Beiträge von FarmerBoy

    Google mal unter "Hunter Pack Frame" - dann findest Du Namen und ggf. Kaufmöglichkeiten für solche Lastentragen.


    Man könnte ev. auch das Tragegestell eines US-ALICE-Packs nutzen, die gibt es sehr günstig in gebraucht in der eBucht.
    Haben aber unten keine Ausladung und sind m.E. sicher nicht für 50kg Last ausgelegt...


    Gereon
    PS: Wir hatten so etwas in Holz und im Selbstbau früher in der Landwirtschaft, um z.B. Dünger oder Mauersteine auf
    dem Rücken in unsere steilen Weinberge an der Mosel zu tragen...so etwas haben geschickte (Holz-)Handwerker gebaut.

    Hallo Leute,


    leider haben sich die Pläne meiner Eltern Termin-mäßig geändert (weiß ich seit heute Nachmittag),
    daher werden wir 3 leider nicht zum Oster-Treffen kommen können, leider.


    Euch allen eine schöne Zeit!!!


    Gereon, Oksana und Justus
    PS: Wir fahren dieses Ostern mit meinen Eltern zusammen weg und sind daher nicht völlig unabhängig in unseren Planungen...

    @ TappsiTörtel:
    Uuups - da sind die Preise aber scheint's irgendwie explodiert. :confused Habe so um die 15-20EUR/St. im Kopf...
    Der Kunststoff ist stabil und zäh-elastisch, kein bruchempfindliches Hartplastik.

    Hallo Sel!


    Beim von mir angesprochene Tisch-/Taschenstativ von Hama sind die 3 Beinchen (die Du eingeklebt hast) mittels Gewinde befestigt, d.h. man kann sie abschrauben. HAMA Tisch-Klemm-Stativ So wird das Packmaß wirklich klein & kompakt.
    Der Pedco Ultrapod trägt übrigens DEUTLICH mehr als Deine Videokamera...hat auch schon meine analoge Spiegelreflex getragen. Deswegen reite ich ja so auf diesem unscheinbaren Ding 'rum: Extrem klein & leicht, dabei multifunktionell und rel. billig. Kein Vergleich mit den üblichen Tischstativen (zu wenig Traglast) oder Gorillapods (rel. teuer).


    Eine reine Anwendung in der Höhle war mir vorher nicht klar...da ist selbstverständlich kein Baum/Ast usw. vorhanden.
    Wobei: Dann wäre der Ultrapod eben ein 3-Bein-Tischstativ - wie Dein selbstgebautes Stativ auch.


    Nichts für ungut!


    Gereon

    Was beim Gorillapod die flex. Beine sind, ist beim Pedco das Klettband. Damit befestigt man das Stativ an glatten Verkehrsschildmasten, an Parkbanklehnen, an Ästen/Bäumen sowieso und noch an Vielem mehr - und zwar richtig stramm fest. DAS ist ja der Clou...ein simples 3-Bein-Tischstativ wäre ja nichts Besonderes.


    Übrigends: Tischstative mit 4 Beinen gab's schon in den 50ern mit abnehmbaren und in der Mittelsäule verstaubaren Beinen - bei Hama (?) sogar mit eingebauter Tischklemme.

    Schöne Sache Sel, Dein Stativ aus Metall. Die Idee mit dem Theraband ist Klasse!
    Nutze als langes 3-Bein-Stativ auch ein Metallteil aus den 1950er Jahren, ergänzt um einen modernen aber leichten Kugelkopf. Das wurde bislang in Sachen Packmaß, Auszugshöhe und Gewicht noch von keinem modernen Stativ geschlagen.


    Habe aber auch das angesprochene Kunststoff-Ministativ mit Klettband seit über einem Jahrzehnt im Gebrauch, nennt sich im Original "PEDCO UltraPod". Super klein, super leicht - und wirklich funktionell. Zusammengeklapt in etwa die Größe eines Taschenmessers. Hält auch schwere Kompaktkameras locker! Habe noch etliche Löcher zur weiteren Gewichtsverminderung in die Beine gebohrt, das macht nichts in Sachen Stabilität. Das Klettband wurde mit einem Klettband von einem alten Laptop-Netzteil verlängert - die sind lang und extrem leicht. Das hält 1000mal besser als diese schweren GORILLAPOD-Dinger. Also bei mir bewährt es sich bestens - in der Natur und bei Städtereisen. Der Kugelkopf ist aus Metall, und man muss ihn nicht so hochstellen wie auf dem Werbebild - dann liegt der Schwerpunkt sogar sehr niedrig.


    Gereon


    PS: Was natürlich auch geht: Eine flache Aluscheibe mit 1/4"-Fotogewindeschraube nach oben und 3 Löchern mit ca. 8-10mm Durchmesser. In die Löcher kommen vor Ort gefundene und passend angespitzte (Haselnuß)Stecken - fertig ist das 3-Bein-Stativ á la Bushcrafter.


    Oder ein "Bohnebeutel" / bean bag - gefüllt mit den Frühstücksflocken/kleinen Nudeln/... - den Unterbau aus Holz/Steinen bastelt man sich vor Ort.

    @ TappsiTörtel: Wegen der rel. hohen Preise für vergleichsweise preiswert herzustellende Funktionsunterwäsche kaufe ich diese beim Arbeitskleidungsausstatter (lange Winter-Unterwäsche aus PP) oder im Supermarkt (LIDL z.B. hat sowas immer wieder im Jahr für Wanderer oder Radfahrer im Angebot).


    @ Sel: Wenn es nur um wenige Tage geht ist Wolle nicht schlecht, weil die Faser sehr gut Feuchtigkeit aufnehmen kann ohne sich nass anzufühlen. Damit entfällt das Trocknen müssen, in gewissen Grenzen. Wenn es gute Merinowolle ist, trägt sie sich sogar sehr angenehm auf der Haut. Die Vorteile gegenüber Feuer kommen dagegen bei einer Feuer-losen Tour nicht zu tragen. Es gibt auch 2-lagige Textilien: PP auf der Haut und Merino oben drüber, als langes Unterhemd. Gibt's bezahlbar online bei ebay z.B. - Stichwort Ski-Unterwäsche.


    Es gibt ja so Feuer-lose Trekking-Menüs, bei denen ein "Hitze-Beutel" mit einem Pulver (gebr. Kalk oder eine Art Eisenspäne+Katalysator) beigelegt ist. Wasser dazu, das ganze in ein isol. Behältnis gepackt - und nach 8-10 Minuten oder so ist das Essen heiß & gar. Das wird sehr heiß - ist ev. eine Idee für Dich... die US-Streitkräfte haben so etwas, nennt sich "MRE" (Meal Ready to Eat) - und diese "Hitze-beutel" gibt's auch einzeln zu kaufen, ebay hilft Dir. Wärmende Einlegesohlen arbeiten übrigens m.W. nach demselben Prinzip, nur mit gemilderter Wärmeabgabe.


    Gereon

    Gebe auch noch meinen ergänzenden Senf dazu:
    Habe eine dieser 1g Sekundenkleber Mini-Tuben dabei, gut bei Schnittwunden. Die Betaisodona ist umgefüllt in einen richtig dicken Trinkstrohhalm (oben und unten mit dem Feurzeug weich gemacht und mit der Flachzange verpresst - Druck-stabil dicht und klein). Panzerband (aus dem Reparatur-Kit) klebt gut als oberste Lage - auf sich selbst geklebt und geflatet nimmt es nur wenig Platz weg und dient auch als Notfall-Zunder. Blaues Stretch-Band klebt prima auf sich selbst, ist sehr leicht und universell nutzbar, nicht nur bei (Schnitt-)Verletzungen.


    Wenn es mit Messer/Säge 'rausgeht, also eher ein dezidiertes bushcraft-Draussensein mit viel Klingenbenutzung statt meinem üblichen UL-Wandern, dann kommt noch ein Israeli-Bandage + ein Mini-Tourniquet mit. Wer mit diesen mil. Schnell-Druck-Verbänden umzugehen gelernt hat weiß, dass sie sehr vielfältig einsetzbar sind bei lebensbedrohenden Verletzungen.


    Wenn ich solo unterwegs bin ist mein Kit minimal - ich muß nicht die EH-Ausrüstung für jede mir eventuell begegnende fremde Wandergruppe dabei haben. Mit der Familie ist das Kit etwas größer und lockerer gepackt, primär um Pflaster und Sprüh-Wunddesinfektionsmittel ergänzt.


    Das Wichtigste ist darüber hinaus m.E. ein immer wieder aufgefrischtes und praktisch geübtes Erste-Hilfe (Outdoor) Wissen!


    Gereon

    Hi Sel!


    Bei den Taschenöfen gibt's auch die Variante mit einem einlegbaren Kohlesteifen, der langsam abglimmt. Hatte beide Varianten (Benzin-Katalytbrenner & Kohle), beides geht und ist nicht teuer. Wärmt lange - aber zum Trocknen von Klamotten reicht das m.E. nicht aus. Ist eher was für Jäger oder Naturbeobachter, die lange unbewegt in der Kälte sitzen und Wärme an den Füßen oder Händen brauchen.


    Klamottentechnisch könntest Du auf hydrophobe Textilien gehen, zumindest für die erste Schicht auf der Haut - "Funktions-Unterwäsche". Die trocknet sehr schnell, auch durch Körperwärme. Weiterhin wärmen zwei sehr dünne Lagen Stoff übereinander genausogut oder etwas besser als eine dicke Lage Stoff - aber die dünnen Lagen trocknen deutlich schneller wenn sie einzeln aufgehängt werden. Ansonsten gilt (für mich): Nicht in's übermäßige Schwitzen kommen, sehr gute Ventilation Tag & Nacht anstreben.


    Dein Gerödel hat eben, neben dem m.E. unmäßigen Gewicht (18kg für 5 Tage - ohne Zelt & Küche :eek ) auch noch andere Nachteile...die musst Du wohl in Kauf nehmen wenn Du dabei bleibst. "Jeder Jeck ist anders!" - ist ganz und gar nicht böse/abwertend gemeint!


    Viel Spaß,
    Gereon
    PS: Wenn es Dauerfrost = permanent deutlich unter 0°C hat, ist es m.E. draussen viel angenehmer und leichter auszuhalten als bei Schmuddelwetter um +/- 2°C.

    Hallo!
    Wenn Du den Rohrkolbensamen unbehandelt/nicht-nitriert verwenden willst (was ebenfalls sehr gut geht) dann musst Du ihn nicht waschen. Meine Rohrkolben (waren 2-3 St. - reicht ewig) habe ich einfach im Heizungskeller sehr gut getrocknet.


    Wenn Du das erste Mal ein wenig Samen vom trockenen Kolben "abpflückst" ist es aus meiner Erfahrung ratsam, den restl. Kolben danach in einen Ziplock-Beutel zu stecken und gut zu verschließen. Nicht selten zerlegt sich der Kolben nämlich danach von alleine innerhalb der nächten 48h, und der Raum sieht aus wie nach einem Rohrkolben-GAU! :D


    Gruß,
    Gereon

    Klaro geht das, sogar als Anfänger. Geduld und gute Nähmaschine vorausgesetzt...
    Habe mir 2. Wahl-SilNylon von ExTex beschafft, und ein 2.9mx3m tarp genäht. Funzt prima.


    ABER:
    Es ist inkl. aller Materialien + Porto usw. nicht wesentlich billiger und auch kaum leichter geworden
    als z.B. das BE-X RangerII-tarp - welches sehr gut und Bushcraft-tauglich ist.
    Das ist nicht schlimm, nur gut vorher zu wissen.


    Soviel von mir dazu...


    Beste Grüße,


    Gereon

    Hallo zusammen,


    muß leider meine frohen Mutes gegebene Teilnahme-Zusage wieder zurücknehmen, weil mir nun ein dienstl. Termin blöderweise in die Quere gekommen ist am Wolterdingen-Wo.-Ende.
    :wallbash


    Euch allen ein schönes Treffen!


    FarmerBoy / Gereon, der lieber dabei wäre...
    :tarp

    Hallo Sel,


    meine positive Einstellung zu (Ultra)Leicht kennst Du ja schon...daher jetzt nichts dazu von mir. Wasser habe ich unterwegs immer etwas mehr als genug dabei (2-3l), weil ich gern sehr viel trinke und oft keine Ahnung habe wo es Nachschub gibt.


    Wasserbehälter habe ich immer mehrere dabei, so dass ich auf insgesamt 4- 5l Speicherkapazität komme. Aber nicht, um die dauernd zu Schleppen. Eher als Vorrat am Abend, für ein ansonsten "trockenes" Nachtlager ( = damit auch i.d.R. ohne Stechmücken, weil nicht in Wassernähe). 3l Playtpus + 2-3x 0.75-1l PET-Flaschen o.ä.,unter anderem auch um nicht bei Undichtigkeit eines gr. Behälters gleich das kpl. Wasser zu verlieren. Außerdem dient der aufgeblasene 3l-Platypus als Kern meines (UL)Kopfkissens...ach ich wollte doch davon nichts schreiben... ;-)


    Ein optisch sauberes Fließgewässer auswählen, Filtern (unterwegs) oder Abkochen (beim Lagern) - tu es einfach. Ist wie beim ersten Mal outdoor sche...n - mit jedem Mal wird es leichter und selbstverständlicher. Hygiene ist das A und O dabei: gefiltertes Wasser kommt nur in Flaschen die nie ungefiltertes Wasser gesehen haben, Filter regelmäßig Rückspülen & Austrocknen lassen usw.


    Just do it.


    Gereon
    PS: Wenn das Wasser frei von Schwebstoffen ist, dann ist AQUAmira/AQUAventure als chem. Keimabtötung OHNE Chlorgeschmack und mit sehr hoher Wirksamkeit gegen alle relevanten Keime eine gute Wahl, auch im Winter wo ein Filter durch Frost Schaden nehmen kann.

    Hallo Buschkrieger,


    33kg Gesamtgewicht - wow. "Lernen durch Schmerz - Motivation durch Entsetzen" fällt mir dazu nur ein... ;-)


    Kannst Du uns denn ein wenig mehr an Daten von der nun real durchgeführten Tour mitteilen?
    Wie viel Kilometer pro Tag bist Du denn nun gelaufen - und wie viele Tage autark hinsichtlich Versorgung?
    Was war überflüssiges dabei für Dich, und wie sah es mit der Nahrung aus? Zu viel, zu wenig, für wie viele Tage geplant usw.


    Warum frage ich?
    Nun, weil ich/wir lernen will aus den/Deinen Erfahrungen. 10 Tage autark wären ja so ca. 10kg Trockengewicht an Nahrung. Dann blieben noch ca. 23kg an "gear" übrig. Selbst im Winter mit Minusgrade, + equipment für unseren damals 3jährigen Sohn, + "ultra-heavy" Ausrüstung kam ich seinerzeit auf "nur" 18.5kg Ausrüstungsgewicht... - "NIE wieder!" hab ich mir damals geschworen.


    Was hattest Du also dabei, wie lange warst Du autark und was würdest Du konkret bei derselben Tour beim zweiten Mal anders machen?


    Danke vorab für's Info-Teilen!


    Gereon

    @ krupp: Alles gut, wir stimmen ja inhaltlich voll überein.


    Sonstiges:
    Wenn man sich die für einen selbst & für die Tour richtigen Ausrüstungsgegenstände zusammengestellt hat und damit normal-pfleglich umgeht, dann halten UL-Dinge mindestens genauso lange wie normale Gegenstände. Was geringer ist ist die Redundanz (= zig Ersatz-/Alternativ-Ausrüstungsteile) außer bei essentiellen Dingen wie z.B. den "5C" des Überlebens. Weiterhin wird viel mehr Verlass auf entwickelte Fähigkeiten ("skills") gelegt, statt auf bomben- & idiotensichere Ausrüstung - die einen ja dann dennoch im Stich lassen kann. Hingegen ist das kpl. Weglassen von überlebens-wichtigen Dingen oder eine zu schwach-dimensionierte oder zu kleine Ausführung dann schon wieder "stupid light".
    Eine Faustformel von J.Johansson lautet: "Three for Three " / 343" - d.h. max. 3 Kilo für die 3 schweren Systeme Wetterschutz&Schlafen, Kochen, Tragen (=Rucksack). Das geht erprobtermaßen auch in Nord-Skandinavien und im Winter. Wenn man das mit 2kg (= "243") hinbekommt ist man schon sehr sehr leicht - geht aber i.d.R. nur bei sehr gemäßigtem Klima.


    Beispiele für leichte aber stabile Ausrüstungsgegenstände:
    Statt der 1.83m-langen LuMa + dicker Schaummatte im Sommer ist's dann eben nur eine 1.2m lange Version + Fensterfolie, für den Rest dient der Rucksack als isolierende Unterlage. Ein korrekt aufgebautes SilNylon-tarp mit 450g ist sturmfester als manches schwere Zelt. Statt Trangia-Komplettkochset mit zig Töpfen & Pfanne usw. tut's eine große Topftasse + ein Becher. Statt 300g für einen Kulturbeutel reichen auch eine Zahnbürste (absägen bringt primär etwas für's Packmaß) und etwas Trockenseife/Seifenblätter/ein walnußgroßes Stück Seife im Plastikbeutel. Fertig. Waschlappen, Duschgel, extra Seife/Duschgel/Geschirrspülmittel/Zahnpasta/Deo usw. alles nicht nötig. Lieber häufiger gründlich mit reinem Wasser waschen, Körper & Kleidung. Statt Edelstahl-Bw-Essbesteck tut's ein Alu-Löffel, hartanodisiert. Ist sogar noch viel leichter als die Titan-Klappdinger. Statt Bowie-"Schwert" tut's oft auch ein Opinel. Säge/Beil/Axt/Klappspaten usw. sind beim Wandern auch überflüssig.
    Zwei dünne Lagen Kleidung wärmen mehr und trocknen einzeln schneller als ein dickes Teil, und sind darüber hinaus auch wg. der erhöhten Kombinationsfähigkeit flexibler nutzbar. Und i.d.R. leichter. Statt zig Textil-Stausäckchen für alles mögliche reichen einige Ziplock-Beutel und max. 2 Stausäcke. Eine stabile Mülltüte als Rucksack-Liner schützt zuverlässig und 100%dicht gegen Wasser, statt der doppelt so schweren Rucksackhülle die den Rücken und die Gurte nicht mit abdeckt. Leichte Schuhe sind ein Traum, erspart einem die zusätzlichen Camp-Schuhe und die Sandalen für die Wasserdurchquerung - geht aber nur mit leichtem Gepäck auf dem Rücken.


    So könnte man ewig weitermachen...es ist ein evolutionärer Prozeß und die Gewichtsersparnis bringt einem auf jedem Level neue Zusatz-Effekte. Aber man muß sich da selbst hin entwickeln, so weit wie man das eben mag & kann. Ein Rucksack voller sauteurem und frisch gekauftem "UL-Gear" kann immer noch schwer und garnicht "UL" sein. Und ein einzelnes Teil allein ist niemals "UL" - es ist ein Ausrüstungsgegenstand, mehr nicht.


    Das Ganze ist ja auch nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck: Leicht & unbeschwert auch sehr sehr lang & weit gehen zu können, weil man keine schwere Last zu schleppen hat. "The camper finds his/her comfort in camp - the UL hiker on the trail" - darum geht es. Dies verdeutlicht auch, daß jeder Stil seine Berechtigung hat. Wenn man primär sehr weit wandern will, wird jedes überflüssige Gramm im Rucksack sehr schnell zur Plackerei. Bei <15km und nur an den 2.5Tagen eines üblichen Wochenend-Trips ist das dagegen meist völlig irrelevant.


    Gereon


    PS: Hier ein Bsp. von mir gepostet auf FB bei der Gruppe "BC Ultraleicht", für einige Tage im dt. Wald >0°C


    37l-BERGHAUS-RuSa (300g); LIDL-Windjacke mit Kapuze (115g); RAB-DaunenSchlaSa (592); MYOG Rain-Kilt (66g); FroggToggs/DriDucks Regenjacke (192g); TrashCompactorBag/RuSa-Liner (66g); MYOG-TYVEK-Bivy (201g); T-A-R xtherm short (283g); GossamerGear SpinnTwinn + 8 Ti V-Heringe+alle Leinen (413g); FirstAid-Kit (98g); Fire&Repair-Kit (66g); Toilettenpapier, wasserfest verp. (40g); 250ml Spiritusfl. stabil (30g); Wash-Kit (13g); AquaMira-Kit (33g); Sawyer-Mini +1l-Faltflasche+Schöpfbecher (50g);Kompass+Licht+Pfeife+Mini-Multitool (66g);modif. OPINEL No. 7 (30g); PETZL E-light+ (25g); SAWYER Faltflasche 1l (27g); PLATYPUS 2l-Faltflasche (30g); Kappe (29g); Schlafstrümpfe (15g); lange U.-Hose (128g); langes U.-Hemd (165g); 1qm-Bw-Tuch (45g); Kochkit+cozy (158g); 600ml-Faltbecher (46g); KuFa-Winterjacke (372g); angepasste 160cm lg. 3mm Schaum/Alu-Isomatte (65g)
    Am Körper: lange Hose, T-Shirt , Langarmhemd, Basecap, Trailrunners, Uhr, Ausweis, Bw-Taschentuch

    @ Krupp: Meine Angabe mit 1kg/Tag bezog sich auf hochkalorisches Trockenfutter mit mind. 3.000kcal/Tag. Daraus wird nach dem Zubereiten deutlich mehr als 1 kg Nahrung. Im Winter und/oder bei andauernd hoher Anstrengung auch 1.5-1.75kg/Tag Trockenmasse. Das persönliche Maß muss jeder selbst (idealerweise VORHER auf geeigneten Testtouren) herausfinden - auf langen Touren und mit entsprechend anstrengendem Tagesprogramm steigt der Kalorienbedarf u.U. noch gewaltig an. Habe dazu keine eigenen Erfahrungen, hüte mich daher etwas zu raten. Diejenigen die solche Touren gemacht haben berichten von fast unersättlichem Appetit - und Ray Jardine führt die hohe Abbrecherquote auf Fernwanderungen primär auf diverse psychologisch-verbrämte Effekte von schlichter Mangelernährung zurück. Herausfordernd sei wohl auch, die notwendigen Kalorien auf längeren Touren in einer leckeren (!) Form zu haben, weil sonst der Widerwillen bis hin zum Brechreiz schlicht die Nahrungsaufnahme erschwert bis unmöglich macht.