Griffstück zum Feuerbohren

  • Handstück zum Feuerbohren ......


    wer den Bowdrill beherscht widmet sich immer am Ende dem Handstück/Wiederlager , dieses hält nicht ewig da sich die Spindeln irgendwann durchbohen!! da hab ich mir ein ergonomisches Handstück aus Esche in der Form einer Logitech-Maus (Performance`MX) geschnitzt und als Lager eine Edelstahl-Hutmutter M12 eingesetzt bei der ich zuvor das Gewinde mit ø13,5 ausgebohrt habe , das Teil funktioniert prima !!wer es nachbauen möchte benötigt folgende Sachen :


    Stirnholz Hasel oder Esche ca. ø60mm (trocken) und 30mm hoch, 1 Hutmutter M12 aus Edelstahl, Messer zum schnitzen, eine Holzraspel, Schleifpapier K80 und K240 , wenn vorhanden eine Bohrmaschine mit Bohrer für Stahl ø13,5 und ø19mm für Holz und Leinöl oder Möbelwachs


    das Holz entrinden. den Handballen und die Fingermulden anzeichnen und grob herausarbeiten, immer wieder "probegreifen" und solange schnitzen bis das Teil satt in der Hand liegt danach solange ,wie es einem gefällt ,die Oberfläche mit der Raspel und/oder dem Schleifpapier finishen. auf der Unterseite die Bohrung festlegen und mit einem ø19mm Bohrer 25mm tief bohren. Das Gewinde aus der Hutmutter rausbohren , wer keine passende Bohrmaschine hat , einfach in einer Werkstatt/Schlosserei nachfragen ob Sie das teil ausbohren könnten. bevor die Hutmutter vorsichtig eingeklopft/gepresst wird, etwas 2K-Klebstoff in die Bohrung vom Holz füllen dass die Mutter ewig drin hält , falls das Holz weiter schrumpfen sollte. wenn die Mutter eingesetzt ist, das ganze Griffstück mit Leinöl oder Möbelwachs behandeln damit Ihr ewig dran Freude habt und das Feuerbohren sehr viel leichter geht da sich die Reibung oben minimalisiert hat und wenn ihr noch schmieren wollt , einfach einen Sonnenblumenkern in die Mutter oder ein stück Speckschwarte dann läufts wie geschmiert !!!!!


    viel Spaß damit


    korrosiv !!!!!

  • Nette Idee;



    Noch effektiver wäre ein kleines Kugellager an Stelle der Hutmutter einzusetzen. Irgendwo hab ich sowas schon mal gesehen.


    Leider habe ich bei sowas immer den Hintergedanken zu bescheissen oder anders ausgedrückt: Es fühlt sich falsch an, etwas wie einen Bowdrill mit "Hightech" Komponenten zu benutzen. Da könnte man auch gleich das Feuerzeug nehmen.


    Soll aber keine böse gemeinte Kritik sein, sondern nur meine persönlich Auffassung. Um es "natürlich" zu halten wäre ein Handstück aus Stein oder einer stabilen Muschelschale eventuell auch in betracht zu ziehen.

  • hi back ! das sehe ich auch nicht als Kritik


    Kugellager hab ich sehr wohl probiert z.B. mit einer alten Skaterrolle ,die ist aber nach 10 x Bohren in ihre Einzelteile zerbröselt weil RIKULA und kein SCHRÄKULA ...das Griffstück hat mehrere Vorteile gegenüber dem zitierten Feuerzeug ! es wird nicht "leer" wie ein Feuerzeug , auch kann ich es ins Wasser werfen , es schwimmt sogar (in Milch muss ich noch probieren) und kann danach wie mit einem Firesteel damit Feuer machen und sogar Nüsse damit knacken !!!!!, fast schon ein Multitool wenn es sich für Dich sich "falsch" anfühlt so sei es Dir gegönnt auf deine Art Wohlbehagen zu erzeugen, mir geht´s primär darum effektiv Feuer machen zu können und warum nicht mit dem Teil? die Spindel, das Brett und den Bogen erstelle ich mir vor Ort. Es ist für mich ein funktionierendes, simpel herzustellendes "MYOG" das mir das Feuer machen draußen sehr erleichtert auch wenn's in deinen Augen "Hightech" ist! ich hab z.B. auch ein gutes industriell gefertigtes Messer und keinen Faustkeil dabei und ich bin mir sicher " jeder Neandertaler würd mich durch die Wälder jagen um an das "FeuFeu-Teil" zu kommen ...... ich zwinge niemanden zu bescheißen und hoffe Du verstehst mich "richtig"....... :bulb

  • Ich finds irgendwie absurd, sich n Griffstück für den Bowdrill zu bauen. Vorallem wenn dabei Materialien zum Einsatz kommen, die nicht in der Natur erhältlich sind. Die Idee dahinter (zumindest wenn man es aus bushcraft Sicht sieht) ist doch, mit wenig Hilfsmitteln draußen klar zu kommen und im Notfall auch nur mit nem Messer bewaffnet ein Feuer in Gang zu kriegen.
    Wenn ich ein Griffstück mit Kugellager mitschleppe kann ich für's gleiche Gewicht auch 3 BICs mitnehmen, oder? :confused

  • Man findet fast immer einen geeigneten Stein, der als Griffstück dienen kann. Oder man nimmt eben einen solchen Stein mit. Außen flach abgerundet, innen mit einer passenden "Delle" für den Bohrstock. Natürlich kann man sich diese "Delle" einmalig selbst meiseln oder schleifen. Ein Stein ist fast unkaputtbar und als Schlagwerkzeug verwendbar.


    Nimmt man als Material Feuerstein (mit einer scharfen Kante dran) so hat man eine alternative Funkenquelle. Selbst als Klingenersatz ist so eine scharfe Steinkante geeignet. Da die Bearbeitung dieses harten Steins sehr schwer ist (wegen der "Delle"), als "Hühnergötter" liegen die Steine am Meer rum, sogar mit fertiger "Delle". Man muß nur etwas suchen.


    Natürlich kommt so ein Stein schnell auf 100 Gramm oder bissel mehr. Wer auf jedes Gramm bedacht ist, für den ist solch ein Werkzeug ungeeignet, klar.


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

    [/size]

  • Feuerstein ist hier unten im Allgäu absolut keine natürliche Option !! da das Meer bzw. Strand wo die rumliegen , ca. 1000 km weit weg ist!! wäre also eine Gesamtstrecke von 2000 km nur wegen Feuer bohren??? ein BIC wiegt genau 16,6 Gramm (gem. Hersteller) , das Griffstück bringt 18 Gramm auf die Waage , es hat "kein" Kugellager drin ! es ist auch kein Problem dass alles was ich zum Bowdrill brauche , draußen finde und auch einsetzten kann, ich hab einiges probiert auch Muscheln , sogar mit leeren Patronenhülsen ! der "Sepp Waldhandwerk" z.B. benutz "Geld" zum Feuerbohren in dem er mit einer Stahlkugel eine Münze zu einer Halbschale verformt hat und als Gegenlager in einem Stück Holz zur Reibungsverminderung der Spindel verwendet , ich hab mir das Griffstück gemacht um nicht "meine" Zeit mit der Suche nach Steinen, Muscheln oder anderen brauchbaren Naturstoffen für ein Griffstück zu verschwenden.........aber wieso einfach wenn´s auch umständlich geht :bulb :lagerfeuer

  • @ korrosiv


    Beim Anhänger und dem Obersten mit dem Steinbohrer,
    die anderen hab ich so gefunden.


    du hast wünsche :)


    150g Der Schwerste( oberste)
    125 mit mehreren Löchern
    45g der rötliche
    50g Anhänger
    15 der Kleinste, Sehr schwer zu Handhaben.



    Gruss adi

  • Stein ist super toll - aber den muss man dann auch mitnehmen - das Problem ist halt wirklich etwas zu finden und das Griffstück ist halt sehr wichtig - wir haben das im Hunsrück mit verschiedenen Griffstücken gemacht.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • @ outdoorfriend


    Hab auch schon mit einem Stein in einem anderen eine Vertiefung geschlagen, dauert halt ein bisschen.
    Ein Stein Druckstück ist dann beim Feuerbohren weniger anstrengend als mit einem Holz Druckstück und
    auch viel haltbarer.
    Letztlich nehme ich auch das was ich am leichtesten finden oder herstellen kann.
    Erst wenn ich übrige zeit und Energie hätte wird das Material optimiert.