INCH Bag! Nutzen, Füllung, Tauglichkeit ? Kleine Tasche viele Ansätze

  • Servus miteinander ! Zum kleinen Wiederbelebungsversuch möchte ich mal eine Frage in den Raum werfen welche mir erst gestern wieder präsent wurde.


    Unsere Userin ,,FrauMitHund" warf vor einiger Zeit das Thema des INCH Bag in die Runde. Ein wie ich finde nicht abwegiges Thema das auch dem Bushcraft angegliedert werden kann!


    Nun ging die Frage davon aus, Was ist es? Was gehört rein? Und nicht zuletzt die Frage wie würdet ihr das ganze nutzen, oder bestücken ?! Macht es für euch Sinn ? oder setzt ihr auf euer EDC, einen BOB, oder ein mir derzeit noch fremdes drei Buchstabenkürzel ?

    In der Hoffnung auf etwas Bewegung, her mit euren Gedanken!


    Gruß der Blumenstein

    :winken

  • Dann mach ich mal den Anfang und ich hoffe mal hier nicht wie so häufig wenn ich ein Thema gestartet habe als einziger zu schreiben;-)



    Der Inchbag basiert ja auf der Kernannahme : I Never Come Home

    Was bedeutet das er generell dazu gedacht ist große Strecken zurück zu legen! Aus welchen Motiv muss hier beim besten Willen nicht wieder breit getreten werden.


    Die von ,,FraumitHund" angesprochene Bauchtasche limitiert den Platz maximal, was die Auswahl wirklich stark eingrenzt.

    Daher und weil man ja nie wieder Heim kehrt, ist es nötig in der ,,Fremde" was neues aufzubauen, was einem Lebensstil ähnelt.

    Daher sehe ich zwei Dinge als unerlässlich


    Geld und Dokumente!


    Von beiden so viel wie möglich! In welcher Form ist natürlich von der Situation abhängig unter der ich meine ,,Flucht" antrete.

    In den USA tragen manche Hardcoreprepper ja zum Beispiel einen Silberdollar mit sich, weil Wertmetall immer Wertmetall bleibt!

    Eine EC Karte setzt voraus das ich auch eine Bank finde die sie akzeptiert.

    Die Dokumente lassen sich wohl am einfachsten in elektronischer Form transportieren und wären in einem USB Stick sicher untergebracht!

    Aber auch eine Cloudlösung wäre denkbar! Wie gesagt die Verfügbarkeit von Technik vorausgesetzt !


    Ich will hier keine 100.000 Szenarien durchkauen, und/oder politische Gratwanderungen vollbringen, indem ich die Völkerwanderungen bis zur Flüchtlingskrise analysiere. Aber die Frage was in ein solchen Beutel soll, grenzt nicht klar genug ein, welcher Umstand welchen Inhalt bedarf.


    Bei einer ,,Flucht" zu Fuß weil ich meiner bösen Exfrau nicht verraten will das ich ein neues Leben im Nachbarland beginnen will, würde meine Wahl der Tasche sicher auf einen Hüft-Bein Rucksack hinauslaufen. Er fasst wesentlich mehr Volumen als ein Bauchbeutel.

    darin Platz hätte eine Canteencup plus Feldflasche, eine kleine Tarpplane, Paracord und Messer sowie die heutzutage notwendigen technischen Gadgets wie Handy und Akkupack. Da ich ja mein gesamtes Geld im Portemonnaie, und meine Dokumente bereits auf einem Stick und meinem Handy mit mir trage, ist meine Zukunft dank vorbereiteter Lebensläufe und Zeugnisse, Liste potentieller Arbeitgeber, und reichlich Guthaben auf der Handykarte schon fast gesichert.

    Meine Kleiderwahl würde vermutlich praktisch, sportlich gehalten werden, immerhin gauckel ich ja der Unliebsamen vor Ich wäre zum wandern..... Auf meinem kleinen mehrtägigen ,,Selbstfindungstrip" läge es mir ja offen ob ich den genannten ,,Fernwanderweg" wirklich beschreite oder einfach mit dem Nahverkehr direkt zum nächsten Flughafen/ Hafen/ Bahnhof aufbreche.


    Aber der Grundvorraussetzung nach einen INCH Bag zu Nutzen, entscheide Ich mich mal für den ,,Fernwanderweg"

    Die Tasche ist gepackt mit dem oben genannten, evntl. noch etwas gefriergetrockneter Proviant und einem kleinen Beutel mit Medikamenten.

    Die Tasche fasst ziemlich genau 5L somit ist sie recht voll. Am Gürtel trage ich mein Messer, und eine weitere kleine Feldflasche. In der Beintasche eine ,,Wanderkarte" vom zu beschreitenden Weg. Die Jacke fällt pragmatisch nach Jahreszeit aus! Natürlich fliehe ich nach einem Frühjahrsurlaub wo ich die neue Holde kennenlernte, nach reiflicher Überlegung im Sommer um dem borrealen mitteleuropäischen Klima und seinem bekannten Mustern entlang in die neue Heimat zu schreiten!


    Der Rucksack lässt sich mit wenig Aufwand mit Schultergurten versehen was ein tragen auf lange Sicht angenehmer Macht, die geplante Route führt mich vorbei an Wanderhütten, wo ich übernachten kann oder Vorräte aufstocken! Wasser wird unterwegs aufgefüllt wo es anfällt. Bin ich durch Wetterumschwünge auf dem Weg gezwungen zu pausieren, kann ich bei entsprechender Tarpkonstruktion das Wasser auffüllen. Nahrung wird unterwegs ergänzt, wie der Bedarf ausfällt plus 2 Tage! Somit könnte ich mit wenig Zusatzgepäck, auch kleinere Distanzen zwischen zwei Orten überbrücken ohne ,,leer" zu laufen.



    Am Ende meiner Flucht über den Fernwanderweg habe ich also zwei Dinge vollbracht ! Ich bin gewandert, und habe viel Land zwischen mich und meine Verflossene gebracht. Am Ende der Strecke besteige ich ein Nahverkehrsmittel, was mich als ,, Tourist" ins nahe gelegene Nachbarland bringt. Dort beziehe ich entweder ein Gastzimmer einer Pension und richte mich auf die kommenden Vorstellungsgespräche ein. Kaufe ordentliche Kleidung, entledige mich der ,,körperlichen Verwahrlosung" und gehe wieder im normalen Maß der Körperpflege nach!

    Allen voran werde ich mein Augenmerk auf die Stellensuche und ggf die Arbeitserlaubnis richten, sind diese beiden Dinge geregelt, kommt der formelle Teil der Ummeldung!


    Verzeiht mir meine blumige Phantasie, aber lieber schildere ich hier im ,,harmlosen" meinen ,,Ansatz" als Krieg, Tod und Verderben über Europa hereinbrechen zu lassen, um dann im Bezug auf Flüchtlinge aus Nahost zu nutzen um meine Thesen zu untermauern.

    Diese Situation schildert lediglich eine von dutzenden Ansätzen unter friedlichen Bedingungen ! Die genutzte Motivation ist zwar eine weniger Extreme aber der Ablauf lässt sich ohne zuviel Kreativität aufzubringen sicher auch so als machbar bezeichnen.


    Nun also her mit eurem Ansatz!

  • hi, ob nun ein BOB- oder INCH ich finde sowas immer sinnvoll.

    Mir schenkte vor Jahren ein Bekannter 3 Decken der Bundeswehr, die schweren alten Modelle aus Wolle. Ich selber darf ja nur 2 davon benutzen, die 3. wurde (wie auch ein Schaffell von mir) von meiner Hundedame beschlagnahmt und wird von ihr eifersüchtig gehütet.

    In dem Zusammenhang fällt mir noch ein, dass früher die russischen Soldaten deswegen lange Wollmäntel trugen um sich darin zum Schlafen einzuwickeln.

    So gesehn also ihre "Decke" immer am Mann hatten.

    Für so ne Tasche würde ich es auch für sinnvoll halten die wichtigsten Papiere als Scan auf nem USB-Stick oder einer Speicherkarte dabei zu haben. wiegt nix, nimmt praktisch keinen Platz weg und kann im Fall der Fälle sicher einige Fragen bei Behörden oder Firmen Klären. Wenn man sowas nur in der Cloud speichert würde man wohl eher GFefahr laufen die Dokumente zu verlieren falls man darauf keinen Zugriff nehmen kann.

    Ob ich persöhnlich ganz auskommen würde nur mit ner Bauchtasche ist eher die Frage. Ich denke es würde auf eine Bauc-h oder Kleine Umhängetasche und einen kleinen Rücksack oder eine Sporttasche hinauslaufen.

    Lebensmittel, etwas Kochgerät (hab zb das Kochgeschirr der tschechischen Armee, da passt von der grösse gut ein Kocher wie der M71 rein). Kompaktes Besteck, ein Mini-Gewürzstreuer (passt auch noch ins Kochgeschirr), Wasser, Filter, Plane/Tarp, Schlafsack und Decke, Schnurr und ein Ersatz-Klappmesser.
    Medis Geld/wertsachen in die Bauch- oder Umhängetasche (auch den Ausweis).
    Da ich sowieso immer ausser Haus eine leichte Weste mit vielen Taschen trage für Kleinzeug würde womöglich sogar die Bauchtasche entfallen.

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Hi - alles gut - im Gegenteil - sehr ok.
    Der war nur gelöscht von dir - stand drunter - dann habe ich ihn geöffnet, weil isch sehen wollte was das war - und habe ihn dann wieder auf gelöscht gesetzt.
    Also - alles gut Beitrag wieder da.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Pühhh. ja ich hatte ihn zuerst beim Beitrag von FraumitHund stehn. Als ich dann gesehn hab das Blumenstein dazu ein neues Thema eröffnet hat fand ich er passt besser hier her. Also im anderen kurz kopier, dann dort gelöscht und hier neu (mit kleiner Erweiterung) eingestellt. Hätte ich besser drunter schreiben sollen:lol:lol:lol

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Ich muss gestehen, dass ich mir um "Fluchtprepping" bisher fast keine Gedanken gemacht habe. So dachte ich auch immer ein Inch Bag, wäre ein möglichst großer Rucksack in den ich alles rein bekomme was man für einen Neuanfang so brauchen könnte.


    Bis auf meine Oma mütterlicher seits sind alle meine Vorfahren, nach dem zweiten Weltkrieg "Geflüchtet". Die Familie des eine Opas aus Pommern, die anderen aus der russischen Besatzungszone (Ostdeutschland). Die Familie meines Großvaters mütterlicher seits ist aus Pommern mit einem großen Bollerwagen bis nach NRW gekommen, die hatten also schon ein paar mehr Sachen dabei als nur Geld und Ausweis. Den Bollerwagen gibt es immer noch, Autos waren noch kaum verbreitet und Pferde hatte auch nicht jeder. Für mich dennoch eine unvorstellbare Leistung, zumal die Mutter meines Großvaters und einige jüngere Geschwister dabei umgekommen sind. Was genau passiert ist weiß ich nicht aber die Umstände während der Flucht müssen schlimm gewesen sein.

    Die anderen Großeltern sind ebenfalls zu Fuß über die, zu dieser Zeit noch "relativ offene" innerdeutsche Grenze geflüchtet. Mein ältester Onkel war da schon im Kinderwagen dabei, also gewiss auch kein Spaziergang. Die sind aber über mehrere Flüchtlingslager unbeschadet in NRW angekommen. Hier gab es die meiste Arbeit in der Kohle und Stahlindustrie weswegen hier relativ viele Geflüchtete gelandet sind.


    Anhand dieser Erfahrungen, kommt für mich eine Flucht von "Zuhause" nur als allerletztes Mittel in betracht. Gerade mit kleinen Kindern ist die Sache alles andere als einfach und bedarf sehr viel mehr an Equipment als in eine Bauchtasche passen würde. Man sieht es bei den heutigen Flüchtlingen genau in diesem Muster: Die, die mit der ganzen Familie flüchten tuen dies immer nur wegen Krieg und/oder politischer/ethnischer Verfolgung. Also nur wegen unmittelbar lebensbedrohenden Umständen. Wie viele es dabei, gerade von den Kindern, nicht schaffen ist ja leider hinlänglich bekannt.


    So lange das eigene Leben also nicht unmittelbar bedroht ist, würde ich demnach lieber versuchen in meiner gewohnten Umgebung auszuharren. Meine nicht ganz ernsten Preppingansätze gehen daher eher in Richtung Selbstversorgung mit allem was man da so rein interpretieren kann.

  • Also - ich habe da auch wenig darüber nachgedacht.
    Allerdings habe ich immer einen gepackten Rucksack da stehen - einzig fehlt die Isomatte und der Schlafsack - die wären aber hier griffbereit - die sind halt beide mit Daunen gefüllt und müssen immer locker gelagert werden.
    Zur Not habe ich auch alles im Auto - Planen, Tarp, Fell, Isomatte, Sommerschlafsack, Z-Lite-Isomatte, Kochgeschirr, Messer, etc.
    und meine komplette Angelausrüstung mit Stuhl und Tisch.
    Geld könnte ich auch schnell greifen - ja mit den Papieren - ich habe da zwar eine Dokumentenmappe und mein Ausweis wohl im Auto.
    Aber wenn es ans schleppen geht dann müsste ich unterwegs noch mal schwer sortieren.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Oma erzählten mir früher auch von der Flucht von ihr und ihren Eltern aus der gegend um Marienbad. Sie gehörten zur deutschen Bevölkerung und mussten weg als die Russen sich näherten. Unter anderm hatten sie ihre Habseligkeiten in einer Holztruhe. Diese befindet sich Heute in meinem Besitz. Laut Oma war ausser Nahrung und Wasser, sowie einem Wetterschutz für alle (leider sagte sie mir nie welche Art Schutz, ich geh von einer Segeltuchplane aus) auch Tauschware wichtig. Dazu kamm dass Uropa (hab ich als 6 jähriger sogar noch kennen gelernt) wohl auch etwas Werkzeug dabei hatte und weil handwerklich geschickt, gegen Nahrung und Nützliche Sachen kleine Reparaturen leistete

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Die Erfahrungen unserer Vorfahren in dieser Richtung sind so vielfältig und einzigartig wie die Charaktere die sie erlitten.

    Aber zusammenfassend lässt sich sagen, das wir alle bisher zu einer vollständigen Ausrüstung tendieren würden.

    Ähnlich wie Outdoorfriend habe ich ebenfalls eine vollständige Ausrüstung für den Jagd und Angeleinsatz im Auto, tatsächlich aber auch noch zwei Notrationen (eine EPA und eine Packung NRG5) sowie mein bereits im Test hier vorgestelltes Kompaktzelt, zwei Kocher und Feldkochgeschirr. Das alles liegt immer fertig gepackt im Rucksack bereit und wird lediglich dem Schwerpunkt entsprechend durch die benötigte Ausrüstung ergänzt. Zwecks der kalten Temperaturen wie es Odin anbrachte, habe ich nur zwei kompakte Schlafsäcke dabei, aber der Jahreszeit geschuldet auch meinen schweren Lodenmantel. Der wäre zwar generell zu schwer für die Flucht über Langstrecke, aber generell besser als nix.


    Nichts desto Trotz ist der INCH BAG ja eine doch recht komplexe Geschichte, und unterliegt ganz klar dem Ziel eine Wegstrecke schnell zu überbrücken und am Ziel angekommen, schnell eine neue ,,Infrastruktur" zu errichten.


    Dem untergeordnet muss er also in seiner Beschaffenheit leicht sein, und vermutlich aber auch bleiben, um das Marschtempo nicht zu reduzieren. Das wesentlich schwierigere ist der Inhalt, neben dem, wie wir uns einig sind, notwendigen Finanziellen und strukturgebenden Mitteln wie Dokumente (in elektronischer Form) nun auch ein Lagedienlicher Inhalt enthalten sein muss.


    An spätestens diesem Punkt muss klar sein, es kann keine geordnete ,,Flucht" mit einem Bauchgurt angetreten werden, wenn nicht mindestens das Reisetempo durch Hilfsmittel wie Fahrzeuge oder ,,Helfer" beschleunigt werden kann. Ein Querbezug auf die letzten Flüchtlingsbewegungen sind in dieser Sache weniger dienlich weil wir in zwei Punkten ganz klar differenzieren müssen.


    1. Unsere Großeltern flüchteten mit dem was ihnen blieb, aus einem Land ohne Infrastruktur (weil Kriegszustand) in ein Land wo ebenfalls Krieg herrschte! Sie wussten das wenn sie in der neuen ,,Heimat" ankommen würden, niemand zur Hilfe bereit stehen würde, deswegen mussten sie das nötigste auch dabei haben.


    2. Zu Zeiten von GPS, Onlinebanking, und moderner Technik zum Abruf der vorher genannten elektronischen Daten, lassen sich viele Dinge schon auf dem Weg der Flucht organisieren. Routen können erarbeitet werden, Anträge für Arbeitserlaubnis etc. können beantragt werden, eine ganze Vita passt auf ein 2gramm schweres Speichermedium, und die nächstgelegenen Länder befinden sich nicht zwingend mit einem anderen Land im Krieg. Infrastruktur ist in fast allen Fällen gegeben, und humanitäre Hilfe ist eine Völkerrechtliche Grundpflicht


    (ich bitte darum daraus jetzt keinen ,,Rattenschwanz" zu machen wir wissen alle das das letztgenannte eher schlecht als Recht funktioniert)



    Diesen zwei Argumenten folgend ist ein voller Geldbeutel mit einem USB Stick eine sehr gute Grundlage für ein INCH Manöver!

    Ein Handy und eine Powerbank sind ebenfalls nicht schlecht wenn sie am Mann sind, aber für eine Langstreckenflucht ohne Helfer, ohne Unterstützung seitens Hilfsorganisationen, Einheimischen, oder Familienmitgliedern oder Freunden, und das ganze unter katastrophalen Bedingungen, ist schon jetzt aus der Theorie eine sehr schwer vorzustellendes Szenario.


    Ein weiterer Aspekt unter dem ein INCH Bag auch nicht funktionieren kann, ist die alltägliche Kleidung! Das INCH Szenario beschreibt sich selbst als eines bei dem das Erreichen des eigenen ,, Geartempels" nicht mehr möglich ist. Aber sind wir ehrlich, im Blaumann, Abendkleid, oder mit der leichten Sporthose aus dem Fitnessstudio sieht eine Flucht mehr als mies aus!

  • Deine beiden Punkte leuchten total ein wie sie sind.
    So wie sich Lagen ändern können, könnte daraus auch (im miessesten möglichen fall) auch ein 3. Fall ereignen.
    man hat sich auf ein "Ausweichen" (um masl vom Begriff Flucht weg zu kommen) vorbereitet in eine Gegend in der es eine Infrastruktur kommt und Plötzlich ereignen sich Situationen die dich in Gegenden bringen wo das alles mehr oder weniger nutzlos wird. Reicht ja schon wenn man Dort wo man hin will zb Stromausfall hat überlängere Zeit zb. zwecks heftige Schneefälle im Winter.

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Um die Kurve aber noch hin zu einem wirklich brauchbaren INCHBAG zu bekommen, kochen wir doch mal die Ansätze ein, und reduzieren uns auf das was wir daraus mitnehmen können.


    Nun ist das was dar bleibt nun nur noch ein Bruchteil dessen was wir in der Grundannahme vorliegen hatten, von einem absolut unumgänglichen ,,Fluchtgeschirr" hin zu einem eher alltäglichen EDC.

    Denn sehen wir der Tatsache ins Auge, wir sind in unseren Wissen und unserer Ausrüstung doch immer darauf aus, am Ende wieder heim zu kommen, und ich gehe schlicht mal davon aus das es vielfach so ist wie von Skuzzlebud beschrieben, wir würden ohne triftigen Grund das eigene Heim sowieso nicht für immer verlassen!


    Aber bevor wir die doch recht nützliche Idee des handlichen Inch Setups komplett über den Haufen werfen, können wir auch schlicht paralellen zu eher alltäglichen Situationen ziehen. Und das sind doch eher solche Situationen in denen diese Setups ebenfalls wertvoll sein können.

    Vom gestrandeten Touristen im Ausland, Geschäftsreisendem fern der Heimat, oder einfach nur am Ende einer Langstreckenwandertour!

    Denn zwei Dinge in diesem Setup helfen immer ! Ein wenig Kleingeld, und die Möglichkeit selbst im ramponiertesten Zustand sich ausweisen und legitimieren zu können.!


    Mein Schlüsselbund ist quasi schon ein Teil dieses erweiterten EDCs, an ihm trage ich tatsächlich einen kleinen USB Stick und ein Tablettenröhrchen mit einem gefalteten Geldschein, Als Umschüler hat mich das schon aus zwei sehr unangenehmen Situationen gerettet!

    Der Stick bei einer Präsentation die auf elektronischem Weg übermittelt verloren ging, und so beinahe den geplanten Vortrag ins Wasser fielen ließ. und der Geldschein als ich meine Geldbörse sicher und warm daheim vergaß und fern der Heimat tanken musste!

    Sicher wäre es abenteuerlicher noch einen Magnesiumstab oder ähnlich ausgefallene Spielereien dabei zu haben, aber der zivilisierte Neandertaler aus dem Großraumbüro lässt sowas schlicht im Auto. Und da kommen wir wieder zu der Rückführung zur vollen Ausrüstung.

    denn dort lagern neben der Möglichkeit, schnell und bequem 380km zurückzulegen, Stiefel, Ausrüstung und Wechselklamotten und Nahrung für 2 Tage.


    Ich schließe also damit zu sagen, wenn ich es nicht schaffe mich von meinem Arbeitsplatz 50m mit meinem Schlüsselbund und meinem Taschenmesser bis zu meinem Auto durchzuschlagen, dann hätte mir der Bauchbeutel auch nichts gebracht! (Davon ab das ich auf Arbeit wesentlich mehr Ausrüstung lagern habe als ich jemals selbst besitzen könnte:lol Kleiner Tipp ,,Grüner Hirsch")