Posts by smeagol

    Sehr schade, ich hätte mich gerne auf den Weg gemacht (auch wenn es mal wieder pro Strecke über 600 km gewesen wären). Ich schiebe an diesem Wochenende dann mal wieder 3 Nachtdienste (wenn es alles so läuft, wie ich es geplant habe, allerdings die letzten regulären Nachtdienste in meiner beruflichen Laufbahn).

    Diejenigen, die nicht kommen konnen, haben etwas verpasst! :biwak:messer:lagerfeuer:tarp:hobo:zunte^^


    Zunächst einmal einen ganz großen Dank an mondwolf und Frau mondwolf! Habt ihr super gemacht!


    Schönes kleines BCP-Familientreffen mit Kindern und Hunden. Sehr entspannt! Das Wetter hat mitgespielt, das Essen war lecker.


    Ich starte jetzt vollkommen tiefenentspannt in die neue Woche.


    Fast hätte ich auf dem Treffen eine kleine Rauhaardackeldame geklaut! :hund

    Hier ein paar von den wenigen Bildern, die ich gemacht habe. Ich denke, da wird von outdoorfriend in den den nächsten Tagen noch mehr kommen.












    Gruß Guido

    [Nachbetrachtung]


    Ob ich eine Wintertour in dieser Form (solo oder mit anderen) nochmal mache, weiß ich noch nicht. Derzeit gehen mir zu dem Thema noch viel zu viele Gedanken durch den Kopf.


    Möglicherweise wird die "Edelpulka" von Acapulka mit Zugestänge wieder verkauft. Der ehemalige Verkäufer hat schon Interesse angekündigt, er musste sich im letzten Jahr aus zwischenzeitlichen finanziellen Gründen von dem Ding trennen.


    Ich hätte dann immer noch eine einfache Paris.


    Derzeit plane ich aber für den nächsten Winter ganz andere Geschichten. Irgendjemand hat mir Neuseeland ins Ohr geflüstert und das schallt jetzt dauernd im Kopf nach. :)


    Ich hoffe ihr hattet Freude beim Lesen. Danke für euer Interesse.


    Gruß Guido :winken

    [Geargelaber] ^^


    01 Zelt: Helsport Fjellheimen Camp 3 Pro


    Perfektes Ding für solche Verhältnisse! Das Innenzelt ist lang genug. Selbst mit zwei ineinander gelegten Daunenschlafsäcken stoße ich beim Liegen nicht ans Innenzelt an. Große Absis. Sehr gute Belüftung. Ausreichend Abspannpunkte. In einer Nacht mit Schneesturm musste ich raus und eine Abspannung umändern, weil der Wind in der Nacht gedreht hatte. Das ist halt der kleine Nachteil von Tunnelzelten, die idealerweile in einer Richtung perfekt in den Wind gestellt werden können. Wenn es dann von der Seite kommt, hat man ein kleines Problem.



    Auf dem Bild kann man sehen, wie der Schneesturm in der Nacht die Hälfte der Absis eingedrückt hat.


    02 Schlafsack: Kombination aus Western Mountaineering Kodiak und alter Ajungilak Lahar


    Die Kombination ist für mehr als -20 Grad gut. Einen VBL habe ich nicht benutzt. Ich mag die Dinger nicht. Zeit zum Lüften findet sich auch immer.


    03 Ski: Fischer E99 Backcountry mit Schuppen


    Perfektes Gerät zur zügigen Fortbewegung in dortigen Terrain. Kein Vergleich zu Schneeschuhen. Mit Skiern ist man deutlich schneller. Am ersten Tag hatte ich noch keine Felle drauf. In der Ebene super. Allerdings bei jeder noch so kleinen Steigung läuft gar nichts mehr, wenn man noch eine Pulka ziehen muss. Am zweiten Tag Felle draufgezogen und dann geht es auch berghoch richtig gut. Erstaunlicherweise sind die Felle in der Ebene auch nicht besonders hinderlich. Felle sind das A und O! Das ständige Einfrieren der Bindung kann hingegen schon mal nervig sein. Mal eben rein und raus aus den Skiern kann dann eine Geduldsprobe werden.


    04 Schneeschuhe: Komperdell Mountaineer


    Um abends am Lager ein paar Sachen zu machen sehr sinnvoll (u.a. auch Notdurft). Je nach Schneehöhe versinkt man sonst nämlich bis zu den Oberschenkeln. Die Dinger haben für mich eigentlich zu wenig Tragkraft, aber dafür reichen sie.


    05 Kocher: Trangia


    Den Unkenrufen (Spirituskocher im Winter ist Blödsinn) zum Trotz habe ich meinen Lieblingskocher mitgenommen.


    Bei einem Wintertreffen kurz vor der Tour hat einer meiner Benzinbrenner versagt. Viele Teile, viele Möglichkeiten, dass was defekt geht. Am Trangia kann nichts kaputt gehen. Ich habe auch noch nie Schwierigkeiten gehabt, dass Ding bei Kälte zum Brennen zu kriegen. Zum Schneeschmelzen in den üblichen Mengen, die man für morgens und abends benötigt, muss man natürlich Geduld mitbringen. Ein Benziner ist da schneller. Auch muss man relativ viel Brennstoff mitschleppen. Egal. Ich bin vertraut mit dem Ding, kann es auch im Zelt nutzen und heize damit abends und morgens für eine Weile sogar noch das Zelt.

    06: Schneeanker: Eine Hälfte von Vaude, die andere von Geartop.




    Beide haben sehr einfache Haken aus Plastik. Bei Kälte sind die totaler Kappes und brechen zum Teil ab. Hier muss gegen Alu-Mini-Karabiner getauscht werden.


    07 Bekleidung


    Ich war mal wieder begeistert von meiner üblichen Winterbekleidung: Jacke Fjällräven Singi Loft und Hose Haglöfs Rugged Mountain Pant. Darunter noch nach Bedarf Merinowäsche und fertig. Zumindest tagsüber in Bewegung.



    Eigentlich brauche ich nie dicke Handschuhe. Wegen der genannten Krankheitsgeschichte habe ich mir vor der Tour aber noch ein paar dicke Skihandschuhe von Decathlon geholt.



    Wed'ze 900 heißen die Dinger. Fast komplett aus Leder. Robust und warm.


    08 Fotogedöns


    Diesesmal habe ich überwiegend analog fotografiert, bis auf ein ganz wenige Handybilder. Nikon F80 mit einem Nikkor 28 mm. Ein einfaches Telezoom 70-210 mm war auch noch mit dabei. Dazu noch für die Jackentasche eine kleine Kompakte.



    Beide Kameras wurden mit Kodak Gold 200 geladen. Die kleine Olympus hatte ich immer in der Jackentasche. Da stellte sich zuweilen das Problem ein, dass der Auslöser eingefroren war. Und da sieht man, dass auch simple Fototechnik schonmal Probleme bereite kann.

    [Was nicht so schön war!]


    01


    Ich habe mich an den ersten drei Tagen mal wieder komplett übernommen! Zu lange Strecken, zu ungewohnte Bewegung, dazu noch das Ziehen der Pulka (die hatte etwa 27 kg - auf den Bildern sieht sie nur so gewaltig beladen aus, weil ich zwei dicke Schaumstoffmatten und zwei Schafsfelle als Isolation dabei hatte - gewaltiges Packvolumen).


    Nach den ersten drei Tagen stellten sich ordentliche Schmerzen im rechten Knie ein. Deshalb habe ich die Tour auch komplett umdisponiert und mich wieder Richtung Startpunkt begeben, damit ich jederzeit mit relativ geringem Aufwand wieder in den Ort Grövelsjön kommen kann.


    02


    Meine "Kriegsverletzung" (Durchblutungsstörung im rechten Mittelfinger - Endangiitis obliterans), die ich mir im letzten September zugezogen habe, kam noch mal unangenehm durch. Seit Wochen musste ich keine Medikamente mehr nehmen. Selbst wenn ich mir mal im Winter kalte Flossen geholt habe und der Finger nicht so perfekt durchblutet war, reichte in der Regel ein wenig Massage, Wärme und im schlimmsten Fall einfach mal wieder eine gefäßerweiternde Tablette. Im winterlichen Schweden musste ich aber höllisch aufpassen. Einen Moment ohne Handschuhe im Wind, schon hatte ich wieder den Salat. Das war sehr lästig und ich musste die Medis wieder regelmäßig nehmen. Genau so wie mir mein Arzt prognostiziert hat! ;)


    03


    Ich hatte bislang noch nie das Vergnügen den sogenannten "Whiteout" zu erleben. Diffuses Licht, diffuse Verhältnisse am Himmel und auf dem Boden, keine Kontraste zu erkennen. Man ist fast blind und vollkommen desorientiert. Bei einer Etappe über das Langfjället kam dazu noch Wind und Schnee von schräg vorne. Zunächst gefror die linke Seite meiner Sonnenbrille, dann das Ganze mit Schneebrille versucht, auch hier gefror die gesamte linke Seite. Das führt dazu, dass man nur noch etwas auf einem Auge sehen kann und irgendwann komplett blöd im Kopf wird. Schwindel und Orientierungslosigkeit können einhergehen. Also Brille komplett ab und mit gesengtem Kopf in den Wind rein. So kann man wenigstens noch die eigenen Füße als Orientierungspunkt sehen. Heftig und wieder eine Erfahrung reicher!


    04


    KEIN FLOW! Ich habe auf der gesamten Strecke nur ganz wenige Momente gehabt, wo es so richtig schön gelaufen ist. Überwiegend war es eine ganz schöne Last mit Skiern und Pulka halbwegs in einen Rhytmus zu kommen. Das Geruckel der Pulka am Tragegestell ist mir wahnsinnig auf die Nerven gegangen. Auch wenn es immer nur ganz kleine Momente des Zugs und des Drucks sind. Nervt mich! Und das bei einer Bewegungsform, die ich eigentlich liebe. Das Skilanglaufen. Egal ob mit schmalen Dingern in der Loipe oder mit breiten Brettern im Gelände.


    Weil ich "den Flow nicht gefunden habe" hatte ich auch an zwei Tagen überhaupt keine Lust zum Fotografieren. Insgesamt bin ich mit wenigen Bildern nach Hause gekommen. Stört mich aber nicht besonders, denn Bilder sind nicht alles. Die Erfahrungen, die man sammelt, sind mir wichtiger.

    Im Folgenden möchte ich ein wenig von der üblichen Methodik (Tag 1 dies und das, Tag 2 das und dies, Tag 3. ...) abweichen und einen anderen Duktus zur Anwendung kommen lassen.


    Auf der folgenden, gemalten Karte kann man erstmal sehen, wo ich mich rumgetrieben habe.



    [Was so richtig geil war!]


    Zunächst einmal wurde mir in 5 Tagen vor Ort so ziemlich alles geboten, was man sich an winterlichem Wetter vorstellen kann. Traumhafter Sonnenschein, romantischer Sonnenuntergang, Zeiten ohne Wind, Zeiten mit Wind, Sturm ohne Schnee, Sturm mit Schnee, tiefer lockerer Schnee, nicht so tiefer fester Schnee, freie Sicht im Hochfjäll, Whiteout im Hochfjäll. Genau das habe ich gesucht!










    [Vorbemerkungen]


    Im hiesigen Faden möchte ich euch an einer kleinen Wintertour in Schweden teilnehmen lassen. Es ging in eine Region, in deren Nähe ich schon im letzten Jahr war und die sich unter einigen Mitgliedern des Forums einer bestimmten Beliebtheit erfreut. Die Rede ist von der Region Grövelsjön. Ein Wintersportgebiet am nordwestlichen Zipfel der schwedischen Provinz Dalarna. Hier hat man in der klassischen Wintersaison auf jeden Fall Schneegarantie.


    Bei mir war es mal wieder eine Solo-Tour. Ziel der Tour war in erster Linie, für mich selber anzutesten, ob mir eine Wintersolotour auf Skiern und mit Pulka Freude bereiten kann!


    In der Überschrift des Fadens steht etwas von der Suche nach dem Flow. Ja was ist das denn? Wer es kennt, dem brauche ich es nicht zu erklären. Wer es nicht kennt, dem kann man es eigentlich nicht erklären.


    Flow (englisch „Fließen, Rinnen, Strömen“) bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit („Absorption“), die wie von selbst vor sich geht – auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust.


    Mit so einer "Legaldefinition" komme ich nicht klar. Für mich ist der Flow bei allen meinen Tätigkeiten da draußen (Wandern, Laufen, Skilanglaufen, Fahrradfahren, Kajakfahren, Stand-Up-Paddling, Bogenschießen, Fotografieren und Mopedfahren) einfach der Zustand, wenn es saugeil läuft und man richtig Spaß an der Sache hat!


    Die Anreise ins Zielgebiet erfolgte mit der Fähre Kiel-Oslo. Start in Kiel um 14:00 Uhr. Ankunft in Oslo am nächsten Tag um 10:00 Uhr. Super entspannte Geschichte. Man kann nachts pennen, ist morgens frisch und munter und muss nur noch etwa 360 km fahren um im Zielgebiet zu sein. Für einen Alleinreisenden ist es allerdings keine günstige Angelegenheit. Selbst die einfachste Doppelkabine kriegt man nicht zum Dumpingpreis.








    Der größte Teil der Überfahrt war sehr nebelig. Von der wunderschönen Einfahrt in den Oslofjord hat man wenig sehen können. Der Nachteil einer nebeligen Überfahrt ist auch, dass auf dem Schiff alle paar Minuten das NEBELHORN betätigt wird. Das hört man auch in den Kabinen - selbst mit Schaumstoffohrstöpseln! Ein paar Stunden konnte ich trotzdem ordentlich schlafen.

    Fast zwei Jahre habe ich mit einem Wasserfilter rumgemacht (MSR MiniWorks EX). Kaum negative Erfahrungen gemacht. Als einzigen negativen Aspekt würde ich vielleicht aufführen wollen, dass der Filter aus meiner Sicht relativ schnell verstopft. Säuberung, Abkochen und Trocknen des Filterelementes habe ich nach Urlauben oder Kurztripps immer sehr penibel durchgeführt. Kann lästig werden.

    Mittlerweile bin ich wieder beim Abkochen gelandet. So hat es mir mein Vater erklärt und so wurde es mir auch beim Wehrdienst nahe gelegt. Als junger Bursche mit Moped und Zelt im Südeuropa und Nordeuropa kannte ich gar keine andere Methode der Wasseraufbereitung. Vom Wasserfilter bin ich wieder weg, weil es mir ein System ist, was prinzipiell ausfallen kann. Da brauch nur irgendein Dichtring im Pumpengedöns kaputt sein, schon hat man ein Problem, wenn man nicht für so Fälle vorbereitet ist. Abkochen geht immer! Wegen der Temperaturen brauche ich auch keine wissenschaftliche Abhandlung. Eine Weile ordentlich blubbern lassen. Fertig!

    Ein freier Tag in der Woche und diesen bestmöglich genutzt. Wandern,


    knipsen, chillen, schwimmen. Was braucht man mehr bei diesem schweißtreibenden Wetter?





    Eine "Outdoor-Toilette" macht bei diesem Wetter Sinn!



    Zum Abschluss des Wandertages noch 2 Stunden an meiner persönlichen "chill-out-zone" an der Wuppertalsperre.


    Und nochmal ein paar Impressionen von der Wuppertalsperre.














    In den letzten Tagen habe ich mich in jeder freien Minute zu Fuß oder mit Boot an der Wuppertalsperre rumgetrieben. Zum Paddeln ein Traum. Der Rundwanderweg ist zwar nicht so spannend, aber wenn man ein paar abseits gelegene Wege kennt, kommt eine Menge Freude auf. Beim Paddeln ist zu beachten, dass die Benutzung mit Booten gebührenpflichtig ist. Für mich lohnt sich auf jeden Fall die "Saisonkarte" für 30 Euro. Diese gilt für Boote ohne Besegelung (Schlauch- und Paddelboote, Kanus etc.) für die Bever-, Brucher-, Lingese- und Wupper-Talsperre sowie für den Stausee Beyenburg.

    Heute (und in den letzten Tagen) habe ich mich mal wieder an der Wuppertalsperre rumgetrieben.











    In den Tagen zuvor habe ich mal so ein aufblasbares Einerkajak von Decathlon ausprobiert.





    Wenn man ein Festboot gewohnt ist bleibt einem nur zu sagen: Extrem langsam, kein Spurstabilität, extreme Windanfälligkeit und nochmal extrem langsam. Als Badeboot für den Sommer macht es aber Spaß.


    In diesem Sinne: Genießt den Sommer!


    Ein kleiner Urlaub hat begonnen. Bevor es mit dem Moped auf die jährliche kleine Tour mit Freunden los geht, habe ich noch mal das perfekte Wetter genutzt und 2 Tage auf der Wuppertalsperre verbracht.
    Traumhafte Bedingungen zum Paddeln. Mittags etwa 27-29 Grad und dazu ein ganz leichter Wind. Die Wassertemperaturen luden stets zu einem erfrischenden Badespaß ein.













    Gruß Guido

    Parsival hat im Prinzip alles Wesentliche gesagt.


    Ich wüsste beim besten Willen nicht, warum ich meine Ausrüstung "desinfizieren" sollte.


    Es gibt nur eine Ausnahme, weshalb ich "draußen" Desinfektionsmittel benutze. Nach dem Spatengang, insbesondere wenn man keine Möglichkeit hat, sich die Finger mit Wasser und Seife zu säubern. Ein Minifläschchen Sargotan oder gleichartige Produkte machen den Rucksack nicht viel schwerer.