Unterwegs in "Bear Country" / Verhalten in Bärengebieten

  • Nein, hatten wir nicht.


    Schusswaffen oder generell Waffen machen nur dann wirklich Sinn, wenn man damit gut und souverän umgehen kann. Diese Fähigkeiten haben wir nicht. Noch dazu, ist ein angeschossener, verletzter Bär wesentlich gefährlicher als einer, der nur mal neugierig ums Lager streicht und sich dann wieder trollt.


    Über Bärenspray habe ich ja in meinem Bericht schon kurz was gesagt: die Anwendungsfehler sind in der Regel größer als die Wirksamkeit gegen den Bären. Und wenn er dann zwar was davon abbekommt, aber nur noch übellauniger wird, hat man erst recht ein Problem.


    Über Schreckschusspistolen könnte man aber mal nachdenken!


    Im Normalfall greift einen ein Bär auch nicht an. Erstens riecht und hört er uns und sucht dann schon das Weite. Nur wenn man zwischen ihn und sein Jungtier gerät oder er sich anderweitig bedroht fühlt, kann es gefährlich werden. Sich ihm zu nähern, weil man dann schönere Fotos machen kann, kann also lebensgefährlich sein. Da der Mensch nicht auf der Speisekarte des Bären steht, sind wir auch nicht Ziel eines Bären. Die Geschichte, dass es den wilden, bösen, aggressiven Bären gibt, ist also weit hergeholt und wurde wahrscheinlich geboren, um langweilige Erlebnisse oder Filme etwas spannender zu machen. Wobei ich hier absolut nichts verharmlosen will: wer zur falschen Zeit, am falschen Ort auf einen Bären trifft, der nicht gut drauf ist, kann lebensbeendende Probleme bekommen!


    Da ein Bär sehr schlecht sieht, kann es helfen, die Arme nach oben zu reissen und dem Bären vorzugaukeln, er hätte es mit mehreren und größeren Gegnern zu tun. Generell sollte man aber so vorgehen, dass man deeskalierende Maßnahmen ergreift, also langsam rückwärts gehen, nicht schreien, nicht rennen! Wenn der Bär sich aufstellt, dann wittert er nur. Sollte der Bär trotz alledem so neugierig sein, Dir nachzulaufen, hilft eigentlich nur noch auf den Boden zu gehen, die Hände im Nacken zu verschränken und sich tot zu stellen. Greift er Dich tatsächlich an, ist alles erlaubt. Bären sind aber Meister im Klettern und bravourös beim Schwimmen, außerdem frieren sie nicht im Wasser. Das ist also keine Option, zudem rennen sie so schnell wie ein Rennpferd. Egal, was passiert, man hat keine Chance und muss auf diplomatisches Geschick zurückgreifen und sich zweifelsohne unterordnen.


    Wir haben aber auch Geschichten gehört von einem Boot, dass alle seine Lebensmittel aufgrund eines Streifzuges vom Petz verloren hat. Eine andere Gruppe wurde ca. eine Woche nach uns tatsächlich von einem Bären angegriffen und eine Frau schwer verletzt. Diese Gruppe war sogar organisiert und von einem Guide begleitet!! Größere Gruppen werden ansonsten aber weniger häufig angegriffen, als Einzelpersonen. Dieser Bär hatte wohl schon sämtlichen Respekt und Scheu verloren und wurde wohl auch getötet!


    Vor Ort vor der Tour ist also mal ein Gespräch mit einem Eingeborenen zu suchen und dessen Meinung zu befragen.

  • Über Schreckschusspistolen könnte man aber mal nachdenken!


    Im Normalfall greift einen ein Bär auch nicht an. Erstens riecht und hört er uns und sucht dann schon das Weite. Nur wenn man zwischen ihn und sein Jungtier gerät oder er sich anderweitig bedroht fühlt, kann es gefährlich werden. Sich ihm zu nähern, weil man dann schönere Fotos machen kann, kann also lebensgefährlich sein. Da der Mensch nicht auf der Speisekarte des Bären steht, sind wir auch nicht Ziel eines Bären. Die Geschichte, dass es den wilden, bösen, aggressiven Bären gibt, ist also weit hergeholt und wurde wahrscheinlich geboren, um langweilige Erlebnisse oder Filme etwas spannender zu machen. Wobei ich hier absolut nichts verharmlosen will: wer zur falschen Zeit, am falschen Ort auf einen Bären trifft, der nicht gut drauf ist, kann lebensbeendende Probleme bekommen!

    Einige Anmerkungen: Es stimmt das eine Waffe nur dann Vorteile hat wenn sich damit gut auskennt und auch unter Stress Zielsicher schiessen kann. Da man als Auslaender in Kanada keine Waffe Besitzen und,oder mitfuehren darf eruebrigt sich das Thema hier.


    Pfefferspray nuetzt in den wenigsten Faellen und dabei muss man noch beachten das man nicht mit dem Wind im Gesicht steht. leichter gesagt als getan.


    Generell gelten Baeren als eines der Unberechenbarsten Tiere, man weiss wirklich nie wie sie sich verhalten werden. Was ein Baer Erschreckt reizt einen andern zum Angriff.


    Das Baeren nur dann Angreifen wenn man zwischen die Mutter und Jungen kommt ist nicht ganz richtig. Eine mehrjaehrige Studie von Herrero hat ergeben das Baeren Menschen durchaus als Nahrung betrachten und daher die Meisten Angriffe darauf zurueckzufuehren sind das Baeren Menschen jagen. Dies ist besonders der Fall wo Baeren nicht von Menschen bejagt werden, also dem Baeren nicht als Gefahr bekannt sind.


    Baeren die in ein Lager kommen sind am gefaehrlichsten. Sie sind Angelockt von Lebensmitelgeruch und sehr Futterneidisch, das heisst wenn sich ihnen ein Mensch in den Weg stellt, und das kan deren Gegenwart aleine sein werden sie Angreifen. Daher soll man immer alles Essbare mindestens 100 Meter weg vom Lasgert hoch in einen Baum haengen oder Vergraben.


    Mit Baeren ist nicht zu Spassen, jedes Jahr werden viele Menschen verletzt und sogar getoeted von diesen Tieren. Letztes Jahr in unserer Gegend aleine waren es fuenf Menschen die von Baeren angeriffen wurden.


    Die beste Verteidung gegen Baeren ist das man Vorsichtig ist und die Baeren wissen lasst das man in der Gegend ist. Wenn man einen Baer sieht so weit wie moeglich von ihm weg bleiben und Beobachten und langsam weiter laufen um Distanz zu Gewinnen, waer rennt ist schon tot da ein Baer sogar den Sprint Weltmeister ueberholen kann.


    Da im Yukon Baeren sehr stark Bejagt werden haben sie etwas mehr Respekt vor Menschen als anderswo wo sie nicht Bejagt werden.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • Quote

    Da im Yukon Baeren sehr stark Bejagt werden haben sie etwas mehr Respekt
    vor Menschen als anderswo wo sie nicht Bejagt werden.

    Interessant, und du als Fachkundiger annähernd vor Ort wirst wissen was du sagst, aber ist es nicht so, dass in häufig von Menschen frequentierten Gebieten wie Denali, Yellowstone, Yukon,etc.. die Bären ihre Scheu/den Respekt vor Menschen verlieren, eben weil sie an die Gegenwart von Menschen mehr oder weniger "gewöhnt" wurden?
    Wie auch immer, der Konsens ist ja Vorsicht und kein Risiko, egal unter welchen Umständen und in welchen Gebieten..

  • Interessant, und du als Fachkundiger annähernd vor Ort wirst wissen was du sagst, aber ist es nicht so, dass in häufig von Menschen frequentierten Gebieten wie Denali, Yellowstone, Yukon,etc.. die Bären ihre Scheu/den Respekt vor Menschen verlieren, eben weil sie an die Gegenwart von Menschen mehr oder weniger "gewöhnt" wurden?
    Wie auch immer, der Konsens ist ja Vorsicht und kein Risiko, egal unter welchen Umständen und in welchen Gebieten..


    Das hängt davon ab ob die Bären in dem Gebiet bejagt werden oder nicht. In einem Totalreservat in dem mehrere Bärengenerationen keine Jagd mehr stattgefunden hätte aber Touristenströme, die Essen und Müll hinterlassen trotzdem kommen würden, dann würden sie den Respekt verlieren.
    In Gegenden in denen nach wie vor viel Jagd stattfindet wäre das nicht so.
    Da kommt mir ein guter vergleich in Rumänien gelegen. Um Kronstadt herum und bis zum Bucegigebiet, ist die Touristenregion Nummer 1 neben dem Meer in Rumänien. Dort kommen sehr viele Urlauber hin und lassen unachtsam ihren Müll liegen, kommen die Bären bis an die Zelte und die Nähe der Stadt mit ihren verlockenden Müllcontainern verlieren sie sehr häufig die Scheu und Vorsicht vor Menschen. Ausserdem findet auf großen Flächen keine Jagd mehr statt weils Naturschutzgebiete oder Nationalparks sind.
    Dort in de Region hab ich die meisten Bären getroffen. Hingegen ist es sehr viel schwerer in den großen Wildnissgebieten der Ostkarpaten wo rein Zahlenmäßig viel mehr Bären leben, diese aber bejagt werden, welche aufzuspüren.

  • Klingt natürlich einleuchtend. Wenn Bären "schlechte Erfahrung" mit dem Menschen, also Jagd, gemacht haben, kann diese Erfahrung über Generationen weitergegeben werde, was deren Verhalten natürlich beeinflusst.
    Dennoch, um beim Yukon zu bleiben, ich denke dort würden beide Faktoren zutreffen, also Jagd und Menschen, die mal so ihren Müll am Flussrand liegen lassen.
    Und um mal kurz auf den Eisbären zu sprechen kommen: In arktischen Gebieten/Siedlungen wird er zum Schutz der Voräte/Einwohner immer wieder bejagt, und er kommt dennoch wieder zurück- meist von Hunger gesteuert.
    Was ich damit sagen will: Ich denke es wäre zu einfach, ein Muster nach genannten Kritierien zu erstellen bzw,darauf zuvertrauen, es gibt Faktoren, die sich überschneiden, andere kommen hinzu, und manche wird der Mensch einfach nicht durchblicken können, und nicht zuletzt -wrong time, wrong place.
    Diesen letzten großen Prädatoren unserer Zeit sollte man mit Respekt und Vorsicht gegenübertreten, egal unter welchen Umständen, und manchmal ist eben der Lauf der Dinge/Natur nicht erklär-bzw nachvollziehbar-und das sollte man hinnehmen, so hart es auch klingt.
    Spannendes Thema, würde aber den Rahmen dieses Reiseberichts sprengen...


  • :lol


    Hier sterben Leute auf dem Fussgängerstreifen. Das steht dann, wenn überhaupt, auch nur in den Lokal Zeitungen. ;)
    Man sollte die Gefahr die von Bären ausgeht nicht unterschätzen aber auch nicht überbewerten.
    Es kommt wieder einmal das Situationsgerechte verhalten zum tragen. ;) Es treiben sich tausende Menschen täglich in Bärengebiet herum, die allermeisten überleben. ;)


    Liebe Grüsse
    draussen



    PS, Ilves ich habe einen Auftrag für dich. Ich wünsche mir einen Bärsmilie :)

  • Hier sterben Leute auf dem Fussgängerstreifen. Das steht dann, wenn überhaupt, auch nur in den Lokal Zeitungen. ;)
    Man sollte die Gefahr die von Bären ausgeht nicht unterschätzen aber auch nicht überbewerten.
    Es kommt wieder einmal das Situationsgerechte verhalten zum tragen. ;) Es treiben sich tausende Menschen täglich in Bärengebiet herum, die allermeisten überleben. ;)

    Die Chance, dass ich in dem Viertel wo ich wohne, einem Verbrechen zum Opfer falle ist unverhältnissmäßig größer als im bearcountry in eine gefährliche Situation zu geraten-statistisch gesehen.
    Trotzdem kann man ja ganz nüchtern, reflektiert und ohne Über/Unterbewertungen von Risiken über Verhaltensweisen von Mensch/Tier diskutieren. Und bei jedem Bericht den ich in div. Foren über betreffende Gebiete gelesen habe, taucht mindestens 1 mal eine bärenspezifische Frage auf. Interesse besteht also.

  • Trotzdem kann man ja ganz nüchtern, reflektiert und ohne Über/Unterbewertungen von Risiken über Verhaltensweisen von Mensch/Tier diskutieren.

    Das siehst du richtig, ich wollte die Diskussion nicht ins lächerliche ziehen. Wenn das so rüber gekommen ist tut es mir leid und ich bitte um Nachsicht.


    Hier zwei pdf die vom Government of Yukon sind. Es lohnt sich sicher diese zu lesen und sich darüber Gedanken zu machen


    Einmaleins für Bärenbegegnungen


    Die Wildnis des Yukon Was Sie wissen sollten, wenn Sie sicher und behutsam durch die Wildnis des Yukon reisen wollen


    Da das Gouverment of Yukon die Weisungen auf deutsch herausgibt deutet es schon darauf hin, dass die Sache ernst genommen werden muss.


    Der Trick mit dem Glöckchen scheint wirklich nicht viel zu nützen. Huntwriter sagte mir sie nennen sie Dinerbell. :)



    Liebe Grüsse
    draussen


    watch?v=O6GcWhlGF3o&feature=related

  • Die Bären in den verschiedenen Teilen der Welt verhalten sich ja teilweise doch recht unterschiedlich. Hättet ihr Interesse dran wenn die jenigen die sich mit den jewiligen Gebieten auskennen einen kleinen (oder auch größeren) Text zur Verfügung stellen wo sie die einzelnen Punkte abhandeln? Huntwriter wird bestimmt etwas zu Kanada beitragen können, ich den osteuropäischen Teil, vielleicht findet sich noch jemande für Skandinavien und Asien.

  • Vielleicht könnte man das in Form eine Kombi Gebiet-Art machen.


    Von mir ein paar kurze Worte zum Braunbären in Skandinavien:
    Ich war schon oft im Norden Europas, und auch wenn angeblich über 2500 Exemplare allein in Schweden beheimatet sein sollen, hab ich noch nie einen zu Gesicht beommen, keine Spur oder Losung gesehen. Skandinavien ist definitiv kein Hot-Spot für Bärensichtungen, die Populationen dort werden als extrem menschenscheu beschrieben, es benötigt spezielle (orts)Kenntnisse oder wirklich ausserordendliches Glück um mal einen zu sehen. Ich sprach letztes Jahr mit einem Schweden, der über 20 Jahre in den "Bärenregionen" Schwedens unterwegs wahr und lediglich 1 mal einen gesehen hat, der gerade gefressen hat. Da ist natürlich höchste Vorsicht geboten. Aber ansonsten denke ich sind für Skandinavien keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen nötig. Im Fall der Fälle denke ich würden die üblichen Verhaltensmaßenahmen anwendbar sein, aber wie gesagt, die chancen dort einen Bären anzutreffen sind sehr gering, kein Vergleich mit Nordamerika.
    Bejagd werden sie meines Wissens nach vor allem in der mittelschwedischen Region Jämtland, aber auch die Samen in der Region des Sareks (welcher ja immer noch als "Geheimtipp" für eventuelle Bärensichtungen gilt) haben die Lizenz Bären zum Schutz ihren Rentierherden zu jagen, so lautet zumindest die offizielle Version.
    Ich habe mir in Skandinavien ehrlich gesagt nie Gedanken über Begegnungen mit Bären gemacht.
    Edit: Ich denke, die Gefahr mit einem Elch Probleme zu bekommen ist in Skandinavien fast höher als mit einem Bären.

  • Die Broschüren, die draussen in seinem letzten Posting verlinkt hat, gibt es in Whitehorse an jeder Ecke kostenlos mitzunnehmen. Ein gutes Gespräch mit dem Kanuverleiher über Bären würde ich aber in jedem Fall anraten.


    Hier ein paar Bärsmileys:

  • Und um mal kurz auf den Eisbären zu sprechen kommen: In arktischen Gebieten/Siedlungen wird er zum Schutz der Voräte/Einwohner immer wieder bejagt, und er kommt dennoch wieder zurück- meist von Hunger gesteuert.
    Was ich damit sagen will: Ich denke es wäre zu einfach, ein Muster nach genannten Kritierien zu erstellen bzw,darauf zuvertrauen, es gibt Faktoren, die sich überschneiden, andere kommen hinzu, und manche wird der Mensch einfach nicht durchblicken können, und nicht zuletzt -wrong time, wrong place.


    Diesen letzten großen Prädatoren unserer Zeit sollte man mit Respekt und Vorsicht gegenübertreten, egal unter welchen Umständen, und manchmal ist eben der Lauf der Dinge/Natur nicht erklär-bzw nachvollziehbar-und das sollte man hinnehmen, so hart es auch klingt.
    Spannendes Thema, würde aber den Rahmen dieses Reiseberichts sprengen...

    Baeren, sowie viele andere Wildtire, suchen nicht die Naehe der Menschen weil sie von "Hunger gesteuert" sind sondern aus Bequemlichkeit. Es ist fuer Baeren weniger Anstrengend in Menschlichen Sidlungen Futter su finden als es selber erjagen zu muessen.


    Hier in Canada ist der "Lauf der Dinge" so dass wir in vielen Gegenden zuviele Baeren haben. Engegen was in Europa oft Berichted wirt, Baeren sind NICHT Bedroht oder im Falle vom Eisbaer und Grizzly Bear vom Austerben Bedroht. Eher das genaue Gegenteil ist der Fall, die Nummern steigen jedes Jahr an. Da Europa in einem sehr kurzsicgtigen Politisch Motivierten Entschluss die Einfuhr von Baeren Fellen sowie Robben Felle verboten hat werden diese Tiere trotz hoher Abschussquoten nicht Anaehernd so stark bejagt wie es Wuenschenswert waere um eine Balance herzustellen.


    Soviel zur Erklaerung.


    Im Prinzip kann man sagen das fuer jeden Baeren den man sieht gibt es zehn Baeren die man nicht sieht aber von denen man gesehen wirt. Z.B. Als mein Bruder uns besuchen kam haben wir in vier Wochen vier Baeren gesehen. Alle bis auf einen sind schnell weggerannt sobald sie uns wahrgenommen haben. Allerdings war das nur dem Fall zuzuschreiben weil wir hier im Rinderzuchtland kurzes Federlesen mit ihnen machen. Da ich hier lebe weiss ich das es 50 mal soviele Baeren nur in dieser Gegend gab wie wir gesehen haben. Man sieht sie nicht alle aber die Zeichen sind ueberall. Baeren sind meistens Nachts aktiv.


    Eine Woche nachdem meine Bruder abgereisst ist wurden and zwei verschiedenen Orten zwei Menschen von Baeren getoeted, einer davon ein aelterer Herr der andere ein 6 Jahre altes Kind. Was ich damit sagen will ist das es kein Grund gibt zur Paranoia aber es ist IMMER auesserste Vorsicht geboten in baer-country. Leider sind es aber gerade Touristen die oft mit falschen Vorstellungen ueber wilde Baeren nach Canada kommen und dann prompt Probelme haben. In all den Jahren wo ich hier lebe und jage habe ich viele Baeren gesehen aber bin bis heute noch von keinem Angegriffen worden. Das schreibe ich dem Umstand zu das ich immer Auge und Ohren bin und eine gehoerige Portion Gesunder Menschenverstand gebrauche. Wenn mein Gefuehl sagt das etwas nicht recht ist verlasse ich mich darauf.


    Das link "Einmaleins für Bärenbegegnungen" das Draussen hier Eingestellt hat soll jeder der nach Canada kommt oder kommen will, ganz genau durchlesen und auswendig laernen. in der Broschuere gibt es nur einen Punkt in dem sich die Geister scheiden und mit dem ich als Tierverhaltens Experte nicht ganz Einverstanden bin. Es ist das "sich Totstellen". Baeren lieben es etwas zu fressen das schon tot ist und sich nicht mehr Wehrt. ;)


    zur Baeren Verteidigung bei voll Angriffen moechte ich ergaenzend folgendes sagen:
    Da fuer die meisten Auslaender das tragen von Feuerwaffen unmoeglich ist wuerde ich persoendlich empfehlen ein gutes Buschmesser oder gar Machete anzuschaffen. Sollte es zum Kampf mit einem Baer kommen muss man dem Baeren sovile Verletzungen wie moeglich zufuegen, vor allem in der Bauch und Brustgegend, wenn man die geringste Chance haben will lebend davon zu kommen und dass ist mit einem Messer oder Machete besser moeglich den allem andern ausser Feuerwaffen. Baeren Unfall Statistiken bei denen der Mensch ohne Feuerwaffe lebend davon kam zeigen das ein Messer/Machete die groesste Wirkung hatte. Die zweit groesste hilfe ist ein Hund, Hunde hassen Baeren Leidenschaftlich.


    Zum Abschulss noch schnell etwas wichtiges fuer alle Touristen die nach Canada kommen um unsere Wunderschoene Natur zu Erleben. Es hat zwar nicht direkt mit Baeren zu tun ich finde es aber sehr wichtig zu Wissen weil es dem einen oder anderen "Tierfreund" viel Aerger Ersparen kann.


    Jagen, Fischen und Fallenstellen sind hier in Canada vom Gesetz geschuezte Rechte sowie Gesetzlich geschueztes Kulturgut. Das heisst dass es bei hoher Geld, und oder bis zu drei Monate Gefaengnisstafe, veboten ist einen Fallensteller, Fischer oder Jaeger daran zu hindern seiner Taetigkeit nachzugehen oder mit Absicht in jeglicher art und weise die taetigkeit zu behindern oder zu verunmoeglichen. Es werden leider jedes Jahr mehr Touristen die sich vor Gericht zu verantworten haben weil sie "ein armes Tier" vor dem Fallensteller oder Jaeger retten wollen.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

    Edited once, last by Huntwriter ().

  • Ein gutes Gespräch mit dem Kanuverleiher über Bären würde ich aber in jedem Fall anraten.

    Umbedingt. Auch andre Menschen in Kaffehaus, an der Tankstelle u.s.w. Dies sind die Leute die mit Baeren leben und genau wissen in welchen Gegenden man Aufpassen muss. Baeren bleiben nicht das ganze Jahr am selben Platz. Die Konzentration von Baeren ist duch das Vorhanden sein von Futter bestimmt.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • Quote

    Baeren, sowie viele andere Wildtire, suchen nicht die Naehe der Menschen
    weil sie von "Hunger gesteuert" sind sondern aus Bequemlichkeit. Es ist
    fuer Baeren weniger Anstrengend in Menschlichen Sidlungen Futter su
    finden als es selber erjagen zu muessen

    Das mag sicher zum Teil zutreffen, aber es gibt, gerade beim Eisbären,auch andere Beobachtungen/Erkentnisse. Die klimatischen Veränderungen der letzten Jahre haben (mancherorts) zufolge, dass das das (Treib)eis der Artkrischen Gewässer in Küstennähe, wo aufgrund der hohen biol. Primärproduktion das
    bevorzugte Jagdgebiet der Eisbären ist, entweder sehr verspätet,
    unzureichend oder sogar gar nicht eintrifft, was zur Folge hat, dass die bevorzugte Beute der Robben mittels der schwimmenden Eisschollentechnik nicht mehr aussreciend bzw gar nicht bejagd werden kann, die Eisbären Landeinwärts wandern, und durchaus aufgrund Nahrungsknappheit menschliche Siedlungen aufsuchen. Dieses Verhalten wurde auch wissenschaftlich dokumentiert.
    Meldungen diesbezüglich:
    http://www.bbc.co.uk/nature/14422118
    http://www.cbc.ca/news/canada/…-polar-bears-climate.html
    Klar,hungermotivierte Angriffe auf Menschen sind sehr selten, die Beobachtungen dass die Bären vermehrt menschliche Siedlungen aufsuchen und dort nach Nahrung suchen aufgrund Nahrungsknappheit wegen oben genannten Faktoren , tauchen aber häufiger aus.
    Will hier nichts überbewerten und dramatisieren, sollte lediglich eine Ergänzung bzw. Klarstellung sein.


    Edit:

    Vielleicht hab ich mich etwas unverständlich ausgedrückt, aber mit "Lauf der Dinge/Natur...etc" meinte ich, dass egal wie gut man informiert bzw. vorsichtig ist,immer ein restrisiko mit unbekannter Variable X, welche ev. nicht erklärbar/nachvollziehbar ist, bei Begegnungen mit Bären vorhanden ist, dem sollte man sich bewusst sein bzw. es akzeptieren.
    Thats all.

  • Ich habe heute in einem schwedischen Forum eine schöne Antwort gelesen als jemand auch die Frage stellte wie wahrscheinlich es wäre in Schweden von Wölfen oder Bären angegriffen zu werden. Die Antwort war: In Schweden sterben jedes Jahr 8 Menschen die über die geöffnete Spülmaschine stolpern und in die mit der Spitze nach oben eingelegten Messer fallen , es gibt aber bis heute keine 8 Dokumentierte Todesfälle durch Bären oder Wölfe in Schweden .


    Ich denke das trifft es genau. Letztes Jahr hatten wir einen Zwischenfall bei dem ein 13 jähriger Junge von einer Bärin relativ verletzt wurde. Der Junge war Skifahren und verließ die Piste . Unglücklicherweise fuhr er genau in eine Höhle in der die Bärin mit 3 Jungen überwinterte. Der Junge wurde ins Bein gebissen und hatte ein paar Schnittverletzungen am Rücken , die Bärenjungen sind verhungert weil die Bärin nicht mehr zurück kam und die Behörden zu lange warteten um einzugreifen.

  • Vielleicht hab ich mich etwas unverständlich ausgedrückt, aber mit "Lauf der Dinge/Natur...etc" meinte ich, dass egal wie gut man informiert bzw. vorsichtig ist,immer ein restrisiko mit unbekannter Variable X, welche ev. nicht erklärbar/nachvollziehbar ist, bei Begegnungen mit Bären vorhanden ist, dem sollte man sich bewusst sein bzw. es akzeptieren.
    Thats all.

    Da muss ich dich dann doch Missverstanden haben und bitte um Nachsicht.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • Ich habe heute in einem schwedischen Forum eine schöne Antwort gelesen als jemand auch die Frage stellte wie wahrscheinlich es wäre in Schweden von Wölfen oder Bären angegriffen zu werden. Die Antwort war: In Schweden sterben jedes Jahr 8 Menschen die über die geöffnete Spülmaschine stolpern und in die mit der Spitze nach oben eingelegten Messer fallen , es gibt aber bis heute keine 8 Dokumentierte Todesfälle durch Bären oder Wölfe in Schweden .

    Man kann aber Schweden nicht mit Canada vergleichen. ;)
    In einem Land wo es innerhalb zehn Square Kilometer einen Baer gibt ist die Wahrscheinlichkeit auf ein Angriff sehr viel geringer als hier in Canada wo es in einigen Gebieten auf die selbe Landmasse 40+ Baeren geben kann.


    Um dir eine Vorstellung zu geben: Merritt und Nicola Valley, wo wir leben, ist nicht sehr gross, 25 Square Kilometer. Im lezten Jahr wurden fuenf Menschen von Baeren Angefallen (Die verantwortlichen Baeren wirden Erschossen). Im selben Zeitraum wurden von Wildhuetern 16 Baeren in Kastenfallen gefangen und Erschossen weill sie zu nahe an unsere kleine Stadt gekommen sind. Dazu kommen dann noch etwa 25 Baeren die von Jaegern waerend der Regulaeren Fruehling und Herbst Jadzeit erlegt wurden.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • Quote

    Man kann aber Schweden nicht mit Canada vergleichen. ;)


    Das mache ich auch nicht aber es wurde auch nach Bären in Skandinavien gefragt ;)


    Die schwedischen Bären sind auch nicht so agressiv wie die Nordamerikanischen und viel scheuer.


    Übrigens stammt das Video oben aus Schweden.