Elk Ridge - Machete 523B oder Kukri-Messer von United Cutlery ?

  • UNITED CUTLERY Kukri Machete USMC DESERT SAND


    Klingenmaterial: rostfreier Stahl 3Cr13
    Griffmaterial: G10
    Gesamtlänge: ca. 43,2 cm
    Klingenlänge: ca. 29,2 cm
    Inkl. Nylonscheide



    Elk Ridge - Machete 523B
    Ein weitere Machete mit Recurve-Klinge von Elk Ridge finde ich ebenfalls sehr interessant.



    Gesamtlänge: 50 cm
    Klingenlänge: 33 cm
    Klingenstärke: 3 mm
    Klingenform: Drop-Point-Recurve-Klinge


    Stahl: 440
    Griffmaterial:Nylonfaser
    Scheide: Nylon


    Beide Werkzeuge machen einen soliden Eindruck auf mich. Sie sind preislich für mich in Ordnung. Des Weiteren soll eines davon als Beilersatz dienen. Ich damit keine grossen Bäume fällen, sondern lediglich Feuerholz zerkleinern/spalten und die Äste für einen Unterschlupf/Unterstand bearbeiten.
    Wer kann mir etwas über die Scnitthaltigkeit der Stähle sagen? Hat jemand von euch eines dieser Werkzeuge und wenn ja, bist du mit dem Kukri/derMachete zufrieden ? Positiv: beide Teile sind rostfrei.


    Welches würdet ihr mir empfehlen?

    Liberum est cor tuum - sequi aude! - "Dein Herz ist frei, habe den Mut ihm zu folgen!"

  • Hallo,


    ich habe solche Arbeiten schon mit einer normalen Machete erledigt und mit einem nepalesischen Kukuri, und habe dabei festgestellt, dass diese Werkzeuge meines erachtens nicht für solche Arbeiten taugen, da bist du mit einem ordentlichen Messer und einem kleinen Beil bedeutend besser ausgestattet, zumindest meines Erachtens.



    Bezieht ich jetzt zwar eigentlich nicht auf deine Frage, aber wollte mal meine Meinung dazu sagen :D



    Am Ende ist es deine Entscheidung :daumen

  • Sieht für mich beides nach völligem billig Schrott aus, sorry.
    440er Stahl kann was taugen wenn er gut gehärtet ist. Ist bei so billig Zeugs leider selten der Fall.


    N gutes Kukri ist okay als allrounder, kann aber keines der 3 spezialisierten Werkezeuge (Messer zum schneiden, Axt zum Holzhacken, Machete zum freischlagen) wirklich toll ersetzen. Als Haumesser um kleine Bäume zu fällen ist es gut, zum Brennholz spalten aufgrund der gebogenen Klingenform schon wieder nicht so ideal.


    Würde dir auch zu nem Messer und kleinen Beil raten, bzw. wenns dir nur ums Feuerholz draußen geht reicht sogar nur ein Messer und Totholz. Ein Beil ist das Mehrgewicht, dass du mitträgst nur Wert wenn du n längeres Wintercamp machen willst und entsprechende Mengen an Holz brauchst.

  • Halte von beiden nix.


    Für mich gilt der Reihe nach: Messer, Säge, Beil . Warum? Das Messer ist klar, Universalwerkzeug. Die Säge zum Ablängen, seltener zum Fällen. Das Beil zum Spalten. Aber spalten muss man im Normalfall eher nicht, meist dürfte sich genügend Squawwood finden.


    Diese Reihenfolge sieht für andere völlig anders aus, klar. Mancheiner kann so fein mit dem Beil umgehen dass er fast kein Messer braucht.


    Die beiden Trümmer die du zur Wahl stellst taugen imho nix. Allein der Stahl....

  • Ich würde auch keines von beiden nehmen....
    Ich habe selbst ein "echtes" Kukri (hat mir eine Bekannte aus Nepal mitgebracht). Zum entasten bei Baumfällarbeiten ein guter Ersatz für ein Gertel oder eine "Machete" von Fiskars. Mein Kukri ist aber um einiges massiver als die oben genannten.
    Wie erwähnt gibt es nicht ohne Grund Beile/Äxte, Sägen und Messer. Ich verstehe aber auch das manchmal eine Mischung aus Beil und Messer sinnvoll ist, aber ich denke ich habe da andere Gründe als du. In einem dt. Wald ist man in der Regel mit einer guten Gartenschere von Felco besser bedient.


    Wenn ich dir also ein brauchbares Messer aus der Kategorie "brachial" empfehlen sollte. Es wäre dieses hier:
    https://www.varusteleka.fi/fi/…raveitsi-hiiliteras/28025


    Im BCD drüben wurde das vor einiger Zeit mal sehr gehypt und es gibt dort massig Beiträge dazu. Das allein ist aber noch kein Massstab für Brauchbarkeit. Ich kenne das Ding allerdings schon seit längerem und wenn ich gewusst oder geahnt hätte wie man drauf anspringt hätte ich es mit sattem Aufpreis vertrieben. Ich habe es selbst und in meinem Bekanntenkreis ist es auch sehr beliebt. Du kennst mich nicht und die "Vögel" mit denen ich mich abgeben auch nicht, aber ich verspreche dir das du von dem Ding nicht enttäuscht wärst.
    Mit dem hättest du was gescheites zum arbeiten und spielen, und preislich ist es auch nicht übertrieben.


    Gruss

  • Kenne die oben angeführten Werkzeuge leider auch nicht, sorry. Hab eine 18" Machete von Ontario. Die wurde lediglich 1 einziges Mal benutzt: Am Waldrand wurden mal starke Fichten gefällt und daher lagen jede Menge kräftiger Äste herum, für sich schon in der Größe kleinerer Bäume bis ca. 12cm Durchmesser. Da ich diese starken Äste zum Biwakbau verwenden wollte hab ich die feineren Äste mit der Machete abgeschlagen/entfernt. Mein Fazit: Diese Art des Entastens sollte eigentlich die Paradedisziplin einer Machete sein, ich nutze aber hierfür eine Axt wesentlich lieber - nicht zuletzt weil ich den Umgang mit einer solchen gewohnt bin und das dementsprechend effizienter zu bewerkstelligen ist. Beim Spalten ist zumindest diese Machete jeder Axt klar unterlegen.


    Besitze zusätzlich auch eine Skrama und erachte sie für meine Zwecke als wesentlich nützlicher. Zum Feuerholzmachen für einen kleinen Hobo ist das Ding nicht mal so schlecht aber zum Spalten von Brennholz >10cm Durchmesser liegt aber auch hier der Vorteil bereits bei der Axt und nicht beim Skrama-Tool. Vom Langzeitaufenthalten in kälteren Regionen mit entsprechenden Brennholzbedarf möcht ich erst gar nicht reden ...


    Diese Haumesser mögen zwar eine coole Optik besitzen aber zumindest für mich sind Äxte die effizienteren Werkzeuge ;-)

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    Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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    'Bushcraft' ist eine eingetragene Schutzmarke von Bushcraft USA LLC

  • Oder ein finnisches Hukari Messer



    das hatten im Harz viele ich hatte es mal getestet und für gut befunden - kommt aber immer darauf an, was man damit machen will.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Seltsamerweise muss ich recht selten so richtige Brummer spalten, Burgi. Dass ein Langzeitaufenthalt andere Anforderungen ans Material stellt ist klar.

  • Als Machete zur Holzbearbeitung würde ich so eine Art Hippe verwenden, wie die von Fiskars oder Stihl. Ich habe die Fiskars, und damit kann man echt bequem entasten. Eine (Klapp-)Säge lohnt sich absolut, fürs Feuerholz; in der Regel ist da eher die Länge der Holzstücke ein Problem als die Dicke. Auch für den Shelterbau kann man Sägen sehr gut verwenden; dazu gehört ein Messer, um z.B. Kerben einzuschnitzen.
    Also es lohnt sich manchmal, etwas spezialisiertere Werkzeuge mitzunehmen. Wenn eine Waffe mit soll (den legalen Rahmen sollte man kennen), dann halt eine 100%ige Waffe, und zur Holzbearbeitung eben 100%ig dafür gedachte Werkzeuge. Ehe man sich mit martialischen pseudo- Allroundern "einen abbricht".

  • Servus,
    Wie ja nun schon mehrfach geschrieben wurde, lass die Finger von diesen "PseudoKukhuris" aka China-Macheten.
    Du wirst sie in D im Wald eh nicht verwenden (können). Macheten sind Haumesser für den Dschungel, und Kukhuri eigentlich Kampfmesser.
    Bevor Du diese eierlegende Wollmilchsau in solchen BrachialPompösklingen meinst zu finden, mach Dich doch erstmal mit grundlegenden Messertechniken vertraut, dann siehste selber schnell, was wirklich sinnig ist, und was nicht.
    IdR langt ein 10-12cm Fulltang (jaja, oder ein Möhra) und wie gesagt, Klappsäge oder n Beil.


    Dieses ElkRidge Dings da, ist schlecht gehärteter 440A Stahl, sieht zwar nach "Uga-Testosteron" aus, versagt aber beim wirklich arbeiten. Dieses Dingens gibts auch mit anderen Labelstempeln aus China direkt. (Ich hab sonen Ableger davon in ner Ramschkiste)
    United Cutlery machen mMn teilweise ganz annehmbare Messer, jetzt das ABER:
    Der Grossteil sind Film-Fantasy-Optik Designs ohne wirklichen Nutzwert. Bis auf wenige Ausnahmen eben zum toll angucken, mehr aber nicht.


    Wenn Du schon Geld ausgeben willst, und es unbedingt eine Schwan...ähm grosse Klinge sein soll, schau Dir ein mittleres Parang an, das kannste wenigstens noch handlen. (zB Condor).
    Es gibt auf dem Markt echt soviele sinnvolle und wertige Messer, auch Allrounder und nicht soooo teuer, da findet sich garantiert auch was.
    Lass Dich von Optik und Yeah, mächtig brontös!!!! Nicht vergackeiern.
    Überleg, was man mit nem Messer macht, und was mit nem Beil o.ä.

  • Um mal auf den verbauten Stahl einzugehen; Da ist der 3Cr13 schon echt ganz untere Schmerzgrenze. Für eine Machete braucht es nun wirklich keinen tollen Superstahl, aber mit 0,25 bis 0,35% Kohlenstoff lässt sich das Zeug nicht wirklich zweckmäßig Härten. Das Zeug hat eine gewisse Festigkeit und Elastizität aber für Schneidwerkzeuge ist es einfach zu weich.
    440A ist besser und für eine Machete schon OK aber ich würde sagen, dass beide Messer in erster Linie dazu gedacht sind um Grünholz zu schlagen oder Wege durch Brombeeren und Brennnesseln zu Hacken.


    Zum effektiven Spalten von Holz sind die Klingen zu dünn und Äste zuschneiden geht mit einer kleinen Klappsäge genauso gut. Die Säge lässt sich auch viel besser Transportieren als so ein Riesenklopper.
    Also wie die anderen schon gesagt haben; Hol dir lieber ein kleines Beil und eine kompakte Säge, da hast du mehr Freude mit und es kostet wahrscheinlich sogar weniger als so ein Spielzeugding aus China.

  • Ich kann mir nicht helfen, das Hukari und das Skrama erinnern mich doch schon sehr stark an frühmittelalterliche Hauklingen vom Typ Sax bzw Skramasax (man beachte das "´Skrama" im Namen). Jene wurden von unseren Vorfahren benutzt zu ähnlichen oder gleichen Aufgaben wie eine Machete. Und das Ganze oft an Stelle eines Beils und da unsere Vorfahren nicht blöd waren , werden sie gewußt haben warum. Es ist immer wieder erstaunlich wie alte Designs oder Methoden sich langsam auch in unserer Zeit wieder einen Weg suchen.


    von Odin (einem bekennendem Sax-Fan :lol )

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Odin... ein Viking-Reenactor hats mal auf den Punkt gebracht: Das Sax ist das Viking-Multitool: Brot schmieren, Holz hacken, Feinde schlachten, Fingernägel putzen...in beliebiger Reihenfolge, manchmal sogar mit abwischen zwischendurch :lol

  • Da ich auch so ein FrüMi bin (bereich Wikinger und Süd-Deutschland, bzw Bayern) kann ich dem nur zustimmen. :lol
    Besonders hier im Gebiet Ur-Bayern (nicht zu verwechseln mit Alt-Bayern) finden sich sehr viele davon in Gräbern und damit auch in Museen.Wohingehend der Anteil an Beilen/Äxten eher gering ausfällt und wenn doch vorhanden weniger den Typen entspricht die Heutigen ähneln sondern in der Form der Franziska entsprechen.
    Interessant find ich auchdass Messer die aus der Zeit die hier in der Region gefunden wurden Klingenlängen zwischen 5 und 10 cm haben(geschätzt) und auch reatiev dünn sind. Die hier gefgundenen Saxe dafür Klingenlängen um die 30cm haben bei etwa 4bis 5cm breite und geschätzter 3mm Dicke ca.
    Versteht mich nict falsch, ich will hier keinen bekehren zum Sax/Macheten-Gebrauch. Aber meine Vorfahren (ich sprech hier mal ausdrücklich nur für das Gebiet bayern) werden sich dabei schon was gedacht haben und es funktionierte bei ihnen auch über zig Jahrhunderte einwandfrei damit.

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.