Welcome to the Jungle

  • Zwar lässt sich der Winter dieses Jahr bisher nicht wirklich blicken, aber da ich ohnehin ein Sommermensch bin hab ich den Winter langsam satt und freu mich schon auf den Frühling und Sommer.
    Was läge da näher als dorthin zu reisen wo immer Sommer und es voll mit tollen Insekten und Pflanzen ist, sprich es viel toller als im Norden ist.



    Ich würd gerne irgendwann mal den südamerikanischen Dschungel sehen, aber mit fällt auf, dass ich sogut wie nix drüber weiß. plötzlich hat man eine vollkommen andere Flora und Fauna und mit meinem heimischen Tier und Pflanzenwissen komm ich da nicht wirklich weiter.


    War jemand von euch schon da unten und ist ein kleiner Experte, kennt sich mit den Gegebenheiten aus?
    Was mich vor allem interessiert ist Literatur.
    Zwar gehts hier mehr ums praktische, aber diesem Thema kann ich mich nicht mal "eben" praktisch nähern, darum muss ich mich erstmal schlau lesen und versuchen mit dem was ich schon kann und weiß zurechtzukommen.


    Also brauche ich Bücher über die Tier und Pflanzenwelt, was an sich schon schwierig werden dürfte, denn dort kann man nicht eben mal nen Kosmos Naturführer Amazonien rausbringen, bzw. würde der eben mal ne Regalwand füllen, so viele Arten wie es dort gibt.
    Ich hab auch nicht den Anspruch alles zu kennen, was überhaupt gar nicht möglich ist, aber will mich wenigstens einlesen, über Hydrologie, Geografie, Geschichte, Ökologie und so weiter. Ein Buch was nicht nur einzelne Arten aufzählt sondern erklärt wie der Regenwald funktioniert wäre wohl am besten.
    Bisher hab ich noch nix richtig schönes gefunden was mir die Natur dort näherbringt.
    Auch ein Buch über allgemeines Leben und Überleben und den Örtlichen Gepflogenheiten im Dschungel würd ich toll finden.


    Vielleicht verlege ich mein 1 Jahr in der Wildniss Plan auch dorthin wenns mir dort gefällt.

  • Johannes Vogel zeigt ab ende Januar eine neue Staffel, auch auf seinem Youtube Kanal, wo er seine letzte Reise durch den Dschungel dokumentiert. Er zeigt wieder in gewohn Profisioneller Weise Tipps und Tricks beim Dschungel- Bushcraft und geht auf die Nützliche und Hilfreiche Tier- und Pflanzenwelt ein sowie auf deren Gefahren.


    Vielleicht bekommst Du da schon mal erste Wertvolle und Brauchbare Informationen.


    Grüße Trapper John

  • Ray Mears macht es mal wieder allen vor. In seiner Folge Jungle Survival kann man schon einiges an Grundlagen aufschnappen.


    http://www.youtube.com/watch?v=qrDfkq3NEK4


    Essentiell haben sich für mich folgende Punkte herauskristallisiert:


    1. Der Dschungel ist zwar ein für einen Europäer extremer Lebensraum, aber bei weitem nicht so Lebensfeindlich wie Polargebiete oder Trockenwüsten


    2. Wärend in anderen Regionen Witterungschutz und Feuer essentielle Punkte sind, ist meiner Meinung nach im Dschungel die Hygiene extrem wichtig. Regelmäßig sollte man seinen Körper nach etwaigen Parasiten oder Wunden Stellen absuchen, sich waschen, Moskitonetze verwenden und wenn es geht in exponierter Lage pennen. Hängematte und Tarp sind ideal.


    3. Nahrung und Wasser sind im Vergleich zu anderen Regionen in größeren Mengen und Jahreszeitenunabhängig vorhanden. Wichtig und essentiell ist ein Wissen um die Gewinnung, bzw. um giftige von ungiftigen Nahrungsquellen zu unterscheiden was bei der unglaublichen Artenzahl einen langen und intensiven Lernprozess erfordert.


    4. Ebenfalls wichtig ist es sich mit Schlangen und Gifttieren und ihrem Verhalten auszukennen.


    5. Der sehr schnelle Tag und Nachtwechsel ist etwas was wir so nicht kennen und beim Lageraufschlagen immer bedacht werden muss


    6. Orientierung fällt sehr schwer und das verlaufen kann verhängnissvoll sein


    7. Flüsse sind die Lebensadern der Regenwälder


    8. Malariaprophylaxe ist notwendig


    Alles in allem freue ich mich bei jeder Zeile die ich über die Regenwälder lese mehr, dorthin aufzubrechen.


    Was fallen euch noch für wichtige Sachen ein die ich total vergessen habe oder die ich falsch dargestellt hab? Vielleicht kann man ja sammeln

  • Grüß dich AJ,


    mit Dschungel habe ich mich bisher nur ethnologisch auseinandergesetzt, sprich, einige Bücher über die Völker dort gelesen. Bin also niemand, der sich wirklich mit diesem Habitat auskennt oder gar schon einmal da war.
    Zwei Dinge aber sind mir gerade in den Kopf gekommen die immer wieder erwähnt werden: der „weiße Dschungelbesucher“ ist anscheinend in der Regel zu sehr angezogen, oft wird von großen Problemen mit den Füßen berichtet weil ständig in nassen Schuhen herumgelaufen wird.
    Das zweite was mir gerade einfällt ist, daß immer vor Jaguaren gewarnt wird. Was in den Karpaten die Bären ist im Dschungel wohl der Jaguar.


    Lieben Gruß,
    Ilves

  • Diese Bücher der Ethnologie interessieren mich. Denn wenn jemand weiß wie man dort überlebt, dann sind es die Ureinwohner. Dort könnte einiges interessantes zu den Lebensgewohnheiten stehen.


    Ich seh schon, dass ich mal dem Altamerikanistischen Institut meiner Uni ein paar Besuche abstatten sollte.

  • Quote

    Also brauche ich Bücher über die Tier und Pflanzenwelt, was an sich
    schon schwierig werden dürfte, denn dort kann man nicht eben mal nen
    Kosmos Naturführer Amazonien rausbringen, bzw. würde der eben mal ne
    Regalwand füllen, so viele Arten wie es dort gibt.

    Diesbezüglich kann ich dir folgenden englischen Laden mit Fachliteratur empfehlen
    http://www.nhbs.com/americas_c…erica_cat_47-51-258-.html
    Hier anhand der Flora Süramerikas. zb
    Du kannst auf der Seite sehr gut nach Geozone und/oder Subjekt filtern (inkl. Unterfilter).
    Das Angebot ist wirklich sehr gut, alles Fachliteratur, ..auch von den etnlegensten Winkeln der Erde.
    Ich verbringe oft Stunden mit duchrblättern des gewaltigen Sortiments an Büchern, man findet da vermutlich (fast) alles...

  • Langsam kristallisiert sich folgendes Reisevorhaben für 2013 raus.


    Ziel wird Peru sein. Ich flieg mit dem Flugzeug nach Lima und werde mich dann erstmal trampend und mit Bussen durch Land bewegen um die Inkaruinen und das Leben der Indios kennenzulernen, dann werde ich von Cusco aus auf einer Route die ich noch erarbeiten muss zu Fuß über die Ostkordillere hinunter in den Tieflandregenwald gehen und mich an einem der Flußsystem orientierend nach Puerto Maldonado durchschlagen.


    Für die Flussabschnitte könnte ein Packcraft ganz nützlich sein, aber ich weiß nicht wie gut sowas bei Kaimanen und Piranhas funktionieren würde.

  • Das hört sich sehr spannend an. Es gibt ein paar interessante Tourberichte u.a. im trekkingforum von einem user berniehh, der zu Fuß in vielen Teilen Südamerikas unterwegs war. Sehr informativ. Abseits der normalen Routen.

  • Ich lese immer von der einen Seite, lange Kleidung und Wanderstiefel aus der anderen Richtugn les ich eher das Gegenteil. Sandalen und möglichst wenig Bekleidung. Wenn ich sehe was meine Wanderschuhe bei durschnittlich Ost/Mitteleuropäischem Feuchtgebiet durchmachen, frag ich mich wie sinnvoll ihr Einsatz an einem so extrem fechten Ort ist.

  • ich würde sagen, du brauchst schlicht beides. Wenn du in die Berge hoch willst, geht es nicht mit Wandersandalen allein, da braucht es schon stabileres Gehzeug. Da kann es auch verdammt kalt werden.
    In Gegenden wo es zB Blutegel und sowas gibt, stelle ich mir shorts als ausgesprochen unangenhm vor, auch da eine lange wirklich strapazierfähige Hose und Shorts für einfachere Strecken. Um eine gewisse Menge Gepäck kommt man bei so eienr Tour wohl eher nicht herum.
    Da wird meine nächste größere Tour doch etwas einfacher. ;)

  • Hallo Affenjunge.


    So wie das aussieht, hast du schon einiges an Informationen zusammen. Mir ist noch folgendes eingefallen: Kennst du Survivorman von und mit Les Stroud? Falls nicht, das ist ein canadischer Survivalguru der sich selbst in eine Survivalsituation bringt und dabei filmt. Er hat nur sehr wenig Ausrüstung dabei und ist allein. Ich habe den immer gern angeschaut. Der Unterschied zwischen Ray Mears und Les Stroud ist, dass Ray mehr lehrt und Les das gleiche Wissen einfach ausprobiert.
    Natürlich gibt es ein paar Djungel Folgen:


    http://www.youtube.com/user/Da…30AFD69742/10/dZl6O_GHhNo
    Costa Rica


    http://www.youtube.com/user/Da…B8FB38A428A/5/6TbQ7Ii9g0M
    Amazonas


    http://www.youtube.com/user/Da…03670967ED/25/ecFPXJe_QKY
    Papua Neuguinea


    Alle weiteren Folgen der Serie können auf dem Kanal von dafidd angeschaut werden. Alles auf Englisch.


    Ich hoffe, du kannst damit irgendwas anfangen.


    Schönen Tag!

  • Für die Flussabschnitte könnte ein Packcraft ganz nützlich sein, aber ich weiß nicht wie gut sowas bei Kaimanen und Piranhas funktionieren würde.

    Falls du wirklich eine zu Fuss/auf dem Fluss Fortbewegung kombiniert anstrebst, und das Packraft bei Nichtgebrauch im/am Rucksack mitschleppst, ist wohl ein Alpackaraft die optimale Wahl:
    http://www.alpackaraft.com/
    Diese Teile sind das beste bezüglich der Kombination relativ leichtes Gewicht und Robustheit, was am Markt erhältlich ist. Leider ist der Preis dafür astronomisch, und im Moment sind die Teile nur per Direktimport vom Hersteller erhältlich, was sich vielleicht in naher Zukunft ändern könnte, da die Leute von http://www.packrafting.de/ irgendwie einen Vertieb in Europa in die Wege leiten wollen, so was ich lesen konnte.
    Wenn ein Second-Hand Kauf für dich in frage kommen würde, könntest du mal Sven von packrafting.de (unter "Impressum") anschreiben, der kann dir diesbezüglich sicher weiterhelfen. Allerdings sin die Teile selbst gebraucht leider noch sehr teuer. Mitunter ein Grund, warum ich mir diese Teile, so genial sie auch sind und so gern ich eines auch hätte, im Moment nich leisten kann.


    Gehen deine Planungen eigentlich nur in Richtung Regenwald/Flüsse oder gedenkst du in Peru auch die Anden an?