Planung Wintertouren 2016/17 - Eure Überlegungen, Tourenziele & Equipment?

  • Der Winter 2016/17 steht ja vor der Türe und wenn auch dies für einige eine etwas ruhigere Zeit in Bezug auf Outdooraktivitäten bedeutet, so gibt es durchaus Leute die auch bei Schmuddelwetter, Kälte, Schnee und Eis draussen aktiv sind und die eine oder andere Wanderung, Tour oder anspruchsvollere Unternehmung angehen. Meine Frage an Euch: Welche Aktionen, Reise- oder Tourziele habt Ihr für diesen Winter eingeplant und was habt Ihr so auf dem Radar?


    Die kältere Jahreshälfte bedingt natürlich auch verkürzte Tageslänge od. verminderte Streckenleistungen infolge Schnee, Matsch, etc. Wie lässt Ihr diese Umstände in Eure Planungen einfließen? Benutzt Ihr für den Transport z.B. Akia, Motorschlitten, größeren Ruck etc. und nehmt ihr event. Ski, Schneeschuhe mit oder braust ihr gar mit Hundegespann durch den Winterwald? Welche zusätzlichen Punkte berücksichtigt Ihr bei der Planung Eurer Wintertouren? Passt Ihr Ausrüstung speziell an, pimpt Ihr Euer (Sommer-) od. 3-Jahreszeitengear und macht es so wintertauglich? Kauft Ihr fehlendes hinzu oder stattet Ihr Euch komplett neu aus, vielleicht für eine längere Tour? Bereitet Ihr Euch durch spezielles körperliches Training auf Wintertouren vor oder absolviert Ihr (kürzere) Trainingstouren, oder ähnliches?


    Über Input jeglicher Art würde ich mich freuen und vielleicht kommt ja der eine oder andere auf Tourenziele die er bis dato noch nicht kannte ...

    --------------------------------------------------------------------------
    Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
    ---------------------------------------------------------------------------
    'Bushcraft' ist eine eingetragene Schutzmarke von Bushcraft USA LLC

  • Hallo an Alle,


    wie plane ich meine Wintertouren?! Zuerst einmal muss ich feststellen, dass der Winter bei uns im Norden (Ostseeküste / Rostock) seit mehreren Jahren ziemlich mild ist. Wenn wir mal 2 Wochen am Stück unter 0C° haben und dazu noch Schnee liegt, dann ist das schon fast Ausnahmezustand hier oben. Der Winter hier ist ehr ein matschiger, windiger und feuchter Zeitgenosse. Dadurch, dass die Temperaturen nicht sooo stark fallen, muss ich mein Gerödel auch kaum Umstellen. Der Gaskocher tut´s bei - 2C° noch gut und in den Schlafsack packe ich eine Fleecedecke (die ganz günstigen aus dem IKEA) mit rein.


    Wie ich so drüber nachdenke.....aus der kurzen Hose wird eine lange und über das Nicki kommt ein Pullover und eine Jacke. :)
    Achso, die Stiefel bekommen eine Extraportion Fett vorm losgehen.


    Zu einer - mir liebgewordenen - Tradition ist es geworden, dass ich meinen Geburtstag draußen feier. Ich habe im Januar Geburtstag.
    In der Regel schreibe ich eine Rundmail und warte dann auf Rückmeldung von den Kumpels. Oft fühlen sich die meisten nicht richtig ausgerüstet dafür. SO bleibt es oft bei einer kleinen Runde mit 2-3 Leuten. Aber meinen Geburtstag kann ich mir fast nicht mehr anders vorstellen, als mit Freunden am "Laberfeuer" zu sitzen unddas Einfach leben zu genießen.


    by me :winken

    Pädagogik ist wie Politik.
    Da kann man drüber streiten.

    Edited 4 times, last by Biwakfreak ().

  • Da kann ich dir nur zustimmen. Ich machs nicht anders als du. Als Zusatzausrüstung wären bei mir noch die Gamaschen und der Poncho, vielleicht bissel kräftigeres Futter. Dafür braucht man nicht ganz so viel Wasser mitzuschleppen. Man braucht wenns kalt ist eben nicht so viel zum Rausschwitzen. Trotzdem sinds mindestens 1,5 Liter/Tag. Warme Pennsocken sind nicht zu verachten und ne schöne warme Mütze.


    Ich tue mir Dauerfrost nicht unbedingt an. Nachts kanns gerne -5°C oder so werden. Und Dauerregen ist auch nicht schön, aber erträglich für wenige Tage. Bin ja zum Vergnügen draussen und nicht auf der Flucht.


    Worauf ich natürlich im Vorfeld achte, das ist die Tourplanung selbst (bei mir Elbsandsteingebirge). Auf dem Felsen rumklettern bei Frost ist verboten und nebenbei auch echt gefährlich. Ebenso können die kleinen Wege vereist sein, was auch nicht grade sicher ist (manchmal gehts daneben richtig schön senkrecht runter). Ich gehe auch in Höhlen, jedoch sind manche davon Quartiere für Fledermäuse, also tabu. Und für viele Stiegen gilt dasselbe wie für die kleinen Wege: da streut keiner! Und unterm Schnee kann Eis sein, ist ne tödliche Falle!


    Auch schadet es nicht, sich bei seiner Liebsten zu Hause vormittags und abends zu melden, oder sms... Ich bin allein unterwegs, wenn was passiert sein sollte, so weiß sie wenigstens ungefähr wo ich bin. Oder rumliege :unschuld
    Denn wenn wirklich was passiert, so ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kein Funknetz erreichbar. Ich habe eben die Vereinbarung mit ihr, sollte ich 2 Stunden überfällig sein, das sie mich zu erreichen versucht. Klappts nicht, geht der Notruf ab. War aber bisher nie notwendig.


    Mir fällt grade noch ein...
    Eine Ersatztaschenlampe (am besten eine Kopflampe) sollte nicht fehlen, nebst Zusatzladung Batterien (reichlich mitnehmen). Auch eine LED kann kaputtgehen. Und im Winter ist es nun mal lange finster.


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

    [/size]

    Edited 6 times, last by Sel ().

  • Du hast im Elbsandsteingebirge natürlich noch mit ganz anderen Bedingungen zu kämpfen. Bei mir ist es so flach...ich seh heute schon wer morgen kommt :lol .


    Bei den Meldungen an die "Daheimgebliebenen" stimme ich dir zu. Machen wir genauso. Ist aber im Grunde das ganze Jahr so. Ersatzlampe hab ich auch immer dabei. Im Grunde gehe ich immer mit zu viel los. Müsste mir schon explizit vornehmen wenig mitzunehmen. Bin halt gern auf alles vorbereitet.

  • Wintertouren sind bei mir üblicherweise 2-3 Tagestouren m. 1 bis max. 2 Übernachtungen. Tagesausflüge mit kurzen Wanderungen oder Spaziergängen zähle ich mal nicht als 'Tour' perse, sind aber meine häufigsten Winteraktivitäten.
    Ich schleppe meine Biwakausrüstung in einem großvolumigen Rucksack mit. Mit der Anschaffung eines Pulkaschlitten hadere ich etwas, auf Grund der schneearmen Winter ist die Einsatzmöglichkeit eines solchen Teiles eher beschränkt und es stellt sich die Kosten/Nutzenfrage für mich. Bin aber ab und an mit Schneeschuhen oder etwas breiteren Langlaufskieren unterwegs was die Fortbewegung im Schnee schon mal sehr vereinfacht.


    Neben einer Standardübernachtung in einem schneetauglichen Winterzelt hab ich aktuell folgendes auf meinem Radar:
    1/ Übernachtung in einer selbstgebauten Schneehöhle - hab ich schon lang nicht mehr gemacht da die Schneehöhe dies in den letzten Wintern kaum zulies, mal schauen obs diesen Winter genug Schnee hat
    2/ Hängemattenbiwak im Schnee - eher als Testlauf gedacht, da nicht meine bevorzugte Variante eines Winterbiwaks
    3/ Div. Kurztrips mit Langlaufskiern oder Schneeschuhen
    4/ ...

    --------------------------------------------------------------------------
    Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
    ---------------------------------------------------------------------------
    'Bushcraft' ist eine eingetragene Schutzmarke von Bushcraft USA LLC