Stock zum graben

  • Immer wieder lese ich, dass Messer die Eigenschaft aufweisen sollen auch einmal zum graben verwendet werden zu können.
    Das Messer ist ein Präzisionswerkzeug und hat nichts, wirklich gar nichts in der Erde zu suchen, auch nicht auf der Erde. Ein Messer ist in der Hand oder in der Scheide. (Ok, manchmal auch im Bein. Gell smeagol ;) )


    Wenn gegraben werden muss macht man sich mit dem Messer einen Grabstock. Das ist ein Stecken ca. 5cm dick und je nach gutdünken 60 bis 80cm lang. Hasel eignet sich gut. Man entfernt Äste ganz nah am Stock damit der Stock schön glatt ist und später beim graben nicht die Hände verletzen kann. Auf einer Seite macht man einen Spitz auf der anderen Seite eine Haue. Damit kann man seine grab-arbeiten verrichten. Sollte er mal stumpf werden wird er an einem Stein wieder geschliffen. Niemals mit dem Messer, es wäre sofort stumpf weil sich in die Spitze des Grabstockes feine Erde gearbeitet hat durch das graben. Man kann sich auch einen neuen Grabstock machen es dauert ja nur 5 bis 10min. wir haben ja Zeit.


    Fotos folgen am Montag.


    Liebe Grüsse
    draussen

  • Genau so sagt das auch Joe Vogel in seinem Buch - Outdoor Survival mit dem Messer.


    Einmal in die Erde gesteckt ist die Klinge stumpf oder beschädigt.


    Vielleicht mit einem Glock - das ist eh stumpf.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Immer wieder lese ich, dass Messer die Eigenschaft aufweisen sollen auch einmal zum graben verwendet werden zu können.
    Das Messer ist ein Präzisionswerkzeug und hat nichts, wirklich gar nichts in der Erde zu suchen, auch nicht auf der Erde. Ein Messer ist in der Hand oder in der Scheide. (Ok, manchmal auch im Bein. Gell smeagol ;) )

    So sehe ich es auch
    Ein messer hat auch nix im lagerfeuer zu suchen um was raus zu holen oder hinein zustoßen


    so schnell könnt ihr gar nicht gucken wie das nano-meter dicke Metall Verglüht und das Messer stumpf wird


    Quote

    wirklich gar nichts in der Erde zu suchen, auch nicht auf der Erde. Ein Messer ist in der Hand oder in der Scheide oder BAUMSTUMPF

  • Ich sehe das genau so!


    Mit einem Werkzeug, das zum Schneiden konzipiert ist, welches gepflegt und regelmäßig geschärft wird, prokel ich doch nicht in der Erde rum. :wallbash


    P.S. @draussen: zum Schneiden von weichem Schnittgut (Fleisch u.a.) ist ein scharfes Messer doch bestens geeignet ;)

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

  • Generell sollte man sein Messer so wenig wie möglich in einer Survivalsituation und beim Bushcraften benutzen um es für die wirklich wichtigen Schneidaufgaben so lange wie nur möglich Scharf zu halten. Deshalb benutzt man für viele arbeiten Behelfe wie z.B. einen Grabstock um sein Messer zu schonen, nicht immer kann man sein Messer in der Natur (Wildnis) neu Schärfen. Das man sich diese Behelfe mit seinem Messer anfertigen kann/muss versteht sich von selbst, mehr wird dann aber nicht mit dem Messer gearbeitet.

  • Ei, dein Begleiter macht aber einen recht skeptisch-verzweifelten Eindruck! :lol


    Aber egal, so eine hölzerne Brechstange ist schon eine wertvolle Hilfe.



    Liebe Grüße,


    Westwood

  • Messer gehören bei mir auch nicht in den Boden.
    Irgend so ein Dödel ....:zensiert meinte mal das ein Glockfeldmesser im Gegensatz zu einem Mora den Vorteil hat, dass man damit mit dem ganzen Körpergewicht hebeln kann und es übelst belasten kann.
    Was hab ich davon wenn man mit dem Messer nicht anständig schnitzen kann ?
    Die Freunde dieser Brecheisenmesser kann ich nicht nachvollziehen. :messer

    Mit einem Freund am Fluss sitzen und was leckeres auf dem Hobokocher zubereiten- für mich gibt es nicht besseres :)

  • nein ich sag besser nix....ausser: Ich fand es geil dass mein Messer graben kann wenns drauf an kommt.....weil....die anderen lagen im Wasser ,ich nicht.

  • Übrigens wurden bis weit in geschichtliche Zeit hinein Holzspaten benutzt, oder Holzspaten, die nur vorne an der Schneide metallverstärkt waren.


    Ich habe einmal im Leben ein Messer zum Graben benutzt, und zwar war das tatsächlich das Glock Messer... ich habe Rasensoden für eine Feuerstelle herausgeschnitten. Wenn ich größeres vorhabe (z.B. Lager für mehrere Tage), ist eh ein Klappspaten dabei und mittlerweile führe ich im Wald meistens eine Plastik- Pflanzschaufel mit.
    Mit dem Grabstock habe ich aber auch schon gearbeitet. Beeindruckt hat mich dabei, wie gut sich der Aushub beiseite kratzen läßt, das hatte ich unterschätzt.

  • Coole Sache mit dem Grabstock, sehe ich so zum ersten Mal. Theoretisch könnte man doch auch einen Spatenkopf oder eine kleine Gartenschaufel ohne Stiel mitnehmen, wenn man weis, man macht mehr. Den Stock kann man dann ja selbst schnitzen.

  • Was ihr immer mit dem Glock habt. Das Ding ist nicht schlecht, es is halt kein Messer. Dazu wars auch nie gedacht. Es ist das Bajonett zum Steyr Aug Sturmgewehr und damit in D zum Führen sowieso raus, weil Teil einer Waffe/Stoßwaffe. Wenn man das Ding als Teil einer Kriegswaffe (heißt die Bezeichnung, glaube ich) einstufen würde, wärs soweit ich weiß sogar verboten.


    Hier sieht man es montiert:



    Dass ein Bajonett nicht als Schneidwerkzeug - zumindest nicht primär - konzipiert ist, brauch ich keinem sagen. Es ist genau das, was es sein soll. Ein klobiges Stück Stahl, das unter Belastung nicht nachgibt. Schneiden soll das Ding gar nicht so gut.