Erste Übernachtung im Wald

  • Hallo miteinander!


    Schon wieder ist es lange her, dass ich hier was schreibe. Das Jahr verlief nicht so gut bei mir; Musste operiert werden und so... Aber im August war ich wieder so halbwegs auf den Beinen und verkünde nun voller Stolz das erste Wildcampen mit meinen beiden Jung´s.


    Geplant war eigentlich eine eine "große Jungs Tour" mit meinem älteren Sohn (5 Jahre) aber wie das so ist, wollten der Kleine (3 Jahre) und die Mama auch mit.


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    Ein "Spaziergang" mit zwei Kindern + Übernachtung wird ganz schnell zur logistischen Mammutaufgabe. Obwohl wir wirklich sparsam gepackt hatten... - ( Das Wetter war gut ,also hatten wir weder Jacken noch Wechselkleidung für die Kinder eingepackt. An Waschzeug waren nur die Zahnbürsten dabei.) ...- waren ein 70 und ein 40 Liter Rucksack recht schnell voll. Im "Mama Rucksack" wäre vielleicht noch etwas Platz für Regenklamotten gewesen aber das wars dann auch wirklich. Allein die zwei zusätzlichen Schlafsäcke, das große Zelt und das Essen rauben schon massiv Volumen.

    Wenn ich bedenke, dass ich alleine mit dem Rucksack locker zehn Tage autark auskommen würde hat mich das schon etwas überrascht.

    Die Jungs wollten dann auch unbedingt ihre Taschen mitnehmen, wobei so kleine Kinder natürlich möglichst wenig tragen sollten. In den Taschen waren die 0,5L Trinkflaschen, eine fünf Minuten Suppe, ein Fruchtriegel die Holzlöffel und die Kopflampen + ein kleines! Buch zum vorlesen.


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    Weil der kleine mit an Bord war, ist die Wegstrecke dann auch überschaubar ausgefallen. Ziel der gewaltigen Wanderung war ein öffentlicher Grillplatz mit Quelle. Das Auto stand ca. einen Kilometer entfernt am Wanderparkplatz um im Notfall noch einen geordneten Rückzug antreten zu können.

    Höhepunkt des Tages war natürlich ein am Hobokocher zubereiteter Topf Spagetti. Um nicht unnötig Zeug mitzuschleppen haben dann alle aus einem Napf gefuttert, was auch mit erstaunlich wenig Gezänk von statten ging.


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    Dazu gibt es noch einem warmen Tüten Kakao und die Kinder sind zufrieden. Den Rest des Tages kriechen die Jungs im Unterholz rum machen Krach, sammeln ohne Ende Zecken und natürlich sind nach kürzester Zeit und trotz meiner strickten und unmissverständlichen Aufforderung dies zu unterlassen, die Schuhe und die Hosen im Bächlein durchnässt worden. So viel zum Thema keine Wechselsachen mitnehmen. Aber im Sommer kann man auch mal mit nassen Schuhen rumlaufen. Auch wenn das Geschrei erst einmal groß ist, denken die Kinder da nach zehn Minuten nicht mehr drüber nach.


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    Nach dem Abendessen (ebenfalls fertig Nudeln in Chemotomatenkonzentrat, die Kinder würden das am liebsten nur noch essen), ist der Platz immer noch einiger Maßen gut frequentiert so, dass ich und der "Große" uns auf die Suche nach einem geeigneten Platz zum ungestörten Übernachten umsehen. Wir finden ein Plätzchen in der Nähe, welches vor kurzen noch ein, vom Borkenkäfer zerstörter Fichtenwald war. Also packen wir unsere Sachen füllen nochmal unsere Wasserflaschen auf und ziehen um. Der Harvester hat hier alles platt gemacht und aus den übrig gebliebenen Ästen bauen wir einen kleinen Sichtschutz, welcher unser Zelt recht gut vom Waldweg abschirmt.


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    Dann wird noch der Boden von Ästen und Zapfen gereinigt und das Zelt kann aufgeschlagen werden.


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    Zähne putzten in äußerst pittoresker Umgebung. Und danach ganz wichtig, nochmal intensiv Zecken suchen. Trotz Autan auf den Hosen und Schuhen hatten die beiden den Tag über so einiges an fiesen kleinen Krabblern eingesammelt. Ich bin dazu übergegangen die Kinder einfach in regelmäßigen abständen zu lausen. Auf diese Weise finde ich die allermeisten Zecken bevor sie sich festgebissen haben.


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    Im Dreimannzelt wird es nun arg Kuschelig aber es passt. Ein großes Tarp wäre mir persönlich für den Sommer lieber, aber das Problem dabei ist, dass die Kinder in der Nacht "wegrollen". Selbst wenn wir die Beiden wie hier in die Mitte nehmen hauen die ,im Schlaf, nach oben oder unten ab. Also braucht man schon einen "verschließbaren Raum" damit die nicht wegkullern. Besonders der Große liegt auch zuhause gerne mal quer oder mit dem Kopf nach unten im Bett.


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    Die beiden Pixi Büchlein waren schnell gelesen und die beiden waren trotz Müdigkeit noch ziemlich aufgedreht, weswegen es noch eine! Folge Paw Patrol auf Mamas Handy gab.

    Ich weiß... das ist ein schlimmer Stilbruch, aber mit Kindern ist einfach vieles anders.


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    Funktioniert hat es aber. Die Nacht verlief ruhig, der Große war einmal wach und hat im Halbschlaf gefragt wann die nächste Dino Zeitung kommt, Angst hatte aber keiner. Was bei dem Kuschelnest feeling aber auch kaum zu erwarten war.


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    Morgens um sechs gab es dann etwas Hektik im Zelt als es hieß "ich muss Pullern und der Reisverschluss geht nicht auf.":eek Dann gab es nochmal etwas Unmut als man in die, nun kalten, nassen Socken und Schuhe musste:eek:heul. Ich sage nur "Hättet ihr auf mich gehört". Aber auch dieses Problem ging schnell vorüber. Zum Frühstück gab es nur Wasser und Fruchtriegel, was wir dann zuhause nachgeholt haben. Dann wurde zusammengepackt und der Heimweg Richtung Sonnenaufgang angetreten.


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    Ein weiteres Problem beim Campieren zu viert ist die gewaltige Müllmenge welche sich in recht kurzer Zeit einstellt.

    Aber die Hauptsache ist, dass es den Kindern gefallen hat. Die sind jedenfalls schon heiß aufs nächste mal.


    Ein kleiner Spaziergang für mich ein großes Abenteuer für die Jungs.


    :winken





  • Hey Holger - erst einmal gute Besserung - und danke für den Bericht.
    Tolle Sachen - ja da muss man viel mitdenken und Backups haben.
    Aber die Kids hatten ein tolles Erlebnis und es hat ihnen Spaß gemacht - das ist das wichtigste und sie freuen sich aufs nächste Mal - also alles richtig gemacht.
    Wenn es mal wieder große Treffen mit Kids gibt - dann werden sie umso mehr Spaß haben.
    Wichtig ist das kennenlernen der Natur und das Waldbaden tut auch den Kids gut.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner