• Ich mag ja Pflanzen im allgemein lieber als Tiere, aber es sind zweifellos die spektakulärsten Erlebnisse die man draussen haben kann, wenn man auf Tiere trifft, je größer desto WOW.
    Zu den spektakulärsten Begegnungen die ich hatte zählen auf jeden Fall diejenigen mit Bären und Wölfen. Das ist schon etwas ganz besonderes. Was allerdings sehr seltsam ist, ist die Begegnung mit einem einsamen Wolf. Man würde ja meinen ein ganzes Rudel wäre viel großartiger, was es irgendwie auch ist. Ich erinerre mich noch gut an ein ganzes Rudel das bei Morgengrauen von den hohen Felsen weit oberhalb der Baumgrenze uns im Fagaras weckte. Aber selsamerweise war am intensivsten die Begegnung mit einem einzelnen den ich im Piatra Craiului beobachtete.
    Keine Ahnung warum, vielleicht werdet ihr ähnliche oder ganz andere Erfahrungen machen.
    Ein Treffen mit einer Bärenmutter hat mich letztes Jahr fast das Leben gekostet, es war aber trotzdem ein geiles Gefühl.
    Offenbar haben diese Tiere meine Gedanken sehr beinflusst, denn ich träume überdurchnittlich oft von Bären und Wölfen.
    Leider hab ich nie eine Kamera bessesen mit der ich irgendwie Tiere von weitem fotografieren konnte.


    Auch Wildschweine, Rehe, Rot und Damhirsche hab ich unzählige male aufgespürt. Einmal ist mir ein Reh in die Arme gelaufen als ich mich an nem Baum ausruhte und um die Ecke guckte als es plötzlich angerannt kam und nicht mehr wenden konnte. Besonders gerne beobachte ich auch Raubvögel. Hier im Wald gibt es ein Uhupaar wo ich schon sehr oft war.


    Nichtsdestotrotz sind es vor allem die kleinen Tiere die mich auch faszinieren. Vor allem wenn ich seltene Invertebrata und Reptilien treffe freu ich mich. Ringelnattern und Flußkrebse hab ich schon gefangen.


    Ich glaub in südlicheren Regionen wo es voll mit Reptilien und Insekten ist, würd ich mich pudelwohl fühlen.

  • Ich war schonmal auf du und du mit einem Hirsch, der nicht wusste dass man seinen Salzleckstein direkt hinter meine Hängematte gelegt hatte. ;-) Ist sehr schlaffördernd wenn man etwas laut knackendes näher kommen hört, die Taschenlampe ausrichtet, und dann zwei große reflektierende Augen sieht. :eek Dann ist er bellend davongelaufen.
    Bei Wildschweinen habe ich das Gefühl, dass sie wesentlich vorsichtiger sind - zumindest habe ich die noch wesentlich seltener in nächster Nähe vorbeihuschen sehen als Rehe.


    Viel zu viel Erfahrung macht man immer mit Mücken und Bremsen.

  • Ich hab auch ähnliche Erfahrungen mit Wildschweinen gemacht, allerdings gabs mal eine Situation wo ich und mein Vater im Wald waren und zwei ausgewachsene Wildschweine direkt neben uns vielleicht 4-5 Meter in einem kleinen Dickicht standen und sich nen Dreck um uns scherten, wärend wir in aller Seelenruhe vorbeigingen. Komisch.

  • Bin mal in Florida von einem Wildschwein Angegriffen worden das sich offenbar an mir Raechen wollte fuer den toedtlichen Pfeil dem ich ihm verpasste. Biz zu diesem Tag wusste ich nicht wie schnell ich auf einem Baum klettern kann wenn es sein muss.


    Ein anderes mal suchte ich in kniehohen Laub auf Haenden und Knien krichend nach Blutspuren eines Weisswedel Hirsches den Ich ein paar Minuten vorher geschossen hatte. Ich horte ein Verdaechtiges Zischen und Ratteln neben mir sah mich um und gerade in disem Moment verbeisst sich eine Klapperschlange in meinen Schuhen. Fuer diese Frechheit musste sie bezalen und wurde mein Mittagessenn, ueber dem offenen Feuer gegrillte Schange schmeckt gut.


    Vor sechs Jahren lockte ich eine Hirschkuh an indem ich mit einem Call die Stimme eines verlorenenHirsch Kalbes nachmachte. Die Kuh kam angerannt blieb stehen und starrte an mir vorbei in das dicke Gestruep hinter mir. Ich drehte mich um und sehe ein grosser Black-bear der mich anstarrte von etwa 30 Metern weg. Ein schneller und gut geziehlter Schuss ueber seinen Kopf hinweg laernte ihn das nicht alles was sich wie ein verlorenes Hirsch-Kalb anhoert fuer ihn "Mittagessen ist bereit" meint.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • So, die überschrift sagt es eigentlich schon.
    Angenommen ich geh in den Wald, es wird schon dunkler und vor mir steht ein Wildschwein und ist nicht sehr begeister von mir. Mir wird immer erzählt das die Teile aggressiv sind und mit ihren Hauern viel Schaden anrichten...
    Jetzt kann ich mir allerdings nicht wirklich vorstellen das die angreifen... ich denke eher die werden das Weite suchen...
    Aber ich kenn mich ja nicht aus, also was tun in so einer Situation?

  • Mach Dich gross & laut, suche einen Baum fals die ersten beiden Manöver nichts bringen ! :squirrel

    Think when the last great Scorer comes to write against your Name,


    he writes not what you won or lost,


    but how you "played the Game".

  • So, die überschrift sagt es eigentlich schon.
    Angenommen ich geh in den Wald, es wird schon dunkler und vor mir steht ein Wildschwein und ist nicht sehr begeister von mir. Mir wird immer erzählt das die Teile aggressiv sind und mit ihren Hauern viel Schaden anrichten...
    Jetzt kann ich mir allerdings nicht wirklich vorstellen das die angreifen... ich denke eher die werden das Weite suchen...
    Aber ich kenn mich ja nicht aus, also was tun in so einer Situation?

    Zu 99.9% werden Wildschweine weglaufen lange bevor du die siehst und solltest du eines sehen auch aus naechster Distanz wirt es laut Quicked wegrennen. Du muesstest schon fast auf ein Wildschwein tretten bis es Angreift oder den Unklugen Versuch machen ein Frishling zu fangen, oder das Tier in die enge treiben.


    Die meisten Wildschwine greifen nur an wenn sie Angeschossen werden oder von Jagdhunden umzingelt sind und ja, dann koennen sie mit ihren Hauern grossen Schaden Anrichten. Aus diesem Grund tragen unsere Wildschwein Jagdhunde Kugelsichere Kevlar Vesten.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • Also auf gut deutsch ich muss mir keine Sorgen machen wenn ich im Wald penn, das sich irgendein Tier gestört fühlt weil ich z.B. in sein Revier eingedrungen bin? Zumindest in Deutschland

  • Also auf gut deutsch ich muss mir keine Sorgen machen wenn ich im Wald penn, das sich irgendein Tier gestört fühlt weil ich z.B. in sein Revier eingedrungen bin? Zumindest in Deutschland

    Doch aber diese Tiere findest du nich in Deutschland


    edit: oops staht ja in deinem Beitrag, hätte vorher lesen sollen...

  • Mit Wildschweinen hatte ich in der Wildnis noch nie Probleme, im Gegenteil: Wenn man eines braucht, findet sich keins. Früher joggte ich abends regelmäßig in Berlin am Kronprinzessinnenweg (glaube so hieß er, Berliner wissen schon: Am See entlang, nachts Durchfahrverbot, dunkel, im Wald). Hier spzierten in der Dunkelheit die riesigen verwöhnten Stad-Wildschweine umher, so dass man erstens eine Stirnlampe tragen musste, um sie auf dem Weg erkennen zu können, und zweitens musste man den Tieren ausweichen, wenn sie auf der asphaltierten Straße vor einem auftauchten. Die Schweine in Berlin wissen nähmlich, den Jäger genau zu erkennen, und lassen sich von harmlosen Joggern keineswegs aus der Ruhe bringen.
    Am selben Ort trieb auch ein Fuchs sein Unwesen. manchmal saßen dort einige Personen zusammen, einmal aßen wir (gekaufte) Grillhähnchen, und steckten die Knochen in dortigen Mülleimer. Der Mülleimer war vielleicht 5 Meter von uns entfernt, dennoch schlich der Fuchs sich an und sprang kopfüber hinein. Einen Moment lang zappelte sein noch herausragendes Hinterteil, dann robbte er sich rückwärts wieder heraus und verschwand - ein Hühnergerippe im Fang - im Busch.
    Ihr habt vielleicht in der Zeitung vom Fuchs gelesen, der immer Schuhe klaut? Ich vermute, es war der selbe Fuchs, den ich bereits genannt habe, dem wir nun folgende Geschichte verdanken: Freunde sitzen an der oben genannten Stelle. Es ist Nacht, man trinkt, palavert. Plötzlich erscheint ein Fremder im Schein unserer Laterne. Er trägt ein Oberhemd, Socken und Schuhe, aber keine Hose. Er möchte sich eine Lampe leihen, um damit seine Hose zu suchen, die ihm gerade ein Fuchs gestohlen hat. Seltsam, seltsam. Um es kurz zu machen, der Herr hatte sich mit seiner Geliebten getroffen, um seine Gattin zu hintergehen. Er fuhr mit dem ruchlosen Weibsstück also in den Wald, stellte sein Auto ab und verlustierte sich am Ufer eines Sees. Naja, die Hose wurde nicht wiedergefunden. Da sich in der Hose u.a. die Geldbörse und der Autoschlüssel befanden, hatte der Ehebrecher nun ein Problem. Wie sollte er nach Hause kommen? Und wie sollte er seiner Gemahlin erklären, dass der Wagen nicht verfügbar ist und im Wald steht??? Wir haben den beiden Turteltauben geholfen, indem wir sie in die Stadt chauffierten. Ob, und wie der Kerl die Sache hinterher geregelt bekam ist mir nicht bekannt. Wir lernen aber hierraus, dass seltsame Geschichten in Zeitungen durchaus stimmig sein können, und dass man im Wald auf seine Hose zu achten hat.
    Auf meiner Wanderung entdeckte ich einmal eine ruinenhafte Ansammlung kleinerer Häuser, die einst ein Schullandheim gewesen sein könnten. Gedämpft drang aus einem Kellerfenster Hundegebell. Ich vermutete einen Hund zu hören, der keinen Ausweg aus dem Gebäude fand und sofort betrat ich das Haus. Die Decke war ehemals mit Plastikplatten verkleidet gewesen, doch diese lagen nun, in Teile zerbrochen, am Boden, und auch allerlei Zivilisationsmüll und ins Gebäude dringende Pflanzen erschwerten das Vordringen. Als ich so weit in Gang vorangekommen war, dass der Rückweg weiter war, als der Weg bis zum nächsten Abzweig, kam plötzlich, auf den am Boden liegenden Plastikstücken laut scheppernd, ein Rehbock mit Spießgeweih um die Ecke. Er sah mich, ich sah ihn, und mir war klar, so klein das Tier auch war, es würde um jeden Preis an mir vorbei wollen, zurück in die Freiheit, und hierbei auch Gewalt anwenden. Enorm schnell sprang das Tier auf mich zu, wobei es immer wieder auf dem Plastik ausrutschte und hierbei nach rechts und links pendelte, so dass ich gar nicht entscheiden konnte, in welche Richtung ich ihm Platz machen soll. Ich hatte indes gar keine Chance auszuweichen, denn der Bock war schneller bei mir, als ich reagieren konnte. Er machte direkt vor mir einen buckligen hohen Satz, senkte im Sprung den Kopf und versuchte, mich im Brustbereit zu erwischen. Es gab keine Zeit, um noch irgendwie Platz zu machen, und ohne nachzudenken ließ ich mich rückwärt fallen, drehte mich hierbei und fand mich auf dem Bauch liegend wieder, die Hände auf dem Haupt, als hätte man mir ne Handgranate vor die Füße geworfen. Der Bock landete auf mir und entfloh polternd in Richtung Tageslicht aus dem Gang. Beim Auftreffen erwischte er ganz unglücklich mit den Klauen meinen linken kleinen Finger und renkte ihn aus. Nachdem sich mein Puls beruhigt hatte, ging ich geradewegs zum Onkel Doktor und ließ mir den Finger einrenken (Au!).

  • So etwas ähnliches hatte ich auch mal, nur dass ich die Tiere nicht sehen konnte.


    In den Vogesen sind wir einen Abend im Herbst in der Hütte am Schneeberg gewesen, die mit einem Dachboden ausgestattet war. Als es dann so weit war zu Bett zu gehen, stiegen wir hinauf, machten uns fertig und lauschten noch etwas der Natur. Aber die Natur meinte es etwas zu gut mit uns. Normalerweise legen wir immer einen Poncho unter die Isomatten und wenn der mal von einer Fahrt dreckig geworden ist, waschen wir den auch. So bleiben immer mal ein paar Pulverrückstände in klebriger Form zurück.


    Naja, am Tage hatten wir schon herausgefunde, dass ein kleiner Nager mit uns in der Hütte war, da unsere Äpfel aus den Rucksäcken gezogen und angeknabbert waren. In der Nacht also hörten wir kleine klebrige Trippelschritte über den Poncho laufen, der immer an unseren Füßen hin und her lief. Als das Tier sich dann auch mit Geräuschen bemerkbar machte, fanden wir heraus, dass ein Siebenschläfer die Wärme unsere Schlafsäcke so toll fand, dass er zwischen uns geschlafen hatte (Ich habe meine Nachbarn die ganze Nahct wach gehalten. Man kann ja nie wissen, wer da noch so ist). Als der Siebenschläfer dann mal wieder in seinem Nest war und laut quietschte, schlich etwas größeres an der Hütte vorbei, etwas viel viel größeres. Plötzlich röhrte es durch die ganze Hütte, denn wir waren genau zur Brunftzeit an dem besten Platz gelandet und konnten den Hirschen lauschen. Wenn wir Schmieröl für die Fensterluke gehabt hätten, wäre das der spektakulärste Abend geworden, den man sich vorstellen kann. Fünf Tier standen auf der freien Fläche vor der Hütte und buhlten um die Gunst der Damen, fantastisch.


    Ein anderes Mal schliefen wir neben einer Schutzhütte und hörten auch wieder die Hirsche. Einer von denen hat uns aber nach dreißig Meter Annäherung gerochen und hat die Biege gemacht.


    Ich kann also nur empfehlen im Herbst in die Nordvogesen zu fahren.


    Gruß Walküre