Posts by Blumenstein

    Versteh ich nicht ganz. Bei mir sind alle Lebensmittel verschlossen. Geöffnete Packungen von Haferflocken etc fülle ich in verschließbare Behälter um. Laßt ihr alles offen stehen?

    Tatsächlich wird an verschlossen Gebinden auch Fraßschaden durch Lebensmittelmotten erzeugt. Eine 0,2mm dicke Folienverpackung ist trotz Schweißnaht kein Hinderniss! Gerade Mandeln, Haselnüsse und Mehle neigen da sehr schnell zu Befall!


    Darum lagern diese Lebensmittel IMMER in zusätzlich gedichteten Kisten mit Umlaufenden Verschluss. Ich habe mehrfach bereits ungeöffnete Gebinde verwerfen müssen weil sie ,,geknistert" haben oder sogar Gespinste der Mottenlarven zu sehen waren.

    Meine bisherigen Feuer habe ich bis auf zwei alle direkt an Straßen und Wegen gemacht, direkt auf der Bankette und in allen Fällen mit einem Hobo oder einen Kocher. Macht einen offenen Diskurs möglich, und erspart einem dumme Vorannahmen. Ja jeder hat seine Meinung, wer eine zu mir oder meinem handeln hat, kann Sie mir gerne darlegen, während ich mein Essen zubereite oder einen Tee brühe.


    In bisher zwei Fällen kamen Personen vorbei, und nur eine fragte was ich da machen würde.

    Nach kurzer Klärung konnte ich schnell einen harmlosen Eindruck vermitteln. Trotz Jagdausrüstung und allem drum und dran was zu dem Zeitpunkt so in der Nähe lag. Aber eine Stunde Fahrzeit ins Revier, und dem Wunsch soviel Zeit wie möglich draußen verbringen zu wollen, konnte mir in dem Moment niemand in Frage stellen. Möglicherweise nicht der klassische Bushcraftansatz, aber eben auch nicht die klassische Campertour mit Saufgelage. Und genau so halte Ich es. Deeskalierend immer eher den Rückzug bevorzugend, als auf ,,Gottgegebenes Recht" zu pochen.


    Den auch der Jäger ist nur ein ,,Waldbesucher". Natürlich habe ich eine gewisse Sonderstellung innerhalb der Gesellschaft, aber unantastbar bin auch ich nicht in meinem handeln.

    In meiner aktiven Forstzeit haben wir sowas in klein mal mit Forstnerbohrern fertig gemacht, war ein 10min ,,Machen die Stifte einfach weils geht Projekt"


    Unser Meister verwendete die für Gartenpartys, als ,,idiotensicheren" Ofenanzünder im Bauwagen, mehrfach aber auch für den überlebenswichtigen Espresso im Wald. Wir verwendeten Holz zweier bei Wegesicherung gefällter Kiefern, welche einen Durchmesser von ca. 15-25cm hatten. Unsere Fackeln waren 20cm hoch und nur mit dem Bohrmehl aus dem Kern gefüllt.


    Generell haben wir uns eigentlich dabei gedacht damit im Winter im Schnee der Hochrhön uns damit Tee/Kaffee zu kochen ohne großartig Feuerholz zu benötigen. Gleichzeitig war das auch ein leicht zu verbergendes Feuer welches mit einem einzelnen Schneeball schnell wieder gelöscht werden konnte.


    Am Ende waren die Teile noch im Herbst komplett aufgebraucht, und wir haben keine weiteren mehr gefertigt.

    Jede Beurteilung ist subjektiv betrachtet leicht aus einem bequemen Büro/Schreibtisch heraus gemacht. Am Ende gibt's genauso viele Wege sich in einer Situation falsch zu verhalten, wie Leute die es am Bildschirm beobachtet haben

    Sind wir hier nicht auch teilweise alle vier Jahre besser als der Nationaltrainer?


    Hätte Ich mir Samische Lebensweisen angeschaut? Nö, sicher nicht!

    Gedanken zu vorhandenen Pilzen ? Auch hier klar, Nein !

    Darf ich mich wundern das 7 Teilnehmer an einem ,,Bushcraftformat" einen auch hier in Deutschland heimischen essbaren Pilz nicht erkennen ? Sicher !


    Haben Sie auch Wissen gezeigt über das ich in all meiner Google/Youtube/Bürokrieger Manier nix wusste? Bestimmt.... Und trotzdem handelt der ganze Thread von nichts anderem als,, Wie hätte Ich es gemacht, wie sehr hat mich das unterhalten ? Oder wie viel konnte ich daraus mitnehmen?"


    Es wurden wirklich sehr gute Einblicke in 7 verschiedene herangehensweisen gezeigt. Und jeder von uns hatte die Möglichkeit zu sehen wie alle es gleichermaßen bewältigt haben.

    In einer Einzelbetrachtung, ohne zu Wissen das da auf 6 anderen Landstrichen/Inseln jemand der selben Aufgabe nachgeht, wären die Kommentare sicher schroffer gewesen. Siehe das Beispiel Bear Grylls, da wurden die unvernünftigsten, Draufgängernummern gezielt auf Unterhaltungswert vermarktet, und egal wie bescheuert seine herangehensweisen waren, gab es für jeden der es schaute innerhalb der Staffeln sicher auch mal einen AHA Moment. Und trotzdem wird das Gesamtwerk als ,,Miese Masche" abgetan.


    Das verhält sich ind diesem expliziten Fall meiner Meinung nach gleich. Es polarisiert!


    Ich habe in den bisher geschauten 6 Folgen viel gesehen was ich selbst so nicht kannte, oder nicht selbst praktiziert habe von Shelterbau über Tarp aufstellen etc.

    Erschreckend finde ich weiterhin das geringe Wissen.

    Interessant ist es die verschiedenen Charaktere zu beobachten, wie unterschiedlich mit der Situation umgegangen wird. Traurig werde ich, das bei so vielen so wenig intrinsisches Herangehen da ist. Aber heutzutage hat man sich wohl sehr daran gewöhnt , von außen immer Einflüsse zu bekommen .

    Einen Steinpilz nicht zu erkennen halte ich auch für ne schwache Leistung, offenes Unwissen ist bei allen bisher gezeigten Charakteren gegeben.


    Allerdings halte ich bisher die Priorität viel zu sehr auf ,,Content" als auf echter Problembewältigung, entweder aufgrund des ,,Youtuber-daseins" oder falsch reflektierter Situation.

    Ich hab mir gerade mal die ersten beiden Folgen angeschaut, und stelle mal erschrocken fest, niemand denkt an Harze, Gummi aus der Sohle oder den Packsack also den gegebenen ,,kleinen" Brandbeschleunigern.

    Das Eichhörnchen aus der Hölle hat wieder gezaubert....

    So oder so ähnlich verarbeitet meine Grütze morgens um halb 2 die kryptischen Buchstaben unter den Kürzel BCP
    ...Messerthread ....Skuzzlebud...Also öffnen, Bilder bestaunen und humoristische und lehrreiche Texte bewundern! Einfach immer wieder toll was du da baust, wie du es beschreibst und wie du erklärst wie du zu welchem Ergebnis gelangt bist!

    Ich bin seit fast 20 Jahren aktiver Angler und muss gestehen, so richtig hab ich noch nie diese Knoten auf die Reihe bekommen,

    Ich mache dann eben den Kompromiss und mache sicher funktionierende Knoten doppelt und wähle einfach nicht zu dünne Schnüre.

    Bis heute hatte ich nicht mehr als eine Hand voll Abrisse, wo ich bei einigen aber auch weniger den Knoten verdächtige als den Gewässergrund der mit einer scharfen Kante nachhalf.:angler


    Ein Kompromiss einer wie ich finde guten Materiallösung ist die Verwendung von Nanofiler oder Geflochtener Schnur als Hauptleine, ein kräftiger Wirbel aus der Hochseefischerei (spart schon ein 1g Blei) und eine Packung Vorfächer zum einhängen.

    Als Pose hab ich eine verstellbare Pose mit einem Gummiband oder eine klassische Korkpose die ich auf die Hauptschnur ziehe.

    Der Vorteil einer klassischen Korkpose ist definitiv das man die Tiefe variabel einstellen kann ohne eine Wissenschaft draus zu machen! Schnur von oben bzw unten durch die Pose ziehen, Ästchen, oder original Stäbchen durch fertig ! So ist die Tiefe ans jeweilige Gewässer angepasst.


    Ein weiterer Vorteil an meinem Setup ist, die geflochtene Schnur schwimmt in den meisten Fällen auf der Wasseroberfläche, was eine schöne Bissanzeige ermöglicht und die Fluchtrichtung des Fisches anzeigt. Auch in Flachen Bächen neigt die Schnur nicht so schnell dazu im ersten Hinderniss hängen zu bleiben, weil die Schnur es ja quasi ,,drüberweg " treibt.

    Um die Kurve aber noch hin zu einem wirklich brauchbaren INCHBAG zu bekommen, kochen wir doch mal die Ansätze ein, und reduzieren uns auf das was wir daraus mitnehmen können.


    Nun ist das was dar bleibt nun nur noch ein Bruchteil dessen was wir in der Grundannahme vorliegen hatten, von einem absolut unumgänglichen ,,Fluchtgeschirr" hin zu einem eher alltäglichen EDC.

    Denn sehen wir der Tatsache ins Auge, wir sind in unseren Wissen und unserer Ausrüstung doch immer darauf aus, am Ende wieder heim zu kommen, und ich gehe schlicht mal davon aus das es vielfach so ist wie von Skuzzlebud beschrieben, wir würden ohne triftigen Grund das eigene Heim sowieso nicht für immer verlassen!


    Aber bevor wir die doch recht nützliche Idee des handlichen Inch Setups komplett über den Haufen werfen, können wir auch schlicht paralellen zu eher alltäglichen Situationen ziehen. Und das sind doch eher solche Situationen in denen diese Setups ebenfalls wertvoll sein können.

    Vom gestrandeten Touristen im Ausland, Geschäftsreisendem fern der Heimat, oder einfach nur am Ende einer Langstreckenwandertour!

    Denn zwei Dinge in diesem Setup helfen immer ! Ein wenig Kleingeld, und die Möglichkeit selbst im ramponiertesten Zustand sich ausweisen und legitimieren zu können.!


    Mein Schlüsselbund ist quasi schon ein Teil dieses erweiterten EDCs, an ihm trage ich tatsächlich einen kleinen USB Stick und ein Tablettenröhrchen mit einem gefalteten Geldschein, Als Umschüler hat mich das schon aus zwei sehr unangenehmen Situationen gerettet!

    Der Stick bei einer Präsentation die auf elektronischem Weg übermittelt verloren ging, und so beinahe den geplanten Vortrag ins Wasser fielen ließ. und der Geldschein als ich meine Geldbörse sicher und warm daheim vergaß und fern der Heimat tanken musste!

    Sicher wäre es abenteuerlicher noch einen Magnesiumstab oder ähnlich ausgefallene Spielereien dabei zu haben, aber der zivilisierte Neandertaler aus dem Großraumbüro lässt sowas schlicht im Auto. Und da kommen wir wieder zu der Rückführung zur vollen Ausrüstung.

    denn dort lagern neben der Möglichkeit, schnell und bequem 380km zurückzulegen, Stiefel, Ausrüstung und Wechselklamotten und Nahrung für 2 Tage.


    Ich schließe also damit zu sagen, wenn ich es nicht schaffe mich von meinem Arbeitsplatz 50m mit meinem Schlüsselbund und meinem Taschenmesser bis zu meinem Auto durchzuschlagen, dann hätte mir der Bauchbeutel auch nichts gebracht! (Davon ab das ich auf Arbeit wesentlich mehr Ausrüstung lagern habe als ich jemals selbst besitzen könnte:lol Kleiner Tipp ,,Grüner Hirsch")