Das kleine Rote für unterwegs, ein EDC Rucksack (oder so)

  • Ob es nun sinnvoll ist oder nicht, oder ob es richtig oder falsch gepackt ist, keine Ahnung,
    aber hier zeige ich euch mal meinen kleinen Notfallrucksack.
    Zu diesem Thema hätte ich so wie so gerne mal eure Meinung gehört.
    Wie seht ihr die Notwendigkeit einen ,,Fluchtrucksack" oder ein ,,EDC" zu besitzen, was gehört da eurer Meinung nach rein ?
    Oder haltet ihr es für unnötiges Preppergehabe :confused
    Heutzutage wird ja in vielen Medien das korrekte packen eines sogenannten Every-Day-Carry gezeigt und empfohlen, und ohne jetzt mit dem Finger auf jemanden zeigen zu wollen, sind die meisten Beiträge dazu aus den USA, wo es vollkommen normal scheint auch schwere Artillerie reinzupacken.


    Ein vertretbares Mittelmaß aus Nützlichen Utensilien, und einer gewissen Vorbereitung für durchaus reelle Situationen macht meines Erachtens einen Notfallrucksack unter gewissen Umständen zu einem brauchbaren Hilfsmittel.


    Der Grundgedanke beim packen liegt bei mir ganz klar auf Alltagssituationen, wie z.B Unvorhersehbarer längerer Aufenthalt an einem Ort durch Panne, Stau, oder dem einfach mal länger vor Ort bleiben wollen. Wer zum Beispiel bei den Wetter Kapriolen der letzten Wochen eine längere Zeit im Stau verbringen musste (5 Stunden aufwärts) konnte sich glücklich schätzen wenn das Rote Kreuz zwischenzeitlich schon Tee und Decken verteilt. Bleibt dies aber aus und es besteht die Möglichkeit sich zwischen den LKWs einzureihen kann man sich während dieser Zeit im Windschatten der 40 Tonner zumindest einen Tee kochen oder ein EPA warm machen. Unter LKW Fahrern ist es vollkommen normal das zumindest viele in dieser Zeit auch mal ihren Gaskocher auspacken und die ungeplante Pause zum kochen nutzen.


    Und damit komme ich auch schon zu dem Szenario für das ich dieses Set zusammengestellt hab.


    -Rucksack 10L
    -Flasche 0,75l
    -Taschentücher
    -1 Ration NRG5
    -1Pck Panzerplatten
    -Messer groß
    -Messer klappbar
    -Besteck
    -Hygieneset
    -Traubenzucker
    -Esbitkocher
    -Kohlesticks
    -Feuerzeug
    -Magnesiumstab
    -Einwegponcho
    -Zweckentfremdete Mappe für Sbirolinos


    Was noch fehlt:
    Chlortabletten, Einwegschlafsack, frische bestandteile wie Nüsse, Militärschokolade, Tee, EPA, Decken


    Dieses ganze Set ist einzig und allein dafür da bei gemäßigter Temperatur eine oder Zwei Nächte im Auto übernachten zu können ohne am nächsten morgen wie Robinson Crusoe auszusehen. Es ist lediglich ein Mittel zum Zweck nicht alles in Fremdleistung zu erhalten, also nicht wie andere auf Nahrung und Tee warten zu müssen sondern eigeninitiativ werden zu können. Desweiteren ist es mir möglich diesen kleinen Rucksack in einem Stauraum im Kofferraum unterzubringen, er bleibt durch seine kleinen Dimensionen klein genug um nicht zu behindern.


    In diesem Sinne gerne Kritik, Lob, Anregungen, Fragen an mich oder einfach ignorieren.
    MFG
    Der Blumenstein

  • Ich sehe da auf den Bildern mindestens 3 Messer...das ist mindestens eins zuviel. Für den Platz würd ich eher nochmal Kaffeesticks oder Esbittabletten einplanen...oder noch ein Feuerzeug...

  • Also EDC - ist ja immer dabei.
    Immer am Mann kleines Blöcken - Stift
    Petzl E-Lite Kopflampe
    Mini Erste-Hilfe-Beutel
    Tempo-Taschentücher
    Victorinox Huntsman
    Feuerzeug


    Dann habe ich meinen Tagesrucksack immer gepackt - also nicht immer dabei - aber daheim griffbereit gepackt - wenn ich raus will kann es gleich losgehen.
    Allerdings so etwas über 20 Liter haben meine Daypacks
    da ist dann zusätzlich zum erste Hilfe Pack - noch ein Dreieckstuch, eine Rettungsdecke, Octanisept und ein Verbandspäckchen drin.
    GSI Solist Kochset mit Titan-Gaskocher und Gaskartusche
    Fertigmahlzeiten - Suppe - Kaffee - Tee
    Exped Poncho
    Klappsäge
    Messer
    Toilettenpapier - gefaltet im Zip-Beutel
    Dreck-Sack zum Müll einpacken
    große Mülltüten.
    Lederhandschuhe
    Sitzkissen
    Wasserflasche



    Im Auto habe ich dann noch mehr -
    Baumarktplane - Schlafsack - Victorinox Recxscue - Wasser - Spaten und vieles mehr - Klapptisch - Klappstuhl (beides sehr keline zusammenpackbar)

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Einen oder zwei Tage im Auto...


    Was haben wir?
    Wir haben eine wetterfeste Behausung, windsicher, regensicher, eigentlich frostfrei.


    Was brauchen wir?
    In erster Linie Benzin (Diesel) und Trinkwasser. Also muß im Auto ein voller (!) Reservekanister stehen, 5 Liter reichen eine Weile. Je nach Personen im Auto muß Wasser da sein, 2 Liter pro Nase und Tag. Wärmende Decken finden auf dem Rücksitz Platz. Sanitätszeugs ist eh Pflicht und hat bereits im Auto zu sein. Den kleinen Sanikasten mit Pflichtinhalt kann man ja aufstocken (Traubenzucker, Tampons, Tabletten, Papiertaschentücher, Zahnpflege...)


    Zusatzausstattung...
    Futter, je nach persönlichen Vorlieben, so extrem viel braucht man nicht. Fertig geschmierte Brötchen sind immer gut. Dazu rohe Möhren, da hat man Vitamine, hat ne Weile dran zu kauen, die schmecken und machen schon ganz gut satt. Spielzeug für die Kinder ist nicht schlecht (Malzeug, Würfelspiel...). Der Kocher zum Warmmachen vom Süppchen oder Tee/Kaffee muß nicht sein, wenn eben noch Platz ist, dann ok. Der genannte Drecksack kann eine ausgediente Einkaufstüte sein. Was sehr viel Ärger erspart ist eine Möglichkeit für unterwegs zum Pullern. Für die Jungs eine Weithalsflasche, für die Mädels, na ja... gibts auch was. Besonders mit Kindern spart das extrem viel Gequengel.


    Und eben dann noch das, was man für unentbehrlich hält. So das Kuscheltier für die Kleinen, Nackenkissen zum Pennen (wer das mag), Ladeadapter fürs Handy, vielleicht ein Messer, ein Schirm (wenn die Dame des Hauses mal hintern Busch muß und es regnet), Handschuhe für schmutzige Arbeiten am Auto (Radwechsel). Letztendlich ist man ja nicht ganz allein in der Wüste und hunderte Kilometer drumrum kein Mensch :)


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Ich gehe auch nicht von einem absoluten Kampf um Leben und Tot aus ! Ich erweitere einfach meine Komfortzone um die Möglichkeit mir auch wenn es mal spät wird dennoch eine kleine warme Mahlzeit zubereiten zu können. Was das dritte Messer angeht muss ich sagen das ich immer das Mittel der geringsten Provokation wähle. Sicher lässt sich ein Apfel oder ein Stück Käse auch mit den größeren Messern schneiden, aber wenn ich unterwegs bin und mit meiner Frau vesper, kommt es nicht selten dazu, das wir doch etwas seltsam beäugt werden, was in der Regel an meinen leidenschaftlich genutzten Jagdmessern liegt. Mancher Zeitgenosse stört sich einfach daran das es jemand im direkten Umfeld gibt der ungeniert ein Messer zieht :messer . Und je größer die Klinge desto seltsamer :skeptisch die Reaktion
    (Diese Erfahrung mache ich regelmäßig bei den Mittagspausen im Wald)


    MFG


    Der Blumenstein