Schmackhafte und nützliche Wildpflanzen

  • Hallo zusammen!


    Ich bin mal so frei und eröffne hier einen neuen Sammelthread.


    Vor ewiger Zeit gab es mal einen ähnlichen Sammelthread über nahrhafte Wildpflanzen, in welchem ich auch etwas aktiv war und mich auf der Suche nach Wurzeln und Knollen quer durch Wald und Flur gebuddelt habe. Das allermeiste von dem Zeug welches ich mir dieser Tage kredenzt habe, war allerdings sehr enttäuschend und hart an der Grenze des genießbaren.

    Über dies sind die meisten Menschen, welche ich kennen lernen durfte und sich selber als "Bushcrafter" oder ähnliches bezeichnen, eher weniger die ganz krassen Survivaltypen, denn mehr durchaus kultivierte Genussmenschen. Also möchte ich hier mal die - " Hauptsache Kalorien egal wie eklig" Pflanzen aussen vor lassen und ein bisschen was über Kräuter und Pflanzen schreiben die ;

    sei es als Gewürz, Salat , Medizin, Tee, Waschmittel oder sonst irgendwie einen Positiven nutzen haben. Dabei möchte ich nicht mit übermäßiger Exotik auftrumpfen sondern eher die ganz alltäglichen Pflanzen und deren Nutzen in den Vordergrund stellen.

    Ich habe in letzter Zeit einiges an Bildmaterial zusammengetragen und hoffe auch regelmäßig ein paar Zeilen und Bilder hochladen zu können. Wenn jemand sinniges in Bild und Schrift beitragen kann, wäre ich natürlich sehr erfreut.


    Lg Holger

  • Anfangen möchte ich, passend zur Saison, mit dem Bärlauch.


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    Bärlauch gehört wohl zu den bekanntesten und begehrtesten Wildkräutern die man im Heimischen Forst finden kann. Bärlauch wächst meist in lichten Laub- und Auwäldern welche nicht zu trocken sein sollten. Bärlauchvorkommen sind je nach Region relativ selten, wenn die Pflanze aber ansässig ist kommt sie oft in großer Anzahl vor.


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    Gesammelt wird Bärlauch von März bis Ende April. Wenn man weiß wo der Bärlauch steht, oder mal stand, kann man die Zwiebeln auch das ganze Jahr über ausgraben. Dabei sollte man aber etwas Umsicht walten lassen um den Bestand nicht zu sehr zu schädigen. Eine Bärlauchpopulation aus zu rotten ist schon recht schwierig, dennoch sind solche Kunststücke schon durch all zu emsige Sammler vorgekommen. Das sammeln der oberirdischen Pflanzenteile, ist dagegen weniger bedenklich. Dabei besteht bei den jungen Pflanzen eine gewisse Verwechslungsgefahr mit sehr giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen, welche mit unter am selben Standort vorkommen. Bei älteren oder schon blühenden Pflanzen besteht dieses Risiko aber kaum noch. Wer sich nicht sicher ist sollte aber wie bei allen Pflanzen oder Pilzen lieber die Finger davon lassen.


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    Verwendet werden kann die gesamte Pflanze, wobei die Blütenknospen und Zwiebeln die meiste Schärfe besitzen. Die Blätter sind je nach Alter etwas milder im Geschmack. Die Zwiebeln sind herkömmlichem Knoblauch recht ähnlich und lassen sich auch ebenso verwenden.
    Die Blätter finden überall dort in der Küche Verwendung wo man sonst auch Schnittlauch oder ähnliches verarbeiten würde. Man kann auch Pflanzenöl mit Bärlauch aromatisieren und dieses für Salate verwenden. Sehr lecker ist auch Bärlauchbutter, nur mit Salz und gehackten Bärlauch zubereitet. Am besten verwendet man die Blätter roh und so frisch wie möglich, weil sie schon nach relativ kurzer Zeit deutlich an Konsistenz verlieren.


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    Hier mal ein ganz einfaches, und wohl das gängigste, Rezept für frischen Bärlauch -

    Ein Bärlauchpesto

    Man zerkleinert den Bärlauch und püriert diesen mit etwas Öl und Salz, nach belieben fügt man noch Sonnenblumenkerne, Pinienkerne, Mandeln und/oder Parmesan dazu, püriert auch diese und kippt sich die grüne Pampe auf die Nudeln.

    Der brachiale Überhammer Lauchgeschmack voll konzentriert und unverfälscht. Und sicherlich das beste Gericht fürs erste romantische Abendessen mit der neuen Flamme ;). Das man nach dem Verzehr von Bärlauch keinen Knoblauchatem hat kann ich im übrigen dementieren.


    Das haltbar machen von Bärlauch ist leider relativ schwierig und funktioniert am ehesten in dem man den Bärlauch einfriert. Wer es weniger technisch haben möchte kann Bärlauch auch in Öl einlegen oder, wie oben, zu einem Pesto verarbeiten. Die Haltbarkeit von Bärlauchpesto ist aber auch auf wenige Wochen limitiert weil es irgendwann anfängt bitter zu werden. Bei Bärlauchbutter besteht das Problem darin dass, das Salz das Wasser aus dem Bärlauch zieht und diese nach einiger Zeit anfängt auszuwässern. Ca. eine bis zwei Wochen kann man Bärlauchbutter aber kühl lagern. Zum Trocknen eignet sich Bärlauch hingen nicht, weil er bei der Trocknung einen Großteil seines Geschmackes verliert.


    Zuletzt wäre noch zu erwähnen, dass sich Bärlauch auch sehr leicht kultivieren lässt. Wer eine Hand voll Zwiebeln im Garten einpflanzt kann sich ohne Mühe sein eigenes Feld heranzüchten. Dabei sollte man eventuell beachten, dass sich Bärlauch durchaus schnell vermehren kann und gegebenen Falls für eine wirkungsvolle Begrenzung sorgen.

  • Behaartes Schaumkraut, Wiesen Schaumkraut und Wald Schaumkraut

    Schaumkräuter gibt es überall und in vielen verschiedenen Arten welche sich voneinander oft nur marginal unterscheiden. Oft kann man, als Laie, nur anhand des Standortes auf die genaue Art schließen. Die genaue Bestimmung aller Schaumkraut Arten übersteigt daher meine bescheidenen Fähigkeiten um lägen, was für unsere Zwecke auch keine große Relevanz hat, dar alle Schaumkräuter essbar sind und sich in Anwendung und Geschmack ähneln. Um die Sache überschaubar zu halten habe ich hier die drei mit Abstand häufigsten Arten zusammen gefasst.


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    Zumindest in teilweise urbaner Umgebung sehr häufig anzutreffen ist das Behaarte oder Ruderal Schaumkraut. Behaartes Schaumkraut wächst fast überall, meistens als Pionierpflanze auf Untergründen mit denen die meisten anderen Pflanzen nichts anfangen können. Sei es nun im Schotter, zwischen Steinen oder sogar direkt auf Mauern oder zwischen Pflastersteinen. Auch gepflegte Gartenbeete nimmt das Behaarte Schaumkraut als hartnäckiges Unkraut gerne an.


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    Behaartes Schaumkraut wächst schon sehr früh im Jahr, in milden Wintern ohne viel Schnee, wie im letzten findet man kleine Pflänzchen teilweise schon im Februar, teilweise überdauern die Pflanzen sogar den Winter. Die Haupt Sammelzeit ist der Frühling wobei die Pflanze auch das ganze Jahr über verwendet werden kann. Mit zunehmenden Alter werden die Pflanzenteile aber etwas holzig.


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    Den meisten wahrscheinlich auch geläufig ist das Wiesen Schaumkraut. Wiesen Schaumkraut findet man, wie es der Name erahnen lässt, fast ausschließlich auf Wiesen.


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    Wiesen Schaumkraut unterscheidet sich von den anderen Schaumkräutern durch den höheren Wuchs, die feiner gefiederten Blätter und eine nicht ganz Weiße, sondern leicht ins rosa - lila tendierende Verfärbung der Blüte. Wiesen Schaumkraut kann man meist nur im Frühjahr sammeln, weil fast alle Standorte früher oder später gemäht oder beweidet werden.


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    Und hier noch aller Wahrscheinlichkeit nach, das Wald Schaumkraut. Es sieht dem Behaarten Schaumkraut sehr ähnlich, wächst eventuell etwas höher und ausladender. Der größte unterschied, für mich als Botanik Laie besteht darin, dass es in Laubwäldern wächst, häufig auf feuchten Böden. Die beste Erntezeit ist auch hier das Frühjahr bis in den Frühsommer hinein. Danach werden die Pflanzenteile zunehmend faseriger.


    Allen Schaumkräutern gemein ist, dass es sich, wie unsere domestizierten Kohlarten, um klassische Kreuzblütler handelt und somit die Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen sehr gering ist. Die klassischen vierteiligen Blüten und der unpaarig gefiederte Blattwuchs sind bei den meisten Vertretern dieser Gattung relativ leicht zu erkennen.

    Verwendung finden Schaumkräuter roh als Würzbeilage, oder wenn man es schafft genug der kleinen Pflanzen zu sammeln direkt als Salat.


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    Junges Behaartes Schaumkraut und Wald Schaumkraut haben einen würzigen kresseartigen Geschmack, welcher mit zunehmenden Alter der Pflanze schwächer wird. Wiesen Schaumkraut ist hingegen etwas milder und erinnert stark an Kohl.

    Die Wurzeln der Schaumkräuter schmecken nach Rettich, sind aber leider zu klein und zu holzig um sie Sinnvoll nutzen zu können.

    Schaumkräuter zu konservieren ist aufgrund der hohen Verfügbarkeit eher unüblich. Dennoch sind Kräuteröl oder Kräuterbutter sicherlich denkbar. Ich persönlich bevorzuge Schaumkraut vor allem als topping auf´s Butterbrot oder in fast allen Salaten.

  • made my day! Zur Verwechslung des Bärlauchs mit Maiglöckchen, die Bärlauchblätter haben einen richtigen Blattstiel und riechen beim Zerreiben nach Knoblauch. Immer Vorsicht beim Sammeln größerer Mengen; manchmal wachsen nämlich beide Pflanzen in vermischten Beständen.



    Wir wäre es mit Judasohr?

    Der Pilz wächst in den Wintermonaten an Ästen. Man findet ihn am leichtesten im Unterholz, an Tot- und Altholz von Holunderbüschen und manchmal anderem Weichholz. Meistens verschwindet er, sobald es wärmer wird, der Winter also zuende ist, aber in Perioden über dem Gefrierpunkt im Winter wächst er gut. Man erntet ihn am besten mit dem Messer und sammelt zwei, drei Teller voll zusammen, für eine direkte Zubereitung, bzw. halt mehr, wenn man ihn auch trocknen will.

    Die getrockneten Pilze sind aus der chinesischen Küche bekannt; dort wird ihre Eigenschaft genutzt, in einer Sauce oder Gemüsemischung den Geschmack der Würze in sich aufzunehmen, während sie in der Kombination durch ihre immer bißfeste Textur den Genuß physisch steigern können. Ein Champignon dagegen drängt sich immer durch seinen Eigengeschmack weiter in den Vordergrund und wird beim Kochen eher matschig. Das Judasohr muß also wirklich gekaut werden, ohne unangenehm zäh zu sein, und hat nicht allzu viel Eigengeschmack. Es schmeckt einfach irgendwie nach Pliz.

    Geht es ums Überleben, oder will man spontan was aus der Natur zubereiten, wenn man im Winter unterwegs ist, dann ist es das einfachste, das Judasohr in Wasser gar zu kochen. Denn gekocht wird es genießbar. So erzeugt man eine Mahlzeit, die vielleicht nicht lecker genug ist, um sich daran zu überfressen oder um die Reste zu streiten, die aber den Hunger stillt und durch die feste Textur den Eindruck einer vollwertigen Mahlzeit erweckt und einem so das tolle Gefühl gibt, sich mit seinen bushcraftskills wieder einen Tag weiter gerettet zu haben. Wenn man weiß, wo im Frühling immer der Bärlauch wächst, könnte man seine gekochten Pilze ja auch noch mit ein paar ausgegrabenen Zehen aufpeppen. Aber, wie schon gesagt keine natürlichen Vorkommen ausbeuten! Lieber mal für eine weitere Verbreitung sorgen, als eine Art Wild- Gärtner.


    Hier am Niederrhein mit seinen feuchten Auwäldern voller Holunder- Unterwuchs ist das Judasohr häufig anzutreffen. Pfifferlinge wachsen hier dagegen überhaupt nicht. Deswegen ein allgemeiner Tipp für Pilz- Neulinge: Findet, vielleicht mit Hilfe von kundigen Personen, heraus welche Pilze in eurer Umgebung gesammelt werden können und prägt euch die Jahreszeit, den typischen Standort und natürlich die Merkmale ein. Wenn ihr fünf, sechs eßbare Pilze eurer Heimat kennt, könnt ihr schon viel sammeln. Das ist viel zielführender, als Pilzbücher durchzublättern oder einfach mal spontan in den Wald zu rennen und alles nachzuschlagen. Am allerpraktischsten sind natürlich die häufigsten essbaren Pilze, die man in der passenden Jahreszeit dann auch tatsächlich findet. Dazu zähle ich das Judasohr. Ein gefundenes Fressen.

  • Das mit dem Bärlauch zur Identifikation zwischen den Fingern zerreiben macht man eigentlich nicht mehr, weil es gerade für Anfänger sehr verfänglich sein kann. Wenn du ein oder zwei Blätter Bärlauch zwischen den Fingern zerrieben hast, riechen diese den ganzen Tag nach Bärlauch. Wenn man direkt danach ein Stück Maiglöckchen zerreibt riechen die Finger trotzdem noch nach Bärlauch.

    Wenn man Bärlauch und Maiglöckchen mal nebeneinander gesehen hat, kann man sich schon ganz gut die Unterschiede beider Pflanzen einprägen. Auch die Haptik von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen ist ganz anders als bei Bärlauch.


    Nichts desto trotz, besten Dank für das Judasohr (was für ein Name?(). Ist zwar keine Pflanze aber dennoch ohne Zweifel sehr interessant. Zumal in der Jahreszeit sonst nicht viel wächst. Ich muss gestehen ich hab den noch nie probiert, weil der mich optisch nicht unbedingt anspricht, sieht halt echt etwas aus wie ein Ohr. Aber bei Gelegenheit werde ich das mal nachholen.

  • Die Knoblauchsrauke

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    Die Knoblauchsrauke haben sicher die meisten schon mal gesehen. Sie kommt recht häufig in Laubwäldern, insbesondere an Wegrändern, vor und bevorzugt nährstoffreiche feuchte Böden.


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    Knoblauchsrauken kommen oft in hoher Dichte vor, weswegen sie sich bestens als Grundlage für eine ordentliche Portion Salat eignen.

    Die haupt Sammelzeit für Knoblauchsrauken beginnt im April und reicht bis etwa Juni. Man kann die Pflanze auch bis in den Spätsommer hinein ernten, allerdings werden diese mit zunehmenden Alter immer holziger. Ab ca. Juli lassen sich auch die reifen Samen der Knoblauchsrauke sammeln, welche einen relativ scharfen Geschmack aufweisen und sicherlich, durch ihren Ölgehalt, auch recht nahrhaft sind. Allerdings ist das sammeln der kleinen Samenkörner mit hohem Aufwand verbunden.


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    Als klassischer Kreuzblütler, mit recht eindeutiger Wuchs- und Blattform, besteht bei der Knoblauchsrauke kaum eine nennenswerte Verwechslungsgefahr. Allerdings fällt die beste Sammelzeit für Knoblauchsrauken ziemlich genau in die Zeit in der auch die Zecken besonders aktiv sind. Überdies wachsen Knoblauchsrauken gerne in der typischen Hunde Pipihöhe an Wegen, weswegen man Knoblauchsrauken nach Möglichkeit vor dem Verzehr gut waschen und durchlesen sollte.

    ( Ich hatte letztens noch eine Zecke im Salat:manni)


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    Auch die Wurzeln der Knoblauchsrauke sind essbar, schmecken nach Rettich und sind von guter Größe. Allerdings sind die meisten Wurzeln leider derart holzig, dass sie kaum verwendbar sind.


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    Wie schon erwähnt, eignet sich die Knoblauchsrauke vor allem als Salat. Verwendet werden dabei die Blätter, welche einen leicht bitteren Geschmack mit Lauchnote haben, und die oberen ca. 10cm der Stiele, welche eher nach Rettich schmecken. Der restliche Stiel wird verworfen weil er von oben nach unten zunehmend holzig wird. Am besten schmeckt der Salat einfach mit etwas Öl und Salz. Wer möchte kann auch andere Zutaten wie Tomaten, Paprika oder Lauch unterheben. Knoblauchsrauke ist generell als Salat recht vielfältig einsetzbar und steht vielen Salatsorten aus dem Supermarkt in nichts nach.


    Leider beschränkt sich die Verwendung von Knoblauchsrauke auf den Rohverzehr. Als Spinat oder Gemüse gekocht schmeckt sie einfach nur sehr bescheiden, weil die Aromen zum kochen zu flüchtig sind. Ebenso verhält es sich mit dem trocknen, wobei ebenfalls der meiste Geschmack verloren geht.

  • Maispitzen

    Oder besser gesagt die jungen Triebe von Fichten oder Tannen gehören zu den ganz einfachen Dingen, welche man ohne große Kenntnis im Kräuter sammeln nutzen kann.


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    Während echte Tannen bei uns wohl nur sehr selten anzutreffen sind, ist der "Brotbaum" der Holzindustire immer noch omnipresent.

    Auch wenn trockene Sommer und Borkenkäfer inzwischen viele der alten Monokulturen dahingerafft haben, wird vielerorts trotzig weiter mit Fichte aufgeforstet.

    Eine genauere Beschreibung ,wo man Fichten findet und wie sie aussehen, spare ich mir an dieser Stelle einfach mal und verweise direkt auf die zahllosen Verwendungsmöglichkeiten, welche sich dem sammel wütigen Waldläufer bieten. Für die gepflegte Küche sind die, als Maispitzen bekannten, jungen Triebe am interessantesten, welche man im April und Mai sammeln kann.


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    Das pflücken ist etwas mühselig weil man meistens schon eine ganze Menge benötigt. Dafür ist es recht simpel zu erklären : Gepflückt wird einfach alles was hellgrün ist.


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    Die erste und einfachste Anwendung welche mir einfällt ist ein Tee, welcher einfach mit frischen Fichtentrieben aufgebrüht wird.

    Getrocknete gehen bei höherer Dosierung aber auch.


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    Des weiteren kann ich Hustensirup aus Fichtentrieben empfehlen. Dazu werden in einem großen Glasbehältnis schichtweise, eine Schicht Fichtentriebe mit ca. einem Finger breit Zucker überstreut. Hier zusammen mit Spitzwegerich.

    Das ganze stellt man dann für ein paar Wochen auf der Fensterbank in die Sonne, bis sich der Zucker verflüssigt hat und und die Inhaltsstoffe

    der Pflanzenteile im Zucker gelöst wurden. Wenn der Sirup eine dunkle Farbe angenommen hat, ist er bereit zur Verwendung.


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    Mein Favorit und etwas, dass man unbedingt mal probiert haben sollte, ist Maispitzen Gelee. Dazu füllt man Fichtentriebe in einen Topf und füllt soviel Wasser auf, dass diese gerade bedeckt sind. Darin werden die Fichtentriebe nun gekocht und über Nacht ziehen gelassen.

    Aus dem Sud siebt man die Fichtentriebe ab, gibt nach belieben Zitronensaft hinzu und Kocht diesen mit Gelierzucker ein. Neben Holunderblüten Gelee einer der besten süßen Brotaufstriche.


    Des weiteren kann man mit den Maispitzen auch Schnaps, Öl, Honig und vieles weiters aromatisieren. Wenn man keine Zitrone hat und einen fruchtig sauren Geschmack zum verfeinern von Speisen, wie z.B. Fisch benötigt geben Fichtentriebe auch einen adäquaten Ersatz ab.

    Über dies wird Extrakten aus Fichtentrieben auch eine Fülle an Heilanwendungen zugesprochen.


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    Wem das alles zu kompliziert ist, kann die Fichte oder besser ihr Harz auch ganz pragmatisch nutzen, und diese zum Feuer machen verwenden. Fichtenharz brennt sehr lange und intensiv, selbst unter feuchten Bedingungen und sollte in keinem Zunderbeutel fehlen.;)

  • Schöner Thread, mit nahe liegendem Thema.



    Der Aktualität halber möchte ich die Holunderblüte ins Rennen schicken, bei uns in Unterfranken ist sie in ca einer Woche soweit maßvoll beerntet zu werden. Ich habe mit meiner Frau vor langer Zeit ausgemacht von einem Strauch nie mehr als 15 Dolden zu ernten.


    Zur Anwendung fallen mir die klassischen Sirupvarianten ein, aber auch ausgebacken schmecken sie hervorrangend, auch lässt sich ein sehr leckeres Gelee daraus herstellen.


    Ein nettes Dessert auf Basis der Hollerblüte:


    Holler-Minz Creme


    5 Dolden vom Hollunder

    0,5l Milch

    10 Blättchen frische Minze

    Vanille nach Geschmack

    Gelatine, aufgrund der verschiedenen Angebotenen Varianten (ausreichend um 1,5L Flüssigkeit zu binden)

    Sahne 500ml

    Zucker


    Minze und Hollerblüten vorsichtig waschen, und über Nacht (ca 8Std.) in die Milch legen (ungeschnitten)

    Das Vanillemark auskratzen und nach geschmack der Milch beigeben, Sahne steif schlagen und Kühl stellen

    Gelatine einweichen (in kaltem Wasser) , in einem Stieltöpfchen auflösen, Milch in kleinen Dosen zugeben(vorher Blätter und Blüten entnehmen) dabei ständig rühren, die Gelatine muss vollständig gelöst sein. Die Milch kalt stellen (Eiswasserbad unter ständigen rühren)


    In die kalte Milch 1/3 der Sahne rühren, Die dünne Milch-Gelatine-Sahnemasse unter sachten rühren unter die restliche Sahne unterheben bis sich eine homogene Masse bildet.


    Kalt stellen, und stocken lassen.


    Das ganze mit etwas Müsli garniert genießen. Abwandlungen mit Joghurt, Kefir, Mascarpone (Dann als Tortenfüllung) möglich

  • Löwenzahn

    Heute gibt´s nochmal einen ganz großen Exoten. Mit viel Glück hat der eine oder andere schon mal von Löwenzahn gehört oder gar welchen zu Gesicht bekommen.


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    Das gelbe Zeugs da ist alles Löwenzahn und so trivial dieser Beitrag auch erscheinen mag; Wenn etwas in so großer Menge zur Verfügung steht,

    und dabei auch kaum verwechselt werden kann, schadet es nicht wenn man es zu nutzen weiß. Die einfachsten Dinge sind eben meist nicht die schlechtesten. Von einer genauere Beschreibung des Löwenzahn und dessen Vorkommen können wir, denke ich, auch an dieser Stelle Abstand nehmen.


    Vorab: Sicherlich ist Löwenzahn komplett essbar und es gibt Leute, welche die jungen Blätter als Salat propagandieren, allerdings sind Blätter und Wurzeln derart bitter, dass ich dies nicht gerne empfehlen möchte. Da gibt es wahrhaftig besseres.


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    Der mit großem Abstand schmackhafteste Teil der Pflanze sind die Blüten. Die Zeit der großen Löwenzahnblüte und somit die haupt Sammelzeit für eben diese ist, das Frühjahr von April bis Anfang Mai. Danach findet man die Blüten nur noch vereinzelt vor.


    Man kann die Blüten roh essen und sich damit den Salat optisch aufwerten, aber die aus meiner Sicht beste Verwendung ist der Löwenzahnsirup.


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    Für den Löwenzahnsirup benötigt man eine ordentlich Menge Löwenzahnblüten. Diese werden nach dem pflücken von allen grünen Pflanzenteilen, welche sich noch an der Blüte befinden, getrennt. Diese Arbeit ist leider etwas mühsam, macht sich aber bemerkbar. Je sauberer man die grünen Teile entfernt desto weniger bitter wird der Sirup am Ende.


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    Auf die Blüten kommt dann etwa die vier bis fünffache Menge Wasser (z.B. 100g Blüten = 400- 500ml Wasser) und nach belieben ein Paar Stücke Orange, Mandarine oder Zitrone.

    Dies wird nun zusammen aufgekocht und über Nacht ziehen gelassen.


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    Am nächsten Tag werden die Blüten und, in diesem Fall die Mandarinenscheiben, ausgesiebt und noch einmal von Hand ausgepresst.


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    Zu dem Sud wird nun der Zucker hinzugefügt. Die Mengenangaben variieren da etwas aber meiner Erfahrung nach kommt man mit einer eins zu eins Mischung ( z.B. 300ml Flüssigkeit = 300g Zucker) gut hin.


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    Das ganze wird nun gekocht bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.


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    Heiß abgefüllt hält sich das gewiss 100 Jahre;).


    Die hauptsächliche Verwendung findet Löwenzahnsirup bei mir als Soße für Pfannkuchen. Löwenzahnsirup ist dabei, zugegebener Maßen nicht ganz so lecker wie Ahornsirup, aber eben auch nicht viel schlechter. Man kann sich den Sirup auch wie Honig aufs Brot schmieren oder als Grundstoff für Grillmarinade verwenden.


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    Des weiteren interessant sind die Löwenzahnwurzeln welche als überaus ekelhafte Notnahrung oder aber als einigermaßen genießbarer Ersatzkaffee Verwendung finden können.



    Dazu sammelt man die Wurzeln der Pflanze, was sich beim Löwenzahn, teilweise als relativ schwierig erweist. Ich empfehle hierzu schweres Gerät.

    So ganz indigen, nur mit einem Grabstock ist das wirklich eine undankbare Arbeit.


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    Als nächstes werden die Wurzeln gründlich gewaschen und in möglichst gleichmäßige Stücke geschnitten.

    Diese lässt man wiederum etwas trocknen und röstet sie, unter ständigem rühren und schwenken, in einer Pfanne.


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    Die Stücke sind natürlich nie ganz gleichmäßig, weswegen das Röstergebnis nie perfekt ist. Wichtig ist nur das die Wurzelstücke nicht verbrennen. Mit etwas Fantasie kann man beim rösten aber schon einen "Kaffee ähnlichen" Duft wahrnehmen.


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    Nach dem rösten werden die Stücke gemahlen.


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    Heraus bekommt man einen "echten Landkaffee". Wer die auf Zichorie basierenden Ersatzkaffees, wie etwa Caro oder ähnliche, kennt

    kann sich den Geschmack in etwa vorstellen nur, dass hier die Malz und Getreide Anteile fehlen und der pure Löwenzahnkaffee somit wenig rund daherkommt. Generell sind Zichorie und Löwenzahn relativ eng verwand und schmecken auch gleichermaßen fies bitter, warum sich nun die gemeine Wegwarte bei den Ersatzkaffees, gegen den allgegenwärtigen Löwenzahn durchgesetzt hat, ist mir ein Rätzel.

    Der Löwenzahnkaffee kommt natürlich nicht an echten Kaffee heran, schmeckt aber auch nicht völlig schlecht und ist bestimmt auch gesünder. Löwenzahnkaffee "genießt" man am besten ohne Milch und Zucker oder nur mit wenig Zucker, sonst schmeckt´s irgendwann eher wie ein ganz komischer Tee.

  • Gundermann

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    Hier mal ein etwas weniger bekanntes, aber dennoch recht häufig anzutreffendes Kraut, aus der Familie der Lippenblütler - Den Gundermann.

    Anders als andere Gewürzpflanzen, welche in vorindustrieller Zeit noch eine gewisse Rolle gespielt haben, ist der Gundermann heute relativ in Vergessenheit geraten und hat nie den Sprung in die Kultivierung bzw. das Supermarktregal geschafft.


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    Gundermann findet sich relativ oft in den Typischen "Brennnessel Ecken" an Wegrändern und Lichtungen. Er bevorzugt feuchte nährstoffreiche Böden. Die Nische in der der Gundermann seinen Platz findet liegt da, wo es für andere Kräuter zu schattig ist, oder diese aus anderen Gründen im Wachstum gestört werden. Unter günstigen Bedingungen kann Gundermann recht große Kolonien bilden und ist somit auch leicht zu finden.


    Die beste Sammelzeit für Gundermann ist der Frühling bis Frühsommer während der Blütezeit. Wobei man die Pflanze aber eigentlich das ganze Jahr über verwenden kann. Über den Sommer werden die Pflanzenteile allerdings immer trockener und sterben im Herbst zunehmend ab, bis im Winter nur noch die Keimblätter überdauern, aus denen die Pflanze im nächsten Jahr neu austreibt.


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    Ganz typisch für alle Lippenblütler sind, die über Kreuz gegenständig angeordneten Blätter, der vierkantige Stiel, und die Typischen Lippenblüten. Auffällig beim Gundermann sind überdies die geriffelten Blattkanten.


    Leider verfügen viele einheimische Lippenblütler über sehr ähnliche Merkmale, was eine gewisse Verwechslungsgefahr mit sich bringt.

    Allerdings sind wirklich gefährlich giftige Lippenblütler bei uns wenig verbreitet. Im Gegensatz gehören sehr viele unserer Küchenkräuter wie zB. Oregano, Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut, Salbei, Minze und viele weitere zur Familie der Lippenblütler.


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    Verwendung in der Küche finden alle halbwegs grünen oberirdischen Pflanzenteile.


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    Gundermann dient bei mir in den meisten Fällen als eher mittelmäßiger Petersilie Ersatz. Gut verwenden lässt er sich vor allem in Rührei wenn man keine echte Petersilie da hat, oder auch auf Tomaten und diversen Salaten. Der Geschmack erinnert ,wie schon erwähnt, etwas an Petersilie ist aber weitaus weniger fein, mit einigen herb- bitteren Komponenten. Genau beschreiben kann ich das nicht, es ist schon was ganz eigenes.


    Wie alle Lippenblütler könnte man auch Gundermann trocknen und mit den meisten seiner Inhaltsstoffe konservieren, allerdings lohnt der Aufwand aufgrund der ständigen Verfügbarkeit an "Frischmaterial" und "besserer" käuflicher Küchenkräuter kaum.

    Wenn man allerdings im Wald sitzt und möchte für sein Rührei eine Priese frisches Kraut, ist man mit Gundermann ganz gut beraten.

  • Schwefelporling


    Ich möchte euch kurz meinen Namensvetter vorstellen, den Schwefelporling. Ein Baumpilz, den man in den Sommermonaten ernten kann. Er wurde mir selber damals in den Pyrenäen im Juni als erntereif vorgestellt; Anfang September im Zentralmassiv kam ich dann in eine Situation, wo ich auf einer längeren Wanderung nur noch wenig Vorräte hatte und mir dann tatsächlich eine Mahlzeit damit bereitete- war gut!

    Man findet den Pilz am Stamm meist von Eichen, aber auch Robinien oder Weiden werden als Wirte beschrieben. Charakteristisch ist jedenfalls die helle, gelblich weiße über schwefelgelbe bis orangene Farbe, und die Anordnung in "Schichten". Optisch scheint es sich um mehrere Fruchtkörper zu handeln, wie eine Kolonie von individuellen Baumpilzen. Der Laie ist vielleicht eher an das Bild einzelner, dicker brauner Baumpilze gewöhnt, wie beim Zunderschwamm, aber beim Schwefelporling überlappen sich eben mehrere dünnere Teile, mit gewelltem Rand. In der Regel reicht ein vorgefundener Pilz für eine Mahlzeit völlig aus, d.h. der Topf wird voll.

    Spannend ist, wenn man ihn einmal halbwegs zweifelsfrei bestimmt hat, nur noch die Ernte. Mein erstes Mal hatte was mit einem Taschenmesser, Isotape und einem langen Stock zu tun, beim letzten Mal mit unfotogener und allseits suspekter Stammerklimmung in einem vielbegangenen Stadtpark (Jagdmesser zwischen den Zähnen usw.).

    Einmal in der Küche oder am Feuer angekommen, ist der Rest Kür. Der Pilz wird in Wasser gar gekocht, was recht schnell geht, und kann dann entweder zum Stillen des Hungers sofort verzehrt werden oder wird weiter verarbeitet.

    Man könnte ihn vielleicht in Streifen schneiden und im Wok braten, er ist allerdings ein wenig bröcklig. Die gängigere Variante ist die Verarbeitung von größeren Stücken mit Panade zu einer Art Schnitzel- Imitat. Ich habe ihn dazu kürzlich im Urlaub in eine gepfefferte und gesalzene Milch-/Ei- Mischung getaucht, abgetropft, anschließend in Mehl gewälzt und dann halt gebraten.

    Schmeckt sogar noch kalt! Dabei ist er ähnlich mächtig wie ein echtes Schnitzel, und kommt ihm auch geschmacklich recht nahe. Ich mußte an Schweineschnitzel denken, allgemein wird der Geschmack aber meist als Hähnchen- ähnlich beschrieben.

    Überrascht eure veganen Partygäste beim selber Dönermachen doch mal mit einer gelborangen Fleischalternative!

    Im Wald beim survivaltraining könnt ihr euch nach dem Fund eines Schwefelporlings auf jeden Fall mal so richtig satt essen. Falls ihr die Ernte unbeschadet überstanden habt!

  • Ich vergaß zu erwähnen, daß die eigentlich angenehm bißfeste und fleischartig faserige Textur des Schwefelporlings ins Negative, Zähe, abdriften kann, je älter das Exemplar ist. Im Sommer kann man aber meistens genügend zarte, dann farblich oft hellere Partien des jeweiligen Fruchtkörpers ausmachen, so daß eine Mahlzeit zustande kommt. Man muß also manchmal die Ernte etwas sortieren.

    Der Geschmack des lediglich in kochendem Wasser gegarten, nicht weiter verfeinerten Pilzfleisches ist etwas weniger intensiv filetartig, wässriger, als das des anschließend gebratenen, aber auf jeden Fall lecker genug, um eine Portion davon am Stück zu verdrücken. Für mich persönlich ist daher das Panieren nur eine Option, wird aber meistens als die Zubereitungsart für den Pilz beschrieben. Im Urlaub hatte ich den Mehraufwand eher für die Kinder betrieben, um sie zum Probieren bewegen zu können. ;)