Posts by Wildschwein

    Mit großer Bestürzung habe ich gerade gelesen, dass Rüdiger Nehberg heute im Alter von 84 Jahren gestorben ist.

    Er war mein Vorbild von Kindesbeinen an. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich damals gebannt vor dem Fernseher saß und wartete, bis die "Logo-Nachrichten" zu Ende waren. Im Anschluss kam immer "Abenteuer vor der Haustür", Rüdiger Nehberg zeigte uns Kindern, wie wir mit ein wenig Improvisation in der Natur leben und überleben konnten. Wir haben oft in unseren heimischen Wäldern versucht, das im Fernsehen gezeigte Wissen umzusetzen. Rüdiger Nehberg hat damals meine Neugier auf die große weite Welt entdeckt. Vielleicht habe ich ihm mein Fernweh zu verdanken. So wie ihn, habe ich - der ohne Vater aufgewachsen ist - mir immer einen Vater vorgestellt. Als ich älter wurde, habe ich immer wieder seine Bücher verschlungen, lange bevor es "Bushcraft" in Deutschland überhaupt gab. Vor 10 Jahren hatte ich die große Ehre, ihn persönlich kennenlernen zu dürfen. Ich war so aufgeregt, ich bekam kaum ein Wort heraus. Seine empathische und offene Art löste meine Anspannung und wir haben ein wenig geplaudert. Er fand es toll, was ich ihm über mein Leben erzählt habe. Über mein sterbenslangweiliges Leben und er hat zugehört. Er, der soviel erlebt hat, wie wohl wenige Menschen. Und es war ehrlich und authentisch. Rüdiger Nehberg hat jedoch nie nur den Nervenkitzel für sich selbst gesucht, er hat seine Berühmtheit dem guten Zweck gewidmet. Mit seiner Hilfsorganisation "Target" hat er erreicht, was vorher unmöglich schien. Er hat Menschen unterschiedlichster religiöser Strömungen an einen Tisch geholt und sie zum Umdenken bewegt, was die rituelle Beschneidung von Mädchen in islamischen Ländern angeht. Auch sein Engagement für die Yanomami suchte seinesgleichen. Rüdiger Nehberg ist in seinem Leben dem Tod oft von der Schippe gesprungen. Er hat Wegbegleiter sterben sehen, er selbst hat immer überlebt. Bis heute. Er war einer dieser "Unsterblichen", mich hat sein Tod wirklich erschüttert. Rüdiger Nehberg ist ein Idol für mich. An seiner Konditorei warb er mit dem Spruch "Nehberg - es gibt Schlechtere". Für mich gibt es keinen Besseren.


    Ruhe in Frieden Rüdiger.


    Hier die Antwort vom IM NRW:


    Sehr geehrter Herr Wildschwein,

    vielen Dank für Ihr Schreiben vom 26.02.2019, in dem Sie sich mit der Thematik „Keine Kriminalisierung von Taschenmessern“ befassen.

    Es ist richtig, dass die Ständige Konferenz der Innenminister und - senatoren der Länder (IMK) beschlossen hat, eine länderoffeneArbeitsgruppe zu dem Thema „Besserer Schutz vor Messerangriffen im öffentlichen Raum durch bundesweite Waffenverbotszonen“ einzurichten.

    Aufgabe dieser Arbeitsgruppe ist es, Vorschläge für eine Vereinheitlichung des Vorgehens beim Vollzug des Waffengesetzes in Bezug auf das Führen von Messern im öffentlichen Raum zu erarbeiten. Es ist davon auszugehen, dass die besondere Bedeutung der sehr weit verbreiteten Taschenmesser und die berechtigten Belang der Bevölkerung bei der Bewertung eines besseren Schutzes vor Messerangriffen im öffentlichen Raum die gebotene Berücksichtigung finden werden.

    Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe liegen jedoch noch nicht vor.

    Die gefühlt zunehmende Anzahl an Messerangriffen zeigt uns, dass wir mehr über die Anzahl, Tatbegehungen und Motive der Täter wissen müssen. Es ist wichtig, die Gefahr zu kennen, um genau zu wissen, wann und wo Messer zum Einsatz kommen. Daher ist es gut, dass sich die Innenministerkonferenz in Quedlinburg im Juni mit dem Thema befasst hat und auch eine bundesweit einheitliche statistischeErfassung von Messerangriffen auf den Weg gebracht hat.

    In NRW gehen wir noch einen Schritt weiter. Wir unterscheiden zusätzlich nach Hieb- und Stichwaffen und erfassen außerdem, beiwelchen Delikten ein Messer mitgeführt wurde. Eine nach den Richtlinien einheitliche Erfassung gewährleisten wir in NRW seit dem 1. Januar 2019.

    Mit freundlichen Grüßen

    Im Auftrag

    Verbote haben in der Geschichte glaube ich nie wirklich viel gebracht. Ich werde mal ein paar Briefe an Abgeordnete verschicken, mal sehen was für eine Antwort ich bekomme.

    Heute hatte ich frei und hab die Zeit genutzt um ein paar Kilometer im Ebbegebirge zu wandern. Es ging den Höhenflug entlang in Richtung "Ebbemoore". Dieses Hochmoor ist wirklich ein besonderes Kleinod in der sonst üblichen Sauerländer Fichtenwildnis.


    Hallo zusammen,

    Ich bin heile wieder zu Hause angekommen, es war schön alte und neue Gesichter zu sehen. Vielen Dank an die tollen Lagerfeuerköche, die Kartoffelsuppe und die Reibeplätzchen waren lecker. Beim Gulasch hab ich zwar nicht mitgegessen, aber es sah sehr lecker aus.



    Das Wetter war ja traumhaft! Ich glaube die Kinder hatten auch ihren Spaß.

    Es ist doch immer wieder erstaunlich, dass man gleich dreimal soviel Gepäck hat, wenn man ein Kind mitnimmt und da fehlt noch die Küchenkiste.. :D:D


    Ich finde die NVA-Planen nicht, habe aber vier norw. Zeltbahnen eingepackt. ich freue mich auf morgen, würde am liebsten gleich schon los aber ich hab noch Nachtdienst und der Frischling hat morgen noch Schule :)

    Ich hatte auch mal einen Wasserfilter, einmal ist er mir kaputt gefroren, ein anderes Mal vergammelt, trotz trocknen. Als wir in Kanada waren, haben wir auch nur abgekochtes Flusswasser verwendet. Wir leben noch... Abkochen hilft natürlich nicht gegen Schwermetalle und Chemikalien, da sollte man schon gucken wo man sein Wasser schöpft. Aber unterm Strich und mit einer guten Portion gesunden Menschenverstand, halte ich es auch für eine der ältesten wie sichersten Methoden, Trinkwasser zu gewinnen.

    Vor ein paar Jahren habe ich mir das Ranger Shirt von der neuseeländischen Firma Swanndri im Ray-Mears-Shop gekauft. Es ist eines der Kleidungsstücke, zu denen ich immer wieder greife. Entweder als Unterschicht unter einem Parka, oder als oberste Schicht über T-Shirt, Hemd oder Pulli. Der Produktname kommt wohl von "Swan dry"... also dem Umstand, dass Wasser von Schwanengefieder abperlt. Und tatsächlich sieht man bei leichtem Regen die Tropfen von der Jacke abperlen. Just heute habe ich mal bewusst eine Wanderung im Regen gemacht, um zu schauen ob das Shirt immer noch wasserabweisend ist wie damals als ich es mir gekauft habe. Auch nach 2 Stunden im leichten Regen, schlägt das Wasser nicht spürbar durch, obwohl die Oberseite nass ist. Beim Wandern finde ich den Wollstoff auch in nassem Zustand sehr angenehm warm. Winddicht ist das Hemd nicht, hier ist eine weitere Schicht notwendig! Als ich später eine Pause gemacht habe, hab ich doch rasch gemerkt dass es schnell kühler wird. Das Ranger Shirt ist eben kein wirkliches alleiniges Winterkleidungsstück, dafür ist der Wollstoff nicht dick und dicht genug gewebt.


    An den Ärmeln sind lange Manschettenschlitze vorhanden, so dass man das Shirt bei Bedarf gut hochkrempeln kann. Der Kragen wird mit einem Reißverschluss verschlossen, da hätte ich mir eine überlappende Knopfleiste gewünscht. Mein Fazit nach einigen Jahren tragen in allen Jahreszeiten: Das Ranger Shirt ist geeignet als dickes Winterhemd unter weiterer Kleidung, als Solo-Kleidungsstück für kalte Frühlingsabende oder als dritte Schicht im Winter, wenn es trocken und windstill ist. Die Shirts fallen sehr groß aus. Ich habe es in meiner Standardgröße bestellt und kann bequem einen dicken Wollpulli drunter tragen.


    Moin,

    Es gibt ja so Sachen, die benutzt man über viele Jahre wie selbstverständlich und macht sich darum nie einen Kopf. Beim durchstöbern alter Bilder fiel mir auf, dass ich sehr häufig draußen meinen schwarzen Woll-Troyer getragen habe. Ich habe den vor über 15 Jahren mal irgendwo gekauft, keine Ahnung mehr wo, hat damals aber ein Schweinegeld gekostet. Es ist kein Markenetikett drin, aber das Label sagt "100 % Schurwolle, made in Germany". Daher tippe ich mal auf einen Troyer der Marke "Elbe" oder "Leuchtfeuer".


    Als ich ihn damals neu hatte, konnte ich ihn nur mit einem Hemd darunter tragen, so übel hat er gekratzt. Das verging aber mit der Zeit. Der Pulli ist sackschwer, aber hält RICHTIG warm! Ich denke die folgenden Bilder sprechen für sich. Das "Axtbild" ist damals beim BCP-Angelworkshop im Sauerland entstanden. Es war ein sehr frostiges Wochenende. An sonnigen Wintertagen trage ich beim Wandern oft ein dünnes Hemd und darüber den Troyer. Er ist sehr atmungsaktiv und sorgt für ein angenehmes Klima. Wenn es windig wird, stößt er allerdings an seine Grenzen. Dann ziehe ich ein Wollshirt oder einen Parka drüber.


    Gewaschen habe ich den fast nie, wenn dann nur Handwäsche. Aber Kleidung aus reiner Wolle hat einen großen Vorteil: Sie nimmt kaum Gerüche an und man kann den Dreck leicht rausbürsten. Ich weiß schon warum der Troyer bei Seeleuten und auch Pfadfindern so beliebt ist. Für UL-Fans ist der allerdings nix, er ist wirklich schwer im Vergleich zu einer Fleecejacke. Wenn er einmal nass geworden ist, trocknet er nur langsam, wärmt aber auch im feuchten Zustand noch einigermaßen!


    Achtet beim Kauf auf Qualität made in Germany oder schaut nach Modellen aus Skandinavien. Die billigen Acryl- oder Mischgewebetroyer können nicht ansatzweise mithalten. Ich liebe den Strickpulli auf jeden Fall und hoffe, dass er noch lange macht.


    Ein Buchtipp, der vielleicht nicht unmittelbar mit "Bushcraft" oder "Survival" zu tun hat. Aber im Grunde eben doch... und zwar behandelt das Buch, welches im 19. Jahrhundert in den USA geschrieben wurde, die innere Einstellung des Menschen zu seiner Umgebung. Ralph Waldo Emerson bezieht sich dabei auf die seinerzeit aktuellen gesellschaftlichen Eigenarten, die erstaunlicherweise garnicht so sehr von unseren heutigen abweichen. Schon damals empfanden viele Menschen die Zeit als zu schnelllebig, den Konsum als erschreckend. In teilweise schräg altertümlicher Sprache spannt Emerson auch den Bogen zur klassischen Philosophie. Das deutsche Wort "Selbstvertrauen" wird dem englischen "self-reliance" nicht so sehr gerecht. Emerson geht es hauptsächlich darum zu zeigen, zu was ein Mensch alleine in der Lage ist, wenn er nur will. Emerson war übrigens ein Freund von Henry David Thoreau, der das in Bushcrafterkreisen berühmte Buch "Walden" geschrieben hat. Auch lesenswert :-)