Welches Material für einen Outdoorhut?

  • Hallo zusammen!


    Ich möchte mir demnächst einen ordentlichen Hut kaufen. Nun stellt sich mir die Frage, welches Material ist "besser" bzw. besser für den Allroundeinsatz geeignet ist. Leder oder Wolle (=Filz, oder? :schäm )?
    Welche Pflege brauchen die Materialien? Was können sie und was nicht?


    Ich freue mich schon auf eure Infos! Vielen Dank und einen schönen Tag!

  • DIE frage stelle ich mir auch schon seit einiger Zeit.


    Ich hätte auch gerne mal so einen schönen Hut, verliebte mich auch schon in einen dieser australischen Leder-Bush - Hüte dann kam aber der Cono an und meinte, Wolle sei besser :(
    Seit dem bin ich auch am hadern was ich nun nehmen soll weil ich noch nie einen Hut trug* und demnach keinen Schimmer von den unterschiedlichen Materialien habe.


    Och, ich hätte auch gerne mal einen schicken Hut :)




    * stimmt nicht: bei der Armee hatte ich ständig ein Barret auf. Zwar recht kleidsam aber nicht gerade als z. B. Regenschutz geeignet. Zudem bescherte es uns damals Schuppenflechte :(

  • Zumindest im Sommer trage ich einen Boonie-Hut aus Baumwolle.


    Ich finde ihn ideal bei heißem Wetter - schützt vor Sonne, lässt den Dampf oben zu den Luftlöchern durch und hält auch kurz regen Stand. Außerdem ist er wirklich robust und lässt sich verknautschen wie man will. Wie alle Baumwolle trocknet er aber langsam und ist daher nicht für die nasskalten Jahreszeiten geeignet.

  • Bei kälterem und nassem Wetter fahre ich sehr gut mit einem breitkrempigen Filzhut, hält mich trocken und warm, ist halt relativ voluminös und schwer, bzw. kann nicht einfach gefaltet in den Rucksack gepackt werden.


    Im Sommer bin ich eher der Baumwoll- oder Mischgewebehuttyp - Cap oder "normaler" Sonnenhut.

  • Ich habe mir kürzlich einen Tilley Hat zugelegt. Er ist aus Baumwolle und passt gut zu mir, er ist auch nicht ganz dicht. :D Ich habe ihn ein bisschen grösser gekauft damit ich noch eine Fleecehelmkappe darunter passt. Das finde ich eine gute Kombination. Ich habe festgestellt, dass mir je länger je mehr eine Kopfbedeckung fehlt. Dieser Hut ist wenn es nicht so kalt ist luftig genug und wenn es regnet ein guter Kompromiss zwischen Dicht und durchlässig.
    Ein Tilley Hat ist nicht gerade günstig aber ich finde er ist jeden Cent wert.


    Einen OR Goretex Hut habe ich auch noch, der ist zwar dicht aber er mag die Feuchtigkeit logischerweise nicht verdampfen und dann bin ich trotzdem nass.


    Liebe Grüsse
    draussen

  • Vorweg: ich bin nicht so "der-Hut-Typ", da die bei Kälte meinen Ohren (trotz recht langer Haare) nichts nützen. ;)
    Hatte mal einen sogen. Stroh-Hut für Südfrankreich im Sommer, als Dachschaden- äääh Sonnenstichschutz. :D


    Auch wenn Leder für viele Dinge echt Spitze ist, für Hüte liegen Filzmaterialien oder andere "Textilien" allein schon wegen der Pflegeleichtigkeit vorn.
    Grade Filz ist recht hart im Nehmen und hat bis heute nicht ohne Grund tausende "Cowboyköpfe" (be-)geschützt... und wenn jemand an der "Lederquelle" saß/sitzt, dann wohl die. :)


    Wenn Hut, dann aus Filz. ^^

  • http://www.relags.de/?show=shop&artikel=300303


    Das ist meiner - bringe ihn mal aufs Treffen mit dann kann man ihn befingern :D


    Leicht, wenn es nicht grade zwei Tage durchgehend schüttet ist er dicht(bei Dauerregen stülpt man eben Plastik drüber),
    er behält einigermassen die Form wenn man ihn zusammengerollt hatte(zwar nicht so wie auf der Website beschrieben aber es geht ) und er ist nach meiner Empfindung atmungsaktiver als sein verkokelter Vorgängeraus Waxcotton ( :unschuld :unschuld ) !


    Für den Preis echt zu empfehlen !

    "Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern!
    Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst."


    Love many, trust few, and always row your own boat. The more you know, the less you need!


    DES KELTEN SEITE

  • Hi,
    bei mir ist es ein echter australischer Lederhut, den ich von meiner Tochter geschenkt bekommen habe. Somit tragepflicht ;-)
    Es gefällt mir aber auch super. Sonnenschutz, Regenschutz usw.


    Diese Art Hüte mit breiter Krempe haben noch den Vorteil, dass man auch ein Moskitonetz drüber machen kann und durch die Krempe ist das Netz dann etwas auf Abstand zum Gesicht.


    Wenn es richtig warm wird dann nehm ich eher nen Buff, entweger drunter oder einzeln.

  • Hi Micha -- mal ne Frage -- kann man die Lederhüte irgenwie reinigen ?


    Gefallen tun die mir auch sehr ! Aber ich schwitze stark und dann Leder ?

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  • Wenn die Sonne scheint, einen 6.- Ranger-Stoffhut wie es ihn in jedem outdoor-laden gibt. Sieht zwar nach nichts aus (nach 2 mal Waschmaschiene wird es besser... finde ich), aber taugen tut er, besonders wenn man den ganzen Tag auf dem Boden sitzt und z.B. Grabpflege macht (die Sonne brennt da grausam in den Nacken).


    Wenn es aus Kübeln schüttet einen gewachsten oder geölten (k.A.) australischen Buschhut (in etwa siehe link)
    http://www.australian-fashion.…o.php/info/p53_MOREE.html


    Der ist in Verbindung mit einem langen, gummierten Regenkittel nebst Hose unschlagbar. Ist zwar nicht atmungsaktiv, dafür bleibt der Dreck nicht hängen und man kann sich direkt in den Matsch knien (schon mal einen Bauarbeiter mit GoreTex gesehen?).


    Wenn es kalt ist die Wintermütze vom Bund (langt bei mir in verbindung mit einer dünnen Sturmhaube problemlos bis -30Grad) oder wenn es besser aussehen soll eine Fellmütze oder eine 0815 Thinsulate.



    Eine Eierlegende Wollmilchsau, sprich einer für alles, gibt es nicht. Wenn der kalte Wind bei -Graden unter der Hutkrempe eingefangen wird ist das äusserst unangenehm, genauso wie ein schwerer Regenhut sich bei Sonnenschein in eine Sauna verwandelt. Die Baseball-Caps sind schon nicht schlecht, allerdings schützt der Schirm entweder nur die Augen oder den Nacken, und sobald es enger wird behindert der Schirm die Sicht (z.B. wenn man gegen den Herrgott arbeitet). Das sie den Regen direkt in den Nacken leiten muss ja wohl nicht extra erwähnt werden, der Vollständigkeit halber...


    Ich habe vor als nächstes einen in der Art der franz. Fremdenlegion auszuprobieren. Der sollte zumindest für sonniges Wetter und leichten Regen taugen.


    Gruss :pop

  • Hi Micha -- mal ne Frage -- kann man die Lederhüte irgenwie reinigen ?...

    Bin mal so frei... hast Du es mit Lederseife (wie für Schuhe auch) probiert?
    Manche nehmen Aceton her, hab es selbst noch nicht gewagt. Deine "bessere Häfte" hat bestimmt welches -> Nagellackentferner. ;)

  • Ich trage outdoors gerne einen Boonie aus einem NyCo-Gewebe. Leider musste ich im letzten Sommer aber feststellen, dass das Gewebe scheinbar unsichtbare Alterungserscheinungen hat, denn ich habe mir trotz Kopfbedeckung einige Male einen leichten Plätenbrand zugezogen. Ich weiß nicht, ob es jetzt am Material liegt oder an der Tatsache, dass ich den Boonie ein paar Mal von Hand gewaschen habe, auf jeden Fall hat die UV-Durchlässigkeit zugenommen. Ansonsten war ich von dem Ding immer sehr begeistert. Trocknet schnell und hält leichte Regenschauer zuverlässig ab.


    Gruß, Morph

  • Moin, die Frage nach "besser" oder "schlechter" ist garnicht so leicht zu beantworten... Ich habe auch draußen gerne einen Hut mit und hab auch verschiedene Materialien schon ausprobiert. Hängen geblieben bin ich bei Wollfilz:



    Den Hut habe ich für 30 oder 40 Euro aus dem örtlichen Genossenschaftshandel gekauft. Er ist knautschbar, 100 % wasserdicht und einfach nur bequem zu tragen. Selbst stundenlanger Dauerregen macht dem Hut nichts aus! Dabei habe ich immer ein angenehmes Klima "drunter", auch bei wärmerem Wetter. Ich habe früher oft einen Oilskin-Hut gehabt, der ist natürlich auch wasserdicht, aber sobald die Sonne rauskam wusste ich warum man zu manchen Hüten "Dunstkiepe" sagt, es staut sich schnell die Wärme drunter und das Tragen wird unangenehm.


    Danach hatte ich lange Zeit einen australischen Lederhut, der ist auch wasserdicht gewesen, hatte aber auch seine Nachteile bei etwas wärmerem Wetter. Wenn es dann allerdings richtig kalt wurde, wurde mein Kopf es auch. Die "steifen" Lederhüte sehen geil aus, aber die lassen sich nicht zusammenknautschen und in die Tasche stecken und "weichen" Lederhüte sehen irgendwann einfach nur noch schlapp aus. Da ist es auch mit dem Tragekomfort meiner Meinung nicht so weit her.


    Das nonplusultra wäre wohl ein Modell von Stetson (z.B. Mercer od. Traveller) aber die sind sehr teuer. Und normale Wollfilzhüte findet man zuhauf im Raiffeisenhandel oder in Jagdbekleidungsgeschäften für recht günstiges Geld. Wobei... ein Fedora würde mir auch noch gefallen :lol

  • Hi Micha -- mal ne Frage -- kann man die Lederhüte irgenwie reinigen ?

    Hi Tom,
    ich hab es noch nie probiert mit dem reinigen. Glaub auch nicht das es notwendig ist. Ansonsten würd ich ihn einfach mal durchs Wasser ziehen.
    Wenn ich stark schwitze, dann nehm ich noch nen dünnen Buff drunter oder dann eben ohne Hut.
    Irgendwie gehört dann auch ne Patina dazu :-)


    Noch nen Hinweis für die die es nicht kennen.
    Viele, nicht alle, Australischen Hüte haben auf der Innenseite dort wo die Stirn ist, eine doppelte Lederschicht die sich umklappen lässt.
    1. ist das wie ein Schweißband das sich dann reinigen läßt und 2.wenn man es nach unten klappt, liegt es über den Augen die dadurch verdunkelt werden und man kann immer im dunkeln ein Nickerchen machen. Egal ob es draußen hell ist oder nicht. Hat mir im Flughafen schon gute Dienste geleistet.

  • Leder ist imho draussen eher nachteilig. Wenn man einen Hut sich holt, dann sollte er aus Wolle sein.
    Leder trocknet schlecht, schwitzt bei Wärme und ist kalt bei Kälte !


    Mein Jagdhut ist ein Mayser Georgia in Farbe Taube. Der Hut ist warm und sehr wasserdicht, lässt sich rollen und trocknet verhältnismäßig schnell.
    http://www.hut-kaufen.de/Marke…EORGIA-Filzhut-von-Mayser


    Wenn man eher tewas fürs Wandern und den Rucksack sucht, also vornehmlich als Regenschutz, dafür kann ich nur den OR ( Outdoor Research) Seattle Sombrero mit Goretex wählen ! Da behält man auch nach einem Tag Dauerregen eine trockene Birne ! Daher immer im Rucksack !
    http://www.altrec.com/outdoor-research/seattle-sombrero-hat

  • Ich trage bei Regenwetter immer einen Barbour Hut in Farbe oliv aus (Oil-) Wax-Cotton, ich nenne das Ding meistens "Wetterverteiler". Wie gesadt bei Regenwetter optimal, möcht man den Hut das ganze Jahr tragen und er nicht nur gegen Regen schützen soll sondern auch bei Kälte und Sonne dann rate ich auch zu einem nicht gewachsten Hut aus Wolle/ Wollfilz. Mein nächster wird zumindest einer werden. Den Tipp von Kelte1964 vom relags- shop werde ich wohl mal in die engere Wahl nehmen.


    Grüße TJ