Messer schärfen

  • Ich hab den hier:


    http://www.feines-werkzeug.de/…ng-1000-6000--mittel.html


    Je länger Du schleifst, desto mehr setzt sich der Stein zu, desto feiner wird der Schliff. Wenn Du dem entgegnen willst, einfach den Stein wieder abwaschen. Wenn Du Dir einen Wasserstein holst, beachte bitte dass Du immer die gesamte Fläche zum Schleifen nutzt, denn sonst wird die Oberfläche zu schnell konkav. Du musst den Stein hin und wieder richten, also "plan" machen. Die Körnung 6000 ist mMn ausreichend, anschließend noch über einen Lederriemen mit Scheuermilch oder Gundel-Putz ziehen und die Schneide ist scharf.


    Den nutze ich aber nur noch für Küchenmesser, alles andere wird mit Nassschleifpapier und Isomatte geschärft und abgezogen ^^

  • Auch ich bin eher ein Laie auf dem Gebiet... Ich benutze einen Super-Arkansas-Brocken. Hat zwei Seiten, grobe Körnung (dunkel) laut Hersteller 240, feine Körnung (hell) 400. Für meine Zwecke hat das bisher ausgereicht. Preis lag irgendwo zwi. 10 und 20 Euro... Da kann man ja auch deutlich mehr ausgeben :unschuld
    VG MadFly :winken


    Nachtrag: Grad noch mal geschaut - geht wohl mit Wasser, Trocken oder auch mit Öl :confused - suspekt...

  • Ich frag mal salad, er hat die Schärferei voll drauf und hat auch tolle Steine! Er hat mich auf dem Forentreffen echt beeindruckt.


    Hi salad,
    if you´ll read this, please let us know a bit more about your grinding- and honing stones!


    Bye!


    Parzival

  • Ich habe beim schleifen die meisten herkömmlichen Dinge eigentlich durch und bin für mich beim Belgischen Brocken hängen geblieben. Das kann man aber nicht verallgemeinern. DENN es kommt auch drauf an WER WAS schleift und wie oft. Das schleifen "frei Hand" auf einen z.B. Bankstein wird von den meisten als völlig einfach und simpel dargestellt. Ist es eigentlich auch wenn man es oft genug macht und gelernt hat wie es geht. Wenn man das allerdings als "Laie" oder nur zweimal im Jahr macht und dann am besten noch mit einer Klinge mit 59 HRC aufwärts (Härtegrad , ab 59 wirds wirklich sehr sehr hart) , dann wirft man den besten Stein nach ein paar mal aus Verzweiflung und / oder Zorn weg. Ich finde für den gelegentlichen Gebrauch ein Lansky Set sehr praktisch und da muss es auch nicht das grosse sein. Es arbeitet sehr effektiv und lässt einem eigentlich nicht allzuviel Spielraum für Fehler. Wenn man dann nicht versucht einer Axt einen Rasiermesserschliff zu verpassen, was nicht heissen soll das man sich mit einer Axt nicht raiseren kann ;) , dann kann da eigentlich nicht viel schief gehen. Schärft man öfter und übt ein wenig finde ich wie oben schon geschrieben den Belgischen Brocken prima. Ich habe einen "blauen" zum vorschleifen und fürs Grobe und einen "gelben" für die feinarbeit und den Abzug. Meistens nutrze ich den gelben denn ich lasse meine Schneiden eigentlich nicht so runterkommen das der blaue nötig wäre. Aber wenn doch .... nice to have.


    Ich denke da muss aber jeder seinen Weg finden und für sich entscheiden wie oft und was er schleifen will.


    Gruß


    TaunusNiva

  • @Wildhog: Das stinmmt nicht ganz - man braucht schon mehrere Steine. Wenn der Stein sich zusetzt passiert irgendwann einfach gar nichts mehr!


    Das ist eigentlich wie überall beim schleifen. Man muss erst grob vorschleifen um unebenheiten auszugleichen. Ist man damit fertig, oder ist dies nicht der Fall, geht man eine Stufe feiner und immer so weiter.


    Hier ist eine echt super Seite: http://www.messer-machen.de/messer.htm :daumen


    Dort wird alles genau beschrieben und auch günstige Schleif-Sets vorgestellt, mit denen man schon ein sehr gutes Ergebnis bekommt!
    Allerdings ist beim schleifen mit Wassersteinen eins wichtig - üben üben üben.
    Ich habe auch drei Steine und es fällt mir immer noch schwer den richtigen Winkel zu halten. Aber es macht ne Menge Spaß (jedenfalls mir) so dass man da dran bleibt :-)

    Gruß


    Flex


    -----


    „Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“
    Benjamin Franklin

  • @Wildhog: Das stinmmt nicht ganz - man braucht schon mehrere Steine.


    Ach Verzeihung, dass wusste ich nicht. Dann sind meine Messer all die Jahre durch die Erdrotation scharf geworden ;)


    Wenn der Stein sich zusetzt passiert irgendwann einfach gar nichts mehr!


    Du musst dem Schleifstein zwischendurch auch mal wieder was zu trinken geben ;) Denn wie schrieb ich oben?


    Quote from WildHog

    Je länger Du schleifst, desto mehr setzt sich der Stein zu, desto feiner wird der Schliff. Wenn Du dem entgegnen willst, einfach den Stein wieder abwaschen.


    Nee im Ernst. Genau der Effekt den ich oben beschrieb wird auch in der "Packungsbeilage" erwähnt. Und wenn sich ein Wasserstein zusetzt, dann verschmierst Du die Oberfläche wieder mit ein wenig Wasser. Du fängst an mit der gröberen Seite, auch die wird nach einigen Schleifvorgängen immer feiner. Dann drehst Du den Stein um und benutzt die feine Seite. Auf diese Weise habe ich die Schneide einer Polarklinge fast auf Hochglanz bekommen. Es kann also vielleicht doch sein das es stimmt was ich sage :daumen


    Beim richtigen Winkel kannst Du Dir etwas behelfen: Halte das Messer in dem gewünschten Winkel und schau welche Fingerkuppe noch drunter passt, so mach ich das immer.

  • Als Metzger habe ich 1000de von messern geschliefen und dazu imer einen feinen Japanischen Sandstein (Toishi) und bis zum heutigen Tag habe ich nie etwas aderes benuetzt. Die Messer wurden immer Rasierklingen scharf und hielten die Schaerfe fuer das Schalchten und/oder Ausbeinen von mehreren Rindern und Schweinen.


    Allerdings muss ich sagen das die Anwendung welchen Schleifsteines nicht das wichtigste ist. Ebenso wichtig, wenn nicht noch wichtiger, ist die Qualitaet der Messerklinge und wie man ein Messer Schleift. Nach meiner Meinung, gebilded durch Beobachtung, wissen etwa 80% der Messerbenutzer, und dazu gehoeren viele Professionelle, nicht wie man Messer richtig schleift damit sie den Schliff auch beibehalten.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • Hallo Leute ,


    ich schärfe Messer seit betimmt 30 Jahren ( Mein Vater hat mich damals mit dem Virus angesteckt). Wenn ich alles zusammenzähle was ich an Steinen und Geräten habe könnte ich einen schönen Familienurlaub mit allem drum und dran machen.


    Aber nun zu dem was ich eigentlich sagen will:


    Meine Favoriten sind die Shapten Glasstones ; ich hab die Kombi Körnung 500 / 2000 / 8000. Die Steine sind irre bissig und


    durch die harte Bindung muss man Sie nicht oft abrichten. ( Abrichten tue ich mit einem DMT Diasharp Diamantstein Körnung 320 )


    Nach dem Schärfen den Restgrat noch entfernen => zuerst ziehe ich die Schneide ein paar mal durch ein Stück Kirschholz ; dann


    auf den Lederriemen mit Chromoxidfarbe. Wichtig ist üben üben üben. Ein sehr guter Tip aus dem Messerforum ist auch die Schneide mit einem Edding zu markieren , da sieht der Anfänger relativ schnell wo er auf dem Stahl rumeiert ^^


    Scharfe Grüße Günther Alias razorG

  • Das ist eigentlich wie überall beim schleifen. Man muss erst grob vorschleifen um unebenheiten auszugleichen. Ist man damit fertig, oder ist dies nicht der Fall, geht man eine Stufe feiner und immer so weiter.

    Das ist mir aber neu. Da wudere ich mich dann wie es moeglich war ich als Metzger immer Superscharfe Messer hatte obwohl ich immer nur einen feinen Stein benutzt habe.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • @ Huntwriter:


    Du hast recht , für normal benutzte Messer die nur Ihre " Superschärfe" verloren haben genügt normalerweise der feine Stein


    und ledern. Aber was mir meine Freunde manchmal für Messer bringen :eek . Scharten , Klingenausbrüche , da ist mir manchmal


    zum weinen. Da muß man dann halt mit einem groben Stein ran.


    Lieber öfters pflegen , meist genügt ledern , als nur alle paar Wochen das volle Programm.


    Keep sharp ; razorG

  • So ein Messer hat mir auch einmal jemand gebracht. Als ich es in den Muelleimer warf guckte er mich mit grossen Augen an und ich sagte zu ihm; "Das ist der richtige Platz fuer solche Messer." und bin wegelaufen. :)

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • @ Huntwriter:


    Ich bevorzuge lieber den Messerbesitzern eine Standpauke zu halten , das arme Messerchen kann in der Regel nichts dafür ^^ .


    Ich brings dann so gut es geht auf Vordermann und übergebe es dem Besitzer mit ein paar ermahnenden Worten :batch



    Gruß Günther

  • Allerdings ist beim schleifen mit Wassersteinen eins wichtig - üben üben üben.

    :confused ... hmmmm... zumindest meine "Öl"-Steine schleifen auch nicht allein. ;)


    Zum Schleifen tummeln sich verschiedene Banksteine im Werkstattkeller.
    Die "Wasser"-Steine baden in einer Plastik-"Pseudo-Tupper"-Dose (Kunst- und Natursteine), die "Öl"-Steine liegen abgewischt mit Rahmen im Schränkchen.
    Einer davon vom Tischlerbedarf, mit dem hat bereits mein Opa (Tischlermeister + Bau-Ing.) seine Hobelmesser geschärft. ^^
    Letztere schrubbe ich, wenn zugesetzt, mit einem Tropfen Handseife und ner Geschirrbürste; die anderen werden bloß unter fließend Wasser gebürstet.
    Schleifpapier kommt eher selten zum Einsatz.
    Der letzte Schliff (nach dem Leder und dem Glas): -StahlFix- auf Papier... ;) <- jaaa, ist ne "Reef-Macke" :pille :lol


    Wer seine Messer pflegt, sprich regelmäßig (nach)schärft, hat nicht nur immer ein wirklich scharfes Werkzeug zur Hand, sondern auch Arbeit/Zeit gespart.


    OT: Im "Normalfall" wartet man(n oder Frau) bei seinem Auto auch nicht, bis die Ölstandswarnleuchte einen begrüßt. :D
    -----
    Eddi: ich nehme keine "Fremdmesser" an, es kommen nur die aus der "Reef-Familie" in den Genuß... dies sind wahrlich (mehr als) genug (Messer)
    ^^


    -----
    -> Mogen: warum ausschließlich "Wasser"-Steine? So Du Dir nicht eine breite Palette anschaffen möchtest und Du auch "Roster-Stähle" benutzt, nimm lieber "Öl". Hab mal beim Schärfen diverser Messer "gepennt" und den einen "Roster" der dazwischen war mit auf dem "Wasser"-Stein geschärft...daraufhin war noch einige Arbeit nötig, bis die Schneide wieder blank war. :(
    Für den Anfang reicht ein Kombistein aus, schau doch mal hier:
    http://www.wetzen-und-schleife…ntc9c8o1ednf5a9aqgl8qub83


    Kombi-Kunststein (badet bei mir) APEX: http://www.wetzen-und-schleife…ntc9c8o1ednf5a9aqgl8qub83
    -- Anstelle von Wasser (oder Öl) funktioniert auch Terpentin(öl) sehr gut. :)


    "Öl-Kombi": http://www.mehr-als-werkzeug.d…a-Kombistein-grobfein.htm

  • Da wir ja anscheinend ein paar Schleif-Experten und solche die es gerne werden wollen haben, fänd ich es prima wenn sich jemand für einen Schleifworkshop beim nächsten Treffen bereiterklären würde :)


    Denke mal die Nachfrage ist durchaus vorhanden und einen praktischen Nutzen davon hat ja jeder daheim in der Küche oder draußen im Wald.


    Salad: I've been really impressed by your sharpening skills, do you think you can host a little sharpening worksop at one of the next meetings? Im pretty sure that a lot of guys would appreciate that ;)

    "Mit Speck fängt man Kläuse!"
    offizielle Signatur des BCP-Treffens im Sauerland 30.5.-2.6.2013

  • Oh man, wenn ich das hier so lese bin ich ja echt noch Schärf-Neuling.
    Aber ich komm gut klar mit meinem Lansky Schärfset. Da kann man wenig bis gar nichts falsch machen ^^

    Liebe Grüße


    Erst wenn der Boden trocken ist, lernen wir das Wasser zu schätzen! (Benjamin Franklin)

  • ... ich komm gut klar mit meinem Lansky Schärfset...

    Die Dinger sind auch OK und zielführend. :)


    -> Gurutos: hatte mit dem Ilves einen Messer-WorkShop (Messer "tunen", bauen und schärfen) am Osternwochenende (Fr. & Sa.) in Planung.
    Leider wird das nicht stattfinden. :(