Posts by Blumenstein







    Um den Thread nicht mit meinen Urlaubsbildern zu verwässern habe ich die Bildauswahl auf die Verarbeitungsschritte beschränkt. Was hier auf jeden Fall ins Auge fallen sollte ist die Menge an Material die hier benötigt wird, für ein relativ kompaktes Produkt. Wer also plant etwas nützliches aus Birkenrinde zu fabrizieren muss mit einem hohen Materialaufwand rechnen um auch qualitative Mängel und Ausschuss mit zu berücksichtigen.


    Servus zusammen,


    passend zum Thema mein Halbjahresbeitrag zum Forum :unschuld


    Ich habe in den letzten 2 Wochen in Nordkarellien an einem Messerbaukurs eines Freundes teilgenommen, welcher uns die Verarbeitung von Birkenrinde zum Messergriff näher gebracht hat. Allem voran wurde uns gezeigt welche Birken ,,erntefähig" waren was vor allem Bäume mit einem Durchmesser auf Brusthöhe von 30-40 cm umfasste die im selben Jahr auch gefällt werden sollten.


    Der nächste Schritt nach dem ernten war das einspannen in Trockenleisten um möglichst gerade Platten und der natürlichen Krümmung entgegen ein leichter zu verarbeitendes Produkt zu erhalten.

    Eingespannt wurde das ganze zur Trocknung ins Lager gelegt wo es eine Weile ( Leider nie genauer spezifiziert) liegen bleibt.


    Die Platten werden im Anschluss an die Lagerung mit einer kräftigen Bürste von Flechten und losem Material befreit um eine gleichmäßigere Oberflächenstruktur zu erhalten.


    Es folgte hierauf der Zuschnitt, in unserem Fall ca 4cm breite Streifen aus beiden Stammachsen (horizontal zur Wuchsrichtung und vertikal zur Wuchsrichtung) mit einer Seitenlänge von ca 5-6cm. Die gewonnenen Plättchen wurden separat in zwei Boxen zur finalen Verarbeitung am Messergriff aufbewahrt und kamen direkt im Anschluss zum Einsatz.


    Der ganze Prozess der Rindenverarbeitung ist hier maßgeblich ,,Produktorientiert" da im finalen Messergriff keine Lücken oder Ausbrüche auftreten sollen, wurden die Astknötchen und groben Risse in den Streifen komplett raus geschnitten. Ob ein Korb, eine Tasche oder andere Rindenprodukte ebenfalls so sorgfältige ,,Qualitätssicherung" benötigen kann ich so leider nicht einschätzen.


    Für alle die gerne Bilder zu dem Thema wünschen, die folgen in den kommenden Tagen.

    Jagdrucksack_Frontline_Galil_OHmDhUeSn.jpg


    In diesem Rucksack und seinem angehängten Erste Hilfe Pack stecken Material für einen Druckverband, ein Zipbeutel mit Traubenzucker und Schmerzmitteln und Einweghandschuhen) Eine Pinzette ,Pflaster....und last but not least Frischhaltefolie und Zurrbänder aus dem Baumarkt.


    Seltsame Zusammenstellung möchte man meinen, ABER.....


    Es muss kein Krieg sein, Verletzte müssen auch nicht immer nur wir sein ! Der Schutz des Zweibeiners verdient auch in diesem Thread einen kleinen Absatz.


    Was viele gerne außer acht lassen ist das viele von uns doch auch oftmals unsere Vierbeiner im Wald dabei haben.

    Eine reale Rettung einer stark blutenden Wunde im Bauchraum eines Hundes kann nur erfolgen wenn verhindert werden kann das das Zwerchfell kollabiert und kein Druckverband der Welt ist luftdicht.


    Eine Begegnung mit einer Sau, eine nicht aufgearbeitete Baumkrone und zu viel Schwung und die Katastrophe ist angerichtet. Der Bauchraum offen und kein Pflaster der Welt kann ein Loch im Zwerchfell flicken. Hier kann eine Schnell angebrachte Folienbandage den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen, zumindest verschafft es Zeit bei gerufene Hilfe noch zu erreichen.



    Zurrbänder dienen als Allroundwaffe:


    Improvisierte Sicherung eines Druckverbandes

    Impro. Turniquet


    Nicht Erste Hilfe Zwecke

    Impro. Gewehrriemen

    Aufbrechhilfe (Jagdalltag)

    Hundeleinenersatz

    Rucksackerweiterung (Deckenrolle/Jackenrolle am Rucksack befestigen)

    Bergehilfe

    Hängemattenanker am Baum

    Packriemen am Gestellrucksack (Holz holen)

    uvm.


    Ich will nicht sagen das es das Optimum darstellt. Und abgebundene Körperteile können schwerwiegende Folgen nach sich ziehen, Aber:

    Lieber hab ich nach einer erfolgreichen Rettung das Problem das mein Bein nicht mehr zu retten ist, als das ich nicht mehr zu retten bin. Und ein 2€ Baumarktzurrgurt ist heute im Falle X besser als das 47€ Tourniquet das ich mir bestimmt beim nächsten Blackfridaydeal kaufen will. Und aus eigener Erfahrung waren diese Trauma Sets innerhalb von Tagen nach Beginn des Einmarsches ausverkauft.

    Wie viele meiner Vorgänger bin ich weniger der klassische Bushcrafter als eher ein Generalist im ,,Draußen-sein"

    Ich gehe seit nun fast 22 Jahren angeln, dabei hab ich so manche Materialschlacht mitgeschlagen. Ruten und Rollen mussten immer der Situation entsprechen. Meine Zeitgenossen haben sich immer tiefer in das Karpfenangeln gestürzt und als die erste ,,Karpfensackkarre" da war, war die Abneigung gegen Lagern und Daueransitze geboren.


    Ich mag es alternativ, nicht planlos. Ausrüstung musste seither entweder ohne Alternative sein, oder zumindest mehrere Sachen können. Nach Eintritt ins Arbeitsleben ging es in der Gastronomie weiter. Urplötzlich war der Blick auf essbares rund um mich herum gefallen und die ersten Pilzführer, Kräuterkundebücher und natürlich die Ernte von saisonalen forderte seinen Tribut.


    Beruflich gings weiter und immer öfter musste es raus gehen. Einfach mal Ruhe war da der Wunsch. Die zweite Ausbildung wurde begonnen und mit dem Forstwirt kam die Jagd.


    Zwischendrin hab ich mich dann in diesem Forum angemeldet und so einiges mitgelesen. An Treffen teilgenommen und auch selbst organisiert.


    Seither kombiniere ich alles was ich irgendwo mal gelernt und aufgenommen habe.

    Ein Tarp im Revier um den Nacht- mit dem Morgenansitz zu verbinden..... oder eine kleine Mahlzeit auf dem altem Schwedenkocher den ich Baer 96 auf unserem ersten Treffen abkaufte ( Der ist noch immer im Einsatz und wird mir auch weiterhin gute Dienste leisten :hobo )


    Die Jagd prägt jetzt meinen beruflichen Alltag, und alles rund um die Jagd macht meine Freizeit aus. :gewehr

    Ich baue keine Unterstände mehr, ich baue Hochsitze, ich sammel Pilze und Informationen über Wildeinstände.

    Und immer wieder decken sich dabei Bushcraft und andere Interessen.

    Freut mich das Ihr augenscheinlich soviel Spaß und super Wetter hattet.
    Ich hätte wirklich gerne teilgenommen, aber eine wirklich sehr kurzfristige Urlaubszeitänderung machte die Teilnahme ausnahmslos unmöglich. Zumal ich noch zwei Tage vorm Treffen noch mit Fieber umlag.


    Ich hoffe bald schon wieder aktiver dabei sein zu können.

    Ich persöhnlich würde ja sowas von lachen, wenn ausgerechnet Knossi als Unerfahrendster am Ende der wäre der am längsten durch hält^^

    Bei ihm wurde/wird ja zb wegen den Zigaretten geläßtert. Meist von Leuten die über die mnöglichen Vorteile der Zigaretten nicht nach denken. Betrachten wir mal eine Zigarette an sich, was haben wir da? Papier, Filter und Tabak-.
    Das Papier ist leicht entzündlich und hält den Tabak zu sammen. Der Filter eignet sich als Zunder wqie man bei einem Test von Knossi und Survival-Mattin gesehn hat. Und der Tabak? Schnell selbst nur mir Funken zum glimmen zu bringen

    und glüht verhältnismässig lange, also auch ein Zunder. Wir haben also bei einer Zigarette 2 Zundermöglichkeiten und etwas Papier die Alles compackt zusammen hält. Das Ganze noch in einer wasserdichten Dose. Ergibt? Trockenen Zunder im möglicherweise durchfeuchteten Regenwald. Das und wie man Holz aufspaltet um trockenes Holz für ein Anfangsfeuerchen zu bekommen ist uns Allen klar. Auch daß das trockene Holz fein genug damit ein Feuer zu entzünden

    geht auch. Aber ein zusätlicher wirklich trockener zunder schadet sicher nicht.

    Und zu den Teilnehmern als Ganzes, die meisten dieser Outdoorer gehn doch eher richtung Survival oder "Ich mach da Touren und nehm Leute mit". Busuhcrafter sind die doch weniger. Die gehn raus mit "ohh jetzt bin ich soooo allein:(".

    Ein Bushcrafter geht raus "Jaaa endlich mal Ruhe und keiner in der Nähe der mir auf den Sack geht:dance"

    So hab ich eine Zigarette noch nie betrachtet ?(


    Als gestandener Nichtraucher fehlt mir da einfach der Bezug, aber unter den genannten Gesichtspunkten sieht man da tatsächlich einen echten Mehrwert. :lol

    Vielleicht sollten Pal Mall und Co sowas mal als werbewirksame ,,Vorzüge" herausstellen.


    :saint:

    Allem voran interessantes Produkt, und gelungenes Review.

    War sehr kurzweilig anzusehen, und die Vorstellung auf zwei Moderatoren zu verteilen war auch angenehm.


    Sehr gut hat mir der Hinweis auf den Zeitstempel im Video gefallen da die ersten 5 Min doch recht wenig mit dem Produkt an sich zu tun hatten. Allerdings darf man hier auch den Aufwand hinter dem Edit und den Aufnahmen an sich ja nicht vergessen und da wieder großes Lob! Alles in allem rund, nichts für die breite Masse, aber das habt ihr super mit Verweis auf den eigentlichen Beginn gemanagt.

    Versteh ich nicht ganz. Bei mir sind alle Lebensmittel verschlossen. Geöffnete Packungen von Haferflocken etc fülle ich in verschließbare Behälter um. Laßt ihr alles offen stehen?

    Tatsächlich wird an verschlossen Gebinden auch Fraßschaden durch Lebensmittelmotten erzeugt. Eine 0,2mm dicke Folienverpackung ist trotz Schweißnaht kein Hinderniss! Gerade Mandeln, Haselnüsse und Mehle neigen da sehr schnell zu Befall!


    Darum lagern diese Lebensmittel IMMER in zusätzlich gedichteten Kisten mit Umlaufenden Verschluss. Ich habe mehrfach bereits ungeöffnete Gebinde verwerfen müssen weil sie ,,geknistert" haben oder sogar Gespinste der Mottenlarven zu sehen waren.

    Meine bisherigen Feuer habe ich bis auf zwei alle direkt an Straßen und Wegen gemacht, direkt auf der Bankette und in allen Fällen mit einem Hobo oder einen Kocher. Macht einen offenen Diskurs möglich, und erspart einem dumme Vorannahmen. Ja jeder hat seine Meinung, wer eine zu mir oder meinem handeln hat, kann Sie mir gerne darlegen, während ich mein Essen zubereite oder einen Tee brühe.


    In bisher zwei Fällen kamen Personen vorbei, und nur eine fragte was ich da machen würde.

    Nach kurzer Klärung konnte ich schnell einen harmlosen Eindruck vermitteln. Trotz Jagdausrüstung und allem drum und dran was zu dem Zeitpunkt so in der Nähe lag. Aber eine Stunde Fahrzeit ins Revier, und dem Wunsch soviel Zeit wie möglich draußen verbringen zu wollen, konnte mir in dem Moment niemand in Frage stellen. Möglicherweise nicht der klassische Bushcraftansatz, aber eben auch nicht die klassische Campertour mit Saufgelage. Und genau so halte Ich es. Deeskalierend immer eher den Rückzug bevorzugend, als auf ,,Gottgegebenes Recht" zu pochen.


    Den auch der Jäger ist nur ein ,,Waldbesucher". Natürlich habe ich eine gewisse Sonderstellung innerhalb der Gesellschaft, aber unantastbar bin auch ich nicht in meinem handeln.

    In meiner aktiven Forstzeit haben wir sowas in klein mal mit Forstnerbohrern fertig gemacht, war ein 10min ,,Machen die Stifte einfach weils geht Projekt"


    Unser Meister verwendete die für Gartenpartys, als ,,idiotensicheren" Ofenanzünder im Bauwagen, mehrfach aber auch für den überlebenswichtigen Espresso im Wald. Wir verwendeten Holz zweier bei Wegesicherung gefällter Kiefern, welche einen Durchmesser von ca. 15-25cm hatten. Unsere Fackeln waren 20cm hoch und nur mit dem Bohrmehl aus dem Kern gefüllt.


    Generell haben wir uns eigentlich dabei gedacht damit im Winter im Schnee der Hochrhön uns damit Tee/Kaffee zu kochen ohne großartig Feuerholz zu benötigen. Gleichzeitig war das auch ein leicht zu verbergendes Feuer welches mit einem einzelnen Schneeball schnell wieder gelöscht werden konnte.


    Am Ende waren die Teile noch im Herbst komplett aufgebraucht, und wir haben keine weiteren mehr gefertigt.

    Jede Beurteilung ist subjektiv betrachtet leicht aus einem bequemen Büro/Schreibtisch heraus gemacht. Am Ende gibt's genauso viele Wege sich in einer Situation falsch zu verhalten, wie Leute die es am Bildschirm beobachtet haben

    Sind wir hier nicht auch teilweise alle vier Jahre besser als der Nationaltrainer?


    Hätte Ich mir Samische Lebensweisen angeschaut? Nö, sicher nicht!

    Gedanken zu vorhandenen Pilzen ? Auch hier klar, Nein !

    Darf ich mich wundern das 7 Teilnehmer an einem ,,Bushcraftformat" einen auch hier in Deutschland heimischen essbaren Pilz nicht erkennen ? Sicher !


    Haben Sie auch Wissen gezeigt über das ich in all meiner Google/Youtube/Bürokrieger Manier nix wusste? Bestimmt.... Und trotzdem handelt der ganze Thread von nichts anderem als,, Wie hätte Ich es gemacht, wie sehr hat mich das unterhalten ? Oder wie viel konnte ich daraus mitnehmen?"


    Es wurden wirklich sehr gute Einblicke in 7 verschiedene herangehensweisen gezeigt. Und jeder von uns hatte die Möglichkeit zu sehen wie alle es gleichermaßen bewältigt haben.

    In einer Einzelbetrachtung, ohne zu Wissen das da auf 6 anderen Landstrichen/Inseln jemand der selben Aufgabe nachgeht, wären die Kommentare sicher schroffer gewesen. Siehe das Beispiel Bear Grylls, da wurden die unvernünftigsten, Draufgängernummern gezielt auf Unterhaltungswert vermarktet, und egal wie bescheuert seine herangehensweisen waren, gab es für jeden der es schaute innerhalb der Staffeln sicher auch mal einen AHA Moment. Und trotzdem wird das Gesamtwerk als ,,Miese Masche" abgetan.


    Das verhält sich ind diesem expliziten Fall meiner Meinung nach gleich. Es polarisiert!


    Ich habe in den bisher geschauten 6 Folgen viel gesehen was ich selbst so nicht kannte, oder nicht selbst praktiziert habe von Shelterbau über Tarp aufstellen etc.

    Erschreckend finde ich weiterhin das geringe Wissen.

    Interessant ist es die verschiedenen Charaktere zu beobachten, wie unterschiedlich mit der Situation umgegangen wird. Traurig werde ich, das bei so vielen so wenig intrinsisches Herangehen da ist. Aber heutzutage hat man sich wohl sehr daran gewöhnt , von außen immer Einflüsse zu bekommen .

    Einen Steinpilz nicht zu erkennen halte ich auch für ne schwache Leistung, offenes Unwissen ist bei allen bisher gezeigten Charakteren gegeben.


    Allerdings halte ich bisher die Priorität viel zu sehr auf ,,Content" als auf echter Problembewältigung, entweder aufgrund des ,,Youtuber-daseins" oder falsch reflektierter Situation.

    Ich hab mir gerade mal die ersten beiden Folgen angeschaut, und stelle mal erschrocken fest, niemand denkt an Harze, Gummi aus der Sohle oder den Packsack also den gegebenen ,,kleinen" Brandbeschleunigern.