Posts by Isidor

    Bei Bootstouren hat es mich immer gestört am Ufer wilde Feuerstellen zu eröffnen, auch wenn ich die Spuren später beseitigt habe. Ich gebe krupp recht, für Bootstouren ist der Hobo in seiner größten Ausdehnung mit 8 Seitenteilen perfekt, das reicht für ein kleines Lagerfeuer.


    Danke für die Inspiration.

    Wozu die ganze Konstruktion?

    Ich habe mal gehört, der Ast soll die Fische aus dem Wasser ziehen, damit sie nicht von Raubfischen gefressen werden. Keine Ahnung was ich davon halten soll, ich persönlich würde mir eher eine Reuse bauen.

    In Marokko habe ich mal jemanden mit Hanf flechten sehen, der hat bei der Arbeit regelmäßig seine Hände eingefettet. Damals dachte ich, er pflegt die Hände, weil die Fasern rau sind. Im Nachhinein vermute ich eher, er hat damit die Schnur behandelt. Während dem Verdrillen kannst du das Fett (eventuell Bienenwachs mit Vaseline?) viel gleichmäßiger auf den Fasern verteilen, als bei einer Behandlung an der fertigen Schnur.

    Vielen Dank Stefan H. für dein Video. Frei nach deinem Motto "halt es einfach" möchte ich noch eine andere Technik vorschlagen. Wir haben als Kinder gern einen kleinen Erdwall am Ufer errichtet, so dass eine Pfütze mit einer circa 15 cm breiten Verbindung zum See entstand. Nach vielleicht einer Stunde hielten sich darin oft 10 bis 20 Jungfische auf. Wir mussten also nur (ohne hektische Bewegungen oder Lärm) mit einem Dreckklumpen die Öffnung verschließen und konnten die Fische ohne großen Aufwand mit den Händen fangen. Das klappte sogar ohne Köder und gelegentlich verirrte sich über Nacht sogar ein Krebs in die Falle.

    Ich habe mir eure Beiträge mal in Ruhe durchgelesen. Danke Ben, das kann nicht oft genug wiederholt werden.


    Ich bin auf dem Land aufgewachsen, da ist es ganz normal, dass man sich mal einen Bogen aus frischem Haselnussholz bastelt und ich dachte mir auch nie etwas dabei. Ich habe auch heute keine Bedenken eine Hasel bei uns in den Wäldern zu beschneiden, wenn ich frisches Holz brauche.


    Allerdings sieht das in der Stadt völlig anders aus. Wer an einem sonnigen Sonntag nahe München an der Isar spazieren geht, der kommt sich vor wie auf dem Rummelplatz. Die Pärchen flannieren in 50-Meter-Abständen auf den Wanderwegen und wenn man den Weg verlässt muss man Angst haben von einem Mountenbiker überrollt zu werden, der unbedingt "downhill" fahren muss. Und nun stelle man sich vor, die Münchner würden alle bushcraften .... Habt ihr das Bild vor Augen? 1000000 Münchner, die Haselnussholz abschneiden, vielleicht nicht jeden Tag, aber oft genug, dass um München keine Hasel mehr zu finden ist.


    Ähnlich ist es in den Alpen, Millionen von Touristen, die alle nur ein einziges Edelweiss haben wollten haben das Edelweiss fast ausgerottet.


    Ich will damit sagen, überlegt wo ihr seid und wie stark euer Handeln die regionale Natur belastet. Die BushcraftAmazone hat sicher recht, wenn sie sagt, dass 25000 Leute (Rainbow Gathering?) eine Menge Seifenwasser produzieren, es kann also nicht schaden zweimal zu überlegen, ob das Prinzessin-Lillifee-Glitzerduschgel mit Microplastik wirklich sein muss.


    Was das Teebaumöl anbelangt, für Hunde und Katzen ist es giftig und sie sind nicht in der Lage das Gift abzubauen, so dass es sich bei längerer Anwendung im Körper anreichert. Wenn Teebaumöl in zu niedrigen Dosen beim Menschen angewendet wird, kann es die
    Widerstandsfähigkeit und Resistenzen von Bakterien gegenüber Antibiotika
    fördern. Höherdosiert gilt es jedoch als gesundheitsschädlich. Teebaumöl wirkt auf den Östrogenhaushalt des Körpers und sollte daher nicht bei Kindern angewendet werden. Ich verstehe nicht weshalb in "Öko-Kreisen" das Teebaumöl so beliebt ist, das ist ein fieses Gift. Seife hingegen ist Pfui?


    Was die leave no trace Philosophie anbelangt, ich gehe in der Mittagspause gern in den Wald, dort koche ich mir auf dem Hobo etwas und dann geht es zurück zur Arbeit. 3 Jahre lang war ich nun immer an derselben Stelle und habe nie Spuren hinterlassen, aber heute stellte ich fest, dass der Boden etwas festgetreten wirkt und dass auf dem Baumstumpf, auf dem der Hobo immer steht, ein gut sichtbarer Brandfleck ist. Mein Fazit, es wird Zeit einen neuen Platz zu suchen, damit sich der alte Platz erholen kann.


    @Bushkrieger: Wenn du unbedingt einen Baum fällen willst, dann doch bitte Esche oder Ahorn, das ist zwar immer noch Sachbeschädigung, aber der Schaden ist zumindest nicht so groß wie bei einer Birke.


    Kurz um, das wurde auch schon von mehreren gesagt, Hirn einschalten.

    Ich durfte leider auch schon persönliche Erfahrungen mit Splitterbrüchen machen, daher ist mir klar, mehr als einen einfachen (nicht offenen) Bruch übersteht man allein nicht. Vielleicht hätte ich meine Frage anders formulieren sollen. Ich frage mich immer, wie die Trapper früher in der Wildnis überlebt haben und würde mir gern so viel Wissen aneignen, dass auch ich in der Wildnis überleben könnte. Ihr habt sicher schon mal von Agafja Lykov gehört?


    https://www.vice.com/de/articl…agafias-taiga-life-part-1


    Ich würde gern wissen, wie man so, in völliger Abgeschiedenheit überlebt.

    Skuzzlebud Vielen Dank für deine Antwort. Mir ist klar, dass eine Schlingenfalle Tierquälerei ist und nur in einer echten Notsituation angewendet werden sollte. Eicheln und Löwenzahnwurzeln klingt super, im Mittelalter waren Eicheln ein fester Bestandteil der Ernährung. Ich würde der Liste noch die Wurzel von Rohrkolben und großer Klette hinzufügen.


    supi Du gehst von Touren aus, bei denen man vermisst wird, wenn man am Abend nicht ins Camp zurück kommt. Meine Intention ist jedoch das Leben in der Wildnis, bei dem man von niemandem gesucht wird. Da möchte man vermutlich auch überleben und zwar bis das Bein verheilt ist.

    Hallo zusammen,


    das Wort Notnahrung ist ja in der Bushcraftszene recht beliebt, aber mal ehrlich, wenn ich tatsächlich in Not gerate und mit einem gebrochenen Bein irgendwo in der Wildnis liege wird es schwierig eine Kräuterwanderung zu unternehmen.


    Was würdet ihr versuchen um euch mit einem gebrochenen Bein zu ernähren? Was würdet ihr mitnehmen um für so einen Notfall eure Nahrung zu sichern? Was würdet ihr für eine Falle bauen? Um was zu jagen? Was sollte man wissen?


    Beispielsweise kann man mit einer Rattenfalle und einer Ecke von einem Schokoriegel recht erfolgreich Eichhörnchen jagen (hab ich mir sagen lassen).


    Ciao,
    Isidor