• Ziemlich einfach ist die Mischung aus frittierten Brennesselblättern, gerösteten Haselnüssen, Weißdornfrüchten und Hagebutten. Perfekt für unterwegs und passt bestens zur Jahreszeit!

    Es geht so: Weißdornfrüchte per Fingerdruck entkernen. Hagebutten halbieren, entkernen (türkischer Mokkalöffel oder Pfeifenreiniger) und die Härchen in einem Fließgewässer auswaschen. Gut, wer ein grobes Sieb dabei hat. Haselnüsse trocken in der Pfanne rösten (hellbraun, nicht schwarz!) und herausnehmen. Gute Brennesselblätter sammeln, waschen nicht unbedingt nötig. Diese in reichlich Öl (ich verwende Olive) frittieren bis sie knusprig sind.

    Alle Früchte gut abtropfen lassen, alles wieder in die Pfanne zu den Blättern, heiß werden lassen und genießen.

    Am besten als erstes die Früchte vorbereiten - jeweils eine Handvoll pro Person. Von den Brennesseln braucht ihr ca. drei lockere Handvoll (beide Hände), die fallen ganz schön zusammen. Ihr braucht dazu viel Wasser zum Händewaschen - die Weißdornfrüchte pappen gewaltig an den Fingern und die Hagebuttenhärchen sind auch nicht ohne. Macht das am besten an einem Bach oder unterm Wasserhahn.

  • Selbstverständlich habe ich das mehrfach gebraten. Das haben alleine in meinem Umfeld 10 Personen gegessen, die acht Erwachsenen fanden es alle gut, bloß zwei Kinder fanden es nicht so toll - wahrscheinlich war es denen nicht süß genug. Denn das schmeckt herzhaft-fruchtig und überhaupt nicht süß.

    Allerdings wirst Du darauf noch etwa vier oder fünf Monate warten müssen. Vorher sind die meisten Zutaten noch nicht erntereif. Die Nüsse kann man geröstet kaufen, Brennesseln sind ja wohl kein Problem, von gekauften und getrockneten Hagebutten rate ich ab (igitt!!), Weißdorn wird es vermutlich gar nicht zu kaufen geben.

    Also übe Dich in Geduld und freu Dich darauf.

  • Wer es etwas aufwendiger mag, probiert Wildnisburger:

    500 g Dinkelmehl, Tockenhefe, 1 Teelöffel Zucker in eine Einfriertüte (2 Liter). Diese Zutaten mit einem Schuß Öl (ich bevorzuge Olive) und Wasser zu einem relativ festen Teig in der Tüte verkneten - dabei bleiben die Hände draußen auf der Tüte, damit die Finger sauber bleiben. Den Teig nehmt Ihr mit, und zwar steckt Ihr den Beutel zwischen Unterhemd und Pulli/Jacke. Hauptsache warm. Und lasst im Beutel etwas Platz, damit der Teig arbeiten kann.

    Während der Teig arbeitet, sammelt Ihr Wildkräuter. Im Frühjahr darf es eine wilde Mischung sein, jetzt empfehle ich Spitzwegerich, Frauenmantel, Brennesseln, Goldnessel, Blattgrün der Wilden Möhre. Wer sich mit Pilzen auskennt - gerne auch ein paar dazu. Insgesamt braucht Ihr ungefähr für diese Menge Teig drei lockere Doppelhände voll Kräuter. Plus drei mittelgroße Pilze.

    Nach einer Stunde Kräutersammeln sollte der Teig anfangen zu pupsen, d. h. er ist fertig. Also jetzt ein Feuer anzünden, den Teig mit reichlich Öl in einer großen Pfanne zu Brot ausbacken. Macht das Brot nicht zu dick, je nach Pfannendurchmesser sollte die Menge für drei bis vier Brote reichen. Sonst wird der Teig nicht richtig durchgebacken. Mehrfach wenden. Pocht mit dem Fingerknöchel drauf, es ist fertig wenn es hohl klingt.

    Weil Ihr bestimmt auch 1 Zwiebel und etwas Knoblauch mitgebracht habt, bratet Ihr diese grob geschnitten mit den gehackten Kräutern zusammen an, die geschnittenen Pilze dazu.

    Wer Fleisch haben möchte, legt nun Speckscheiben in eine KALTE Pfanne, dann werden sie knusprig. Wer es nicht kross mag, verwendet die heiße Pfanne.

    Alternative: Räuchertofu in dünne Scheiben schneiden, kurz anbraten, mit Sojasauce beträufeln, fertig.


    Die Brote halbieren (Halbmonde) und jeweils eine Tasche hineinschneiden. Die Kräuter hinein, darauf den Speck bzw. den Räuchertofu.

    Guten Appetit!


    Warum Räuchertofu? Weil er ungekühlt haltbar ist, es keine Probleme mit Keimen/Salmonellen etc. gibt.

    Den Beutel für den Teig könnt Ihr prima portionsweise zu Hause vorbereiten.