Posts by Huntwriter

    Habe mal das ganze hier durchgelesen. Wie immer wenn es um Werzeug geht gibt es Stimmen dagegen und dafuer, jeder hat seine Erfahrungen damit oder gar keine gibt aber trotzdem seinen Senf dazu (nicht Abwertend gemeint). Etwas das selten bis nie geschrieben wird in solchen Threads ist das man ein Werkzeug auch ganz einfach fuer den Spass an der Sache haben/benutzen kann und das es dafuer weder eine Erklaerung noch eine Rechtfertigung braucht. ;)


    Happy Batoning fuer diejenigen denen es Spass macht. ^^

    Hi Huntwriter,
    danke mal für die Antwort. Mit dem "Stinkzeug" meine ich nicht unbedingt etwas was im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel stinkt, sondern ewas was die Schweine ganz einfach nicht mögen. Übertragen auf Menschen: Ich mag Gemüse und Salat, aber wenn ich Spinat riech kommt mir das Kotzen...verstehst? Wenns da halt nix gibt...bleibt halt nur Beton oder Blei.

    Wildschweine sind eine der wenigen Tierarten die nicht leicht beindruckt sind. Da wo sie regelmaessig gejagt werden und den Mensch als Gefahr betrachten kann man versuchen nach Mensch stinkende Waeschestuecke aufzuhaengen, diese muessen aber taeglich gewechselt werden da der Geruch nicht lange anhaelt.


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    Irgendwas sagt mir, dass man sehr schnell Freiwillige findet, wenns
    darum geht ausm Heli mit dem MG Schweine zu jagen. Für mich als
    Mitteleuropäer ist das eine sehr eigenartige Vorstellung.
    Gruss von der Alb


    Weite offene Flaechen, wie z.B. Texas, eignen sich gut zur Helikopter jagt. Diese form der Jagt wird allerdings von Wildhuetern oder Armee Truppen ausgehuebt und gilt nur der schnellen Deziemierung eines Wildschwein Bestandes indem dann eben Wahllos alle Tiere einer Gruppe erlegt werden, Bachen mit Frischlingen. Man kann das nicht mit Europa vergleichen, in Texas z.B. sind Wildschweine eine wahre Landplage geworden die den Steuerzahler jaehrlich viele Millionen von Dollars kostet und in einigen Gegenden Getreide/Frucht/Gemuese Bauern and den Rand des Finanziellen abgrudes getrieben haben. Wir haben dort Schweineherden gesehehen die mit bis zu 150 Tieren bestueckt waren.

    Aber mal ne Frage an die Jäger: Gibt es den nicht dieses Stinkezeug wo die Wilschweine vergrämt? Wenn ja, welche Erfahrungswerte gibt es da, auch zwecks Gewöhnung?


    Gruss von der Alb

    Ich glaube nicht das Tiere, und Wildschweine gehoeren dazu, die sich nicht scheuen Aas zu fressen das vier Tage in der Sonne geschmort hat sich von "Stinkzeug" gross beinedrucken lassen. In einem Film habe ich mal gesehen wo ein Mann versuchte ein angreifender Wildschwein Eber mit Pfefferspray abzuschrecken. Das Tier hat trotz voller Ladung ins Gesicht nicht mal mit den Augen geblinkt oder auch nur ein Bruchteil einer Sekunde von seien Vorhaben innegehalten. Zum Glueck war ein Baum in der Naehe und der Mann ein guter Kletterer. ;)


    Wie schon erwaehnt in America und Canada hat man alle friedlichen Loesungen versucht und ausser kostspieligen Zementmauern hat nichts auf die dauer den erwuenschten Erfolg gebracht. Nun sind die Tiere so Zahlreich in einigen Gegenden das sie heftig bejagt werden muessen, sogar vom Helikopter mit Maschienengewehren. In anderen Gegenden baut man grosse Koralle wo sie mit Futter angelockt werden und von da zum Schlachthaus trasportiert werden.

    Ich denke, dass die hier beschriebene Problematik in erster Linie dadurch "bekämpft" werden kann, dass man den Garten für die Sauen so unatraktiv wie möglich macht. Das kann im "teuersten" Fall ein enstprechender Zaun sein. Wenn die "Kosten-Nutzen-Rechnung" für die Sauen so aussieht, dass die Überwindung des Zaunes einen unverhältnismäßig hohen Aufwand darstellt im Verhältnis zu schönen Nahrungsquellen, dann passt das schon.


    Ein Bekannter hat ein Haus und Grundstück an der Grenze des Arnsberger Waldes. Seit Jahren hat der Bekannte dort auch das Problem, dass Sauen seinen Selbstversorgergarten belauern. Der Bekannte hat den guten lieben Haushund (Terriermix und gar nicht mal so groß) wieder an ein Leben in der Hundehütte vor dem Haus gewöhnt. Kein klassischer Hofhund, der nur draußen leben muss, aber meistens pennt der in seiner Hütte. Manchmal ist er zwar Nachts etwas laut, weil er sein Revier gegen Eindringlinge beschützt, aber seitdem hat es keine erforglreichen "Sauenangriffe" mehr gegen den Garten gegeben.

    Hier und in Amerika hat man alles versucht um Wildschweine abzuhalten, sogar schwere Maschendraht Zaeune einen Meter tief im Boden eingegraben und unter Strom gesetzt (220 Volt). Es ging immer eine Zeit gut bis die Schweine dann doch einen Weg gefunden haben. Soweit es um Zaeune geht hilft nur concrete (Zement ??) Mauern.


    Hunde hat man auch schon benuetzt und insofern es ein grosser Hund ist wie etwa ein Pitbull oder aendlich wirkt es. Auf der anderen Seite ein kleiner Hund wird von Wildschweinen als Nahrunf betrachted. So ist einem Bekannten von mir geschehen, auch er hat seinen kleinen Hund draussen gelassen ueber Nacht und eines Tages war ausser dem Halsband nicht mehr viel uebrig von ihm.



    Hier machen wir das mit "S.S.S." Schoot, Shovel, Shut up. ^^ Auf Deutsch Schiessen, Schaufeln, Schnauze halten, oder in anderen Worten, Mann bekommt nur dann Probleme wenn man es rumerzaehlt. ;)

    ich habe da mal was von nem Ami gehoert, der gegen diese Plage Clusterbomben eingesetzt hat, so muss man das machen. Bei mir kommen auch dauernd welche vorbei, machen alles kaputt, machen Dreck und nerven mit ihren lauten Handys nur rum. Da gebe ich dir Recht, einfach abschiessen, wenn einem was auf den Sack geht.

    Stimmt, in America und Canada werden Wildschweine abgeschossen wo auch immer man diesen begegnet. British Columbia, wo ich lebe, hat diese Jahr angeordnet das Wildschweine "freiwild" sind. Das heist jederman, ob Jaeger oder nicht kann Wildschweine toeten, auch Frischlinge.


    Es erstaunt mich das, wie der Eingangsposter geschrieben hat, ein Grundstueckbesitzer nichts machen kann um sein Land und Garten zu schuetzen ausser einen Kostspieligen Zaun zu bauen den die Schweine mit der Zeit auch ueberwinden werden. Hier bei uns kann ich auf meinen Grundsteuck alle Tiere, auch Hunde und Katzen, erschiessen wenn ich es moechte. Mann nennt das bei uns "Eigentumsschutzrecht" und das schalted fast jedes andere Gesetz aus, sogar das Recht auf Leben eines Einrechers oder Diebes. ;)

    Wurde ja alles schon bestens Erklaert. Da bleibt mir nur noch zu Erwaehnen wie sehr es mich freut wider mal einen "Affen" zu sehen. Mein Vater hat einen solchen gehabt den er noch von seinem Aktiven Wehrdinst her hatte, als Kinder haben wir damit gespielt. Der Wohltuende Geruch von Leder und Pelz ist mir heute noch in der Nase. :)

    Hab ich noch nie gehört, dass Neuseeland überhaupt vom Krieg betroffen war

    Sie waren, genau so wie Australien, Canada und alle anderen Laender die zum Koenigreich England gehoeren. Obwohl die meistens Laender des Englischen Koenigreichs damals schon selbststaendig waren haben sie alle Ihre Majestaet die Koenigin als Staatsoberhaupt beibehalten. Daher auch die Englischen Fahnen im Museum. ;)

    Guter Bericht Waldschrat. Danke!


    Der Bogen kommt mir bekannt vor, war das vieleicht Jamie McDonald von Ravenbeak Naturworks ? Wenn ja, mit dem habe ich einige shows here in Canada gemacht. Da er immer nach meinem Weisswedel, oder Truthuhn Jagd Seminar dran war hatte ich immer etwas Zeit sein Bogenbau Seminar zu bewundern.

    Wuerde schon brennend gerne sagen; "Ich bin auch da" aber von Canada ist es eben ein bieschen weit. :)


    Wuensche euch eine gute Zeit in guter Kameradschaft und hoffentlich finded ihr ein paar Dinge an der Messe die das Jaeger b.z.w. Angler Herz hoeher schlagen laesst. ^^

    New Zealand ist sehr schoen, Landschaftlich sehr Abwechslungsreich und die Menschen sind auch sehr freundlich. Falls es dir am Anglen, Jagen oder Fotografieren gelegen ist bist du in eienem der besten Orte dafuer, sehr Reichhaltige Wildtierbestaende die aus allen Laendern dort waerend der Gruendungsjahre eingefuehrt und Ausgewildert wurden und sich seither freundig vermehren.


    Wuensche die eine gute Reise und viel Glueck.

    Fuer Wilschweine sind 2 Kilometer keine lange Distanz. Normalerweise gehen aber auch Wildschweine nicht so weit weg, ausser wenn sie verfolgt werden, wie z.B. auf der Pirsch, und dann noch mit mehreren Jaegern, was dem Jagdverhalten von Woelfen gleichkommt.


    Das "heimliche Anschleichen" ist das verhalten eines Raubtieres und darauf reagieren Tiere anderst als wenn sie nur mal eben ueberrascht werden. Daher habe ich schon vor vielen Jahren die schleichende Pirschen aufgegeben und dafuer ein Bewegungsmuster angenommen das mehr dem des Wildes gleicht. Ein paar Schritte laufen und stehen bleiben und wider ein paar Schritte gehen. Seit ich das so mache sehe ich viel mehr Wild als wenn ich Schleiche.

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    In sehr ruhigen Wäldern reicht das knacken eines Ästchen schon aus, damit das Wild abspringt und sich nicht mehr sehen lässt

    Unsere Untersuchungen haben ergeben das sich Rehe, Hirsche und anedlich ueber fast alles Erschrecken, vom Aestchen knacken ueber die Eichel die aus einem Baum faellt bis hin zum Hasen der raschelnd duchs Laub rennt. Wie in meiner obigen Posting erwaehnt sind Beutetiere sehr Aufmerksam und reagieren auf alle Ueberraschungen mit Flucht. Nur weil sie sich nicht mehr Sehen lassen heisst das noch lange nicht das sie nicht mehr da sind. Tiere sind wahre Meister im sich tarnen. Unsere Untersuchungen haben ergeben das sie selten weit rennen und dann Beobachten. Die selben Untersuchungen haben gezeigt das mehr Menschen von Tieren Beobachted wurden als Menschen Tiere sehen. In vielen Faellen wurden Menschen beobachted von Tieren aus naechster Naehe ohne das der Mensch das Tier gesehen hat oder gar von deren Gegenwart wusste.


    Tiere kennen ihre "Heimat" sehr genau, besser als der Mensch der dort Wandert oder Jagd, und daher Wissen sie sehr genau wo sie hin muessen um Menschen auzuweichen. Auch haben Tiere gelaernt das der Mensch in der Regel ein Gewohnheitstier ist der immer das selbe macht und die selben Wege geht, dieses Wissen nutzen die Tiere zu ihren Gunsten aus.

    Lederstrumpft hat den Sprichwortlichen Nagel auf den Kopf getroffen mit diesem Satz "Ich mache mir auch nicht allzu viele Gedanken, wenn mal ein Hase oder ein Reh vor mir flüchtet."


    Tiere sind gar nicht so schnell Gestresst durch uns wie wir immer Annehmen. Wilde Tiere, vor allem Beutetiere, sind es sich gewohnt immer auf der Hut zu sein und wegen jeder Kleinigkeit die Flucht zu ergreifen, es gehoert zu ihrerm Normalen Tagesablauf.


    Als ich noch in Amerika lebte habe ich an einer Untersuching teilgenommen in der man den Stressfaktor von Hirschen waerend der Jagdzeit messen wollte. Dies wurde mit Radio Halsbaendern gemacht um das Fluchtverhalten (Bewegungen) aufzuzeigen. Bei der Auswertung der Daten stellten wir fest das der Stressgrad der Hirsche nicht wesentlich vom Normalen abgewichen ist. Tiere sind Meisterhaft im sich den Gegebnheiten anzupassen, vielmehr so als Menschen.


    Menschen die sich Normal in der Natur verhalten haben keinen Einfluss aus das Befinden der Wildtiere. Auch wenn sie mal ein Reh oder Hase aufscheuchen der dann schnell die Flucht ergreift. Normalerweise rennen Wildtiere nicht sehr weit, sondern jur bi sie aus der "Gefahrenzone" raus sind, von dieser Sicheren Distanz beobachten sie den die richtige oder vermeitliche Gefahr.

    Also hier in den News hoert sich das ganze etwas detailierter an. José Ivan der zusammen mit seinem Kollegen auf Haifisch Fang ging -er ist ein Professioneller Haifisch Angler- kamen in einen Sturm und wurden weit vom Kurs abgetrieben. Sein Partner starb und er ueberlebte und ist nun in der Obhut des Amerikanischen Konsulates und des FBI. Der FBI soll bereits seine Famile gefunden haben und die vermissen ihn tatsaechlich seit ueber einem Jahr.


    Nach Angaben des FBI soll es nicht das erste mal sein das ein Fischer von Sturm weit ins offene Meer im Pacific getragen wurde und erst nach Monaten wider gefunden wurden. Auch die Ueberlebens Methode, wie Schildkroeten und Voegel essen sowie Regenwasser (es Regnet viel im Pcific) und Blut trinken sollen Uebereinstimmen mit Berichten von anderen Ueberlebenden. So erlebten Mexikanische Fischer ein aendliches Schicksal in 2006 und trieben fuer 10 Monate auf offener See bis sie ebenfalls in den Marshal Islands landeten. Der Bericht sagt weiter das in den Marshall Islands oefters vom Sturm abgetriebene Fischer landen, dies sei wegen der Stroeming im Pacific.


    Ob jemand der so lange auf hoher See war noch so gut ausehen kann mag ich nicht beurteilen. Jeder Mensch ist verschieden, so soll sein Partner nur nach wenigen Wochen gestorben sein. Auch soll José Ivan sehr Regligoes sein und haette jeden Tag gebeted, auch ein starker Glaube, egal an was, kann helfen zu ueberleben und Gesund zu bleiben. Letztes Jahr hatten die bei uns zwei Maenner in der Wildniss gefunden die "nur" fuer zwei Monate vermisst waren. Der eine machte noch einen sehr Gesunden eindruck und der andere war abgemagert und Bleich wie zweimal augekotzte Milchsuppe. In diesem Sinne wuerde ich nicht so schnell Urteilen ueber diesen Mann. ;)

    Du wurdest die Wette Haushoch verlieren. ;) Wenn das so Einfach waere wuerden z.B. meine Bogen Kurse nicht so gut besucht wie sie sind. ;)


    Natuerlich hat ein compound Bogen, wie ich auch geschrieben habe einige Vorteile gegenueber einem Traditional Bogen (Anmerkung: Ein traditional Bogen ist nicht ein aus Stoecken zusammen gebundes Gebilde), aber die sind nicht so gravierend das sie einen grossen Unterschied machen, vor allem nicht beim Jagen. Sie verkuertzen nur die Laernzeit mit der Waffe Zielsicher zu werden. Deine Postings uebers Bogenschiessen und Jagdvorgaenge zeigen das du keinerlei Prakitische Erfahung hast mit Bogenschiessen oder Jagen.


    Gerne lade ich dich ein einmal mit mir hier in Canada Bogen zu schiessen und dann zu Jagen. Du wuerdest deine Meinung Grundlegend aendern. Theory ist eine schoene Sache aber wirt nie praktische Erfahrung ersetzen.;)


    Und zum Abschluss. Nein ich schreibe nicht gerne, vor allem nicht auf Deutsch weil es fuer mich sehr viel Arbeit macht. Ich moechte nur meine praktische Erfahrung aus meinem taeglichen Leben einbringen weil es hier im Forum nirgedwo so viele Missvestaendisse und Vorurteile gibt als bei Themen die mit Jagen zu tun haben, sei das mit Feuerwaffen oder speziel mit Boegen.

    Oder anders: Mit einer Kanone (Jagdgewehr) auf Spatzen schiessen ist natürlich genauso sinnfrei wie mit einem Primitivbogen auf Elchjagd zu gehen.

    Kommt darauf an was du unter "Primitivbogen" verstehst. Elche wurden sehr Erfolgreich seit Hunerten von Jahren mit Traditional Bogen gejagt. Beim Bogenjagen spielt das Model des Bogens keine Rolle. Was vereinfacht wichtig ist sind das Zuggewicht des Bogens und das Gewicht des Pfeils. Zum Beispeil ist ein Bogen mit um die 50 lbs Zuggewicht und ein Pfeil von 450 grains voellig ausreichend um ein Elch aufs Kreuz zu legen. Der Pfeil wirt ohne Beschwerde durch den Elch hindurch sausen und dahinter sich noch einige Zenmtimenter in einen Baumstamm boren.


    Da du immer moderne Compund Boegen ins Gespraech bringst. Sie sind nicht viel anderst als ein normaler Bogen, nur erleichterd die moderne Entwicklung und Zubehoer den Laernprozess um einiges, das ist alles. Ist das etwas schlechtes wenn jemand weniger ueben muss als ein anderer? Steigt mein Ansehen oder meine Leistung als Bogenjaeger wenn ich einen Tag mein compound Bogen zu Hause lasse und mein Traditional Bogen auf die Jagd nehme? Das Jagen macht der Jaeger nicht die Waffe. ;)

    Quote Krupp:

    Quote

    Es ist doch völlig klar das solche Waffen wie Speere/Speerschleudern, Wurfhölzer oder einfache Bögen schwerer zu beherrschen sind und niemals eine solche Präzision erreichen werden wie eine vernüftige Schusswaffe oder auch ein Hightechbogen

    Daran erkennt man den nicht Jaeger. Es ist sehr wohl moeglich mit einem Bogen, egal welcher Machart, genau so Praezise zu werden wie mit einer Schusswaffe. Die Kunst der Zielsicherheit light nicht in der Waffe sondern bei dem der die Waffe Handhabt. ;)


    Quote Krupp:

    Quote

    jeder der als Kind mal eine Zwille hatte weiss wie präzise die Dinger sein können,
    und das ganz ohne Zielhilfen, Armstütze und Releasehilfe.

    Wenn wir schon von “Survival in Notfaellen” reden. Eine bessere Waffe als eine Zwille zum Kleinwild jagen und zur Selbstverteidigung gibt es nicht, natuerlich gute Handhabung und Schusssicherheit vorausgesetzt. Leicht zu transportieren, immer griffbereit und Geschosse dafuer gibt es ueberall, sogar in der Wueste. By “Myth Busters" haben die mal demonstriert das eine Zwille in den richtigen Haenden jeder anderen herkoemmliche Waffe in Schnelligkeit der Handhabung und Bereitstellung weit ueberlegen ist, sogar der Feuerwaffe.


    Quote Stefan H.

    Quote

    ich habe auf einer entfernung von etwa 10-15 quasi IMMER mein Ziel getroffen (fläche meines Rucksacks), ja so schwer ist das eigentlich gar nicht...einen Hasen muss man als beispiel auch nicht gleich tötlich Treffen, ihn langsamer zu machen reicht völlig aus...

    Leider sieht man auch hier den Nicht-Jaeger. Auch in einer Survival situation ist “Quasi immer” nicht optimal und eine Pfeilstreuung in der grosse eines Rucksackes macht einen toten Hasen sehr vom Glueck abhaenging. Weil ich gerne Zugebe das Glueck mir immer willkommen ist verlasse ich mich viel lieber aufs Koennen, gerade in einer Not Situation. In einer Survival Situation ist das oberste Gebot Energy sparen wo auch immer es geht. Zwei oder drei Stunden rumlaufen in der Hoffnung man stolpert einem Hasen ueber den Weg ist sehr viel Energy aufwand an dessen ende man hoechstwahrscheindlich doch mit knurrendem Magen ins Bett muss und viele wichtige Kalorien verloren hat. Darueber hinaus kann ich dir aus Erfahrung sagen das ein nicht toetlich getroffener Hase unter den meisten Umstaenden, sogar mit einem gebrochenen Hinterlauf, immer noch schneller rennen kann als ein Mensch. Zudem wirt sein Markerschuetternder Warnschrei jeden anderen Hasen im Umfeld von bis zu einem Kilometer alarmieren. Hasenjagd ohne Hunde ist schon unter den besten Umstaenden eher als schwirig zu bezeichnen und dann noch mit einem Bogenmacht es das ganze noch zweimal so schwaer.


    Conclusion:
    Wie ich bereits mehrfach gesagt habe finde ich die Idee vom selbst gebastelten Bogen aus vorgefundenen Materialien sehr gut, und sicher macht es bestimmt auch sehr viel Spass diese Dinger zu schiessen. Da besteht fuer mich gar kein Zweifel daran.
    Nur wenn man das ganze dann mit Survival im Notfall in verbindung bringt loesst das bei mir ein etwas Muedes Laecheln aus. Ein Survial Notfall ist ja nicht etwas das man auf lange Sicht planen kann. Der Notfall kommt oft unvermuted und mann muss das beste aus der gegebenen Lage machen. In meinen Augen ist das beste nicht sich einen Bogen zu basteln plus Pfeile -von dem mann nicht weiss wie er sich verhaelt- dann dazu noch Gott weiss wie viele Studen, Tage, Wochen ueben damit bis man mal entlich, vieleicht und viel Glueck, einem Hase, Vogel oder Maus das Lebenslicht ausloeschen kann.


    In einer Survival situation (und davon war unter anderem die Rede hier) ist der Erfolg des Ueberlebens direct abhaenging vom Energy verbrauch den ich aufwenden muss um Nahrung zu beschaffen, je weniger Aufwand ich benoetige und je schneller ich Nahrung finde je besser ist meine Uberlebens Chance. Les Stroud hat doch in seiner Sendung “Survivorman” immer wider eindeutig demonstriert das Jagen, egal auf welche art und weise;
    A. Viel zu viel koerperliche Enegry verbraucht,vor allem beim Unerfahrenen Jaegern wie er es ist (das trift wohl auf die meisten Menschen in Europa zu)
    B. Jagen ist die am wenigsten Erfolg versprechende Methode sich Nahrung zu verschaffen fuer einen Unerfahrenen Jaeger. Wir reden ja hier nicht von irgendwelchen Afrikanischen oder Suedamerikanischen Eingebohrenen Staemmen die das Jagen von Kindheit auf gelaernt haben und schon im Alter wo die meisten von uns noch am Daumen lutschen besser mit einer Waffe umgehen koennen als manche Erwachsene in der sogenannten Zivilisierten Welt.


    Natuerlich ist alles was ich hier in diesem Thread geschrieben habe meine eigene Meinung basierend auf meiner Jahrelangen Erfahung als Jaeger und Bogenjaeger im speziellen und nicht wie mir jemand per PN geschrieben hat weil ich "alles besser wissen will." ;)


    Hier noch ein Artikel (leider nur in Englisch) was passieren kann wenn man nur Theoretisches Wissen, oder wie in diesem Fall, animiert von einer Fernseh Sendung, Survival ausprobieren will in der richtigen Wilnis. Fuer die nicht Englisch Leser: Es hat ein toetliches Ende genommen.

    Haende hoch waer von euch wirklich schon mal mit einem Bogen Wildtiere gejagt hat und weiss wieviel Uebung, und Zeitaufwand es braucht um damit toetlich Zielsicher zu werden, ganz zu Schweigen davon wieviel mehr Zeit und Wissen erforderlich sind um damit zu jagen.


    Weil Theorien austauschen eine schoene Sache ist sieht die Realitaet doch immer sehr anderst aus. In einem Notfall, wie hier oft angefuehrt wirt, gibt es viel bessere und einfachere Methoden sich Fleisch von Wildtieren zu besorgen als mit einem schnell zusammen gebastelten Bogen mit dem man dann auch noch viele Wochen, oft sogar Monate, ueben muss, sollte der Bogen ueberhaubt so lange herhalten, um damit auch nur annaehrend effizient zu werden.


    Aus Gruenden meiner nun schon 20 jaehrigen praktischen Erfahrung mit der Bogenjagd und dem Schiessen von vielen verschiedenen Bogenarten bleibe ich bei meinen Ausfuehrungen in den vorhergehenden Beitraegen. Diese Erfahrungen habe ich mir in fast taeglicher Ausuebung meiner Taetigkeit als Bogenjaeger, Bogenjagd Ausruester und Bogenjagd Ausbilder erworben und nicht durch blose Theorien und Wunschdenken erlangt. Das soll absolut keine Beleidigung gegen euch hier sein. Nach wie vor halte ich das gezeigte Video fuer ein schoenes und interessantes Project das man zum Spass haben und zum laernen machen kann, aber eben nicht zum Jagen, auch nicht in einem Notfall.


    Schnell mal was zu Notfaellen. Hier in Canada kommt es oft vor das sich Turisten in unserer endlosen Wildnis verlieren und oft erst nach Tagen oder gar Wochen wider gefunden werden. Ich habe nur von einem gehoert der gejagd hat um zu Ueberleben, und er hatte eine Schusswaffe mit sich. Alle anderen, sofern sie lebend gefunden wurden, haben kein Fleisch gegessen. Also auch nicht gejagt oder primitive Fallen gestellt und das obwohl es reichlich Wildtiere gibt hier. Sie haben sich alle von dem bischen Proviant und vor allem Pflanzen ernaehrt, in einigen Faellen sogar nur von Grass, um am Leben zu bleiben. Ich habe auch noch nie von einem Ueberlebenden gehoert der sich eben schnell mal einen Bogen gebastelt hat und dann damit auf die Jagd ging um zu Ueberleben. Wie gesagt, Theorie ist eine schoene Sache aber die Wirklichkeit sieht dann doch immer ganz anderst aus. ;)


    So viel von mir zu diser Diskussion. Habt Spass.

    Die San, Hadza, Yanomami und viele andere Völker der Erde jagen erfolgreich seit Jahrtausenden ohne Pfeilauflage und Nockpunkt.
    Ist alles einer Frage der Übung, kann ich so bestätigen aus eigener Erfahrung.


    Stimmt nicht ganz. Weil es wahr ist das Uebung den Meister macht, so muss gesagt werden das ohne irgendwelche anhaltspunkte, sei das Nockpunkt und Pfeilauflage oder auch nur eine einfache Markierung am Bogen und der Sehne, eine constant reproduction vom gleichen Schuss fast Unmoeglich ist. In meiner Sammlung habe ich einige Boegen von "Primitive" Voelkern, darunter Afrikaner und Indianer, und sie alle haben eine markierung und sei es nur eine kleine Kerbe im Bogen und ein Knoten oder ein duener anderst gefaerbter Faden der in die Sehne eingedreht wirt. Wie alle Bogenschuetzen ja wissen, oder wissen sollten, muss um Zielgenauigkeit zu ereichen jeder Schuss genau reproduziert werden koennen.


    Egal wie oft man uebt mit einem Bogen es ist rein logisch ein Ding der Unmoeglichkeit das man ohne Anhaltpunkte, egal welcher art, durch laernen immer wider den Pfeil genau am selben Punkt auf dem Bogen anlegt oder an der Sehne Nockt. Nur ein einziger Zentimeter verschiebung des Pfeiles am Bogen oder an der Sehne wirt den Pfeil ganz woanders hinschicken. Beim nur so zum Spass einen Bogen zu schissen kommt es bestimmt nicht darauf ob der Pfeil nun einige Zentimeter hier oder dort ausserhalb de 10er Ring einschlaegt, aber bei der Jagd, speziell auf Kleinwild, kann das der Unterschied zwischen tot, fast tot, oder verletzt bedeuten. Als Jaeger ist es meine Pflicht jedesmal mein menschlich bestes zu geben um einem Tier auf dem schnellsten Weg das Leben auszuhauchen und dazu ist mir dieser Bogen einfach nicht gut genug. In the Theory ist immer alles machbar, am Schissstand kann man schon mal ein Auge zudreucken wenn es nicht so geht wie man dachte oder wollte, aber beim Jagen muss alles Stimmen oder man solls bleiben lassen.