Messer schärfen

  • Hallo zusammen,


    ich muss mich jetzt mal als Messerschärflegastheniker outen. Ich liebe scharfe Messer und bekomme eine brauchbare Schärfe hin, aber die hält oft nicht lange. Ich habe einiges probiert, aber habe wenig Erfolg. Ein mal auf einem Treffen habe ich unter Anleitung weis der Geier wie lange geschliffen und eigentlich alles richtig gemacht, aber eine Rasiermesserschärfe wollte sich einfach nicht einstellen.


    Felix Immler hat dieses Video hier gepostet. Es ist wirklich sehr interessant und hat mich dazu bewegt mich mit dem Thema auseinander zusetzen. Mir stellt sich jetzt die Frage, ob seine Methode die einzige wahre für Dummies ist.


    Knapp 300 EUR sind sehr viel Geld für dieses Schärfsystem. Gibt es da günstigere Methoden für Dummies? :messer

  • 1. Das Ergebniss ist etwas zu übertrieben. Schärfe ja, aber nur soweit wie sinnvoll. Natürlich kann man je nach Stahl die Klinge auf Extremschärfe bringen, aber ist das gut so? Je schärfer eine Klinge ist um so dünner das Material an der Schneide und damit auch anfälliger für Schäden.

    Jetzt könnte man sagen bei kleinen Klingen wie an seinen Vic´s spielt das weniger eine Rolle weil die nur schneiden sollen. Aber was ist wenn man grössere Klingen so trimmt oder Beile? Falscher schlag mit si einem Beil und es würde oder könnte zu Ausbrüchen an der Schneide kommen.

    2. Es gibt ähnliches Schleifgerät für wesendlich mehr Kohle, teilweise mit elektronischen Sensoren um den Schleifwinkel auch 1000%ig immer gleich zu haben.

    Macht sowas für uns Sinn? Für mich nicht.
    Ich hab mir vor einigen Monaten den "WorkSharp Mk2" gekauft. Im Grund ein kleiner vielseitiger Bandschleifer den man mit einer Hand am Tiusch hält. Im Gegensatz zum Vorgänger-Modell hat der Keine Führungen mehr für die Schleifwinkel sondern einen kleinen Kipphebel um den Schleifwinkel von 20° für Küchenmesser auf 25° für Outdoor- und Taschenmesser zu ändern. Er hat auch 2 Geschwindigkeiten und es gibt dafür Schleifbänder in 3 Körnungen

    (80, 220 und 6000). nimmt man die verstellbarew Führung ab kann man damit auch jeder andere Klinge sehr gut schärfen. Achja, das ist hier keine werbung und ich bekomm keine % wenn sich wer einen kauft:D
    Anmerken muss ich noch, dass die Maschine einen balligen Schliff erzeugt den man sonst ja nur sehr aufwändig von Hand hinbekommt. Ausser man hat das nötige Werkzeug und weiss wie es geht.
    Ich bekommen damit jedenfalls wirklich jedes Messer scharf und die halten die Schärfe auch schön lange. Ich bring damit auch Klappmesser soweit, dass es schöne Klapp-Schnitzmesser werden.
    Das einzige was ich danach mache ist die Klingen kurz paar Striche übers Leder zu ziehn.


    Guggst du WorkSharp Mk2

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Schleifwinkel von 20° für Küchenmesser auf 25° für Outdoor- und Taschenmesser

    Genau, 25° ist für den outdoor richtig:D


    Witzigerweise haben Odin und ich vor 2 Tagen erst über das obige Felix Immler Video diskutiert.:messer


    Wie man Werkzeuge (Messer, Bohrer, Meisel, ...) mit der Hand oder Maschine und mit welchen Winkel anschleift hab ich während meiner Schlosserausbildung gelernt. Scheint ja heutzutage Geheimwissen zu sein.


    benbushcraft Ich empfehle Schleifsteine aus Hard Arkansas. Sind fast abnutzungsfrei, zwar teuer, aber viel einfacher zu benutzen und tragen das Material zigfach schneller ab. Den Vorteil merkt man aber bei Schrott wie Esee kaum.

    Als Schleifmittel funktioniert da Olivenöl erstaunlich gut.

    Die gezeigten Wassersteine vom "Messerschärfpapst" hab ich auch, benutze ich aber nicht mehr. Die sind mir zu weich für meine hochwertigen Klingen.

    Wir leben in einer Zeit, wo man von allem den Preis kennt, aber von nichts den Wert.

    Edited once, last by outdoor ().

  • Ich liebe scharfe Messer und bekomme eine brauchbare Schärfe hin, aber die hält oft nicht lange.

    Was bedeutet "nicht lange"?

    Um welche Messer handelt es sich und aus welchem Stahl sind die?

    Hast du mal geprüft, ob du nur einen scharfen Grad produzierst?

    Wir leben in einer Zeit, wo man von allem den Preis kennt, aber von nichts den Wert.

  • Was mir gerade eingefallen ist, das Schleifsystem von Felix ist vom Grundprinzipnichts Anderes als das alte Lansky-System


    guggst du da

    https://www.erzjagd.de/Jagdmes…ky-Schaerfsystem::11.html

    Wau, das gibst es ja immer noch!

    Vor über 30 Jahren hat mir der Bogengott das geschenkt. In der gleichen Konfiguration. Nur den Tischständer hab ich nicht.

    Es funktioniert immer noch tadellos (mit Olivenöl:D). Ich kann es empfehlen. Wer sein Messer damit nicht scharf bekommt, der schaffts nie.

    Hab mir damals noch den feineren Stein mit 1000er Körnung geholt.

    Mit 30° Winkel hab ich auch keine Rasurschärfe hinbekommen, wie dort gechrieben steht, aber für die Unterarmhaare hats gereicht.

    Ich benutze das Set aber nur, wenn ich den Anschliffwinkel eines Messers ändern möchte.

    Wir leben in einer Zeit, wo man von allem den Preis kennt, aber von nichts den Wert.

  • Wie ich mal gesehen hab gibts dafür mittlerweile wohl auch Diamant- und Ceramic-Steine unde nen Lederstrope zum Abziehen.

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

    Edited once, last by Odin ().

  • Was bedeutet "nicht lange"?

    Um welche Messer handelt es sich und aus welchem Stahl sind die?

    Hast du mal geprüft, ob du nur einen scharfen Grad produzierst?

    Keine Ahnung. Hab ich nicht gemessen. Nach ein paar mal arbeiten schon nicht mehr scharf. Alle möglichen Stähle, besonders aber: Caebonstahl, X50 CrMoV 15, 12C27 Sandvik oder Victorinox.

    WorkSharp Mk2

    Das Teil ist natürlich der Hammer. Wirkt wirklich idiotensicher und universell einsetzbar.


    Lansky-System

    Das wäre eine bezalbare Alternative.

  • Wie beim Belgischen Brocken, der gelbe wird seltener und ohne Schwarze Schieferschicht schon fast garnicht mehr zu bekommen.

    Omkelchen von mir hatte mal nen sehr grossen Bankstein daraus auf nem Flohmarkt gekauft, hat den frisch abgerichtet und am ende war das immer noch ein Mordsdrumm Stein. Sowas kannst heute kaum mehr bezahlen:skeptisch

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Keine Ahnung. Hab ich nicht gemessen. Nach ein paar mal arbeiten schon nicht mehr scharf. Alle möglichen Stähle, besonders aber: Caebonstahl, X50 CrMoV 15, 12C27 Sandvik oder Victorinox.

    Ok, das riecht nach Grad an der Schneide. Kannst du mit etwas Gefühl fühlen.

    Wir leben in einer Zeit, wo man von allem den Preis kennt, aber von nichts den Wert.

  • Ich habe mir vor ein paar Tagen das da bestellt :


    https://www.schmiedeglut.de/8-…-Schleifplatte-incl-Basis


    Mir geht die Sauerei mit dem Nass- Schleifen ziemlich auf den Wecker. Außerdem, da gebe ich dir, Outdoor, vollkommen recht, sind diese japanischen Wassersteine viel zu weich gebunden und müssen permanent abgerichtet werden.

    Ansonsten schärfe ich aber 90% meiner Messer seit 15 Jahren mit einem umgebauten Bandschleifer, bei sehr niedriger Drehzahl und mit Kühlung. Abgezogen wird dann an der Schwabbescheibe mit Polierwachs.

    Ab und zu auch noch mal am Leder.

    LG Parzival :kellykettle

  • Fast das schlechteste was man bekommen kann, macht keine Freude, aber nur 19,80 Euro.

    https://www.dictum.com/de/arka…t-205-x-50-x-13-mm-711570


    Das beste was man bekommen kann, aber mittlerweile 119Euro:eek. Ich hätte damals 100 Stück als Geldanalge kaufen sollen.

    Ich liebe diesen Stein.

    Wenn du den mit 2 Fingern greifst und mit einem Löffel anstößt, dann klingt der wie eine Glocke.

    Relativ zur feinen Körnung ist der extrem abrassiv.

    https://www.dictum.com/de/arka…t-200-x-48-x-20-mm-705250

    Wir leben in einer Zeit, wo man von allem den Preis kennt, aber von nichts den Wert.

  • Wie beim Belgischen Brocken, der gelbe wird seltener und ohne Schwarze Schieferschicht schon fast garnicht mehr zu bekommen.

    Omkelchen von mir hatte mal nen sehr grossen Bankstein daraus auf nem Flohmarkt gekauft, hat den frisch abgerichtet und am ende war das immer noch ein Mordsdrumm Stein. Sowas kannst heute kaum mehr bezahlen:skeptisch

    Belgischer Brocken:thumbup:

    Wir leben in einer Zeit, wo man von allem den Preis kennt, aber von nichts den Wert.

  • Mir geht die Sauerei mit dem Nass- Schleifen ziemlich auf den Wecker. Außerdem, da gebe ich dir, Outdoor, vollkommen recht, sind diese japanischen Wassersteine viel zu weich gebunden und müssen permanent abgerichtet werden.

    Besser könnte ich es nicht ausdrücken. Deshlab nehme ich Hard Arkansas. Die mußt du niemals abrichten und es reicht ein Tropfen Öl zum Schleifen.

    Ich versteh den Hype um die japanischen Wassersteine nicht, genauso nicht, wie bei den japanischen Küchenmessern.

    Wir leben in einer Zeit, wo man von allem den Preis kennt, aber von nichts den Wert.

  • Onkelchens Stein war nach dem Abrichten noch immer so ca 200 x 60 x 80, soweit der Verkaüfer sagte war das Teil mal in einer Schreinerei im Gebrauch
    ich selber hab nur nen kleinen so etwa 80 x 30, bekamm ich mal günstig weil 2. Wahl. Der Stein war gebrochen, wurde aber Vom Hersteller verklebt und dann auf schiefer geklebt. Die Klebestelle beeinflusst das Schleifen in keinster Weisse. Mir war der billigere Preis recht weils halt noch ein GFelber ist und kein Grauer

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.