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Sel

echter Höhlenwurm

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Sonntag, 3. Juli 2016, 19:22

Höhlenlampe selbst gebaut

Hallo,

weil eben die Lampen die es zu kaufen gibt mir nicht angenehm sind, mußte ich mir meine Beleuchtung für den Videodreh in den kleinen Höhlen selber bauen. Ich wollte das Licht in Warmton, keine absolute Punktlampe, anschließbar an verschiedene Stromquellen (12 Volt Bleiakku, 3x 18650 Li-Ion, zur Not auch Alkalizellen oder auch mal ein Steckernetzteil...). Somit kam keine käuflich zu erwerbende Lampe in Betracht.

Also nahm ich mir das Griffstück einer Luftdruckpistole (Aluminium), hinten eine Kabelverschraubung drauf, vorne die LED eingebaut (wichtig: gute Wärmeableitung) und einen Linsenaufsatz drüber. Als LED nutze ich eine Cree MK-R in Warmton, die es auf rund 1400 Lumen bringt. Ich reize dabei die LED noch nicht voll aus. Insgesamt "verbraucht" die Lampe ungefähr 15 Watt, das ist schon ordentlich Strom.


Grade mal so groß wie meine Hand, runde 160 Gramm leicht.


Vorne ist die Linse drauf, bündelt etwas das Licht und schützt die LED. Die Linse habe ich in die Verschraubung einfach eingeklebt.


Die LED selbst ist geklebt und geschraubt. War nicht ganz einfach, schließlich müssen paar Watt an Wärme ans Gehäuse gegeben werden, damit die LED nicht überhitzt.


Natürlich braucht so eine LED einen elektronischen Regler davor (China-Baugruppe). Ein Gehäuse für dieses Teil suche ich noch. Das muß ja wasserdicht sein, genau wie die LED.

Ich kann die LED mit gleichbleibender Helligkeit an jede Spannungsquelle von 9... 30 Volt anschließen. Der Regler tut dann seine Arbeit. Nach etwa 10 Minuten Betrieb hat das LED-Gehäuse ca. 45°C erreicht und dabei bleibt es auch. Das ist normal und ok. In einer Höhle ist es kühler als die derzeitigen Temperaturen, dann wird das Gehäuse auch nicht so warm.

Nun, ich bin auf den Feldversuch gespannt. Das Licht, welches aus dieser kleinen LED kommt, ist schon enorm. Da reinzuguggen tut echt weh! Ich werde hier über meinen Feldversuch in spätestens 3 Wochen berichten (nach meiner 5-Tages-Tour) :)
Übrigens, reine Materialkosten waren ungefähr 23 Euro, da kann man nicht meckern...

LG Sel
Meine Grundsätze:
...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

(auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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Sonntag, 3. Juli 2016, 22:39

Das sieht ja mal echt professionell aus. Schick mir doch mal die Maße der Reglerplatine. Ich habe hier ne ganze Kiste voll kleiner Döschen, Fläschien, Büchsen,... Vielleicht passt da was.
Andere Möglichkeit wäre das Teil komplett in einen größeren Schrumpfschlauch zu zwängen?
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Albbär

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Montag, 4. Juli 2016, 09:02

So als Elektro-Noob: Würde eingiessen nicht auch gehen? In Silikon oder Epoxy?

Sel

echter Höhlenwurm

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Montag, 4. Juli 2016, 13:04

Wenn ich das in Epoxy eingieße, so reißen durch die Spannungen im Kleber beim Aushärten die feinen Leiterzüge. Klar gibts auch Gießharz dafür, ist aber teuer und relativ schwer. Und Silikon leitet Null die Wärme ab, wäre für die Bauelemente auch nicht grade gut.

Ich muß noch bissel suchen um eine passende und vor allem stabile und wasserdichte Umhüllung zu finden. Wird schon...

LG Sel
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Montag, 4. Juli 2016, 20:50

Hallo Sel!

Nette Bastelei. Es gibt Alu-Druckguß-Gehäuse, die wären m.E. für die Rglerbaugruppe gut geeignet: Stabil, wärmeableitend, abdichtbar, gut zu bearbeiten. Gibt's u.a. beim CONRAD: Alu-Druckguß-Gehäuse beim "C"
Vielleicht hilft Dir das ja weiter...

Beste Grüße,

Gereon

Sel

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Freitag, 15. Juli 2016, 09:41

Weils so schön ist...

Natürlich brauche ich auch einen Flächenstrahler. Auch für die Höhlen, jedoch auch gut zur hellen Lagerbeleuchtung, Videoaufnahmen in der Nacht etc. ... Man ist ja nicht immer getarnt am Lager, da kanns auch mal viel Licht sein (solange man die Natur nicht stört).

Für 10 Euro konnte ich preiswert einen LED-Baustrahler bestellen, der jedoch nur mit 230 Volt funktioniert. Das geht draußen seltenst. Also muß ich den so umbauen, das er mit meinen Batterien funktioniert. Ich will euch nicht mit technischen Details langweilen. Nur soviel: durch die interne Verschaltung sind mindestens 66 Volt notwendig, um die LEDs zum Leuchten zu bringen (mal ganz vereinfacht gesagt).

So sieht der Strahler aus:



Da kommen 800 Lumen Licht raus! Das sind 10 Watt-LED-Leistung. Sehr weißes Licht. Reinguggen ist nicht wenn das Teil an ist. Es ist ein Flächenstrahler, etliche Quadratmeter lassen sich damit fast taghell ausleuchten.

Ich baute also die 230 Volt-Regelung aus und eine, extra für diese Lampe entwickelte, neue Regelung ein (Bauteilkosten knapp 15 Euro). Ok, mit meinen schlechten Augen und einer Lochrasterplatte gehts nicht viel schöner...



Aber die Elektronik ist zuverlässig, stabil, wird nicht zu heiß und hat leistungsmäßig genug Reserven.





Die ganze Sache ist zusammengebaut absolut wasserdicht, ich kann die Lampe betreiben mit allen Spannungsquellen wie schon bei der anderen Lampe beschrieben.
Gewicht ist 320 Gramm, Größe 11x8x4 cm (ohne Halterung)

LG Sel
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Sonntag, 22. Januar 2017, 22:20

Und wieder ne Lampe...

Wenn meine kleinen Höhlenspinnen vor dem hellen Licht meiner Leuchten flüchten (kann ich ja verstehen), so sind keine guten Aufnahmen möglich. Also möchte ich auf Infrarotlicht umsteigen. Das erkennen die Spinnen zwar, aber es ist keine Bedrohung. Also sollten sie dann sitzenbleiben, so der Plan.

Infrarotstrahler sind in ordentlicher Qualität leider extrem teuer und brauchen sehr viel Strom. Billigprodukte verwenden noch billigere LEDs und funzeln nur paar Zentimeterchen. Außerdem bündeln diese Funzeln das Licht kaum, so das eben ein großer mehr oder weniger heller Fleck für die Videocam zum Aufnehmen da ist.

Leider hat eigentlich jede Cam eine Infrarotsperre fest eingebaut (hat was mit Scharfeinstellung und Farbwiedergabe zu tun). Daher sind eben normale Kameras so ziemlich ungeeignet, aber verwendbar.

Bei Lidl gabs eine Lampe diese Woche zu kaufen, also Blister mit 2 Stück drin:



Da sind 24 weiße LEDs drin, ein Schalter und sonst nix. Primitiv und einfach, als Notbeleuchtung durchaus verwendbar. Ich baute eine Lampe gleich mal auseinander.



Die Leiterplatte mit den LEDs wurde nackig gemacht.



Jetzt habe ich sämtliche Leiterzüge mit Feile und Sandpapier entfernt (die originale Verschaltung ist nicht verwendbar) und dann die Leiterplatte mit guten, ziemlich hellen, Infrarot-LEDs bestückt (wer es wissen will: SFH4550 von Osram, hat nur 3° Öffnungswinkel, Licht bei 850nm).



Danach die Sache wieder zusammengebaut und geprüft. Meine 24 Infrarot-LEDs brauchen bei 12 Volt ca. 3 Watt Leistung, das ist ganz ordentlich (natürlich ist die "Lichtleistung" viel geringer). Im sichtbaren Bereich "glühen" die LEDs leicht dunkelrot. Das sieht ziemlich unheimlich aus. Zum ersten Test habe ich dann mein Zimmer komplett abgedunkelt und mit der Kamera des Handys draufgehalten. Bei den folgenden Bildern verzichtete ich auf eine Bildbearbeitung, ich habe nur die Bildgröße beschnitten.





Der "Lichtkranz" drumrum sind Reflexionen in der Handyoptik. Mit der Videocam ergibt sich ein Bild in Grautönen, aber da probiere ich noch. Die Videocam ist etwas empfindlicher in der Lichstärke. Halte ich die Videocam direkt ins LED-Licht, so ist die Automatik der Cam überlastet und ich habe nur ein grellweißes Bild.

Dann habe ich meine Infrarotlampe ca. 50cm weit weg gehalten und schräg auf eine Bedienanleitung geleuchtet. Schriftgröße ist auf dem Papier ca. 6mm.



Wie geschrieben, stockdunkler Raum, kein Licht, keine Bildbearbeitung. Ich bin mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. Ein Test mit der Videocam ergab, das das Licht etwa 1-2 Meter weit zum Ausleuchten eines kleinen Objektes bei völliger Dunkelheit reicht (je nach Hintergrundfarbe). Ich habe durch den engen Öffnungswinkel der LEDs einen Kreis von 15cm bei 2 Meter Entfernung. Aber meine Objekte sind ja nur paar Zentimeter klein und so bündele ich das Licht eben auf diesen kleinen Bereich. Das reicht sicher aus.

Also, Test im Feldversuch mit Videocam steht noch aus, bin gespannt :)

LG Sel
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Sel« (22. Januar 2017, 22:40)


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Dienstag, 21. März 2017, 17:49

Hallo,

weiter gehts :)
Klein, leicht, billig, aber gutes Licht!

So könnte ich die Lampe nennen. Ganz wasserdicht ist sie nicht, das liegt aber an der LED. Ist für die Funktion ohne Belang. Ich nutze diese 12-Volt-Strahler mit 4 Watt Leistung, Licht ist warmton. Das macht sich bei Sandsteinfelsen und in Höhlen ganz gut. Jede Menge Schrumpfschlauch dazu, damit die Sache relativ fest und stabil wird. Dazu noch eine Minifassung für die Lampe, da die Anschlüsse sich nicht löten lassen (das wäre dann der Idealzustand gewesen). Mehr brauche ich gar nicht zu schreiben, die Bilder sagen alles aus:











Die Lampe funktioniert sehr gut mit meinen Bleibatterien, aber auch mit LiIon-Zellen (11,2 Volt) ist ein sehr gutes Licht erreichbar. Der Lampenkörper ist aus Metall, die Abdeckung (Linse) vorn aus Plastik. Damit zerbricht die Lampe auch nicht, sollte sie mal heftig angestoßen werden oder runterfallen. Der Anschluß am Ende des Kabels ist mittlerweile zu meinem Standardsystem geworden.

LG Sel
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