M65

  • Also ich habe auch eine M65. Welcher Hersteller, keine Ahnung aber sie hat ein herrausknöpfbares Innenfutter und sie ist sehr gut verarbeitet. Die Jacke trage ich nun schon anderthalb Jahre und bin rundum zufrieden mit ihr. Im Winter einfach das Innenfutter reingeknöpft und schon ist es mummelig warm im T-Shirt. Und das bei bis -5°! Dann auch noch genug Taschen um alles mögliche mit sich zu tragen.


    Fazit: Goil!

    Liebe Grüße


    Erst wenn der Boden trocken ist, lernen wir das Wasser zu schätzen! (Benjamin Franklin)

  • Hatte sie recht lange, in Woodland, "issued", bis ich dann ein ECWCS Set bekam. Ich halte sie ehrlich gesagt für nicht mehr zeitgemäss. Sie ist imho zu schwer, saugt sich zu schnell voll und kann in Relation zu diesen Nachteilen zu wenig. Entweder man trägt sie, weil sie einem gefällt, oder eben nicht. Aus pragmatischer Sicht gibt es auf dem Markt besseres zu einem günstigeren Preis.

  • Meine ist nach etwas Imprägnierung nicht mehr so saugfähig. Man muss ja nicht alles so belassen wie es geliefert wird ;) Und schwer ist sie ja auch nur mit Innenfutter und mit Innenfutter ist sie eine sehr gute Winterjacke, die sind halt auch nicht leicht. Ohne Innenfutter wiegt sie nicht mehr als andere Sommerjacken. Welche M65 hattest du denn genau?

    Liebe Grüße


    Erst wenn der Boden trocken ist, lernen wir das Wasser zu schätzen! (Benjamin Franklin)

  • Müsste American Appearal und Propper gewesen sein. Die erste noch Gen1 mit Messing Zipper, die 2te mit Plastikzipper. Die mit Messing habe ich länger getragen, bis sie dann getauscht wurde. Die mit Plastik habe ich sehr fix verschenkt. Im Vergleich zu Ripstop Smocks oder den SAS Windproof Smocks IST die Jacke schwer. Dass das zuviel ist, hat das Heeresbeschaffungsamt bei uns ja auch erkannt, und der Gebirgstruppe einen leichten Parka beschafft, der ab 95 für alle da war.
    Ich mag auch die One-Size-Fits-All Lösung nicht, mit Futter ist sie mir ZU dick. Da kann ich nix drunter ziehen und habe beim Arbeiten keine Optionen.

  • Bestätige ich Dir auch. Aber meine MFCU ist nach 10 min an der Leinde trocken, wiegt ein Viertel und passt in die Oberschenkeltasche. Und mit der Fleecejacke drunter bin ich auch bei 0° draussen. Ich muss aber 2 Dinge anmerken: Ich hab eklatante Knieprobleme, daher schau ich auf jedes Gramm und ich habe z.b. das Futter(!) der Jacke immer noch, als Jacke modifiziert, weil super billiger Sleeka Ersatz. Die Kopien fand ich weniger gut, in dem Kontext.

  • Ich habe meine noch! Eine ältere mit Messingzippern - Hersteller unbekannt.
    Ich mag die sehr, allerdings muss ich Grimm recht geben. Es Gibt für Draussen wesentlich besseres!
    Meine wird nur noch im Altag genutzt -- beim einkaufen, bei der Fahrt zur Arbeit ................. , aber wenn ich auf Tour gehe ist die nimmer dabei !

    "Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern!
    Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst."


    Love many, trust few, and always row your own boat. The more you know, the less you need!


    DES KELTEN SEITE

  • Die M65 ist schon ziemlich kultig :)
    Ich habe zwar noch keine, will mir auch kein Original kaufen wohl aber liebäugele ich mit der Österreichischen Feldjacke welche ja im Prinzip die M65 ist. Weiß einer von euch, ob in die das Futter paßt?

  • In meinem alten Forum hatte ich auch mal einen kurzen Abriss zur M 65-Jacke eingestellt:



    Vorab zum Verständnis: Mit Innenfutter meine ich das Ausknöpfteil, mit Lining das dünne fest eingenähte Futter in der Original-Jacke!


    Zum Gewicht wurde ja schon was geschrieben: Die Jacke ist einfach sauschwer, auch ohne Innenfutter, zumindest das Original. Nachbauten bestehen in der Regel aus einer Stoffschicht, auch ist der Stoff dünner, die Jache somit leichter. Während ich meine "Nachbau65" auch an kühleren Sommertagen anziehen konnte, ist das Original dafür zu warm. Es ist ja auch gemäß dem Laber "Kaltwetterkleidung" (Fotos sind von gerade eben, daher in der Wohnung):



    P1080116 von wildhog9910 auf Flickr


    Hier sieht man die 3 Schichten der Alpha-Jacke:



    P1080118 von wildhog9910 auf Flickr


    Hier einmal die schwarze und einmal die olivfarbene Version (die schwarze gehört Hanghuhn :lol ):



    P1080117 von wildhog9910 auf Flickr


    Die Kapuze die im Kragen eingerollt ist (bzw. im Rückenteil verschwindet) verdient den Namen nicht. Es ist ein sehr dünner Stoff, der null Schutz gegen Regen bietet und zudem sehr eng anliegt. Wahrscheinlich weil sie unterm Helm getragen wurde:



    P1080120 von wildhog9910 auf Flickr



    P1080121 von wildhog9910 auf Flickr


    Mein Fazit: ICH liebe diese Jacke, sie ist robust und warm und macht einiges mit. Fabrikneu ist die Imprägnierung gut, das Wasser perlt gut ab. Nach einer Wäsche muss man jedoch nachimprägnieren, sonst saugt sich die Jacke voll. Bei Raumklima trocknet sie aber sehr rasch durch den hohen Nylonanteil. In der Jacke hat man dank der Rückenfalten eine große Bewegungsfreiheit und die Taschen sind ausreichend dimensioniert. Das Innenfutter (Alpha) lässt sich auch separat tragen. Beim Treffen in der Schweiz hatte ich meine Fleecejacke als Unterschicht benutzt und das Futter zu Hause gelassen:



    IMG_1495 von wildhog9910 auf Flickr


    Und "Treffen" ist auch das Stichwort: Für längere Touren würde ich die Jacke nicht mitnehmen, dafür ist sie zu klobig und zu schwer und bei Anstrengung auch zuwenig atmungsaktiv. Sie ist die perfekte "Lagerjacke" oder wenn es mal einen Nachmittag ohne Rucksack zum Spielen in den Wald geht. Auch beim Angeln ziehe ich sie gerne an. Aber als "Bushcraft"-Jacke würde ich sie nun nicht bezeichnen, dafür ist sie nicht flexibel genug.

  • Ich seh die M-65 mehr als Lifestyle Kultsymbol, ähnlich wie die Doc Martens: Nice to have, schaut nett aus, teuer, aber weniger praxistauglich wenns man länger nach Draussen geht.
    Obwohl,[Nostalgiemodus an]In jungen Jahr auf meinem ersten abenteurlichen Vorstoß in den hohen Norden bestieg ich den Njulla mit 9-Loch Docs, und ich habs überlebt. Das waren noch Zeiten... :( [Nostalgiemodus aus]


    Mir wär sie wie gesagt viel zu schwer und kann dafür zu wenig für längere Unternehmen.
    Für 1,2 Tage im Busch mit Schwerpunkt Lager hat sie wahrscheinlich trotzdem ihre Berechtigung.

  • Die M65 ist schon ziemlich kultig :)
    Ich habe zwar noch keine, will mir auch kein Original kaufen wohl aber liebäugele ich mit der Österreichischen Feldjacke welche ja im Prinzip die M65 ist. Weiß einer von euch, ob in die das Futter paßt?

    Da muss ich dich enttäuschen,
    ich nenne so eine Jacke mein eigen, da lässt sich nichts einknöpfen.
    Aber es gibt/gab im Bundesheer einen recht rustikalen Wollpullover zum unterziehen.
    Hab ich auch, aber eine Kombination beider Kleidungsstücke erscheint zumindest in unseren Gefilden als wenig sinnvoll, da schlicht zu warm. Ich trage als Alternative eine BW Unterziehjacke von der ich die Ärmel abgetrennt habe.
    Ich nutze sie Herbst und Winter fast täglich für den Arbeitsweg.


    Für ungefähr 15€ eine Robuste Gebrauchsjacke die auch das rumtollen mit dem Hund nicht gleich übel nimmt. Die Passform "nasser Sack" ist sicher nichts für Modebewusste.
    Ansonsten gilt das Gleiche wie für das original:
    Es gibt leichteres, besseres, schöneres, was dem modernen Aussentürer zudem noch die Natur besser vom Leibe hält. ;)

    Wer braucht wird niemals frei sein.


    Euer ergebener
    Buschklepper

  • da lässt sich nichts einknöpfen


    Hi Bushklepper,


    schade, aber ich dachte mir schon, daß ein Futter nicht vorgesehen ist.
    Woran liegt das, woran mangelt es? Müßten in die Jacke eventuell nur ein paar Knöpfe rein, bzw. könnte man die so modifizieren, daß man das M65-Futter dort doch noch „einbauen“ kann?
    Was denkst du?


    Lieben Gruß,
    Ilves

  • Werter Ilves,
    ich kenne das Innenfutter der M65 nicht näher, daher kann ich auch nicht sagen wie die Modifizierung aussehen müsste. Die Jacke ist jedenfalls weit genug geschnitten. Machbar ist einiges-aber das muss ich wohl jemanden der aus Bürostühlen Messergriffe baut :daumen nicht sagen.
    Einige Gedanken hab ich mir dazu aber auch schon gemacht.
    Letztens bin ich nämlich über einen Parka der Niederländer gestolpert. Ausknöpfbares Webpelz- und Laminatfutter. 30€. Leider stört die Destructive-Britische Farbe.
    Mein grober Plan sieht vor die innere Stofflage der Ösi M65 zu entfernen, einen Rand stehen zu lassen und daraus eine Knopfleiste zu machen. Wo wiederum das Futter dran zu befestigen wäre.
    Ob es funktioniert liegt noch im Dunkeln und wird da auch erstmal bleiben. Zur Ausführung kommt es erst wenn das Wetter es erlaubt auf die Jacke zu verzichten. Darüber, daß das alles vom Aufwand her nicht unbedingt sinnvoll ist, gehe ich jetzt mal drüber hinweg.

    Wer braucht wird niemals frei sein.


    Euer ergebener
    Buschklepper

  • Aloa,


    hack mich kurz mal hier ein:
    kennt jemand die m65 von helikon tex?
    :http://www.camostore.de/HELIKO…65-FIELD-JACKET-1070.html
    Wäre noch relativ preisgünstig, und aus dem 50/50 Nyco Material (sogar mit innenfutter dazu)
    Einsatzzweck: nichts besonderes, eigentlich eher alltag (deshalb auch in schwarz)
    Gerne auch alternativen (aber eher nicht gebrauchte), Alpha Originalität ist mir wurscht, hauptsach relativ günstig, und wenn möglich aus dem 50/50 Nyco Material.
    Miltec und Konsorten Nachbauten kenn ich, sind zwar billig, aber 65/Poly 35/Cotton will ich in dem Fall nicht unbedingt.


    Danke.

  • Ich kenn die Jacke von Helikon nicht, aber alles was ich von Helikon bisher gekauft & benutzt habe war von der Verarbeitung und vom Material her deutlich besser als der meiste Mil-Tec oder MFH-Kram.


    Das Lernen einzelner, isolierter Bushcraftskills ist ähnlich wie das Anhäufen von unbenutzter Ausrüstung:
    ein recht kümmerlicher Ersatz für große Abenteuer...

  • Hallo,


    ich hab auch die "alte" Feldjacke mit Messingzipper. Sie war irgendwie früher einfach ein "muss" für die Biker, die sich gegen Normhelme und Protektorenzwang auf dem Motorrad auflehnten ;)


    Seit über 10 jahren geht die Jacke jetzt immer mal wieder mit in den Wald oder auf die Hütte. Die einknöpfbare Weste ist leider qualitativ kein Vergleich mit der Jacke selbst. Die hab ich bald entsorgt und trage die (echt solide) Jacke gern mit einem groben Strickpulli drunter.


    Für längere Wanderungen etc. fände ich sie auch zu schwer und würde etwas "funktionelleres" mitnehmen, beim Wintergrillen darf sie aber nicht fehlen und hat einfach etwas "kultiges".... stinkt dann nach Rauch und Fett .... kommt in die Waschmaschine..... und hält so hoffentlich noch weitere 10 Jahre :)


    Roberto