Posts by Skuzzlebud

    Ups!!
    Danke für den Hinweis AJ! Hab´s gleich mal geändert.


    Kleiner Fehler meiner seits : Brennnesseln gehören nicht zu den Lippenblütlern sondern sind eine eigene Pflanzenfamilie. Trotzdem überschneiden sich viele Merkmale wie z.B. Blattform, die sich gegenüberliegenden Blätter und die Kreuzweise versetzte Anordnung der Blattpaare.

    Hallo allerseits!


    Heute gibt´s nochmal ein kleines Exempel zum Thema Wildkräuter. Ausgesucht habe ich mir diesmal dem gemeinen Hohlzahn. Die Pflanze hat zugegebenermaßen keine übermäßige Bedeutung für die "Bushcraft- Gemeinde", kommt aber häufig vor, und ist ein gutes Beispiel für die Familie der Lippenblütler, zu denen auch alle Arten der Taubnesseln, Minzen, Zieste und der Melisse gehören.


    Der Hohlzahn ist wohl eine der verbreitetsten Lippenblütler Arten in Europa. Er wächst als Typisches Unkraut auf allen nährstoffreichen Böden. Man findet ihn häufig an Wegrändern, auf Lichtungen, Wiesen und auch in schlecht gepflegten Gärten.
    Verwertbar sind an der Pflanze nur die Blätter, die roh oder gekocht einen angenehmen Geschmack haben. Ein vorteil gegenüber z.B. der Brennnessel ist das der Hohlzahn keine Nesselzellen hat, und man ihn auch ohne Handschuhe problemlos ernten kann. Dazu zupft man einfach die Blätter von der Pflanze und lässt den holzigen Stiel und die leicht stacheligen Blütenkelche stehen. Ein weiterer Vorteil der Pflanze besteht darin, dass man sie kaum mit giftigen Pflanzen verwechseln kann. Zwar sind sich die meisten Lippenblütler untereinander sehr ähnlich, aber zumindest die einheimischen Arten sind alle essbar oder zumindest ungefährlich. Die einzige mir bekannte giftige Art ist die als Zimmerpflanze verbreitete Buntnessel, welche aber wild hier nicht vorkommt.




    Der Hohlzahn ist ein recht unscheinbares Kraut, welches im Unterholz oft kaum auffällt. Wenn man aber etwas genauer hinsieht findet man schnell einige der meist hüfthohen Pflanzen.





    Charakteristisch für die meisten Lippenblütler, ist die lanzenförmige- gezahnte Blattform und der fast viereckige behaarte Stiel. Auch sehr typisch für diese Pflanzenfamilie ist das sch immer zwei Blätter am Stiel gegenüber stehen und dass sich die Blattpaare immer kreuzweise versetzt anordnen.




    Was beim Hohlzahn etwas verwirren kann, ist dass die Pflanze oft unterschiedlich gefärbte Blüten hat. Manche Exemplare haben Lila oder Rosa gefärbte Blüten während das Exemplar direkt daneben weiße Blüten bildet.




    Die Wurzeln der Pflanze lassen sich leicht am Stiel aus dem Boden ziehen. Sie sind relativ dünn und weich, und können zur not mit gegessen werden. Lohnen sich aufgrund der geringen Größe aber kaum.





    Die beste Eignung haben die Blätter als Salt, man kann sie jedoch als Blattgemüse für fast alle Gerichte gebrauchen. Die Blätter sind etwas fester als die der Brennnessel aber dennoch problemlos zu kauen. Der Geschmack ist sehr mild mit einem ganz leichten Aroma das zwischen Brennnessel und Minze tendiert.


    Also wer nach Alternativen zur Brennnessel sucht sollte es mal mit dem Hohlzahn probieren. Ich persönlich finde Brennnessel zwar etwas leckerer aber Hohlzahn ist auch nicht übel.


    Grüße Holger!!

    Also du kannst die Feile ruhig dünner schmieden, das Feilenmuster wird dabei zwar geplättet, bleibt aber erhalten.


    Hier mal eins von meinen.


    Das meiste hab ich weggeschliffen, aber man erkennt trotzdem noch die Reste der Feilenstruktur.




    Feilen und sägen von Hand ist machbar, kostet aber viel- viel Zeit und Geduld. Das mit dem Handbohrer kannst du gerne versuchen, aber ich befürchte das wird schon sehr schwierig, selbst mit einer elektrischen Handbohrmaschine ist es nicht leicht in Stahl zu bohren. Hier rate ich dir zu einer Tischbohrmaschine. Wenn du es wirklich rustikal halten willst , kannst du auch die Löcher ,mit einem langen Körner oder etwas ähnlichen , in den Griff schmieden. Geht recht einfach, ist aber etwas ungenau ,und man sollte das am besten zu zweit machen, damit einer festhalten und einer schlagen kann. Außerdem wird beim einschlagen der Löcher Material nach Außen verdrängt und der Griff somit an dieser Stelle breiter, was du wieder rausfeilen müsstest.


    Bist du sicher das deine Feile aus C70 ist? Ich weiß das mit dem Stahl ist ein leidiges Thema, und ich fange nur ungerne damit an, aber Feilen werden normalerweise aus sehr viel härterem Stahl hergestellt. Bei den großen Werkstadt- Feilen um die 30cm ist es meist C125 - http://www.metallograf.de/star…stoffkartei/1563/1563.htm
    Und bei den kleineren oft 140Cr3, oder etwas mit noch mehr Kohlenstoff. -
    http://www.metallograf.de/star…stoffkartei/1563/1563.htm
    Das macht in der Wärmebehandlung, und für den späteren Einsatz schon einen gewissen Unterschied.


    Wie dem auch sei; Hau rein ich bin gespannt wie´s wird!

    Die wilde Möhre ,lässt sich an ihrer dunklen Blüte in der Mitte der Dolde noch recht gut von anderen Doldenblütlern unterscheiden. Und der Pastinak blüht gelb, und hat eher rundliche, ungefiederte Blätter. Aber gut das es mal einer anspricht, weil hier auch bestimmt der ein oder andere Wildpflanzenanfänger mit ließt.


    Das Verwechslungrisiko ist bei vielen Doldenblütlern sehr hoch, und das unterscheiden der verschiedenen Doldenblütler allein an der Blattform halte ich für äußerst gefährlich. Selbst mit einem guten Bestimmungsbuch, traue ich mir da kein genaues differenzieren zu. Es gibt bestimmt Leute die das können aber da braucht man schon viel Erfahrung, und ein Restrisiko bleibt immer.


    Wiesenkerbel, wilde Möhre, wilde Petersilie, und wilder Kümmel sehen besonders der Hundspetersilie sehr ähnlich. Auch Verwechslungen mit dem Gefleckten Schierling sind für den Laien durchaus möglich. Gerade dieser macht einen mit ziemlicher Sicherheit alle. Der Tod, kann schon eine halbe Stunde nach verzehr durch Atemlähmung eintreten, und dass bei vollem Bewusstsein ; Sehr ungeil !!


    Zudem sollte man wissen, dass auch der Pflanzensaft mancher essbaren Arten phototoxisch ist. Also in Verbindung mit Licht, Rötungen oder Verbrennungen auf der Haut auslösen kann. Wenn man sich den noch in die Augen gewischt hat, wird es echt unangenehm. Auch der Geschmack der giftigen Doldenblütler soll sich nicht von dem der essbaren Arten unterscheiden.


    Also ; :schlaubi Es ist wie bei Pilzen - "Wenn ich mir nicht absolut sicher bin, lasse ich meine Finger von dem Kraut. Gerade bei den Doldenblütlern gibt es einige Arten, die keine Fehler verzeihen. Und das ist die Sache nicht wert, selbst im "Survivalnotfall" nicht!

    Das Messer in der Outdoorszene extrem gehypt werden müsste eigentlich mittlerweile jedem klar sein. Umso unverständlicher ist mir, warum man nirgends einen Beitrag über Messer schreiben kann, ohne das gleich die Gemüter hochkochen und sich alle nur noch am fetzen sind. Dabei gibt es so viele Dinge wie, Schlafsack, Rucksack, Isomatte, Schuhe die für einen einigermaßen komfortablen Aufenthalt in der Natur weitaus wichtiger sind. Stellt euch nur mal vor was schlimmer wäre, drei tage draußen ohne Messer ,oder drei Tage draußen ohne Schlafsack.


    Wenn ich weder angeln, noch Feuer machen will oder darf, was ja leider in Europa oft so ist, würde ich sogar soweit gehen zu sagen dass ich, auf einer normalen Trekkingtour gar kein Messer brauche. Ich nehme natürlich trotzdem immer eins mit, nur für den Fall das ich es brauche ,aber im Grunde kommt man auch ganz gut ohne aus. Zeltheringe hab ich dabei, mein Tütenfutter bekomme auch ohne Messer auf und im Erstehilfe - Täschchen ist eine kleine Schere mit drinnen.


    Generell ist es so das man,nach fast jeder längeren Tour ,das Gefühl hat irgendwas zuviel mitgenommen zu haben. Im Kanu wäre es mir egal, da kommt mit was Spaß macht und gut ist. Aber wenn ich überlege was ich alles bei meiner ersten längeren Tour mitgeschleppt habe, und was davon Heute noch übrig ist, macht das schon einige Kilos unterschied. Und dies auch ohne Ultra Leicht Kram und ohne auf einen gewissen Luxus zu verzichten. Was bei mir immer zuviel dabei ist, ist Essen und Klamotten. Man kann sich als Wohlstandsmensch oft einfach nicht vorstellen, wie wenig man eigentlich braucht um immer noch gemütlich über die Runden zu kommen, und damit meine ich nicht sich halbnackt durch die Landschaft zu "Survivaln".

    Es ist wohl bei fast allen wilden Wurzeln und Knollen so, dass diese oft recht starke Fasern enthalten. Man vergleicht ja immer gerne, mit dem verwandten Wurzelgemüse aus dem Supermarkt, vergisst aber schnell mal das da bei den meisten Arten schon einige tausend Jahre der Domestikation dazwischen liegen.
    Um die Fasern bekömmlicher zu machen hilft auch kochen nur bedingt. Die Wurzeln werden zwar insgesamt etwas weicher aber die Fasern bleiben ja trotzdem drinnen. Was allerdings etwas Abhilfe schaft, ist die Wurzeln in kleinstmögliche Stücke zu schneiden, und somit die Fasern soweit wie möglich zu brechen. In extremen Fällen ist es sogar ratsam die Wurzel zu einer Art Mehl zu mahlen, oder nur den stärkehaltigen Kochsud zu verwenden.
    Außerdem sollte man berücksichtigen dass, die meisten Knollen jetzt im August noch "unreif" sind. Man kann sie natürlich Trotzdem schon ernten , aber die Ausbeute ist im Moment bei den meisten Arten eher bescheiden.
    Die nährstoffreichsten und ergiebigsten Knollen sind halt die Typischen "Winterspeicher", in denen die Energie eingelagert ist um die Pflanze im nächsten Jahr schnell wider wachsen zu lassen. Folglich kann man davon ausgehen dass, die Wurzeln solcher Pflanzen von Herbst bis Frühjahr am "Fleischigsten" sind, und dass das Verhältnis zwischen "Fruchtfleisch" und Fasern während dieser Zeit am besten ist.


    Na ja; Wildgemüse ist halt kein Bic Mac! Und wenn man sich mal näher mit den ganzen Knollen und Kräutern auseinander gesetzt hat, weiß man die "Errungenschaften" unserer Lebensmittelindsutrie schon etwas mehr zu schätzen.

    Ok ; Das Review ist jetzt schon ein bisschen enttäuschend. ;)


    Aber ich muss sagen :" Genau mein reden!"
    Ich habe auch eine Menge Messer, aber auf lange Touren kommt nur noch das Vic Camper mit. Das Vic ist wohl das kleinste, und auch das billigste Messer das ich mir jemals gekauft habe, aber für die anfallenden arbeiten unterwegs ist es einfach genau richtig. Oft ist es auch so dass, so ein kleines Messer viel praktischer ist als ein mega Bowie. Und wenn ich ernsthaft Feuer machen will, kommt einfach noch ein kompaktes Beil mit.
    Auf eine Kanutour hätte ich auch noch ein feststehendes Messer mitgenommen, einfach nur als " nice to hve". Da spielt das Gewicht ja keine Rolle, aber sonst kann man sich´s echt sparen.




    Versteht mich nicht falsch ich bin ein großer Messerfreund, und bisweilen auch schon mal, einer dieser Menschen die sich stundenlang über Stahl, Anschliff und all diese Dinge unterhalten können. Und wenn ich einfach mal so zum spielen in den Wald gehe ist auch immer ein Messer mit feststehender Klinge dabei, und wird auch reichlich benutzt. Aber selbst da bleiben die guten Messer oft zu hause und das Mora muss herhalten. Bei dem ist es mir einfach egal ob es Dreckig wird, ich ne fiese Scharte reinkloppe oder es schlimmstenfalls verliere. Weil es hat nur 17,50 gekostet und dafür macht es seine Arbeit sehr gut.


    Na wenn du in Herbergen übernachtest, brauchst du ja nicht viel Zeug mitschleppen, da schickt dir ein kleiner leichter Rucksack. Und wenn du die Etappen kurz hältst sehe ich da überhaupt kein Problem.
    Bei 100 km aufgeteilt auf sechs Etappen, liegst du ja im Schnitt noch unter 20km am Tag, also ein eher gemütliches Tempo.
    Ich würde dir trotzdem empfehlen, einfach schon vor der Tour zwei oder drei kleinere Tageswanderungen zu machen. Pack einfach den selben Kram ein den du auch am Hexensteig dabei haben wirst, und lauf mal 20km durch den Wald, das kostet nichts, ist locker an einem Tag zu schaffen, und du wirst merken falls noch irgendwo der "Schuh" drückt.


    In dem Sinne ; Viel Spaß im Harz! MfG Holger

    Howdy Freunde!


    War Heute wider pflanzentechnisch unterwegs, und hab mir gedacht, statt etwas nahrhaften auch mal wider nach was schmackhaftem zu suchen.


    Gefunden habe ich die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis L.).
    Die Goldrute stammt ursprünglich aus Nordamerika, und wurde im 17. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa eingeschleppt. Zu finden ist die Goldrute in Auwäldern oder an Bachläufen, aber auch in großer Zahl an brachliegenden Äckern und Grundstücken sowie an Bahndämmen.
    Als Nahrungsmittel hat die Pflanze keinen übermäßigen Wert. Man kann zwar im Frühjahr die jungen Triebe schälen und als Gemüse verwenden,aber in meinen Augen ist das eher eine Spielerei, und der Nutzeffekt fällt relativ bescheiden aus. Auch die Wurzeln eignen sich nicht wirklich als Nahrung.


    Was man an der Pflanze allerdings gebrauchen kann sind die Blüten und Blätter. Zum einen als Tee und zum anderen als Gewürz. Gerade Tee ist etwas das ich auf langen Touren öfters schon vergessen habe. Oder ich habe zu wenig mitgenommen, da kann das Wissen um Alternativen nie schaden.






    Solange die Pflanze blüht ( ca. von Juli bis Oktober) kann man sie schon von weitem erkennen und sehr leicht identifizieren. Die buschigen gelben Blühtenstränge am oberen Ende der Pflanze fallen sofort ins Auge.




    Um aus der Pflanze nun Tee zu machen nimmt man am besten einfach die frischen Blühten.




    Diese zupft man so wie sie sind vom Stängel und, gibt sie in das Teegefäß seiner Wahl. Man sollte allerdings reichlich Blühten verwenden damit man auch ein sattes Aroma erhält. Die Blühten von 3-4 Pflanzen reichen für etwa einen Liter Tee. Eventuell sollte man vorher die Blühten auf Insekten untersuchen, dar auch diese gerne von den Blühten naschen, aber wenn mal ein kleines Käferchen mit im Tee landet ist das ja auch nicht so schlimm.



    Dann übergießt man die Blühten mit kochendem Wasser und lässt das Ganze ein paar Minuten ziehen.


    Sieht aus wie Pipi, ist aber weitaus schmackhafter. Der Geschmack lässt sich schlecht beschreiben, er hat etwas Petersilie artiges nur süßer. Das hört sich vielleicht komisch an, ist aber gar nicht so übel. Mit ein bisschen Zucker schmeckt es sogar ganz gut.
    In der Medizin wird der Tee vor allem bei Infektionen der Harnwege oder Nieren eingesetzt. Er wirkt harntreibend und entzündungshemmend und kann so der Bildung von Nierensteinen entgegenwirken. Auch als Mundspülung bei Zahnfleischentzündungen kann der Tee verwendet werden.




    Auch aus den Blättern kann man Tee zubereiten welcher allerdings weniger aromatisch ist wie der aus den Blühten. Hier biete es sich an die Blätter zu hacken, zu trocknen und als Gewürz zu nutzen. Nutzen kann man sie am besten als Petersilie Ersatz im Salat, Rührei oder in Suppen.


    Viel Spaß beim ausprobieren ; Grüße Holger :bcplove



    Hallo Hallo! Ich bin´s nochmal!


    Nachdem der Schlagenknöterich ja nicht so der Knaller war, bin ich heute mal den japanischen Invasoren auf die Pelle gerückt.


    Den Japanischen Flügelknöterich kennt inzwischen wohl jeder, oder zumindest hat ihn jeder schon mal gesehen. Die Pflanze stammt wie der Name schon sagt aus Ost- Asien, und wurde im 19. Jahrhundert nach Europa und Amerika eingeschleppt. Er wächst oft an Bachläufen, auf Sandigen oder Schlammigen Böden und bildet dort riesige Kolonien aus. Durch das schnelle und aggressive Wachstum hat sich die Pflanze hier rasch ausgebreitet und droht vielerorts die einheimischen Pflanzenarten zu verdrängen.


    Küchentechnisch sind wohl am ehesten die im Frühjahr wachsenden Sprossen interessant die man wie eine Art Spargel zubereitet, oder aber ein falsches Rhabarberkompott aus ihnen macht. Nach April werden die Stiele allerdings schnell Holzig so dass diese nicht mehr verwendet werden können. Auch die Blätter sind essbar und schmecken recht angenehm sauer, etwa wie Sauerampfer nur etwas intensiver und süßer.
    Weil die Blätter aber wohl eher weniger Nährstoffreich sind , und weil die Pflanze in großen Mengen abführend wirkt, habe ich nun die Wurzeln näher unter die Lupe genommen.




    Die Pflanze fällt aufgrund ihrer Größe, und dem oft massenhaften auftreten sofort ins Auge.




    Auch die typische Wuchsform der Stiele und Blätter lässt sich sehr leicht erkennen.



    Im Gegensatz zum Schlangenknöterich, bildet der Japan Knöterich keine Knollen, sondern nur Rhizome über welche er sich ausbreitet. Interessant sind hier nur die noch jungen und elastischen Wurzeln, dar diese noch nicht zu Holzig sind.
    Das ausgraben ist besonders an sandigen stellen sehr leicht und auch wenn man schonmal bis ca. 15cm tief graben muss, stellt dieses auch mit einfachen Mitteln kein Problem dar.




    Beim sammeln der Wurzeln hält man sich am besten an die jungen oder mittleren Pflanzen. Bei den großen, alten Pflanzen sind die Wurzeln zwar auch bedeutend größer, aber dafür völlig verholzt und somit unbrauchbar. Ein Problem beim sammeln der Wurzeln ist dass, man nie genau weiß ob das Stück welches man gerade ausgräbt gut oder schlecht ist. An einigen Pflanzen hat man zwanzig cm Wurzel welche noch relativ weich ist, an einer anderen nur zehn cm und diese noch dazu total verholzt.




    Die Ausbeute ist aufgrund der hohen Ausschussquote nicht besonders üppig. Die Wurzeln haben etwa die Größe und Form von besseren Löwenzahnwurzeln, lassen sich allerdings leichter sammeln.




    Nach dem waschen und Putzen ist die verwertbare Menge dann nochmal etwas geschrumpft. Auch hier ist das abschaben mit der Klinge die beste Methode um die Wurzeln von der schmutzigen Schale zu befreien. Dabei sollte man ruhig groszügig abschaben, weil die festesten Fasern außen an der Wurzeln entlang laufen. Auch nach dem abschaben sind die Wurzelstücke noch sehr Holzig und aufgrund dessen kaum genießbar. Der Geschmack der rohen wurzeln ist hingegen verhältnismäßig angenehm, und erinnert an Futterrüben nur etwas saurer.
    Die Farbe der meisten Wurzeln ist ein blasses Gelb, die etwas größeren Exemplare gehen eher in ein helles Orange über.



    Um die Fasern in den Wurzeln so gut wie möglich zu zerkleinern, habe ich die Wurzeln in möglichst kleine Stücke geschnitten. So könnte man die Stückchen schon essen, aber man braucht schon gute Zähne und etwas Wasser zum nachspülen.


    Besser ist natürlich wenn man das Ganze nochmal kocht. Also...





    ...muss wider ein Süppchen her!


    Diesmal mit Blättern vom Spitzwegerich, ein Paar Blatt Mädesüß, Samenstände vom Breitwegerich und als Gewürz noch drei Blatt Beifuß.



    Ein bisschen köcheln lassen, und fertig is!


    "In Wegerichbrühe gekochter Japanischer Invasor nach art des Hauses"


    Geschmacklich war das Japanersüppchen schon weitaus bekömmlicher als das mit den Schlangenknöterich Knollen. OK.. ´ne Currywurst Pommes schmeckt schon besser. Es bleibt halt reine "Notnahrung". Die Brühe hat einfach nur nach verwässertem Spinat geschmeckt.( Kam wohl vom Spitzwegerich) Und die Wurzeln hatten ihren sauren Geschmack verloren, und waren fast neutral ,nur noch ganz leicht bitter. Wenn man lange auf den faserigen Wurzelstücken rum kaut wird es schnell pappig im Mund, also lieber kleine happen mit viel Brühe nehmen.


    Zum Abschluss muss ich sagen dass, mich der Japanische Flügelknöterich nicht ganz als Notnahrung überzeugen konnte. Es gibt ihn zwar reichlich und man kann die Wurzeln auch leicht ausgraben, aber man schmeißt halt auch viele weg weil sie einfach zu Holzig sind. Um die Handvoll auf dem Foto zusammenzukratzen, musste ich über eine halbe Stunde buddeln, wie schon gesagt im Sand am Bachufer geht das leicht von der Hand, aber die Kalorien muss man erstmal investieren, ohne sicher zu wissen ob man sie auch wiederbekommt.


    Das war mein Wort zum Sonntag, bis dann - Holger!

    Ja ,das mit dem Mediterranen flair der Landschaft ist mir auch ins Auge gefallen. Die Vegetation auf den Schuttflächen ist auch eine ganz andere als im Wald rundherum. Da wachsen neben einer Menge an Sträuchern und Kräutern höchstens mal vereinzelte Kiefern oder Birken. Auch sieht man mehr Schmetterlinge und Eidechsen als sonst.


    Und Nein! Stäbchen sind nicht meine Welt. Ich esse draußen immer und alles nur mit meinem Löffel, ist so ein Splin von mir. Außerdem wollte ich ja die Nudeln mit der Soße essen, und nicht die Nudeln essen und dann die Soße trinken.

    @ Krupp und Lederstrumpf


    Gute Gedankengänge von euch beiden! Wobei sich mir die Frage stellt wie man das Fleisch während der Lufttrocknung vor Fliegen schützen soll?


    Ich habe mal gelesen (bin mir aber nicht sicher ob das hier war oder wo anders) dass, in Afrika sogar Pappkartons oder ähnliche Behälter als Trocknungsgeräte benutzt werden. Beheizt werden diese improvisierten Dörrgeräte mit Teelichtern oder einer Glühbirne die heiß genug wird.
    Das Prinzip ist ja einfach, man nimmt einen Behälter von ausreichender Größe, sei es nun ein Karton oder ein Blechkanister, befestigt darin eine Art Grillrost und nimmt die Wärmequelle hinzu (Teelicht ,Glühbirne). Dann verschließt man den Behälter so, dass keine Fliegen reinkommen aber die wärme sich stauen kann und der Dampf entweichen.


    Ich bin mir auch nicht ganz schlüssig ob oder wie gut dass funktioniert, aber wenn ich mal Langeweile hab werde ich mal probieren sowas zu basteln.

    Moin Moin!


    Nach längerer Hitzepause, habe ich vor kurzem nochmal eine kleine Zweitagestour gemacht. Dabei hab ich das alte Bergbaugebiet um die Grube Altenberg erkundet. Das Gelände bietet sich für mich besonders an weil es nur ein bis zwei Fussstunden von meiner Haustür entfernt liegt, und dort die Natur, besonders abwechlungsreich ist. Neben "normalen" Waldgebieten gibt es dort auch große Ruderalflächen , sumpfige Abschnitte, einige kleine Teiche und Ruienen von Bergbauanlagen.
    Der Bergbau wurde hier nachweislich seid dem späten Mittelalter betrieben ( vermutlich auch schon viel früher), hauptsächlich zur Förderung von Blei und Zinkerzen im geringeren Maße auch silberhaltigem Fahlerz. 1914 waren dann die Erzvorkommen soweit ausgeschöpft, dass sich der weitere Betrieb nicht mehr gelohnt hat, so das die Grube geschlossen und die meisten Gebäude abgerissen wurden. Seit dieser Zeit liegt das Gebiet nun mehr oder weniger brach und wird langsam aber sicher vom Wald überwachsen.





    Hier ein Paar Bilder von der Abraumhalde. Unvorstellbar wenn man bedenkt dass, diese Schuttmassen größtenteils noch mit Muskelkraft bewegt worden sind. Die erste Dampfmaschine wurde erst 1867 installiert. Nebenbei ist zu erwähnen dass das Gelände auch für Mineraliensucher interessant ist.





    Viel ist von den alten Gebäuden nach über hundert Jahren nicht mehr übrig. Die überwucherten Mauerreste haben aber durchaus einen gewissen Charm.





    Das hier ist die wohl größte Ruine, dar sie weder Türen noch Fenster hat und auch ansonsten massiv zu sein scheint, tippe ich auf ein wiederlager für einen Lorenzeug oder das Fundament einer großen Maschine. Oder halt doch eine dieser vielen Mayapyramiden. ;)




    Blick von der Ruine.





    Auf den vielen brachliegenden Flächen findet man massenhaft Kräuter, wie hier den Beifuß. Dieser eignet sich besonders als Gewürz für dunkle, fettige Fleischsoßen und hat einen recht eigenen leicht wachholderartigen Geschmack. Kiloweise futtern sollte man ihn allerdings nicht , weil er auch geringe Mengen an Thujon enthält. Thujon ist ein Nervengift und halluzinogenes Rauschmittel, welches z.B. auch im Wermut, welcher dem Beifuß sehr ähnlich ist, vorkommt und z.B. zur "Rauschsteigerung" in Absinth genutzt wurde. Außerdem soll die Pflanze wohl auch vor Hexerei und der gleichen schützen... Naja wers braucht. :confused




    Das hier ist der giftige Rainfarn, welchen man zur Mücken abwehr in sein Lager oder neben das Feuer legen kann. Wie schon gesagt er ist giftig also sollte man sich weder damit einreiben noch sollte man die Dämpfe einatmen.



    Nach Trinkwasser musste ich etwas suchen, es gibt dort zwar viel Wasser aber das meiste kommt nur schwer bis zur Oberfläche durch.





    Meine gewaltige Quelle! Aber mit etwas Geduld geht das schon klar, wenigsten war das Wasser sauber.





    Ok; Feuerstelle war schon da. Normalerweise mache ich im Sommer kein Feuer aber die Feuerstelle war sauber und ordentlich und der Platz war einigermaßen gut versteckt.




    Nach dem Wasser sammeln hab ich dann meinen Poncho aufgespannt...




    ...Und das Feuerchen entzündet. Mit "Seeblick" - Sehr geil!
    Danach wollte ich mir was zu Essen machen, und da ist mir aufgefallen dass , ich meinen Löffel vergessen habe. ...






    ... Also Löffel improvisieren. Und ja , er ist scheisse geworden! Aber was soll´s, ich hab damit meine Spaghetti und eine Packung instand Chinanudeln runter bekommen.





    Und noch ein paar Bildchen vom Rückweg. Die gesamte Gegend ist von weiten Lichtungen mit Geröllboden und verwilderten Teichen durchzogen.




    Und zum Schluss noch ein kleines Beispiel dafür das auch Fichten sehr beeindruckende Bäume werden könne ,wenn man sie denn lässt.


    So, das war der Bericht vom Grubengelände Altenberg, meinem persönlichen kleinen Mekong Delta. Grüße Holger!

    So ihr lieben Leute! Weil mich der Thread antörnt, und damit hier auch endlich mal ein Paar schöne bunte Bildchen auftauchen gestatte ich mir mal den Anfang zu machen.
    Ich hab die Tage auch mal wieder etwas Fachliteratur gewälzt und bin da auf ein Pflänzchen gestoßen, welches mir ganz interessant erschien.
    Zum invasiven Japan Knöterich gibt es ja schon ein oder zwei Beiträge, aber Knöterich haben wir hier ja auch schon von Hause aus, und dass in rauen Mengen. Und zwar handelt es sich bei der einheimischen Art um den Schlagen Knöterich.(Als Kinder haben wir die Pflanze einfach Zahnbürste genannt, wegen der Blütenform.)
    Der Schlangen Knöterich ist fast auf der ganzen Welt zu in den gemäßigten Klimazonen anzutreffen, und ist ein verlässlicher Anzeiger für Wasser. Man findet ihn vor allem auf feuchten Wiesen, in Auwäldern oder sumpfigen gebieten.
    Besonders interessant finde ich dass, die Pflanze neben Stärke und Vitamin C auch Eiweiß enthält, was bei unkultivierten Pflanzen schon eine gewisse Seltenheit darstellt. Essbar ist die gesamte Pflanze. Besonders die Blätter haben einen angenehmen salatartigen Geschmack und wurden in Kriegszeiten auch als Spinatersatz verwendet. Die Wurzeln werden recht groß und lassen sich auf den feuchten lockeren Böden auch mit einfachen Mitteln leicht ernten. Diese sind zwar sehr Energiereich aber im rohen Zustand wegen der eingelagerten Gerbstoffe ungenießbar, außerdem sollte man wissen dass die Pflanze nicht geringe Mengen an Oxalsäure enthält,(ungefähr soviel wie Rhabarber) was den verzehr von größeren Mengen auf einen längeren Zeitraum ungesund macht.






    Solange die Pflanze blüht, ist sie sehr leicht zu erkennen, und auch mit nichts zu verwechseln.






    Wenn die Pflanze erstmal verblüht ist ist das identifizieren schon nicht mehr ganz so leicht, aber auch die Blattform ist recht eindeutig.




    Hier in einem sumpfigen Schwarzerlenhain bedeckt der Schlangen Knöterich schon fast den gesamten Boden. Was das ernten zu einer einfachen Sache macht.




    Die Knollen lassen sich mit einem einfachen Stock oder im Notfall sogar mit der Hand aus dem feuchten Boden graben. Dies ist in meinen Augen ein wichtiger Aspekt in Sachen "Knollennahrung". Wer schon einmal versucht hat ohne richtiges Werkzeug eine Klette oder Löwenzahn aus hartem Boden zu graben weiß wovon ich spreche.



    Hier meine Ausbeute. Ich schätze , man kann ohne Probleme ca. 100g pro 10 min sammeln. Dabei sollte man sich lieber an die großen, schon verblühten Pflanzen halten und die kleinen und jungen auslassen.




    Die meisten Knollen sind zwischen drei und sieben cm lang, und etwa Finger dick. Die beste Sammelzeit ist allerdings zwischen September und Winteranfang. Also ist davon auszugehen dass, die Knollen noch etwas grösser werden können.



    Eine schon fertig geputzte Knolle. Die Farbe tendiert zwischen Rosa und Weis. Desto älter der Knollenteil ist umso mehr geht das innere vom Weis ins Rosa über.



    Und hier der erste große Nachteil der Knollen - Das Putzen ist sehr arbeitsintensiv. Um die Massen an kleinen Wurzeltrieben und den darin steckenden Dreck zu entfernen habe ich es erst mit schälen probiert und bin dann zu der Erkenntnis gelangt dass, dabei zuviel Verschnitt entsteht. Die in meinen Augen effektivste Methode der Reinigung ist das abschaben mit der Messerklinge, aber auch dies ist noch eine ziemlich nervige Arbeit.




    Fast 200 Gramm ! Damit lässt sich schon was anfangen.




    In meinem Buch steht dass man die Knollen in Scheiben schneiden und einfach über Nacht in reichlich Wasser einlegen soll um die Gerbstoffe auszuwaschen.
    Dieses ist definitiv Falsch, und in keinster Weise ausreichend um die Gerbstoffe aus der Knolle spülen.




    Nach über 24 Stunden und ein Paar mal Wasserwechseln, sieht der Sud immer noch so aus wie mein Morgenurin wenn ich am Tag zuvor eine Flasche Jim Beam vertilgt hab.
    Gebracht hat das Wässern fast nichts, die Stücke sind immernoch unerträglich bitter, was wiedermal beweißt dass man viel lesen kann, aber es lieber doch selber ausprobieren sollte.
    Einen solch Gerbstoffreichen Sud kann man wohl laut Volksmedizin auch zur Behandlung von Hautausschlägen oder Fußpilz verwenden, nur in die Augen oder auf die Schleimhäute sollte man sich das Zeug nicht kippen.




    Aber so leicht gebe ich mich nicht geschlagen. Also ab mit dem Zeug auf die Herdplatte.
    Nach ein paar mal aufkochen und abgießen, sind die Stücke tatsächlich etwas weniger bitter. Ich weiß es nicht mehr genau ,aber insgesamt habe ich das Ganze bestimmt 15 mal wiederholt.
    Ich habe die Stückchen so langen köcheln lassen bis das Wasser braun wurde und habe es dann gegen Frisches ersetzt.
    Ich denke nach dem zehnten abgießen hat man aber den Punkt erreicht an dem es nicht mehr wirklich besser wird. Die Knollenstücke schmecken nun eigentlich nach nichts, einfach nur noch ein bisschen bitter. Von der Konsistenz her erinnern sie an geröstete Kastanien.
    Womit wir beim zweiten großen Nachteil der Schlagen- Knöterich Knollen wären. Dem hohen Aufwand den man für die Genießbarmachung der Knollen aufwenden muss.




    Tja und was macht man nun mit dem edlen Gemüse wenn man soweit ist???





    Ich habe mich entschlossen einen kleinen Gemüse- Eintopf zu zaubern!


    Hier das Rezept :
    ""Skuzzlebud`s Gemüseeintopf nach Hungerwinter Art""


    Zutaten: 180g Schlangen Knöterich Knollen, 8-10 Blatt vom Himbeerstrauch, 5 mittelgroße Blätter des Schlangen Knöterichs , Blätter und Samen von drei mittelgroßen Brennnesseln, zwei TL Knorr Chemische Keule und Salz nach belieben.
    Zubereitung: Simpel
    Garzeit: 10 Min
    Kosten: 0 Euro




    Bon Appetit ! Womit wir dann beim letzten und wohl größten Nachteil der Knöterich Knollen wären, dem echt mal mäßigem Geschmack. Ich hab mich die ganze Zeit gewundert warum ich noch nie vom Schlangen Knöterich, in Verbindung mit Bushcraft oder Survival gehört habe, jetzt weiß ich es. Ich hab das Tellerchen im Nahmen der Wissenschaft kredenzt, aber das war keine Freude. Ich bin da nicht zimperlich, und die Brühe und das Grünzeug waren auch ganz lecker, aber die Knollen...
    Die ersten paar Löffel gehen noch ganz gut, aber mit jedem weiterem Löffel nimmt der bittere Geschmack immer mehr zu, bis man schließlich echt mit sich kämpfen muss.


    Also mein Fazit zu den Knollen des Schlangen Knöterichs :" Wenn wirklich mal alles den Bach runter geht, und man wirklich nichts mehr anderes hat,dann ist er vielleicht der letzte Geheimtipp um sich mit dem allernötigsten an Eiweiß und Kohlenhydraten zu versorgen. Aber man muss schon kurz vorm abnippeln sein um sich sowas zu geben"


    So viel von mir- Grüsse Holger!!





    So hier ein kleiner Nachtrag zu meinem Pflanzenreview.


    Und zwar sind die Klnoblauchsrauken mittlerweile verblüht und man kann die, von Affenjunge schon beschriebenen, Samen im Moment gut sammeln.





    So sehen die verblühten Knoblauchsrauken aus. Der Stiehl und die Blätter verfärben sich erst Violet und trocknen dann langsam aus.



    Und hier das Objekt der Begierde - Die Samenhülsen. Die Äußere hälfte der Hülse fällt nach dem austrocknen der Pflanze ab und gibt die Samen frei, welche allerdings noch eine ganze Weile an der Pflanze hängen Bleiben.



    Die Samen lassen sich nun durch vorsichtiges abstreifen oder reiben leicht und in guten Mengen einsammeln. Sie schmecken wie von Affenjunge erwähnt sehr angenehm nach Meerrettich. Außerdem sind sie reich an Ölen und haben aufgrund dessen einen gewissen Nährwert, dabei sollte allerdings darauf geachtet werden dass man die Samen auch zerkaut, sonst wandert sowohl der Geschmack als auch der Nährwert ungenutzt durch den Darm.

    Hallo Leute!
    Der Wasserdost steht in voller Blüte,also die beste Zeit um mal zu schauen wie es mit der Population der heimischen Tagfalter aussieht.
    Die Kamera ist nicht mehr die edelste, und ich bin auch nicht der top Fotograf, aber ich denke ein Paar gute Bilder sind mir trotzdem gelungen.





    Besonders stark vertreten ist dieses Jahr der ansonsten eher seltene Kaisermantel (Argynnis paphia).








    Auch dieses Jahr stark vertreten ist der Distelfalter (Vanessa cardui).






    Das Tagpfauenauge(Inachis io).






    Der kleine Fuchs (Aglais urticae).








    Das Landkärtchen (Araschnia levana f. levana) in seiner dunklen Sommerform.








    Der Mauerfuchs (Lasiommata megera)






    Einer der weniger beeindruckenden Schmetterlinge. Der kleine Kohlweißlig (Pieris rapae)








    Und zum Schluss noch mein Prunkstück, der A380 unter den einheimischen Schmetterlingen und leider schon eine echte Rarität, ein Weibchen des großen Schillerfalters(Apatura iris). Die gute hat sich trotz mehrfacher Aufforderung strikt geweigert die Flügel komplett zu öffnen, trotzdem ein echter Glücksfall den vor die Linse zu bekommen.


    Was dieses Jahr zu fehlen scheint ist der Admiral, da hab ich in der Region hier seltsamer weise noch fast keinen gesehen. Auch der bestand an Zitronenfaltern ist seid Jahren etwas mager.
    Nun ja Schmetterling knipsen macht lust auf mehr, mal sehen ob ich da noch ein Paar erwische.


    Grüße Holger!!

    @ Lortnoc


    Weichglühen ist eigentlich ganz leicht zu machen. Du nimmst einfach einen für dein Werkstück ausreichend großen Haufen Glut, das kann die Restkohle im Grill oder von einem Lagerfeuer sein, darin erhitzest du deinen Stahl auf ca. 800 Grad C, also bis er etwa Kirschrot ist. Am besten geht das mit einem Blasebalg oder ähnlichem. Wenn dies geschehen ist ,lässt du den Stahl so langsam wie möglich abkühlen,also am besten den Stahl einfach bis zum nächsten Tag in der Glut liegen lassen. Je langsamer und gleichmäßiger der Stahl abkühlt desto weicher wird er in der Regel.