Posts by Odin

    :gb Alles Andere als trocken zu lesen, man wundert sich eher , dass man schon durch ist. Wie es deinem Finger gehn mag kann ich nachfühlen. Ich hab mir im Winter 2016 einen Nervenschaden in den Fingern beider Hände zugezogen. Die Finger der rechten Hand wurden besser, die der Linken sind immer noch wie in dem Winter. Linker kleiner Finger lässt sich nicht ausstrecken und die Kraft in der Hand ist weit weg vom Zustand früher.


    Tjaja immer diese Einflüsterer, wenn ich auf nem Mittelalterfest bin flüstert auch immer Wer "Das fehlt dir nochund das auch und Das solltest du dir auch zulegen und überhaupt hast du noch nicht.......". Furchtbar diese Flüsterer in den Ohren. ^^

    "Schnitzen" muss ich demnächst. zumindest Holz für nen Messer/Sax-Griff grob in Form schnitzen.

    Und das Schnitzen dass ich meinte, da braucht man auch eindeutig künstlerisches Talent^^

    Das ist mein Pech, mit schnitzen reichts bei mir grob für nen Löffel oder so.

    Ich hab schon so kleine Bügelsägen im Wikinger-Design gesehn.

    Ich kann mein im Web gesammelten Bilder von solchen sägen hier nicht einstellen wegen Urheberrecht, aber wer sucht findet von Sowas Bilder zb auf Pinterest.de


    Schnitzen müsste man halöt können ........... :wallbashX(:D

    *Notiz an mich* Ausrüstungsteil gefunden was noch fehlt


    Find ich gut dein Sägchen. Die Bauart ist ja schon alt, gut dran ist dass man die für jede Blattlänge machen kann. Warum hab ichj sowas nicht schon bei der Ausrüstung, gabs ja immerhin schon bei Wikingers. (nein nich bei den Fernseh-"Vikings", sondern bei den echten)

    Kuckuck :winken, ja es ist zum Fürchten.

    Ich schreib wieder nen Beitrag (mein Mitleid wird euch Nachts im Schlaf heimsuchen:unschuldWie Das so ist, man durch sucht eine Kiste für Markt-Gewandung und -Ausrüstung für die Feste im Jahr 2019 und findet neben 2 Gürteltaschen, 2 Gürteln und allerlei Kleinkramm ................. nen Sax.

    Der hier entstand aus einer längeren Klinge von nem Mittelalter-Flohmarkt ( ja sowas gibts). Der Erstbesitzer kaufte ihn weil er damit Schnitttests usw machen wollte. Aber nach den ersten Schlägen merkte er, das Teiol sah zwar gut aus aber die Befestigung im Griff war :wallbash

    Ich konnte das Teil damals billigst erwerben , waren 5.- oder so. Daheim das Ding mit dem schiefen Griff erst mal angesehn und gemerkt dass der Knauf nur aufgeschraubt war. Also das Ganze ab in den Schraubstock und mit ner zange den Knauf runter geschraubt. Und siehe da schon fand sich der Grund für den schieffen griff. Die "Klingenangel" war sage und schreibe 3 cm langund am ende noch eine ca 10 cm lange Gewindestange angeschweisstX(.

    Aalso was tun? Nach 1 Tag wundern und Kopfschütteln über die Montage das Ganze noch mal angesehn. Ok der Griff war Schrott, aber die Quali der Klinge gar nicht mal soooo schlecht. Also packte Odin Messband, Stifft und Klebeband, zeichnete auf die Klinge eine neue Angel auf und klebte alles ab was nicht weg sollte.

    Das Ergebniss war ganz Zufrieden stellend und so gings weiter mit dem Umbau. Derb2-teilige Knauf und die Parrierstange aus Mewssing flogen erst mal in die Materialkiste (kann man ja immer noch für was brauchen).

    Also gab es nen neuen Griff mit den Materialien (Reihenfolge des Aufbaus von Klingenseite zum Ende) Messingblech, schwarzes Leder, Hirschhorn, Leder, Messing, Leder, 120Jahre altes Kirschholz, Leder, Horn (geschliffen), Messingblech.


    Für Skuzzlebud:

    Die Scheide hat einen Holzkern in der Art wie du ihn vorgeschlagen hast.

    Masse des Ganzen: Länge gesammt ca 52cm (die Klinge war vor dem Umbau von der Spitze bis zum Griff 55cm)

    Länge Griff ca 14cm

    Länge Klinge ca 38cm

    Klingenbreite ca 4,5cm

    Klingendicke ca 4mm

    Gewicht nennen wirs mal "Satt"^^


    Und Ja, das Teil hatte mich einige Male auf Tour begleitet. Hatte nie nen Grund mich drüber zu beklagen.

    Zum Grössenvergleich hab ich euch mal das Messer was ich bis letzes Jahr als EDC trug, und vom Manly Drugar abgelösst wurde, dazu gelegt.

    Zufälliger Weisse im gleicher Bauart, nur ohne Messing. Beim Messer ist die Klinge 9cm lang.

    Zu erst mal, ich nehm dir in keinster weisse was krumm. würde ich keine Kretik und kein Meinungsaustausch wollen, wäre ich als mensch in jeder Art Forum falsch. Also immer her mit Anmerkungen, Kritiken, Fragen oder Hinweissen.:)


    Die von dir beschriebene Bauweisse ist mir gut bekannt. Ich habe auf dem Weg 3 Schwertscheiden gebaut (die 4. steht wohl Heuer auch noch an).

    Ich hätte vorher anmerken sollen, dass es mir bei dem Bau darum ging die Scheide mit Möglichkeiten zu fertigen wie sie Damals zur verfügung standen, also ohne Maschinen usw. Das schliesst dann aber auch den Gebrauch "moderner" Materialien aus. Du hast ganz recht , dass es auf die von dir beschriebene Art wesendlich stabiler und einfacher gewesen wäre, das steht ganz ausser Frage.

    Was nun die Trageweisse angeht, Ja die war tatsächlich so. Es sind genügen Reste von Saxen und der Metalbeschläge der Scheiden vorhanden um eindeutig zu sagen , dass minderstens 90% der Saxe so getragen wurden. Das Ziehen mag dir umständlich erscheinen, für mich ist sie nach Jahren des Tragens und Benutzen von Saxen ganz normal. Die Frage ist eher wo man den Sax trägt. Also wo am Gürtel. Trägt man ihn hinten am Rücken geht es zB sehr einfach. Auch an der linken Hüfte geht es sehr gut, so trugen ja auch zB die Samurai ihre Säbel (der Begriff Schwert ist für japanische Klingen eigendlich falsch. Es handelt sich dabei um 2-händige Säbel). Und auch mit dem "Griff" wie die Samurai ihre Waffen zogen , zieht man auch den Sax. Führt man den Sax dagegen vor dem Bauch oder als Rechtshänder an der Rechten Hüfte tut man sich schwer. Gerade im Kampf mit einem Schwert oder einer Axt ( je nach Wohlstand des Kämpfenden) im Zusammenspiel mit einem Schild ist es einfacher einen Sax aus einer Scheide zu ziehn die man am Rücken am Gürtel trägt. Darum trugen die Römer ihre Gladi an der rechten Hüfte um beim ziehn des Kurzschwertes nicht die Deckung durch ihren Schild öffnen zu müssen. Sie hätten sonst nicht nur Ihre Deckung geschwächt sondern mit dem Schild auch ihren Nebenmann in der Formation behindert. Also immer schön den Schild vor dich halten und die Klinge so tragen dass nix im weg ist. Saxe in der Grösse von meinem wurden "auch" als Waffe benutzt. In der Grösse war es meistens mehr in Gebrauch als Allzweck-Klinge oder kurze Machete.

    Zu den Scheiden der Saxe muss man sagen, dass diese oft reich verziert waren mit Silberbeschlägen oder Welchen auch vergoldeter Bronze. Vermutlich hatten die dann auch farbige Verzierungen und geprägt Muster und stellten für ihren Besitzer schon einen gewissen Wert da. Man muss bedenken dass zu der Zeit ausser der Kleidung die Jemand trug ein Messer/Sax oft sein einziger Besitz war. Es war auch nicht üblich dass es in der Küche oder dem Haushalt mehrere Messer gab die Jeder benutzen konnte. "Geld" war damals bei den unteren Schichten Mangelware, von Lohn den ein Bauer oder Handwerker einem Knecht zahlen würde ganz zu schweigen. Also stellt niicht nur die Klinge einen gewissen Wert da sondern auch die Scheide und die wollte man schonen so gut es ging.

    Für den Bushcraft-Einsatz werde ich mir noch eine 2. Scheide fertigen, zB erweitert durch eine Sicherung um zu verhindern dass der Sax raus rutschen kann. Für den Einsatz im andern Hobby reicht die hier, aber für Bushcraft ist sie doch etwas klobig. Die wird dann entweder aus festem Leder oder mit einem Kern in dem von dir beschriebenen Aufbau, dann aber mit einem Überzug aus festem Leinenstoff den ich dann einfärbe und wetterfester mache.

    Die beiden andern Klingen die noch auf Griffe warten sind dann doch etwas gross^^.


    Der Link ist nun keine Werbung. Es handelt sich dabei um die von mir bestellte Klinge. Im Link stehen halt in der Beschreibung alle Masse, Das Material und die Härte der Klinge.

    https://www.peraperis.com/Mess…e-Angelsachsen-Bowie.html


    Der Sax ist/wird Teil meiner neuen Bushcraft-Ausstattung. Ich werde ausser der Bisherigen eine zusammen stellen die der "damaligen" Zeit nahe kommt. Nen grossen Teil hab ich ja durch mein anderes Hobby schon hier. Eigendlich fehlt nur noch die Bereiche Transport und Lager.

    Und weiter geht die Fahrt .......


    Heute Vormittag (zählt 4.00 Uhr schon als Vormittag?) packte mich der Rappel und es juckte mich in den Fingern.

    Also zuerst mal in die Küche und Kaffee gemacht, dazu sanfte ruhige Metal-Musik (ja sanfte, waren Pagan-Viking-Metal. Im Verhältnis


    zu dem was ich sonnst höre beim Basteln richtig entspannt) und dann zusammen gesucht was ich brauchen könnte. Unter anderem 2 Sorten Leder

    (fragt mich nicht welche, bin kein Lederfachmann), die beiden Nähsets aus meinem Rucksack, 2 Metallringe, ein Rollmesser, usw usw usw...... .

    Los gings mit ner Schablone, Die Teile für die Scheide ausgeschnitten, gelocht und ................. gemerkt dass man sich verzeichnet und falsch ausgeschnitten hat.

    Nach noch ner Tasse Kaffe um wieder runter zu kommen alles von Neuem. Den Holzkern aus Leder gelegt, angezeichnet wohin die Löcher müssen, und dieses Mal geschaut ob alles richtig ist (Freude...Freude...Freude, es war alles richtig).Die Lederhülle an sich besteht aus einem Stück Leder mit einer dreieckigen Aussparung in der Mitte von der dann beide Kanten zusammen genäht werden.

    Dann noch 2 Ringe mittels Lederstreifen an der Scheide fest gemacht und zum Abschluss der Holzkern in die Lederhülle gedrückt und geschoben und gepresst.

    Dann nimmt man den Sax, schiebt ihn in die Scheide und dann kommt der Moment wo man merkt, dass man bis hier her vergessen hat von der Aktion Bilder zu machen (seuftzelllll).


    Na gut, müssen eben die von der Fertigem reichen. Mit dazu pack ich euch 2 Bilder eines anderen Messers mit Knochengriff von mir. Entstanden etwas ums jahr 2000. Der Griff besteht aus dem Rippenknochens eines Ochsen der mir beim grillen mit Freunden in die Hände gefallen war, also der Knochen nicht der ganze Ochse.

    Die Klinge hab ich erst mit nem Winkelschleifer aus einer Stosssrange von nem FIAT: Dukato rausgetrennt.Dann in Form geschliffen und geschärft. In den Knochen einen Schlitz gesägt, Klinge rein, dazu etwas 2- Komp- Kleberin den Schlitz und etwas dünnes schmales.Lederband drum rum.

    Euch fällt auf die Schnelle sicher der Essspiess auf, der liegt da nur zum Grössenvergleich. Was euch noch auf fällt ist bestimmt die etwas "unsaubere" Kannte und wieviel Material die Scheide an der stelle noch hat. Das ist so,weil da noch was hinkommmt, . Vie später mal.

    Original Scheiden hatte dort Metallbeschläge. Ich pack euch dazu nen Link von nem Messer rein. Ich habe das Messer selber, aber bis ich nun die Kamera hohle um Bildder davon zu machen... . Durch die Beschläge verschwinden die unsaubern Kanten später.


    Also ab nun mit euch und lesen.


    Ups, fast den Link vergessen. Hier is er.

    https://vehi-mercatus.de/Wikin…beschlagener-Lederscheide

    Tach, ich mal wieder......

    und hier ist es das Update Nr. 3


    Ich bin Heute mit den Holzarbeiten fertig geworden.

    Der Holzkorpus besteht aus Fichtenholz-Latten aus dem Baumarkt in der Grösse 70mm x 10mm x 1000mm.

    Wie man den Korpus baut, dazu gibts ja gute Videos auf YT. Ich denk mir das Beschreiben von aufzeichnen, sägen, schleifen, -hohlräume ausarbeiten usw sparen und geh auf paar Details eindie man(n oder Frau) beachten sollte.

    Zuerst wäre da mal die Gesammtdicke der Holzkörpers. Wenn man Leder drüber ziehen will sollte man schauen wie dick der Griff ist. Bei einer Saxscheide ist in den meisten Fällen minimum die Hälfte des Griffes in der Scheide. Macht man den Körper nun zu flach kann es dazu führen, dass das leder zuweit absteht oder zu eng ist am Griff. Ausserdem, je nach Holz kann es passieren dass der Körper bricht wenn man drauf fällt wenn das Ganze zu dünn ist. Bei mir ist ja noch ein Handschutz am Sax also muss ich da erst recht acht geben. Sonnst is das Leder vermurkst und ich muss den Teil neu machen.

    Wer sich so ne Scheide bauen möchte sollte sich selbst einen Gefallen tun. Arbeitet am Scheidenmund auf beiden Seiten ein Rampe ein. Der wirkt wie eine Art Trichter für eure Klinge. Es passiertb euch sonst öfters dass ihr beim einführen der Klinge ins Leder stecht und dann wäre die ganze Mühe ja für die Katz (miau).

    Es gab/gibt Holzscheiden nicht nur mit Lederüberzug , sondern auch mit Stoffüberzug (neinnnn, nicht den Stoff den manche legal in Holland rauchen).

    Ausserdem kann man (muss man aber nicht) ins Innere der Holzscheide auch Leder, Fell, Filz oder dickeren Stoff kleben. Wie gesagt kann man, ich hab es gelassen. Der Grund ist, dass durch das eingeklebte Material die Klinge geschützt werden soll vor zb Rost. Dazu fettete / ölte man die Klinge ein und schob sie paarmal Hin und Her. Genau darum mach ich das bei nem Sax der Grösse nicht, ich mag kein Waffen- oder sonstiges Öl von der Klinge im Essen. Es reicht auch wenn man damit Ab und Zu Speck oder Ähnliches schnippelt um sie vor Rost zu schützen (aber als Bushcrafter ist euch das ja bekannt).

    ich werd wohl Morgen mit dem Lederteil anfangen

    Achja, werd sich nen Sax bauen möchte sollte bitte dran denken, dass bei der richtigen Trageweisse die Schneide dabei nach oben zeigt. Macht man es andersrum schneidet die Klinge immer in die Naht oder ins Holz. Und ja man könnte nen sogenannten Keder einbauen bei der Naht, aber trotzdem Schneidet die Klinge in die Scheide.

    Wie auch den Sax bau ich die Scheide komplett ohne Elektrowerkzeug. Mir ging es dabei zu sehn wie ich es hinbekomme nur mit Werkzeug das es damals gab oder zumindest ihre moderneren Ausführungen. Darum zB auch der Knochengriff, weil nix Loch bohren und ausfeilenund 2. gefällt er mir extrem zu der Klinge.


    Wertes Puplikum, werte Damen und Herren, Ladys und Gentleman hier nun die Bilder (stellt euch nen BeruhigungsSchnapps bereit es wird furchterbar...)


    Ps: Der Sax passt soweit gut rein ohne viel zu klappern oder rum zu wackeln.

    Ich hab mir gerade mal die mexikanischen Bowies angesehn, die ähnel mir noch mehr dem angelsächsischem Sax als die üblichen Bowies,

    Das dumme ist , dass in Zeitungsberichten aus Bowies Zeit nur geschrieben wird er hatte ein "grosses Messer".

    Laut jim Bowies Bruder Rezin war die Klinge ganz anders. Die hatte die Spitze hoch gezogen zum Klingenrücken. Heute nennt man die darum auch "Rezin Bowie" und sahen von der From her auch wieder mehr wie Schlachtermesser aus. Aber wenn man die vielen heutigen Bowieklingen nimmt und mit den 4 Haupttypen der Saxe vergleicht findet man ziemlich viele übereinstimmungen.


    Update2: zur Saxscheide


    Hab heute damit angefangen. Bilder und Bericht folgen natürlich. Ich füg dann auch noch ein anderes bild eines von mir gemachten Messers mit Knochenklinge ein (Götter sieht das aus :zensiert )

    Ja der Knochen passte Innen. zuerst gab ich etwas 2Komp._kleber rein , anschliessend 2 Stücke Holz die die Angel an sich schon gut im Knochen verkeilten. Wollte nur auf Nummer sicher gehn, dass die Klinge auch gerade steht im Knochen. Anschliessend hab ich den restlichen Hohlraum mit dem Epoxy aufgefüllt. Die beiden Holzstücke hatte ich davor schon getestet. ich wollte ja dass Alles Praktisch aus einem Guss ist. Ich liess oben nur etwa 2cm Platz weil ich da ein Stück Rundholz einschob zum verschliessen. Ich hab nun die Wahl ob ich das so lasse , weil das Holz im Ende nicht schlecht aussieht. Oder ob ich da doch noch ne Art Knauf oder Platte dran mach.

    Ich hab das Ganze schon bei anderen Klingen/Messer/Schwertern so gemacht. Die einzige Möglich das ganze zu trennen ist wirklich nur per Winkelschleifer oder brutaler Kraft per Meisel.

    Mit der Bowie-Form liegst du nicht mal soooo falsch , nach Ansicht einiger Experten. Die sind der meinung das Bowie, gena wie die zeitlich zwischen Sax und Bowie sitzende Bauern- oder Hauswehr, entwickelten sich aus dem Sax. Beim "echten" Bowie , dass Jim bowie besass und bei Alamo dabei hatte ist man sich ja auch noch uneinig wie es nun wirklich ausgesehn hat.

    Meine Saxklinge ist auch nur eine von 4 Grundformen was Saxe angeht. Bei meiner handelt es sich um eine angelsächsische Form die hautsächlich in England beliebt war. Aus England stammten ja auch die meisten "Bowies" aus späterer Zeit.

    - angelsächsischer Sax meisst aus England (nennt man auch Brocken Back wegen dem Knick im Klingenrücken)

    - germanischer Sax eher aus dem süddeutschen Raum (mittelspitze Klinge, nennt man heute auch dolchförmig)

    - allemanische Saxe aus dem Gebiet der Allemanen, Franken und Süddeutschland ( Spitze fällt ähnlich zu Scheide ab wie der angelsächsische, aber nicht ganz so weit, kommt der Bowieform noch näher)

    - Sax mit Spitze die hochgeht zum Klingenrücken, hauptsächlich bekannt von der insel Gotland und aus Birka, längere Klingen bis fast Schertlänge von dem Typ nennt man auch Birka- oder Gotlandmesser weil sie ne lange Klinge hatten aber ohne Griff wie ein Schwert, laut Fundlage die beliebteste Form bei den Wikingern)

    Es gibt lange saxförmige Klingen auch mit Griffen wie bei Schwertern oder schwertähnlichen Griffen die oft als Schwertsaxe bezeichnet werden. Aber richtiger wäre bei denen dann die Bezeichung "einschneidiges Schwert" oder Langsax mit schwertähnlichem Griff.


    Von Länge und Breite der Klingen fang ich lieber erst nicht an, da teilt sich das Ganze in viele weitere Unterarten auf und interessiert meist wirklich nur Forscher und Historiker.


    Und ein kleines Update zur zukünftigen Scheide.

    Ich hab nun entschieden es wird eine mit Holzkern, bzw ne Holzscheide mit Lederhülle.

    Auch interssant finde ich, heutzutage sind doch die Quer am Gürtel zu tragenden Bushcraftscheiden für Messer beliebt. Das entspricht auch wieder der historischen Trageweisse von Saxen. Mir selber wäre kein Fund bekannt der darauf hinweisst dass die Saxe wie Bowiemesser senkrecht am Gürtel hingen.

    unnd ich geb Skuzzlebud recht, urgenwie kommen - zumindest ausrüstungstechnisch- alte Zeiten wieder.


    Und wenn es wer noch nicht gemerkt hat : Jaaaa, ich bin Sax-Fan. Ich hab auch nur wenige davon selber *hust*10 Stück*hust*


    Outdoor kennt die Klinge von dem Sax hier und die andere Saxklinge die noch auf ihren Griff wartet nen Tick länger als Ihr. ich fürchte ich hab Ihm da nen Floh ins ohr gepflanst:unschuld:schäm


    Entschuldig wenn das jetzt viel Text ist der Wenige interessieren dürfte, bei dem Thema passiert mir das öfter.

    Ja etwas Arbeit war es. Aber beim Machen stieg auch der Spass dabei wieder mal was mit der Hand zu machen immer mehr.

    Mir fehlt halt nun noch eine Idee für die Lederscheide. Was mir persöhnlich jetzt am Sax_bau zusätzlich noch gefällt ist, dass ich den auch jederzeit weiter verzieren könnte. Ob nun Schnitzerei am Griff oder Feilarbeit am Handschutz oder ein Knauf oder Metallbeschläge an der Lederscheide oder ... oder ... oder...... . Vermutlich wats bei manchem Besitzer nicht anders, wenn Zeit und Laune war wurde dran weiter gefummelt.

    Aber es warter ja nun noch ne "kleine" Klinge.:D

    In früheren Zeiten waren Griffe aus Knochen wohl sehr häufig. Eigendlich auch logisch, hat man einen Knochen der einem gut in der Hand liegt spart man sich schon mal ein loch für die Angel rein zu machen, Knochen sind ja meist hohl. Selbst bei denen die nicht hohl sind läst sich das poröse Innere leicht entfernen.

    Das Herrichten ist auch relativ leicht. Ich hatte mal 4 davon (einen bekamm mein WauWau. der lag mir auch nicht gut in der Hand und so konnte sich die Kleine drüber freuen).

    Bekommen hab ich von einem Metzger, einfach da mal nachfragen wenn ihr sowas sucht. Da wir an dem tag eh gerade am Grillen waren nutze ich das aus und legte die Knochen auf den Rost als nur noch wenig Glut vorhanden war. Nach ner Weile liess sich das Fleisch leicht ablösen.

    Anschliessend hab ich die Enden abgesägt damit beide Seiten öffen waren und hab was von Mark rausging entfernd. Der letzte Schritt war dann nur noch, dass ich die 3 Knochen ausgekocht habe. Dazu kommt Waschpulver mit in das Wasser und köchelt dann so lang vor sich hin bis auch der letzte Rest Mark raus ist.

    VORSICH!!! lieber nicht zu lang köcheln und am Ende mit Spüllmittel schrubben bis alles sauber ist. Kocht man zu lang droht der Knochen spröde zu werden.

    Das hört sich alles schwerer an als es wirklich ist, es braucht halt etwas Zeit in der man warten muss.

    Teil2


    Unten seht ihr ein Bild wo alles einfach nur mal so zusammen gesteckt ist um nen groben Eindruck zu bekommen wie Alles zusammenpasst.

    Dazu ein "bearbeitetes" Bild wie es aussehn könnte.

    Und das eine oder andere was ich geknipst hab wärend dem Bau.

    Tja Leute nun ist es soweit, eines Tages da kommt der Tag (nein ich verlasse das Forum nicht, sooooo blöd bin ich nun auch wieder nicht.^^


    Nein es ist Zeit, dass ich euch mit dem einen oder anderem Bild meines letzten Machwerks belästige.:schäm


    ich hab mir vor einigen Wochen bei einem Mittelalter-Händler im Web eine Saxklinge in Form der angelsächsischen Saxe bestellt.

    Ok es waren 2 Saxe , aber um den 2. geringfügig längern gehts hier nicht. Es geht um die Klinge mit Schiedehaut und ohne Griff.

    (Ignoriert einfach die kleine Damastklinge oben und die andere Saxklinge)


    Mein Ziel war es einen Sax , auch fürs BC, zu bauen nur mit Material was hier so in meinen Kisten, Schubladen, Schrankfächern und Hobbytruhen rum liegt.

    Da wären also ausser der Klinge: - eine Messingparierstange, von einem alten Deko-Schwert

    - Ein Stück Rinderknochen, der seit Jahren schon als Griff vorbereitet war und bisher jede Klinge wie einen Winzling aussehn hat lassen

    - etwas Leder was ein Kleidchen werden soll für den Sax

    "Nur" als Schnitzwerkzeug wäre das Messer von der Funktion her für mich wenig interessant. Ich kenne ähnlich geschliffene japanische Schnitz- oder Outdoormesser. Denen fehlt zwar die Einbuchtung auf der einen Seite, aber von meiner Seite aus gesehn macht das nicht den grossen Unterschied.

    Zum schnitzen einer Hohlkehle ist mir dann doch ein Löffelmesser lieber, da sich damit auch tiefe Aushöhlungen machen lassen. Flache Aushöhlungen in der Art würde man auch mit einer scharfen Klinge ausschaben können. Entweder war das wirklich ein Design nach dem Motto "Wir können das, darum machen wir das" oder aus Tradition. Die andere Möglichkeit wäre eine Handhabung die uns heute nicht mehr bekannt ist oder zumindest uns nicht bekannt ist.

    Wie gesagt ich tipp auf reine Sturheit es anders zu machen oder sie hatten eine Anwendung die sich uns Heute nicht mehr erschliesst.Bei den andern Messern mit Meiselschliff oder Chisel Grind wie man es auch nennt wird eben die flache Seite nicht geschliffen. Ich kann es mir ja noch vorstellen , dass es bei den sehr dünnen Klingen japanischer Kochmesser Sinn macht um zb Fisch, Fleisch oder Gemüse extrem fein auf zu schneiden oder an Werkzeugen um eine glatte Oberfläche zu erzeugen. Aber sonst seh ich da wenig Sinn darin. Hätte er wirklich grössere Vorteile, denk ich, wäre der Schliff weiter verbreitet gewesen als "nur" für Spezialanwendungen.


    Aber "leider" hast du da mal wieder eine super Arbeit geleistet und mir juckts in den Fingern. Und das nun wo ich selber nicht in Garage kann um selber was zu bastln. Ich such immer noch nem passenden Klappmesser für einen Wikinger.:lol

    Die Firma eines gewissen Emerson baut auch Messer mit so einem Klingenprofil, nur ohne die Hohlkehle, aber dafür zu hohen Preisen^^.

    Ausser dem leichtern Schärfen wüsste ich auch kein Grund, mir liegen sollche Klingen ehrlich gesagt auch nicht. Ich kenn das auch von einseitig geschliffenen Kochmessern aus Japan, bzw von Schnitzmessern von dort

    Davon mal abgesehn hast du da echt ne tolle Arbeit geleistet, auch wenn es dir Schwierigkeiten bereitet hat. Da stellt sich mir nun die Frage: gibts das Messer nur dort so weils so ist schwer zu bauen ist oderrrrr weil nur die Yakuten sturr genug waren um dem Design zu folgen?:D