Waffenrecht

  • Hallo

    möchte echt kein Fass aufmachen oder unötige Diskussionen anstossen. Aber vielleicht hat der ein oder andere auch den Wunsch dass wir unserem Hobby zukünftig ebenso nachgehen können. (Und auch dass unsere Töchter straffrei mit Reizgas unterwegs sein könnnen)

    Das Problem liegt nicht beim führen von Messern sondern beim unsinnigen Gebrauch.


    Wenn ich mit meinen Vermutungen falsch liege sagt es mir gerne.

  • Hej hej.


    Also sollen die Gesetze so geändert werden, wie sie hier in Schweden sind.

    Das hilft allerdings auch nicht gegen alle Messerstechereien hier.

    Okej, hier werden auch Handgranaten verwendet. Die sind auch strafbar - glaube ich.


    *winks* Ted

    "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." (Ludwig Wittgenstein)

  • Hier die Antwort vom IM NRW:


    Sehr geehrter Herr Wildschwein,

    vielen Dank für Ihr Schreiben vom 26.02.2019, in dem Sie sich mit der Thematik „Keine Kriminalisierung von Taschenmessern“ befassen.

    Es ist richtig, dass die Ständige Konferenz der Innenminister und - senatoren der Länder (IMK) beschlossen hat, eine länderoffeneArbeitsgruppe zu dem Thema „Besserer Schutz vor Messerangriffen im öffentlichen Raum durch bundesweite Waffenverbotszonen“ einzurichten.

    Aufgabe dieser Arbeitsgruppe ist es, Vorschläge für eine Vereinheitlichung des Vorgehens beim Vollzug des Waffengesetzes in Bezug auf das Führen von Messern im öffentlichen Raum zu erarbeiten. Es ist davon auszugehen, dass die besondere Bedeutung der sehr weit verbreiteten Taschenmesser und die berechtigten Belang der Bevölkerung bei der Bewertung eines besseren Schutzes vor Messerangriffen im öffentlichen Raum die gebotene Berücksichtigung finden werden.

    Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe liegen jedoch noch nicht vor.

    Die gefühlt zunehmende Anzahl an Messerangriffen zeigt uns, dass wir mehr über die Anzahl, Tatbegehungen und Motive der Täter wissen müssen. Es ist wichtig, die Gefahr zu kennen, um genau zu wissen, wann und wo Messer zum Einsatz kommen. Daher ist es gut, dass sich die Innenministerkonferenz in Quedlinburg im Juni mit dem Thema befasst hat und auch eine bundesweit einheitliche statistischeErfassung von Messerangriffen auf den Weg gebracht hat.

    In NRW gehen wir noch einen Schritt weiter. Wir unterscheiden zusätzlich nach Hieb- und Stichwaffen und erfassen außerdem, beiwelchen Delikten ein Messer mitgeführt wurde. Eine nach den Richtlinien einheitliche Erfassung gewährleisten wir in NRW seit dem 1. Januar 2019.

    Mit freundlichen Grüßen

    Im Auftrag

  • Ich führe ein Taschenmesser mit mir, seit ich als Bub ein Schweizer Taschenmesser geschenkt bekommen habe. Getreu dem Motto "Jeder Bub hat ein Messer im Säckl". Naturgemäß fände ich so was blöd und ich mich in meiner Freiheit eingeschränkt.


    Ich habe mal Nachgeforscht. Die Rede ist von der "208. Sitzung der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder vom 06. bis 08.06.18 in Quedlinburg", konkret geht es um "TOP 34: Besserer Schutz vor Messerangriffen im öffentlichen Raum durch bundesweite Waffenverbotszonen".


    Ich habe jedenfalls mal mein MdB und den IM um Stellungnahme gebeten. Was solch eine Kriminalisierung von Alltagsgegenständen bringt sieht man ja in Großbritannien und dort speziell in London.

  • Wenn man sich als outdoor Enthusiast immer zu 100% an alle rechtlichen Spitzfindigkeiten halten würde, käme man ja kaum zu irgendwas. Hier muß man auf den Wegen bleiben, da soll man sein Zelt lieber auf dem Campingplatz aufschlagen, dort wiederum wäre ein Camp knife verpönt und man soll seine Planen- Eckstangen gefälligst mühsam mit nem kleinen Opinel absäbeln. Ich bin in Holland mit Zelten und Feuermachen vorsichtiger, weil es dort noch enger gesehen wird als hier, aber das heißt ja nicht, daß ich dort noch nie gratis gecampt hätte. Zum Angeln dagegen besorge ich mir generell meist eine Erlaubnis. Und wenn man per Flugzeug oder Zug Grenzen passiert, kann man oft schlecht eine Machete auf den Rucksack schnallen. Wir sind ja erwachsene Menschen, die Risiken abwägen, auch die Folgen ihres Tuns abschätzen und sich stets respektvoll und umsichtig gegenüber der Natur und der Allgemeinheit verhalten. Aber wer sich von irgendwelchen reaktionären Parteischranzen einfach die Luft zum Atmen nehmen läßt, ist irgendwie auch selber schuld. Und die Polizeibeamten wissen oft genauer als die "ganz hohen Tiere", wann sie den Richtigen erwischt haben und wann sie ein Auge zudrücken können.