Posts by Skuzzlebud

    Hi Buushdoctor! Gute Idee mit dem Knollenthread.


    Eine Pflanze die auch sehr gut in deine Liste Passen würde ist Topinambur. Die Pflanze ist aus Amerika eingeschleppt worden und verbreitet sich mancherorts recht stark. Die Knollen der Pflanze erinnern in Größe und aussehen fast schon ein bisschen an kleine Kartoffeln.


    Was auch immer in großen Mengen da ist sind die Rhizome von Schilf und Rohrkolben.
    Auch überall zu finden und leicht zu sammeln sind die Wurzeln vom Mädesüß.
    Mädesüß ( Filipendula ulmaria L. ).
    Allerdings sollte man versuchen die in der Pflanze enthaltenen Salicylate auszuschwemmen. Im Buch Pflanzliche Notnahrung von Johannes Vogel, steht dazu ;Ich zitiere :"
    Wenn sie größere Mengen von Mädesüßwurzeln zu sich nehmen möchten, sollten Sie diese in lauwarmen Wasser auslaugen, um die Salicylsäure zu entfernen. Verwenden Sie hierzu einen großen Überschuss an Wasser ,da Salicylate nur mäßig wasserlöslich sind."




    Gruß Holger

    @ Odin,
    Um da genaueres zu sagen müsste man wissen welchen Stahl der der Herr Haselmayr da verwendet hat. Wenn es sich um einen reinen Wasserhärter handelt kann oder muss man wohl mit Wasser härten, aber bei so kleinen Querschnitten wie bei Messerklingen ist das trotzdem unüblich. Wenn man schon in Wasser härtet, dann verwendet man kochendes Salzwasser, damit sich die Dampfblasenbildung an der Klinge in Grenzen hält. Ansonsten würde die Klinge sehr ungleichmäßig härten.
    Ich will ja nicht behaupten dass man die Klinge nicht auf Raumtemperatur abkühlen kann bevor man sie anlässt, aber gerade bei übereutektoidem Stahl ( Mehr als 0,8% Kohlenstoff) ist dass eine echt riskante Angelegenheit. Ich verwende schonmal gerne alte Feilen vom Flohmarkt die haben je nach Größe 1,25 - 1,45 % C also schon sehr viel für eine Messerklinge. Das ist auch ein einfacher C Stahl und Ja - auch den kann man ganz einfach im Kohlenfeuer härten, aber es sollte wohl klar sein dass , diese Klingen nach dem abschrecken unter enormer Spannung stehen. Da erreich man schnell mal eine härte von 65 -66 Rockwell. Wenn man so ein Messerchen, nach dem abschrecken auf den Beton fallen lässt oder es eben in kaltes Wasser stopft zerspringt die Klinge wie eine Glasscherbe oder bekommt zumindest Risse. Zudem ist das abkühlen auf Raumtemperatur vor dem anlassen schlecht für die Carbidbildung aber dass sind schon Haarspaltereien die ich lieber den Vollprofis überlasse.
    Und ja klar ! Wenn ich jetzt zum Beispiel einen ganz simplen C45 nehme- ( ca. 45- 50% Kohlenstoff und vielleicht noch ein bisschen Chrom und Mangan für die Durchhärtbarkeit bei großen Werkstücken), dann kann ich schon nicht mehr so viel falsch machen. Da kann ich sogar draufpinkeln um ihn zu härten, und selbst wenn ich den überhaupt nicht anlasse wird der wohl nicht brechen. Dafür ist ein Messer aus dem Zeug halt auch nicht der große Bringer. Aber um einfach mal zu üben oder zu experimentieren gerade gut genug.
    Aber worauf ich hinaus will ist doch einfach - Wärmebehandlung von Werkzeugstahl ist eine sehr komplexe Angelegenheit, und wenn ich mir schon die Arbeit mache selber ein Messer zu bauen, dann fange ich doch nicht an zum guten Schluss noch beim wichtigsten zu Pfuschen.

    Hey Parzival! Sehr :gb Auch wenn er schon was älter ist.
    Ich will hier auch nicht den Oberklugscheisser machen, aber mir ist da ein kleiner Makel aufgefallen.


    Und zwar schreibst du beim abschrecken zum härten :"Nach ca. zwei Minuten hat die Klinge die Temperatur des Öls erreicht und ich nehme sie heraus und kühle sie jetzt noch mal in kaltem Wasser runter bis auf Umgebungstemperatur."
    Das ist äußerst riskant! Nach dem abschrecken sollte das Werkstück so schnell wie möglich, am besten noch warm, in den schon vorgeheizten Backofen zum anlassen. Wenn das gerade nicht geht dann nur an der Luft abkühlen lassen, und nicht mit kaltem Wasser. Bei Stählen unter 0,8% Kohlenstoffgehalt geht das wohl noch gut , aber wenn du mal mit härteren Stählen arbeiten solltest wie z.B. Kugellager, Feile, oder dem beliebten O1 Stahl, entstehen durch zu schnelles abkühlen nach dem härten sehr leicht Spannungsrisse!



    Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel, aber das musste ich an dieser Stelle gerade loswerden. Ein schon fast fertiges Messer nach all der Arbeit noch beim abschrecken zu schrotten ist eine echt üble Sache. Ich hab das Lehrgeld bezahlt, und würde es anderen gerne ersparen.



    Very nice!! :daumen


    Das mit der Spitze und dem Ölbottich, ist mir auch schon mal passiert, mir ist allerdings das Messer aus der Zange gerutscht. Ärgerliche Sache, weil das nachschleifen des schon gehärteten Stahl`s von Hand kein vergnügen ist ; Aber auch kein Weltuntergang !
    Wenn die Wärmebehandlung einigermaßen passt, ist so ein Federstahl schon eine tolle Sache. Der ist vielleicht nicht so schnitthaltig wie viele der "modernen" Messerstähle, dafür ist er aber nahezu unzerstörbar was Biege-,Bruch- und Schlagbelastungen angeht.
    Ich habe mal versucht ein ca. 5x10mm Reststück, mittels Schraubstock und draufgestecktem Rohr abzubrechen -- keine Chance. Auch nach Biegewinkeln jenseits der 45 Grad ist der Stahl immer wieder in die Gerade zurückgefedert.

    Wenn das Messer , beim schleifen mal blau oder lila anläuft ist man noch ganz weit vom "wegglühen" :confused von Kohlenstoff entfernt. Dazu müsste man die Klinge schon so sehr erhitzen das sie anfängt an der Oberfläche zu verbrennen. Kohlenstoff kann man auch nicht "wegglühen", er verbrennt halt einfach und es bildet sich Schlacke.Das merkt man besonders gut wenn man in einem Schmiedefeuer mit zuviel zugeführter Luft und Hitze arbeitet.
    Ein Problem könnte allerdings dadurch entstehen, dass sich durch die ungleichmäßige Erwärmung Spannungen im Gefüge bilden. Dieses kann wiederum dazu führen dass, sich beim härten risse in der Klinge bilden. Bei sehr empfindlichen Stählen auch schon während des schleifens.
    Dem kann man sehr leicht entgegenwirken indem man die Klinge vor dem härten Normalglüht ( Normalisiert) . http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChen
    Dazu wird das Messer langsam auf etwas über 800 C erhitzt und anschließend an der Luft langsam abgekühlt. Dies kann man auch mehrere male wiederholen. Bei "einfach" aus dem Material geschliffenen Messern muss man das nicht unbedingt machen,es kann auch so gut gehen, es ist aber auf jeden Fall zu empfehlen. Bei geschmiedeten Klingen ist das Normalisieren ein absolutes MUSS, weil das Gefüge dort logischer Weise sehr stark gequetscht und gedehnt wird.


    PS : Bei einem Federstahl ?? ( Ich tippe auf 55Si7 oder C60, dass sind wohl die gängigsten) , kann man mit der Temperatur auch höher gehen als 800 C ,da der Kohlenstoffgehalt für einen Werkzeugstahl noch recht niedrig ist , und der Stahl aufgrund dessen nicht SO schnell verbrennt.

    Danke für das Lob!!


    @ realtree : So ein Sling Bag , hat gegenüber einem echten Rucksack auch keine nennenswerten Vorteile und läuft eher unter der Rubrik - modische Spielerei. Es trägt sich schon besser als ein Brotbeutel oder eine Schultertasche, aber halt auch bedeutend schlechter als ein Rucksack.
    Für mich ist es ein Lückenfüller zwischen Brotbeutel und Rucksack. Der Vorteile den man vielleicht nennen könnte ist, dass wenn man das Ding auf den Bauch dreht, man ohne ein absetzen in die Tasche greifen kann. Ist aber auch eher Spielerei.
    Das Maximum an Gewicht welches ich damit noch als "Bequem" betrachte, liegt bei fünf bis sechs Kilo. Mehr passt aber auch kaum rein.
    Ich fahre viel mit dem Fahrrad zur Arbeit und da will ich eben Regenjacke, Schreibkram, erste Hilfe Täschchen, Pannenset ,Essen und Wasser möglichst kompakt verstauen. Auch beim einfachen Spaziergang oder z.B. Pilze suchen ist das Teil nicht schlecht, und trägt wenig auf.


    @ TappsiTörtel : Das mit dem versetzten Schulterriemen ist vollkommen richtig. Ich hab ihn aber extra in die Mitte gemacht und unten auf beide Seiten eine Schlaufe angenäht, damit man die Seiten noch tauschen kann. Ich war mir nicht sicher auf welcher Seite ich lieber trage, und man kann so beim tragen mal schnell die Schulter wechseln.
    Was den Tragekomfort noch um einiges erhöhen sollte, ist ein Bauchgurt zur Stabilisierung. Den werde ich bei Gelegenheit noch nachrüsten.

    Hallo liebe Leute!


    Um mich der fiesen Hitze draußen etwas zu entziehen( Sorry, aber Hochsommer ist nicht meine Jahreszeit!), habe ich nochmal die Nähmaschine aus der Rümpelkammer geholt. Das Objekt meiner Begierde, war dieses mal einer von diesen neumodischen "Sling Bags".
    Mein Rucksack den ich genäht habe ist ja schon ganz ordentlich geworden, allerdings sieht dieser hier und da noch etwas Prototypenhaft aus und für EDC oder mit auf die Arbeit zu nehmen ist er mit gut 30 Litern schon etwas zu groß.


    Also diesmal sollte es ein reines Daypack werden, und um eines schon mal vorweg zu nehmen, so einen Sling Bag braucht eigentlich keiner, und ein echter Rucksack trägt sich auch in jedem Fall besser. Und das ist auch der Grund warum ich mir nie einen gekauft habe. Selbst die nachbauten aus Fernost kosten noch so um die 30 -35 Euronen, und diesen " Tausend keine Täschchen und Reißverschlüsschen Wahn" welcher an den kommerziellen Modellen ausgelebt wird hab ich auch nie verstanden.


    Aber um mal die Skills an der Nähmaschine zu trainieren und weil die Dinger einfach lässig aussehen, habe ich mich mal an einen Eigenentwurf begeben. Weil ich sowieso noch vieles an Restmaterial rumliegen hatte war die Sache noch dazu günstiger als der Kauf des fertigen Artikels.




    Hier mal der grobe Entwurf für Rücken und Vorderseite, den Schultergurt und die Polster. Für das Seitenstück und den Deckel habe ich keine extra Skizze angefertigt, weil ich mir noch etwas Spielraum zum experimentieren lassen wollte. Im Gegensatz zu den meisten Modellen am Markt kommt mein Entwurf ganz ohne Reißverschlüsse aus und bietet außer einer Stecktasche innen am Rücken ein durchgehendes Hauptfach.





    Hier sieht man den aufgezeichneten Schnitt am Aussenmaterial, mit einem cm überstand an allen Rändern. Der Teller dient als Radienschablone. Was hier noch fehlt ist der Deckel, den hab ich irgendwie total vergessen. :unschuld
    Das Material ist ein Polyestersegeltuch mit PVC Beschichtung, mit einem Gewicht von 600 Gramm pro Laufmeter. (Entspricht ungefähr 500-600er Cordura)






    Und weil mir das Olivgrün irgendwie zu Langweilig war, und ich die Spraydose BegadiBrown schon seit ungefähr sechstausend Jahren im Schrank rumliegen hatte, hab ich auch noch so ein ganz einfaches Phantasietarnmuster draufgesprüht. Die Farbe trocknet erstaunlich schnell und scheint auch sehr gut zu halten.





    Danach habe ich die Aussenstoffstücke als Schablone für den Polsterstoff verwendet und diesen ausgeschnitten. Hier kommt ein 3mm abstandgewirktes Netzmaterial zum Einsatz.



    Das Futter für das Rückenpolster besteht aus einem Stück Verpackungsschaumstoff der mal bei irgendeinem Paket dabei war. Somit ist der Rücken ausreichend steif und dennoch angenehm gepolstert.




    Für die Polsterung des Schulterriemen, musste wie ein Stück der alten Aldi- Isomatte herhalten.





    Das erste was ich dann genäht habe , ist die kleine Stecktasche am Schultergurt. Die eignet sich zum Beispiel für ein Taschenmesser oder einen Kompass.




    Hier fehlen nun ein Paar Arbeitsschritte weil der Akku der Kamera leer war, aber ich denke die Schritte sind dennoch nachvollziehbar.
    Nach dem annähen der Molleschlaufen und der Schnalle werden das Aussenmaterial und das Netzgewebe Gutseite auf Gutseite vernäht und anschließend umgekrempelt. Anschließend wird das Polsterstück hinein gestopft. Sowohl das umkrempeln als auch das hineinstopfen des Futters sind wohl mit die fummeligsten arbeiten von allen und kosten eine menge Zeit und Nerven.




    Hier wird das Steckfach von innen an den späteren Rücken genäht. Hierfür habe ich ein Reststück 180den Polyester verwendet.




    Und dann das Netzpolster von aussen an den Rücken. Wichtig hierbei ist ein Stück offen zu lassen an dem das Futter für das Polster eingeschoben werden kann. In diesem Fall hat sich das obere ende angeboten weil es so wie so später mit dem Schultergurt vernäht wird.





    Hier ein Teil dass ich um ein Haar vergessen hätte. Die untere Schlaufe für den Schultergurt. Auch wichtig zu beachten ist dass man die Schlaufen "Spiegelverkehrt" anbringt, nach dem umstülpen des Rucksacks sollen diese ja außen liegen. Ich habe auch gleich zwei Schlaufen angebracht damit ich mit dem Karabinerhaken am Schultergurt schnell von einer Seite auf die andere wechseln kann.




    So soll es hinterher aussehen. Beim annähen des Seitenteils ist es ganz wichtig unten in der Mitte und nicht am oberen Rand anzufangen.
    Wenn oben was übersteht kann man immer noch was abschneiden, wenn´s aber unten nicht passt wird´s schwierig.







    Bevor man die Seiten vernähen kann müssen noch die Molleschlaufen angenäht werden. Das anzeichnen und vernähen von Mollebändern ist dann naturgemäß nochmal sehr Zeitintensiv.







    So ; Molle ist dran und die Seiten sind angenäht.




    Und nun ist mir auch eingefallen das ich gar keinen Deckel hab! :wallbash Also auf die schnelle einen schlichten Deckel angezeichnet und ausgeschnitten.






    Und damit der Deckel auch zum Rest passt, habe ich auch diesen noch angesprüht.





    Damit der Stoff an den Kanten nicht ausfranst wird er mit Einfassband umsäumt. Man kann den Stoff auch einfach umschlagen, aber mit Einfassband sieht es einfach schöner aus.







    An den Deckel muss natürlich noch eine Schnalle, und weil ich immer noch genug von dem Polyesterstoff hatte hat er an der Innenseite noch eine kleine Tasche mit Klettverschluss bekommen.




    Ok; Der Deckel ist fertig und kann angenäht werden.




    Jetzt muss das Gegenstück der Steckschnalle an der Vorderseite angebracht werden.



    Dann wird das Rückenpolster eingeschoben und nochmal auf genaue Passform überprüft.




    Nun kann der Schultergurt am Rucksackkörper angebracht werden. Hier ist es nochmal besonders wichtig mit äußerster Sorgfalt zu arbeiten und lieber erstmal nur provisorisch zu nähen damit man , falls der Schultergurt nicht gerade sitzt, die Naht auch wieder aufbekommt.




    Wenn alles gerade sitzt, kann der Schultergurt endgültig angenäht werden, dazu wird einfach ein Stück breites Gurtband über den Träger genäht und verschließt in diesem Fall auch den Einschubschlitz für das Futter. Wer auf Nummer sicher gehen will setzt auf die entgegengesetzte Seit noch ein Stück Gurtband, aber für den kleinen Sling Bag ist die Sache so absolut ausreichend.





    Jetzt wird endlich die Vorderseite angeheftet und mit dem Rest vernäht.






    Wenn auch das geschafft ist, geht es zum Endspurt. Das letzte was noch zum fertigen Sling Bag fehlt ist ein Kordelzug mit dem man den Sack verschliessen kann. Auch dieser besteht wider aus einem Stück Polyesterstoff. Das Einnähen des Kordelzugs ist nochmal eine echte Fummelarbeit bei der man sich wünscht fünf Hände zu haben.








    Ja und so sieht das gute Stück dann fertig aus. Von meinen bisherigen Nähprojekten ist es auf alle Fälle das Meisterstück.


    Der praktische Nutzen beschränkt sich eher auf ein "Nice to have". Das Volumen beträgt geschätzte 15 -20 Liter; also wirklich nur ein Day Pack. Man sollte auch nicht den Fehler machen und so einen Sling Bag mit einem richtigen Rucksack vergleichen, es ist eher sowas wie ein Haversack Plus. Warum das so ist lässt sich einfach damit begründen dass, man die Last immer asymmetrisch verteilt und nur auf einer Schulter trägt, was schon bei ca. sechs bis sieben Kilo unangenehm werden kann.


    Ich hab ihn hier mal absichtlich überladen, und ein ganz schlichtes Equipment für eine Übernachtung mit einem Liter Wasser und ca. 700g Essen reingepfropft.






    Gehen tut das schon. Alles in allem waren es nur 6,5 Kg ( Scheisse ich werd noch zum Ultra Leicht Freak!) Aber auch die merkt man nach kurzer Zeit deutlich. Also - :schlaubi Zum übernachten lieber ´nen richtigen Rucksack nehmen.


    Das Gewicht des Sling Bag liegt bei genau 500 Gramm. Die Maße sind 45cm Höhe ,25cm Breite und 15cm Tiefe.
    Wie lange ich genau gebraucht habe um den Sling Bag zu nähen weiß ich nicht mehr, aber ich schätze mal es waren so zwischen zehn und zwölf stunden.
    Auch die kosten kann ich diesmal nicht genau beziffern weil ich viele Reste verwertet habe. Wenn ich allen Schnickschnack zusammenrechne waren es diesmal so um die 30 Euronen, die Reste nicht mitgerechnet. Erstaunlich ist aber dass das Aussenmaterial immer das billigste von allem ist. Ins Geld gehen viel mehr die kleinen Sachen wie Gurtband, Klett- oder Reißverschlüsse, Schnallen, Einfassband und auch das Garn, wenn man denn gutes nimmt was bei der Verarbeitung von robusten Stoffen schon fast ein muss ist.




    So - Das war mein kleines Tutorial zum nähen eines "Sling Bag". Ich hoffe dem ein oder anderen gefällt was ich so während meiner Hitzedepression mache - Grüsse Holger!



    Hey Parzival ! Sieht soweit ja schon echt gut aus, und gut dokumentiert ist es auch.
    Da bekomme ich auch gleich wider lust auf Messerbasteln, aber bei der Hitze im Moment die Schmiede anfeuern ist ja nicht so dolle, da warte ich lieber noch bis zum Herbst.
    Ich bin gespannt wie du den schliff der Klinge machst. Ich schwanke da auch immer zwischen Flex , Billigbandschleifer und Feile. Am besten zurechtkommen tue ich mit der Flex, aber das ist halt alles nichts genaues und erfordert schon ein gewisses Fingerspitzengefühl.

    Ja ! Nomex oder Aramid ist eine sehr gute Idee. Ich muss auf der Arbeit oft Schnittschutzhandschuhe aus dem Zeug tragen. Von der Haptik her ist es etwas natürlicher als normales Polyester und trägt sich ganz angenehm. Der größte unterschied ist dass es bei Hitze ( Je nach Stoff 300 - 500 Grad C) nicht schmilzt, sonder einfach zerfällt. Nur die Beschaffbarkeit von Nomex/Aramid ist etwas schwierig, mir würde jetzt nur Extrem Textil einfallen, und auch da ist die Auswahl nicht gerade berauschend. Die Jacken die strix-aluco meint sind sind Fliegerkombis. Die gibt es in 100 Prozent Aramid oder 50/50 Aramid/Viskose. In der tat eine Bezugsquelle die sich lohnen könnte, man sollte allerdings darauf achten dass es Originalware ist und nicht nachgemacht aus Fernost.

    Handwerklich eine sehr gelungene Arbeit! Und ein herzliches Willkommen im Forum!



    Wäre schön wenn du mal einen Langzeittest machen könntest, mich würde nämlich interessieren ob das Alu hält.
    Der innere Teil, der die meiste Hitze abbekommt, ist zwar aus Stahlblech und 1,5mm sind auch schon ziemlich robust, aber im Dauerbetrieb könnte es durchaus vorkommen dass sich das Alu stark verzieht oder schlimmsten falls anfängt zu schmelzen. Der Schmelzpunkt von normalem Aluminium liegt bei 660 Grad C, und die müssten auch mit der Holzgasflamme zu schaffen sein.
    Nun ja die Praxis wird es zeigen.


    Grüsse Holger

    Die Idee ist sehr interessant, aber wie du selber schon bemerkt hast, bringt die Verwendung von "falsch herum" getragenen Membranstoffen gewisse Probleme mit sich. Ausprobiert habe ich so was noch nicht, aber ich würde spontan behaupten dass die GoreTex Membran an sich nicht das Problem bei der Atmungsaktivität ist, die müsste meines Wissens nach in beide Richtungen funktionieren. Sorgen machen würde ich mir allerdings über den Oberstoff. Dieser ist ja dazu gedacht Wasser abperlen zu lassen, und kann in folge dessen kaum Feuchtigkeit aufzunehmen und vom Körper weg transportieren. Also befürchte ich dass die Atmungsaktivität, von verkehrt herum getragenem GoreTex bestenfalls bescheiden sein dürfte.


    Zur generellen Verständnis : Es gibt inzwischen viele verschiedene Arten von GoreTex und ähnlichen Stoffen aber die gängigsten sind immer aus drei Schichten zusammengesetzt. - Die erste Schicht die man am Körper trägt welche aus einem Material besteht welches Feuchtigkeit möglichst schnell aufnehmen und vom Körper weg transportieren kann.
    Die zweite Schicht ist dann die eigentliche GoreTex Membran, welche für flüssiges Wasser zu dicht ist allerdings noch offenporig genug um Dampf entweichen zu lassen.
    Die dritte Schicht also der Oberstoff, dient als Schutzschicht für die Membran. Er verhindert dass Wind durchdringt, schützt die Membran vor Schmutz oder Mechanischen Schäden und sorgt dafür dass nicht zuviel flüssiges Wasser an die Membran gelangt. Bei alten Jacken wo der Oberstoff schon abgenudelt ist merkt man oft dass sich das Material schnell mit Wasser vollsaugt. Die Jacke ist zwar noch dicht aber durch die Sättigung mit Wasser kann die darunterliegende Membran nicht mehr Atmen und die Dampfdurchlässigkeit ist dahin.


    Als Futterstoff würde ich ganz einfaches Fleece verwenden. Fleece ist zwar nicht so feuerfest wie Baumwolle aber funkenfest ist es allemal und dazu noch leicht, warm, schnelltrocknend, billig und angenehm zu tragen.
    Wenn dir Fleece noch zu empfindlich ist würde ich dir ein Polyester- Baumwoll Mischgewebe empfehlen. Ich habe viele Hosen und Hemden aus 50/50 oder 65/35 Mischung, und habe mir da noch nie ein Loch rein gebrannt, die halten schon einiges aus. Außer dem trocknen Mischgewebe viel schneller als reine Baumwolle und laufen beim waschen auch weniger ein.


    So! Ich hoffe ich konnte eine Hilfe sein! Probier das mit dem Bivaksack auf jeden Fall mal aus, und berichte wie es war, vielleicht irre ich mich ja bezüglich des Gore Stoffs.


    MfG Holger :winken

    Hallo allerseits!!


    Nun bin ich bestimmt schon hundert mal an diesen schönen großen Bäumen vorbeigegangen, und hab mir so im vorbeigehen immer gedacht das es sich um Linden handel muss. Aber als ich letztens bemerkt habe das diese Bäume große Mengen von weißem , watteartigen, Flaum abwerfen bin ich stutzig geworden. Nach genauer Analyse bin ich zu der Erkenntnis gelangt, das es sich entweder um Schwarzpappeln oder Hybridpappeln handelt.




    Mein erster Gedanke war natürlich, dass dieser Flaum einen hervorragenden Zunder abgibt. Die Fasern sind aber wohl auch als Füllmaterial geeignet. Um genau zu sein soll es sich um die Weltweit feinsten Textilhohlfasern überhaupt handeln, die sogar Daunen in allen Belangen, wie - Isolierfähigkeit, Atmungsaktivität, Gewicht und Trocknungszeit, überlegen sein sollen. Decken und Kissen für Allergiker und Asthmatiker welche mit Pappelflaum gefüllt sind gibt es schon. Und ein Schlafsack aus Natürlich nachwachsender Hitechfaser, ganz ohne giftigen Kunststoff oder gerupfte Gänse,wäre ja auch was tolles. Der Grund warum noch keine Hitech Pappelflaum Schlafsäcke auf dem Markt sind ist wohl die mangelnde Robustheit der Faser. Nach öfteren starken komprimieren verliert die Füllung den Großteil ihrer Bauschkraft.
    Aber so lange wir noch auf Schlafsäcke mit dieser Wunderfüllung warten, können wir das Zeug wenigstens schon mal verheizen! ;)
    Der Pappelflaum lässt sich nämlich selbst mit den aller bescheidensten Funken noch entzünden. Meiner Einschätzung nach, noch leichter wie Watte.




    Hier die noch geschlossenen Fruchtkapseln.




    Und hier die geöffneten. Der Baum wirft praktischer Weise den ganzen Zweig mit den Fruchtkapseln am stück ab, was das sammeln bedeutend erleichtert.




    Das Problem bei der Verwendung als Zunder ist, dass der Flaum innerhalb weniger Augenblicke abbrennt, und somit zum in gang setzen eines Feuers nicht ausreicht. Ich habe deshalb ein Kügelchen Harz und etwas Stroh in den Pappelflaum eingewickelt. Wenn man es im Zunderbeutel mit anderem Zunder, lange genug mit sich herum trägt mischen sich solche "Zunderbällchen" auch von ganz alleine.




    Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mit dem Firesteel ist das entzünden natürlich keine große Kunst, auch mit den Funken eines leeren Feuerzeugs funktioniert es noch recht gut. Was ich noch nicht ausprobiert habe, sind Funken von Flint und Eisen, hier könnte das auffangen der Funken schwierig werden, aber funktionieren müsste es eigentlich auch.

    Howdy-Ho alle miteinander !!


    Einen muss ich hier noch loswerden. Und zwar ist mir eingefallen dass es bisher ja nur deftige Sachen aus der Eisenpfanne gegeben hat, es aber auch einen süßen Oberklassiker der gediegenen Outdoorküche gibt.


    Der gute alte PFANNKUCHEN :hobo



    Die Zutaten für eine Person : 100 g Mehl, 100 ml Milch, 1 Ei, 35 -50 g Zucker und eine Prise Salz. In den meisten Rezepten ist die Rede von 50 g Zucker, mir ist das allerdings zu süß weshalb ich lieber nur ca. die hälfte verwende. Auch gut ist ein Schuss Mineralwasser , damit der Teig etwas "fluffiger" wird. Allerdings habe ich als überzeugter Leitungswassertrinker nur selten Mineralwasser da, und es geht auch ohne.
    Um den Pfannkuchen mehr Geschmack zu verleihen hab ich noch Apfelscheiben und ein Paar getrocknete Cranberrys dazu genommen.



    Beim braten von Pfannkuchen nutze ich gerne etwas mehr Öl, ca. 3 Esslöffel sind gut. Der Teig darf ruhig etwas "schwimmen".



    Damit sich die Apfelstücke und Cranberrys einigermaßen gleichmäßig verteilen, schütte ich sie nicht gleich mit in den Teig, sondern lasse erst den Teig in die Pfanne laufen und stecke dann die Stücke hinein. Man sollte darauf achten das der Pfannkuchen nicht zu groß wird und lieber mehrere kleine Kuchen backen, damit man sie auch ohne Pfannenwender problemlos wenden kann.




    Mit den angegebenen Mengen hat der Teig bei mir für vier Pfannkuchen von ca. 15 cm Durchmesser und einen kleineren Restkuchen ausgereicht.
    Um das Ganze abzurunden hätte sich hier Ahornsirup sehr gut gemacht, hatte ich aber nicht und geschmeckt hat es auch so. Allerdings muss ich gestehen dass die deftig - würzigen Sachen mir bedeutend mehr zusagen als die süßen. Ist halt Geschmackssache. Jedenfalls hat sich die Eisenpfanne auch hier wieder bewiesen. Um sie mehrere Tage zu Fuß durch die Gegend zu schleppen ist sie ganz klar zu schwer aber wenn man zum Beispiel mit dem Kanu fährt oder wie ich einfach mal Picknick im Wald macht, ist sie schon eine echte Empfehlung und einem Campinggeschirr, zumindest zum Braten, um lägen überlegen.







    Als ich die Vorschau auf DMAX gesehen habe, dachte ich zuerst : Oh nein, noch so eine actiongeile Pseudosurvivalsoap auf unterem Bulevardniveau, wo einer ständig sein Pipi trinkt und Medienwirksam lebende Tiere verschlingt. Aber ich hab dann aus Neugierde doch mal reingeschaut und war positiv überrascht. Ein überhaupt nicht abgefahrener Typ mit all seinen schwächen, der wirklich alleine, und wirklich ohne alles auf einer Insel im Pazifik eine sehenswerte Survivaldoku macht.

    Hey Ben!


    Tolle Bilder und schöne Tour die du da gemacht hast! Berge sind schon was feines.
    So eine Alpenüberquerung wollte ich auch schon immer mal machen, und ganz ohne scheiß, auch mir ist der Gedanke dazu gekommen als ich diese Sendung über Ötzi gesehen hab.
    Warum es dazu noch nicht gekommen ist?? Also das schlechte Wetter würde mich nicht abschrecken, da kann man auf jeder Tour Pech haben. Aber was mich ein wenig abschreckt ist das die Fernwanderwege in den Alpen teilweise echt überlaufen sind. Am Berg in der Schlange stehen? Ob das so schön ist? Zum anderen ist Bergwandern mit vollem Gepäck auch mal richtig anstrengend, da kommt man schnell mal an seine Grenzen. Aber ich bin ja noch jung irgendwann bekomme ich das schon noch hin!
    Noch was zu deinen angestrebten 15 Kilo Gepäck. 15 Kilo für neun Tage ist schon recht ambitioniert, im Hochgebirge zählt zwar jedes Gramm aber man will ja auch verlässliche Ausrüstung die im Notfall Reserven bietet. Wenn ich nicht nachkaufen will sind da bei mir schon ca. sechs Kilo Essen dabei, und selbst die holen den Kalorienbedarf noch lange nicht wieder rein. Hattest du das Ponchotarp in Verbindung mit einem Biwaksack dabei ? Wenn ja, wärst du wohl mit einem Leichten Zelt ungefähr aufs selbe Gewicht gekommen. Ich kann dir das Nordisk Pash empfehlen, das wiegt noch deutlich unter zwei Kilo, ist noch groß genug um den Rucksack mit rein zu nehmen, und ist auch noch bezahlbar.Das Problem das diese Kleinen Zelte alle Haben ist die starke Kondenswasserbildung. Das Außenzelt ist auch bei gutem Wetter immer von innen nass, weswegen ich auch ein großes Tarp (3X3) ohne Biwaksack bevorzuge. Aber bei schlechtem Wetter oberhalb der Baumgrenze unter einem Tarp nächtigen zu müssen wäre mir auch etwas zu heikel.


    Nun ja,nochmals besten Dank für den Bericht , und auch wenn die Tour nicht ganz nach Plan gelaufen ist - Von `ner Alpenüberquerung zu Fuß kannst du noch deinen Enkeln erzählen!


    Grüsse Holger

    :skeptisch ÄÄÄHHH !!?? Zerklöppelt der da echt einen Ziegelstein , der soll lieber mal in den Baumarkt gehen und sich für 4,99 ein paar Meisel kaufen, da spart der viel Geld und das Messer lebt auch länger!!
    Erinnert mich an diese Teleshopping Spots aus den frühen 90ern wo die erst Ziegel filetiert und nachher noch Tomaten geschält haben. Epischer Unsinn !!


    Aber zurück zum Thema ! Ich würde sagen die Klassiker in diesem Bereich sind wohl das schon erwähnte ESEE3, das Fällkniven F1 und das von dir schon in betracht gezogene Linder Super Edge. Mit ins Rennen schicken möchte ich noch das Enzo Trapper, bei dem kann man noch ein bisschen beim Klingen- und Griffmaterial variieren, oder sich nur die Klinge kaufen und den Griff selber machen was - 1. Gar nicht so schwierig ist und 2. dem Messer die persönliche Note verleiht. Dies wäre mir beim "Messer fürs Leben" schon wichtig.
    Rein optisch interessant aber von mir noch nie live gesehen, ist auch das Brusletto Rondane ; würde auch in deinen Rahmen passen.


    Aber der Stefan hat natürlich recht. Da kann man tausende Tipps geben - Am Ende musst du selber entscheiden und am besten auch bevor du kaufst immer selber befummeln.
    Und eines noch - Messer fürs Leben ist ein frommer Wunsch aber nach ein paar Jahren ist es meistens doch die Schublade voll Messer! ;)


    MfG Holger

    Howdy Freunde!


    Ich war auch Heute wieder draußen essen, und habe mich aufgrund der positiven Erfahrungen der letzten Tage mal an die Königsdiszipiln aller Bratpfannen herangewagt.


    Die Rede ist von knapp 300 Gramm saftigem-


    :beten Rumpsteak!!



    Aber weil ich auch von 300g Fleisch alleine nicht satt werde, kommen wir erst mal zur Beilage.
    Ich wollte die Sache klassisch halten und habe mich deshalb für ein einfaches Bannock entschieden.



    Ich habe das Bannock ausnahmsweise schon zu Hause vorbereitet, weil ich im Umgang mit Teig und Mehl sehr ungeschickt bin und es die meiste Zeit des Tages in Strömen geregnet hat. (Mit schlammigen Pfoten im Teig rum kneten ist dann doch etwas ungeil!)
    Die Zutaten sind ca. 70 Gramm Mehl, eine Priese Salz, eine Messerspitze Trockenhefe und natürlich etwas Wasser. Gepimpt hab ich das Bannock mit ein paar zerstoßenen Cashewkernen und etwas gehacktem Lauch. Wenn ich es draußen zubereitet hätte, hätte ich anstatt des Lauch´s , entweder Brennnessel oder Knoblauchsrauke benutzt.




    Also - Ungefähr Zwei Esslöffel Öl in der Pfanne heiß werden lassen, das Bannock schön flach kneten, und ab damit! Man sollte die Pfanne nicht zu lange am Feuer lassen, sonst ist der Teig außen schwarz und innen noch klebrig. Lieber die in der Pfanne gespeicherte Hitze ausnutzen, diese vom Feuer nehmen, und den Teig schön langsam durchbacken lassen.
    Wenn das Bannock fertig ist, wird es zum warmhalten in ein Tuch oder ähnliches eingewickelt und bei Seite gelegt. Denn nun kommen wir zum FLEISCH!!




    Zum braten eines Steak´s nutze ich, viel Hitze und nur wenig Öl. Das Fleisch soll ja ein bisschen anschmoren. Ein Steak dieser Größe bekommt bei mir ca. zwei Minuten von jeder Seite und anschließend noch mal ein bis zwei Minuten ohne Feuer nur in der heißen Pfanne zum "Entspannen".Lieber etwas zu kurz als zu lang!! Ein komplett durchgebratenes Steak ist sau zäh und leider voll für die Tonne. Hier hat die Eisenpfanne ihre volle Stärke ausgespielt. Kein ankleben auch bei voller Hitze und wenig Öl, das schafft die Teflonpfanne nur im absolut neuwertigem Zustand.




    Hail to the King Baby!!
    Außen knusprig braun und innen saftig zartrosa. :dance Gewürzt wird erst nach dem braten, und bei mir darf da auch nur Salz und schwarzer Pfeffer dran. Im Regen unterm Tarp sitzen und ein 1a Steak kredenzen war jetzt mal eine echte Premiere für mich , schreit aber dringend nach Wiederholung! Bei so Sauwetter ist man ja meist völlig allein im Wald, und dabei noch Hobofeuerchen und gutes Essen - Da ist selbst Schietwetter super!












    Hallo liebe Freunde des Waldes!!


    Nach meiner kleinen Entmüllungsaktion - Mülldeponie Wald... -Habe ich mir noch eine kleine Belohnung gegönnt und die Pfanne wieder ausgepackt.


    Heute wieder ein Klassiker, und diesmal auch ein etwas anspruchsvolleres Bratgut.


    Einer der beliebtesten und merkwürdiger weise auch billigsten Speisefische, der Liebling aller Teichpächter die ---


    Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)


    Meine beiden Kandidaten kommen leider aus keinem Teich sondern aus dem LIDL, genau genommen aus einer Aquakultur in der Türkei!?!?!??
    Schon komisch, man sollte ja meinen Regenbogenforellen gibt es auch hier zur genüge. Aber sei´s drum die Qualität ist meines Erachtens nach nicht schlecht.


    Und wie immer bei mir ist auch die Zubereitung ganz simpel. Hier mal die Zutaten auf einen Blick :


    Ich habe da - Zwei Forellen ( Beide fertig ausgenommen um die 250g ), zwei Zehen Knoblauch, zerrupfte Birkenblätter, junge Fichtentriebe, etwas Öl und natürlich Salz und Pfeffer.




    Als erstes werden die Fische von innen mit Salz und Pfeffer bestreut, danach stopft man die Birkenblätter, Fichtentriebe und zerkleinerten Knoblachzehen in die Bauchhöhle. Zum besseren Verständnis - Die Birkenblätter und Fichtentriebe dienen als Zitronenersatz und verhindern dass der Fisch innen Trocken wird.

    Etwas heikel ist es mit der Hygiene. Beim hantieren mit Fisch hat man schnell mal seine halbe Ausrüstung eingesaut, und der Geruch hält sich recht Hartnäckig. Ich handhabe es so dass ich nur mit einer Hand den Fisch anpacke, die andere bleibt sauber um zum Beispiel die Kamera oder den Gewürzsteuer zu bedienen.



    Wenn das Öl heiß ist geht´s auch schon ab in die Pfanne. Ich streue dann von außen noch mal etwas Salz nach. Was hier schön auffällt ist das der Fisch am Rand der Pfanne, wo noch keine "Beschichtung" entstanden ist, sofort kleben bleibt. An den "Beschichteten" Stellen klebt aber nichts und die Fische lassen sich ohne Probleme wenden.
    Man sollte vielleicht noch darauf achten die Pfanne ab und zu vom Feuer zu nehmen, sonst wird es schnell mal zu heiß.



    Wenn die Fische auf beiden Seiten schön goldbraun sind, man sich aber nicht sicher ist ob sie wirklich durch sind, verwende ich gerne den Flossentrick. Dabei wird einfach versucht die Rückenflosse raus zu ziehen. Wenn dies ohne großen Widerstand gelingt ist der Fisch gar.



    FERTIG!!


    Ich kann nur sagen Halleluja Kinder!! Das mit den Birkenblättern und den Fichtentrieben müsst ihr probieren!! Es schmeckt wirklich nach Zitrone, aber nicht so penetrant sauer wie Zitrone sondern eher dezent. Und das in Verbindung mit dem Knofi!
    Sonne ,Wald und am Feuer gebratene Forelle - Das Leben kann so geil sein!!


    Also auf einer Skala von eins bis zehn bekommen die Forellen locker eine zwölf und Leisten sich ein ganz hartes Kopf an Kopf rennen mit den Speckbohnen!