Getränke

  • Hallo
    Ich wollte mal fragen was und wie viel ihr an getränken für ne 2-3 tages tour zum beispiel mitnehmen würdet?
    Am meisten interessiert mich was ihr mitnehmt reines wasser oder oder oder ???
    Und wie ihr es transportiert in PET Flaschen in SIGG oder ähnlichen, Plastikflaschen, Kanister , beutel etc...
    ist es außer in PET flaschen möglich kohlensäurehaltgie getränke mitzunehmen machen energiepulver oder ähnliches sinn
    kann man saft etc in allen behältern transportieren
    Habe bis jetzt nur erfahrung mit wasser und zitronentee aus instantpulver....


    hoffe ich bin hier beim richtigen thread


    Würde mich über antworten freuen

  • Moin Krusty,


    Das kommt etwas darauf an wo man unterwegs ist. Ich Wohne hier in einer sehr regenreichen Region, weswegen ich hier immer nur die 1L Nalgene Flasche, am nächsten Quellbach nachfülle. Für abends zum kochen und waschen habe ich noch einen 3,5L Faltkanister welcher erst aufgefüllt wird wenn das Lager schon steht oder kurz bevor ich meinen Lagerort erreiche.
    Wenn abzusehen ist, dass es für eine längere Etappe kein Wasser in ausreichender Qualität gibt, packe ich auch schon mal mehr ein. Dann sind es aber auch nie mehr als ca. 3L und das kommt auch eher selten vor.


    PET Flaschen sind schon OK, allerdings nehmen die lehr eine masse Platz weg. Was für ein Behältnis du verwendest ist auch beinahe egal. Mir ist dabei nur wichtig, dass die Flasche durchsichtig und ungefärbt ist, damit ich den Füllstand und eventuelle Verfärbungen des Wassers erkennen kann.
    Für den Fall das ich weniger tolles Wasser abkochen muss, habe ich auch immer ein paar Beutel Tee mit, um den muffigen Geschmack zu verbessern. Ansonsten benutze ich auch gerne den von dir erwähnten Zitronenkrümeltee als kleine warme Zuckerbombe für Abends oder Morgens an stelle von Kaffee.

  • Wasserfilter oder abkochen - da scheiden sich ja immer die Geister - also abkochen reicht in jedem Fall - zur Grobfilterung eine Stück altes T-Shirt oder Kaffeefilter braucht man bei Dreckbrühe schon - wobei die Dreckbrühe einfach nur voll Schlamm sein kann - ansonsten aber gutes Regenwasser. Grob filtern und abkochen - willst du den Geschmack neutralisieren benötigst du einen Kohlefilter.
    Ich habe auch immer 1-2 Liter dabei und eine 1,5 Liter Nalgene Faltflasche.
    Ich habe ein Wasserfilter - den Sawyer mini und ein Kohlefilter von Katadyn - ist aber dringend erforderlich.
    Bei uns ist allerdings auch viel landwirtschaftliche Nutzfläche, wo man dann eben das Wasser aus dem Bach nicht nehmen kann.
    Ich hole auch immer Wasser vom Friedhof - wir haben es eig. auch noch nie gefiltert - könnte man aber.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Also Wasser ist nunmal mit das gewichtigste was man schleppen muss, wenn man sich entscheiden sollte es auf Vorrat mitzunehmen.
    Ich machs davon abhängig wo ich hin will und wie lange ich unterwegs bin. Durst haben ist auch enorm unschön und ich schwitze deutlich mehr als durchschnittlich. Deswegen habe ich zusätzlich zu meiner 1 L Edelstaalflasche fast immer auch noch 1,5 L in ner PET oder in ner Trinkblase im Rucksack dabei. Die filter ich beim Befüllen durch den von outdoorfriend erwähnten Sawyer mini. In der Edelstaalflasche koche ich eh fast immer nen Tee, da filter ich das Wasser vorher nur, wenn es sehr matschig oder so ist.
    Am besten ist es, wenn du dir über 2-3 Tage mal Notizen machst, wie viel du im Alltag trinkst. Dann noch dazu bedenken, dass du unterwegs nochmal ca. die Hälfte mehr brauchen wirst. Wasser reicht für den Bedarf, alles was du da rein machst ist Geschmackssache.
    Ich würde immer grundsätzlich lieber zu viel als zu wenig Wasser haben, aber ich hab eben wie erwähnt einen hohen Bedarf.

  • Hallo,


    ich nehme meine 750ml-NVA-Pulle mit. Aber das reicht nicht lange. Wenn ich weiß das ich kein Wasser finden kann (Elbsandsteingebirge im Sommer), so habe ich noch meine NVA-Gummiblase in die theoretisch 10 Liter passen. Diese fülle ich mit 4 Liter Wasser und das reicht. Auch mit der Schlepperei ^^ Wenn diese Blase leer ist, dann kann ich sie ganz klein zusammenrollen, das passt dann.
    Immer dabei mein kleiner Sawyer-Wasserfilter, ich mache mir damit auch keinen Kopp aus der dreckigsten Pfütze zu trinken, dann allerdings doch mit Abkochen.


    Als Zusatz zum Wasser nehme ich Teebeutel mit. Besser ist jedoch dieser "Krümeltee", also löslicher Tee. Kann man kalt und warm trinken, hat aber sehr viel Zucker drin (ist jedoch wichtig bei dem Gelände wo ich rumlatsche).


    LG Sel


    NVA - ehemalige Armee der ehemaligen DDR :D

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Wasserbedarf kann man wirklich nicht pauschal sagen.
    Was trinkst du denn überlicherweisse am Tag? Das + 1 Liter sollte hier in Deutschland erstmal reichen grob.

    Was die Flaschen angeht, ich gehöre auch zu denen die einfach Pet´s einpacken.
    Viele pet-Wasserflaschen (nicht die harten Coca-cola-dinger ;-) ) kann man übrigens leer gut zusammenrollen, Deckel wieder drauf hält das.
    Und dann einfach wieder aufpusten wenn man sie braucht, das machen die ne ganze Weile mit.
    Wenn du Kohlensäurehaltige Getränke umfüllen möchtest, das ist eigentlich unproblematisch solange der Deckel etwas Druck verträgt.
    Die Flasche muss halt richtig sauber und "glatt" sein, was zb auf die typischen Nalgene(artigen)flaschen zutrifft.
    Das Schütteln ist gar nicht das Problem, sondern Verunreinigungen.
    Kannst ja mal in ein Glas Sprudelwasser etwas Sand oder einfaches Speisesalz streuen, dann weisst du was ich meine :-) .


    Über die Wirkung von Energie/Iso/Mineral ect -Drinks streiten sich sogar die Sportwissenschaftler. (ich lese das aus deiner Frage etwas heraus?)
    Die einen sagen so, die anderen so... falsch machen kann man damit sicherlich nichts. Ob nun Placebo oder echte Wirkung ? Egal.
    (ich bilde mir zb seit Jahren ein das Isodrinks ein gutes Mittel gegen Kater sind ;-) )
    Aber normalerweisse reicht für die Mineralstoffversorgung, auch bei stärkerer körperlicher Belastung, ein ganz herkömmliches Mineralwasser,
    und damit meine ich durchaus auch das "einfache" Wasser was hier und da aus dem Boden blubbert ;-) .


    Ich will allerdings nicht verheimlichen das ich immer ein paar Mineralstofftabletten dabei habe (zb Magnesium) um bei Bedarf etwas mehr zuzuführen.
    Das wiederum macht aber auch nur im Vorfeld Sinn, also wenn man bereits Muskelkrämpfe oder dergleichen hat hilft Magnesium auch nicht mehr,
    man muss einer Unterversorgung besser immer vorbeugen.. also trinken, trinken, trinken. Und da reicht das übliche Mineralwasser.


    Wenn du einen Teil deiner Eiweissversorgung auf Tour über Getränke decken möchtest,
    kann das Sinn machen wenn freies Wasser verfügbar ist und du Gewicht sparen möchest.
    Allerdings sind in Wasser eingerührte Trockenmilchprodukte oder Eiweisspulver aus dem Sportbereich kulinarisch sehr grenzwertig.


    Viele haben schon mit vielem experimentiert um am Ende doch wieder bei ganz ordinärem Wasser zu landen *zwinker*


  • Hallo Krusty,
    auf Touren nehme ich nur Wasserflaschen von Nalgene mit und manchmal einen 2 Liter Wassersack von Ortlieb.
    Zum Beginn der Tour habe ich höchstens 2 von denen gefüllt, je nachdem, wie schnell ich es absehen kann, meinen Wasservorrat an einem Bach aufzufüllen.
    Dazu nehme ich meist einen Wasserfilter mit. Ich hab mal ein paar Fotos von unseren Touren der letzten 4 Jahre rausgesucht, wo diese Flaschen und Filter drauf sind.



    links: Nalgene Oasis mit Canteen Cup und passender Gürteltasche, rechts: Nalgene Every Day mit Tatonka Tasse. Alle 1 Liter.


    Die Filter:



    links: "MSR Miniworks Ex", filtert in den Ortlieb Sack. Das gleiche passende Weithalsgewinde hat auch die Nalgene Every Day, rechts: "Sawyer Filter Mini" mit Nalgene Oasis



    Mein neuer: "Miniwell L600" Trinkhalmfilter mit 3-stufiger Filtration mit Standardgewinde für alle handelsüblichen PET-Flaschen.
    Rechts: Der Ortlieb Sack und zwei Nalgene Every Day



    Der Kelly Kettle Modell "Trekker" (0,6 l), den ich immer dabei habe. Damit wird das Wasser für Kaffee, Tee und Suppen, ect. gekocht.
    Wenn es kocht, wird so ausgegossen wie auf dem rechten Bild (Dafür ist die Kette da, die man aber hier schlecht sieht). Ist natürlich auch zum Entkeimen durch Kochen geeignet. Das kann dann den Filter einsparen.


    Viel Spaß mit den Anregungen!


    LG Parzival :kellykettle


    P.S. ich nehme nie irgend was anderes als blankes Wasser mit, keine Limos oder gar alkoholische Getränke!

  • Für 3 Tage Wasser zu Fuß schleppen kann ich nicht. Schließlich brauche ich auch noch ein paar andere Sachen. Da würde ich entweder mit dem Fahrrad oder einem Handwagen unterwegs sein, oder wenn nur mit Rucksack, überlegen, wo ich unterwegs Wasser auffüllen kann. In eher besiedelten Gebieten kann man normalerweise auf Leitungswasser (oder gekauftes) zurückgreifen, in eher unbesiedelten eher auf Bachwasser. Das sollte vorher irgendwie geklärt sein.


    Mit dem Wasser kann man Tee kochen, Nudeln oder seine Hülsenfrüchte einweichen. Brühe ist nicht ganz so toll wegen des hohen Salzgehalts. Ein kompaktes Essen ist schon Pumpernickel und Dosenmakrelen, aber wenn es auch noch etwas Gemüse oder Obst dazu gibt, fühlt man sich noch wohler. Müsli mische ich mit Wasser und Kokosmilch (kleine Portion in Tetrapak oder Dose). Einen Kocher kann man einfach substituieren, ein Topf (1-2L) oder Topfset ist schon eher essentiell! Ich nehme mir immer recht viel Zeit für's Lagerleben: nur wandern mit Zelt und allem auf dem Rücken ist auch nicht so doll. Da hat man auch mehr Muße, die neue Umgebung auf sich wirken zu lassen.


    Ich würde 3- 5 Liter in "sperrigen" Mehrwegflaschen mitnehmen, je nach Versorgungslage, Wetter und Strapazen. 1L Saft ist mir zu Fuß zu schwer (außer ich kann jeden Tag Vorräte auffüllen), aber ein Bier nehme ich manchmal mit um es quasi am entferntesten Punkt von der "Zivilisation" zu trinken. Ist es eine Bügelflasche, kann man auch wieder Wasser rein tun beim Heimtransport. ;) Manchmal nehme ich einen halben Liter (oder halbe Packung) Milch mit.
    Schlau ist es, falls möglich an Wasserstellen unterwegs direkt zu spülen, Körperhygiene zu betreiben etc., im Idealfall kocht man in der Nähe sein Abendbrot und kann am nächsten Tag mit vollen Flaschen weiter.
    Manchmal sind spezielle Techniken oder Vorrichtungen nötig, um das Wasser in die Flasche zu bekommen, aber normalerweise reicht es einfach, wenn man einen Becher hat oder ein, zwei Finger an die Öffnung hält, um das Heraus-/Vorbeirinnen zu minimieren, z.B. an einer sehr flachen Quelle. Wenn die Flasche nur halb voll wird, füllt man das Wasser halt in eine andere und wiederholt dann den Vorgang.

  • Vielen Dank für die Nützliechen informationen


    parzival was für erfahrungen hast du den Mit dem wasserfilter MSR miniworx liebäugel acuh schon länger mit dem
    aber hab jetzt auch schon einiges von dem sawyer mini gehört der wäre ja auch kleiner und leichter