Hobo-Kocher: Montage der Scharnierbänder?

  • Die Frage richtet sich an solche, die einen Hobokocher selbst gebaut haben oder die beruflich mit Metall zu tun haben.



    Gegenwärtig baue ich einen
    Hobokocher zum Zusammenfalten. Die Bleche sind bis auf die Bohrlöcher
    für die Nieten und die Drähte fertig bearbeitet. Bevor ich die Löcher
    für die Scharnierbänder bohre, habe ich noch einige Fragen.




    Masse der Vor- und Rückseite: 99,8 mm x 150 mm x 1,5 mm


    Masse eines Seitenteils: 47,4 mm x 150 mm (siehe Bild im Anhang) inkl. Spalt zwischen den Seitenteilen: 7,6 mm


    Aussparungen an den Vor- und Rückseite: 30 mm x 15 mm




    Masse eines Scharnierbandes: (siehe Bilder)




    Würde der Abstand von 7,6 mm zwischen den Seitenteilen (siehe Bild: Seitenteile.jpg) einen negativen Einfluss auf die Kaminwirkung haben?



    Wie bringe ich die Scharnierbänder so an, dass sich am Ende der
    Kocher problemlos falten lässt bzw. die Beweglichkeit nicht
    beeinträchtigt wird?




    Oder sind meine Bedenken bezügl. des Abstandes bzw. verminderte Kaminwirkung unbegründet?

  • Ich könnte dir Fotos von meinem Hobo machen, der besteht aus 4 teilen (ca A4 gross) die mit Scharnierbändern verbunden sind.
    Es ist ein bisschen tricky, die Bänder so zu montieren dass das mit dem Falzen dann klappt..


    Ich habe aber durchgehende Scharniere (man nennt die glaube ich Klavierbänder), die mit Blindnieten befestigt sind. Da ich den Kocher schon etliche Jahre benutze ist er im moment aber ziemlich im Eimer. Die Bänder sind verrostet und sitzen fest und einige der Nieten sind rausgefallen. (Ich hab mir soeben vorgenommen, dass ich den Kocher morgen repariere.. bzw restauriere. da kann ich Fotos machen. So schön wie deiner ist er aber bei weitem nicht.. (; )


    Meine Erfahrungen:


    -Nur nicht zu genau bauen! da muss Spiel vorhanden sein. Mit der Hitze, der Asche, Sand, Regenwasser.. das klemmt schnell. Ich habe den Ofen immer mal wieder durch drauftreten usw gerichtet.
    -Edelstahl rostet nicht.. verzieht sich aber dafür stark.
    -Ritzen und Lücken haben keinen allzugrossen Einfluss auf den Kamineffekt.

  • So sieht der gute aus.
    Auf dem ersten Bild die Ruine.. die Scharniere liessen sich fast nicht mehr bewegen. Blindnieten ausgebohrt und neue Scharnierbänder aufgenietet. Vorher noch die Bleche behämmert und mit der Flex und Drahtbürste gesäubert. Das Aschegitter hab ich auch von Rost und Zunder befreit und gerichtet..


    Weiss nicht ob dir das was hilft. (: Der Ofen sieht ein wenig traurig aus, zugegeben. Er funktioniert aber wunderbar. Dazu im set ist noch ne Bratpfanne mit hohem Rand inkl. Deckel, ein Rost zum grillen (Keksgitter) und ne alte Kombizange. Ist jetzt nicht gerade das Leichtgewicht zum Mitschleppen, aber für im Auto oder stationär.. man kann gut für 4 Leute kochen. 6 wären sogar auch noch möglich..


    Liebe grüsse, Lort mit der Staublunge.

  • Liberum est cor tuum - sequi aude! - "Dein Herz ist frei, habe den Mut ihm zu folgen!"

  • Den Hobo jetzt nochmals zu verändern, kommt mich noch teurer. Bohrer und Bohrmaschine, Feilen, Messwerkzeuge etc. bzw. das "einfache
    Werkzeug" hatte ich nicht. Edelstahl und Draht nicht mitgerechnet.
    Das musste ich mir alles kaufen. Bis jetzt war der Bau eine ziemlich kostenintensive Angelegenheit. Die Edelstahlscharniere habe ich bei
    einem Grosshändler gekauft. Die haben nicht wenig Geld gekostet. Es wäre also Verschwendung, die Teile nicht zu montieren. Wenn ich das Werk vollendet habe, wirst du ihn sehen.

    Liberum est cor tuum - sequi aude! - "Dein Herz ist frei, habe den Mut ihm zu folgen!"

  • Ganz klar. ich will dich auch nicht von den Scharnieren abbringen! (:
    Hab selber schonmal so Kocher gebaut. (Für die Pfadfinder, 6 Stück.) ist aber die schwere Ausführung.. 5 oder 6mm Stahlblech. Ich hab rostende Scharniere ausm Baumarkt angeschweisst. Das funktioniert auch gut, ist robuster wie mein Klavierblechdings.