Anorak Meru Yukon

  • Als Freund von günstiger und praktikabler Ausrüstung möchte ich euch kurz einen Anorak der Globtrotter Hausmarke Meru vorstellen: http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=135725


    Ich habe eine Jacke gesucht, die man bei Schmuddelwetter anziehen kann, wenn eine moderne, mehrlagige Hardshell noch technischer Overkill ist!


    Grundsätzlich mag ich die G1000-Sachen eines bekannten skandinavischen Herstellers. Ordentlich gewachst, ist man mit diesem Material bei Kälte, Schnee, Nieselregen, kurzen Schauern und ähnlichen Witterungsbedingungen ganz ordentlich verpackt und hat trotzdem noch ausreichende Dampfdurchlässigkeit. Bekanntermaßen kommt man erst bei richtigem Sauwetter wie starken Regengüssen und Dauerregen an die Grenzen des Materials.




    Den Meru Anorak habe ich im Dezember letzten Jahres im Rahmen einer Sonderaktion günstig erworben (ich glaube es waren 49 oder 59 Euro). Das Material nennt sich Armadillo (65% Polyester, 35% Baumwolle). Der Materialmix ist dem G1000 nicht unähnlich und wird leicht eingewachst ausgeliefert. Natürlich wurde hier meinerseits noch ein wenig nachgelegt. Mit dem "Greenland Wax" von Fjällräven geht das genau so gut, wie bei den G1000-Sachen. In den letzten zwei Monaten ist mir das Ding richtig „ans Herz gewachsen“.



    Obwohl ich normalerweise Größe L trage, habe ich einen Anorak in XL gewählt, damit noch ein oder zwei Pullis drunter passen. Im Achselbereich ist das Teil recht eng geschnitten. Personen mit breitem Brustkorb oder dicken Oberarmen könnten beim An- und Ausziehen Probleme bekommen. Linksseitig befindet sich ein senkrechter Reißverschluss, der grundsätzlich das An- und Ausziehen des Anoraks erleichtert.



    Die Kapuze ist ausreichend groß. Mit einem Gummibündchen vorne und einem Klettverschluss am Hinterkopf lässt sie sich ganz gut einstellen. Der Kragen geht hoch genug, so dass man sich in der Kapuze gut „verkriechen“ kann.



    An den Armbündchen befinden sich Klettverschlüsse.



    Am Bauch befindet sich eine kleine Tasche, wo Dinge wie Mobiltelefon und Schlüssel oder eine kleine Kamera Platz finden. Das Innenfutter der Tasche ist aber nicht sehr stabil, glaube nicht dass es lange schadensfrei bleibt.



    Seitlich befinden sich zwei Taschen für die Hände. Die Taschen sind durchgehend, so dass man beide Hände zusammen führen kann. Kleinkram passt natürlich auch hier rein. Zum Thema Innenfutter siehe oben.


    Unten befindet sich am Saum noch ein Gummizug.



    Die Kunststoffreißverschlüsse (YKK) machen einen robusten Eindruck.



    Dicht!


    Als negativ empfinde ich bislang nur:


    • Typisch Anorak: wenn es innen zu warm wird, kann man den Frontreißverschluss nur bis zur Brust runter ziehen.
    • Die Farbe light khaki ist recht schmutzanfällig, wenn es damals den Anorak schon in olive night gegeben hätte, wäre es wohl so einer geworden.

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

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  • Toller Bericht - die Jacke ist auch oK.
    Früher beim Windsurfen hatten wir diese Art auch - heute mag ich die nicht mehr so, weil man es nicht ganz aufmachen kann mit dem Reißverschluß.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Und nun noch eine Meldung zu dem Thema, bei welchen Witterungsbedingungen man so ein Jüppchen nicht verwenden sollte.


    Nach dem Frühdienst habe ich mich auf eine 3-Stunden-Wanderung mit dem Hund begeben. Ein ganz leichter Nieselregen versprach, dass der Anorak die perfekte Oberbekleidung sein wird. Naja - kaum waren die ersten Meter gemacht verwandelte sich der leichte Nieselregen in eine nicht enden wollende Flut von oben. Dafür ist das Jüppchen definitiv nicht geeignet. Bis auf die Haut pissnass bin ich dann wieder am Ausgangspunkt angekommen. Bei den derzeitigen Temperaturen zwar erträglich, aber ein paar geplante Spielereien im Wald mussten dennoch ausfallen.



    Das Lustige an den gewachsten Klamotten ist, dass sie nach dem Trocknen erstmal wieder so stocksteif sind, wie nach dem ersten Einwachsen. Man kann die Juppe sprichwörtlich "in die Ecke stellen":



    Fazit der kleinen Wanderung:
    - Manchmal ist eine richtige Hardshell besser geeignet!
    - Fotoapparat bei solchen Bedingungen wasserdicht verpacken! (die kleine Kompakte war abgesoffen - verrichtet nach dem Trocknen aber wieder ihren Dienst)

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835