platzierung des Tarps zwischen den Bäumen, hehehe! Da sich der Himmel eintrübte ließ ich das Frühstück ausfallen und machte mich gleich an das Hauptgericht. Dazu landeten ein paar Süßkartoffeln verpackt in Alufolie auf den heißen Kohlen.



Während diese langsam im eigenen Saft garten hab ich einen Dip aus Ziegenjoghurt fabriziert und die Garnierung bzw. weiteren Zutaten für meine Süßkartoffel mundgerecht zerkleinert und der Rotwein wurde entkorkt damit dieser ein wenig atmen konnte.







Meine Süßkartoffeln waren in der Zwischenzeit schon mehr als durch und ich hab sozusagen 'angerichtet', d.h. Kartoffel zerteilt, mit Butter bestrichen und leicht gesalzen. Dannach die Zutaten rein und den Joghutdip mit etwas Schnittlauch oben drauf. Sah irgendwie nach Fastfood aus einer Garküche von der Straße aus, was meint ihr?







Wers nachmachen möchte dem empfehle ich den Dip zuunterst rein zu klatschen und die Garnierung obenauf zu geben - das Auge ißt ja bekanntlich mit ;-) Ich hatte eigenlich noch ein kleines Stück Beef mit dabei, hab aber verzichtet dieses zu grillen denn der Himmel verdunkelte sich und es vielen sogar ein paar Tropfen, es begann aber zum Glück nicht zu regnen. Die letzte Süßkartoffel war deshalb ebenfalls eine 'Veggieausführung' und das zarte Rote ging mitsamt Kühlakku wieder mit nach Hause.



Nachdem die Regenwolke abgezogen war legte ich mein Sleeping-Gear zum ablüften aus und setzte mich zum chillen auf meinen Campinghocker mit Schafsfellauflage.



Auf einmal breschte ein kleines Reh (beinahe noch ein Kitz) von der anderen Seite direkt auf mein Camp zu als wolle es dieses stürmen - kurz vor dem Tarp bemerkte es sein unlogisches Ansinnen und bog wieder ab den anderen Hang hinauf rein in den Wald. Trotz filmreifer Szene war die Kamera wie üblich nicht schußbereit, grrh. Ich hatte früh morgens ein leises fiepen vernommen und mich gewundert ob dies nicht ein Kitz wäre dass event. nach seiner Mutter rief - offensichtlich lag ich damit genau richtig.





Beim Tarpabbau bemerkte ich noch einen Seiltänzer auf der Firstleine und den Kandidaten auch gestochen scharf zu digitalisieren gestaltete sich zugegeben etwas mühsam obwohl dieser einen gemächlichen Gang eingelegt hatte. Ich hab dann alles verpackt und zwischenzeitlich die Stimmung auf der Lichtung genossen bis es zu tröpfeln begann. Zum Glück stand das Auto in Reichweite denn als der Kofferraumdeckel zuklappte hatte es zu richtiggehend zu schütten begonnen - sowas nennt man exaktes Timing Freunde ;-)er Kofferraumdeckel zuklappte hatte es zu richtiggehend zu schütten begonnen - sowas nennt man exaktes Timing Freunde ;-)
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Donnerstag, 28. Juni 2018, 06:33

Hier gibts ein kleines Video zu meinem bushcraftigen Overnighter:

Overnighter Video

Viel Spaß damit ...
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Sonntag, 1. Juli 2018, 22:13

Heute (und in den letzten Tagen) habe ich mich mal wieder an der Wuppertalsperre rumgetrieben.



















In den Tagen zuvor habe ich mal so ein aufblasbares Einerkajak von Decathlon ausprobiert.







Wenn man ein Festboot gewohnt ist bleibt einem nur zu sagen: Extrem langsam, kein Spurstabilität, extreme Windanfälligkeit und nochmal extrem langsam. Als Badeboot für den Sommer macht es aber Spaß.

In diesem Sinne: Genießt den Sommer!

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Montag, 9. Juli 2018, 17:51

Und nochmal ein paar Impressionen von der Wuppertalsperre.

























In den letzten Tagen habe ich mich in jeder freien Minute zu Fuß oder mit Boot an der Wuppertalsperre rumgetrieben. Zum Paddeln ein Traum. Der Rundwanderweg ist zwar nicht so spannend, aber wenn man ein paar abseits gelegene Wege kennt, kommt eine Menge Freude auf. Beim Paddeln ist zu beachten, dass die Benutzung mit Booten gebührenpflichtig ist. Für mich lohnt sich auf jeden Fall die "Saisonkarte" für 30 Euro. Diese gilt für Boote ohne Besegelung (Schlauch- und Paddelboote, Kanus etc.) für die Bever-, Brucher-, Lingese- und Wupper-Talsperre sowie für den Stausee Beyenburg.
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220

Dienstag, 17. Juli 2018, 21:51

Ein freier Tag in der Woche und diesen bestmöglich genutzt. Wandern,

knipsen, chillen, schwimmen. Was braucht man mehr bei diesem schweißtreibenden Wetter?









Eine "Outdoor-Toilette" macht bei diesem Wetter Sinn!



Zum Abschluss des Wandertages noch 2 Stunden an meiner persönlichen "chill-out-zone" an der Wuppertalsperre.


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