• Hallo zusammen,


    bei den Waldspaziergängen kommen einem immer wieder Dinge unter die man nicht genau bestimmen kann und man stellt sich die Frage "Was ist das?".


    Dieses Thema soll dazu da sein Fragen zustellen und Antworten zu erhalten.


    Ich mache direkt mal den Anfang:


    Auf meiner Waldrunde kam mir gestern dieses Zeug gleich zwei mal an verschiedener Stelle unter. Ich vermute es sind Vogelausscheidungen, wobei mich die transparente Färbung wundert.


    Welche Beeren mögen es gewesen sein, die da gegessen wurden? Eibe?


    Anbei ein Foto mit Messer als Größenreferenz.

  • Lässt sich auch daran erkennen ob diese Ausscheidungen klebrig sind, die Strategie der Mistel ist, an der Kloake hängen zu bleiben und gezielt abgestreift zu werden, bzw bei solchen Ausscheideprozessen wo wenig bis nix am Vogel hängen bleibt, auf dem nächsten Zweig oder Ast hängen zu bleiben.

  • Ja, das war auch meine Vermutung. Ich habe im Herbst ein flüchtendes Mufflon genau an der Stelle gesehen. Ich war mir aber nicht sicher weil es so schnell ging und mir nicht bewusst war, dass es überhaupt Muffelwild bei uns gibt und ich das erst raus finden musste. Auch die Spuren waren nicht ganz leicht (für mich) zu lesen. Es gab paar gute und auch die hintereinander gesetzten "Doppeltritte" schienen mir darauf hinzuweisen.


    Eines Frage ich mich aber immer noch. Auf dem Bild 4 ist Blut zu sehen. Es gab noch eine zweite Stelle mit Blut und Urin. Ist das Schweiß eines flüchtigen Mufflon oder eine Verletzung aus einem Kampf (Paarungszeit)? Wahrscheinlich wird dies ein Rätsel bleiben.


    Nachtrag: Ich habe jetzt auch eine definitive visuelle Bestätigung. Ich habe eine ganze Herde Mufflons gesehen.

  • Kampfverletzungen aus den Brunftkämpfen können hier fast ausgeschlossen werden, wenn nicht der Windfang(Nase) gebrochen wurde ergeben sich kaum Möglichkeiten wie es zu einer offenen Wunde unter normalen Bedingungen kommen könnte. Da Muffel aber schon ohne Brunft extrem Schussfest sind und in der Brunft voller Adrenalin und Testosteron stecken, wäre auch ein Verkehrsunfall denkbar. Brunftige Widder gehen auch teilweise mit tödlichen Verletzungen noch einige hundert Meter mit dem Rudel ab, Ehe sie ins Wundbett gehen. Der genaue Hergang lässt sich aber anhand von vier Fotos nur mutmaßen.