BowDrill , welches Holz verwenden

  • Spindel halt härter als das Bohrbrett, oder gleich. Weide ist ganz gut, vorausgesetzt du findest was trockenes. Geht aber mit jedem Holz wenn auch ungleich anstrengender.


    Es ist in jedem Fall schweißtreibend, deshalb mach ich im Sommer, wenn Sonnenschein immer mit der Lupe, hat auch was ;) .

  • Meine beste Kombination ist Pappel auf Pappel. Egal, was für eine Pappel, ob Schwarz- oder Graupappel. Die Spindel darf auch gerne etwas länger sein, so 30 - 40 cm.
    Ich kriegs auch hin mit Buche auf Fichte. Fichte ist das einzige Nadelholz, was zu diesem Zwecke taugt. Alle anderen haben zuviel Harz.
    Eine interessante Kombination ist die Beifußspindel auf Weidenbrett. Das dauert etwas länger beim bohren, erzeugt einen scharfen Geruch dabei, bringt aber ausreichend Abrieb und viel Hitze und funktioniert vergleichsweise zuverlässig. Aber: Die Beifußspindel muß gut verholzt sein, also erst in ein paar Monaten ernten, ziemlich dick, weil sie beim trocknen schwindet, und sehr kurz. Etwa 10 - 12 cm. Außerdem muß das Bohrloch im Brett unbedingt dem Durchmesser der Spindel angepaßt sein, die Spindel ist ja mit Mark weich gefüllt und kann sich kaum ins Brett hineinbohren.
    Und jetzt viel Spaß beim experimentieren!

  • Also ich habs bisher nur mit zwei gleichen Hölzern jeweils probiert.
    Hasel auf Hasel geht auch noch ganz gut, oder eben Fichte.
    Pappel ist ja sehr bekannt dafür, gut zu funktionieren, habe ich selber aber noch nicht probiert.
    Grundsätzlich solltest du meiner Erfahrung nach die Finger von harten Hölzern lassen. Also Buche, Eiche, usw. sind nicht so toll, zumindest als Brett.

  • Was du mal versuchen kannst, ist mit einer Haselspindel direkt in einen trockenen Zunderschwamm zu bohren.
    Das geht viel einfacher als in Holz und hat über dies den Vorteil, dass der Zunderschwamm selber die Glut quasi endlos lange am glimmen hält.

  • :lagerfeuer also ich verwende folgende Hölzer als Spindel 1. Hasel 2.Fichte und 3. Pappel als Brett ist wie beschrieben Weide , Holunder,Linde und Pappel .ich hab hier eine Anleitung zum Bau eines Bowdrill-Griffstück eingestellt was das feuerbohren noch einfacher macht.Zum Feuer "anblasen" üben wenn du keine Möglichkeit hast ein Naturzundernest zu machen , bietet sich Jute an , gibt's als Rolle 5-8cm breit und ein paar meter lang und Dichtungshanf aus dem Baumarkt , damit die ersten Erfolge sich einstellen als o viel Spaß beim Feuer bohren... :winken

  • Ich hab da hier mal eine Liste zusammengestellt, mit denen ich bisher Erfolg :lagerfeuer beim Feuerbohren hatte. Vielleicht hat der eine oder andere ja Lust, sich was herauszupicken und auch mal das Glück versuchen :D .


    Spindel auf Brett
    Hasel auf Linde, Zunderschwamm
    Pappel auf Pappel (bisher die beste Kombi)
    Linde auf Linde
    Buche auf Fichte, Weide
    Weide auf Weide, Pappel
    Fichte auf Fichte
    Beifuß auf Weide


    Die Liste wird fortgesetzt, vorausgesetzt, ich habe weiter Erfolgsmeldungen. Hölzer, mit denen ich es nicht geschafft habe, lasse ich weg. Darunter befinden sich Arten wie Mahonie, Robinie, Eiche... Was halt hier in Köln so wächst. Sinn des Ganzen ist, sich die Möglichkeiten herauszusuchen, die in der Umgebung auch wirklich vorhanden sind. Was nutzt die Fähigkeit zum Feuerbohren mit Buche auf Fichte (hier in Köln sehr häufig), wenn man sich in einem Linde-Ahorn-Wald befindet? Also Leute, experimentiert ruhig mal mit ein paar verschiedenen Kombis herum.

  • Im Auwald dürftest du auch Erle haben, nehm ich auch gerne als Spindel, vor allem, da immermal ein am Baum getrockneter Ast dabei ist, sehr praktisch.

    "Die Natur kümmert sich nicht um die Menschen, welche sich nicht für sie interessieren. Aber denjenigen die es tun, denen gibt sie alles, was diese brauchen." Sylvain Tesson: In den Wäldern Sibiriens

  • Mit Birke hab ich es auch versucht und bin auch nicht weit damit gekommen. Viel Qualm, viel Abrieb, aber keine Glut. Dafür ist das Bohrbrett sehr schnell durchgebohrt. Wenn ich ganz langsam anfangs gebohrt hatte, sah es immer recht vielversprechend aus. Trotzdem war das Ergebnis null.
    Ich führe das auf die Eigenschaft der Birke zurück, daß das Holz zu gammeln anfängt, wenn es nicht geschält wird. Die angesiedelten Mikroorganismen tun dem Holz gar nicht gut. Es qualmt dann extrem stark, vermutlich ist das der Grund für die Schwierigkeiten. Ich wollte mal versuchen, frisch gefällte Birke zu entrinden und zu trocknen und speziell dieses Holz dann für Feuerbohrversuche zu verwenden. Mit den üblichen Fundstücken aus dem Wald mit Rinde geht es jedenfalls kaum.

  • Danke für Deine Rückmeldung! Ich bin schon fast verzweifelt mit der Birke, eigentlich siehts immer so aus, als ob es angehen müsste, aber es ist wie Du schreibst - viel Abrieb, Unmengen an Rauch aber keine Glut. Wenn ich dass selbe Bild mit anderem Holz habe, kann ich eigentlich immer sicher sein, dass ich aufhören kann mit bohren. Hier ist die Birke offensichtlich eine Ausnahme...
    VG MadFly

  • Hab mich wiedermal ein wenig dran versucht.. hat bis jetzt nicht geklappt. ich hab soviel Qualm dass ich nen Hustenanfall kriege beim Bohren.. und im Idealfall so nach ungefähr drei Streichen mit dem Bogen. Trotzdem wirds nix.. naja, ich werd weiter üben müssen. (:

    Was tut ihr um die Reibung im Griffstück zu minimieren? Pflanzen"schmierung" hab ich versucht, hat auch ne weile gut funktioniert. Die Rückseite des Bohrers wurde spiegelglatt und hart. Irgendwann hat sich das abgenutzt und seit da verteilt sich meine Energie wieder ungünstig auf Griff-und Bohrbrett..

    ich werd nächstes Mal meinen Bohrer wechseln, der wird langsam zu kurz..

  • Wenn es mit weniger SDruck vfon oben seine soll, würde ich vieleicht ganz weg gehn vom Bogenbohrer hin "zum Fire Pump Drill".

    Kraft sparender und der Bohrer bewegt sich mit höherer Geschwinedigkeit, ausserdem brauchr es nur ein wenig länger um den zu bauen.


    Die "Survfival-Variante"


    Die "Classic-Variante"


    Damit dürfte man schon in der Steinzeit Feuer gemacht haben. Zumindest läßt sich das darauf schliessen, daß es das gleiche System mit Steinspitze als "Bohrmaschine" gab und bis weit ins Mittelalter auch noch als Bohrer verwendet wurde. Es ist wohl kaum denkbar den Bohrer z verwenden und nicht zu merken wie durch die Reibung Wärme/Hitze entsteht.

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Lortnoc Du kannst dir einen Stein als Griffstück suchen. Der hat nicht soviel Reibungswiderstand wie Holz.

    Im Frühjahr verwende ich gerne Bärlauchblätter als Schmierung. Das funktioniert super für ein Holzgriffstück.

    Eiche hat bei mir als bestes Griffholz funktioniert. Vor dem Drill, mach ich das Loch im Griffstück naß. Spucke tuts auch.:kotz

    Aufgrund des Erlensterbens in D gibt bei mir viel tote Grauerle. Die benutze ich als Brett. Seltsamerweise habe ich manchmal ein Brett, das wie von dir beschrieben nur massig Qualm produziert. Das werfe ich dann weg, soweit ich kann. :zunte

    Ansonsten bin ich auch nicht der Bohrprofi.:cafe

    Holz, dass gut für die Zähne ist, ist auch gut zum Bohren geeignet.:D

    Wir leben in einer Zeit, wo man von allem den Preis kennt, aber von nichts den Wert.

  • Danke schonmal. Ich werds irgendwann mal weiter probieren. (: wäre schon eine coole Fertigkeit. Den Schwungbohrer find ich zwar technisch interessant, aber irgendwie ein wenig zu umständlich. Ich möchte eigentlich Feuer machen können mit möglichst wenig Hilfsmittel. am liebsten per Handdrill (aber das traue ich mir nich zu..) und da bin ich auch schlicht ein wenig zu faul. (: