Lager mit stabilem Dach

  • Hallo allerseits
    Letztes Wochenende haben wir begonnen ein kleines Lager zu bauen.
    Da es in unserem Wäldchen steht sprich nichts gegen eine etwas dauerhaft und aufwendige Konstruktion mit großen Balken ich hätte es gerne Wasserdicht und dachte an eine Teichfolie wo wir dann mit Erde abdecken und bewachsen lassen können.
    Hat jemand von euch Erfahrungen damit?
    Ein bisschen steht schon.

  • Um deine Frage zu beantworten: Ja, ich habe Erfahrungen damit.


    Ich bezweifle aber dass dir diese Antwort reicht.


    Deine Idee ist gut. Ich dachte zuerst an eine Laubhütte, aber das wird schwierig im Nadelwald.


    Im Grunde würde ich es so machen wie auf deinem Foto, allerdings würde ich hinten nicht bis auf den Boden gehen sondern höher bauen, damit der Dachwinkel nicht so steil ist und eine geschlossene Decke aus Dachbalken machen und darauf erst die Folie legen. Dann hält die Bepflanzung und rutscht nicht ab.


    Viel Spaß :tarp

  • Ahoi


    Da es dein eigenes Gelände ist und offensichtlich an Baumaterial kein Mangel herrscht würde ich es anders bauen.
    Nach einer Seite offene Tarpkonstruktionen mag ich persönlich ohnehin nicht,
    das mag bei einem kleinem Tageslager gehen aber selbst da bevorzuge ich die klassische Zeltform also "A" statt " / " .
    Ein kleines Tarp kannst du zur Not schnell umbauen wenn sich der Wind oder das Wetter dreht,
    bei so einer großen, dauerhaften Konstruktion ist das halt nicht möglich.
    Der Vorteil deiner offenen Konstruktion ist natürlich das du dort ein Feuerchen brennen lassen könntest,
    muss man sich ganz genau überlegen was man will / braucht.


    Oder vielleicht einen ganz anderen Ansatz ausprobieren?
    Wenn es ein Gelände ist bei dem Vandalismus nicht zu befürchten ist, dann würde ich mich vermutlich an einem Tipi oder Wikiup/Wigwam versuchen.
    ( Google mal nach Wikiup & Wigwam , das sind Grashütten die ua die Appachen gebaut haben,
    Material (Unterholz, "Gestrüpp", Gräser usw evt kannst du auch Grasmatten irgendwo abheben...) sollte sich in einem Mischwald eig finden.
    Und darann haben sich auch noch nicht so viele dran versucht ;-) )



    Davon abgesehen sieht das was du da baust ja erstmal nicht schlecht aus, musst vorallem schauen das es, gerade weil du so massives Holz verwendest,
    und da evt noch später Erde drüber soll, richtig "Bombensicher" steht.
    Unter den Bolen will ich nicht liegen wenn Sie runterfallen ^^ , aber das kann man ja beim bauen jederzeit ausprobieren,
    also ich würde drauf stehen können - wollen.


    Teichfolie halte ich für Zuviel des guten,so eine hohe Wassersäule wirst du niemals haben & die ist ja auch sauschwer& teuer.
    da genügt etwas dünneres zb die gebräuchlichen Gewebeplanen, evt auch Abdeckfolien.


    selber gebaut habe ich allerdings auch noch nichts in diesen Dimensionen.

  • Krupp, du sagst die richtigen Worte.


    Allerdings geht jede (Maler)Folie nach spätestens einem Vierteljahr in Brösel auf. Außerdem sind diese Folien lichtdurchlässig, was (Schimmel)Pilze besonders mögen. Teichfolie hält ewig, ist aber zu glatt und viel zu schwer, außerdem teuer. Daher bitte eine billige Gewebeplane zum Bau verwenden. Die hält mindestens 3 Jahre ohne zu gammeln, ist ausreichend dicht und hat feste Ösen dran. Diese Ösen kann man sehr schön zum Verspannen nehmen (Äste an den Tragestämmen, festbinden...). Die Bodennähe macht einer Gewebeplane nix aus, lediglich dauerhafter Bodenkontakt ist materialzerfressend.


    Bei sehr steilem Dach sind zahlreiche Querverstrebungen (waagerechte Hölzer) Pflicht. Dann hält auch aufgelegtes Pflanzenmaterial sehr gut. Nadelbäume sind zu Beginn sehr gut, jedoch fallen eben die Nadeln schnell ab. Besonder bei der Kiefer. Wenn vorhanden sollte man Tanne wählen oder Eibe.


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • was mir gerade noch auffällt, hatte ich vorhin übersehen,
    das mit der Schnur und den senkrechten Stützen wird auf Dauer nicht halten.
    Mach das schräg & hau ein paar Kerben rein, denke an Lego ^^ ( sry bin schwer besoffen aber ein besserer Vergleich fällt mir grad nicht ein),
    aber der dünne Faden da an dem senkrechten Stützbalken ist schon ein wenig creepy,
    und bau / denke nicht zu groß... dann lieber 2-3 kleinere Experimente bevor du dich an einer dauerhaften Konstruktion versuchst.
    auf jedenfall viel Spass Euch beiden, darum geht es ja letztlich....


    :-)

  • Hallo


    die bäume stehen ja recht eng, nur so als Idee, evt könnte man dann auch nach allen 4 seiten schräge Tarps bauen und hätte in der mitte eine nach oben offene Feuerstelle.


    Den Gedanken solltest Du vielleicht übernehmen gatretso.
    Oder schau mal beim Kaffee Caos Uwe oder Suvival Lilli auf Youtube vorbei.


    Aber warum baut ihr so nahe am Weg ? Ich sehe auf dem einen Bild ein Auto stehen.


    LG

    Ein Baum der fällt macht mehr Lärm, als ein ganzer Wald der wächst.

  • Toll, wenn man solche Möglichkeiten hat! Wollte noch anmerken, für Gemütlichkeit bei schlechtem Wetter ist nicht nur ein Dach sinnvoll, sondern auch ein Windschutz. Dann kann man auch am Feuer sitzen, ohne allzu sehr von Funken und Rauch gestört zu werden. Um bequem ein- und ausgehen zu können, und sich innen nicht wie ein Stubenhocker zu fühlen, würde ich dazu lediglich an drei Seiten eine Art Mauer errichten, und die vierte Seite offen lassen. Die Mauer muß ja nicht mit dem Dach verbunden sein, sondern kann auch außerhalb stehen. Dann wäre sie natürlich entsprechend länger. Klassisch wäre hier eine doppelte Reihe Pfosten (bzw. eingeschlagene Stämmchen), die oben verbunden sind und zwischen die Reisigbündel gesteckt werden, das ganze etwa mannshoch. Auch feste "Reflektoren" für die Feuerwärme, vermutlich aus geraden Knüppeln, wären eine Idee.
    An meinem Angel- Ufer hatte ich den Flechtzaun eigentlich nur als Sichtschutz zur Landstraße errichtet, aber gleichzeitig schafft er eine windberuhigte Zone für den Lagerfeuerplatz (Zaun liegt im Westen), was in der kühlen Jahreszeit wirklich etwas ausmacht!