Messer aus Knochen in Steinzeit - Technik

  • Einen gefundenen Knochen betrachtete ich mir näher und stellte fest, daß die Seiten doch recht scharf sind.
    Die Idee / Aufgabenstellung welche daraus erwuchs war, das noch zu optimieren und zwar nur mit „Steinzeitwerkzeugen“, also natürlichem Material.



    Das Werkzeug:


    - Hornstein (ähnlich wie Flint, auch sehr scharf)
    - Sandstein
    - getrockneter Birkenporling



    Mit dem Hornstein ritzte, schabte und schnitt ich nun so lange am vorderen Ende des Knochens, bis ich es leicht abbrechen konnte.



    Auf dem Stück Sandstein wurde nun zunächst die „Klingenspitze“ ausgeformt, das heißt abgeflacht.
    Die Schneide wurde auch mit dem Sandstein geschliffen, zuerst nur der Formgebung wegen recht grob, später aber so wie man es vom Messer schleifen her kennt.
    Anschließend kam wieder der Hornstein dran, mit ihm schabte und kratzte ich die Schnittfläche weiter aus, danach das Ganze immer wieder im Wechsel mit dem Sandstein.



    Das weitere „polieren“ mit der rauen Seite des Birkenporlings brachte jetzt keine wirklich sichtbaren Ergebnisse, dürfte aber sozusagen im Mikrobreich Wirkung erzielt haben.
    Man glaubt es kaum – aber schon nach einer knappen Stunde schleifen war die Knochenklinge ordentlich scharf, ein Blatt Papier konnte damit recht gut geschnitten werden. Sicher... vergleichbar mit einer Stahlklinge ist der Schnitt keinesfalls, gefühlt aber doch in etwa so wie mit einer leicht schartigen Stahlklinge.
    In der Not also absolut brauchbar :-)



    Ich hoffe, die kleine Bastelei mit Naturmaterial hat dir gefallen. Leider kann ich immer noch keine Videos machen, aber das kommt sicher noch eines schönen Tages :-)


    Ilves