Waschen mit Staub

  • Hier ein wirklich guter Tipp den ich von den Sahraouinomaden in der Sahara bekommen habe.
    Hat man überhaupt kein Wasser zum Waschen zur Verfügung kann man eine grundlegende Körperhygiene auch mit Staub durchführen. Wirklich feines Sediment wirkt wie ein Puder und reibt vor allem die aggressive und hautreizende Salzkruste weg. Ich denke dass auch wenigstens ein Teil der Bakterien abgewaschen werden.
    Am besten macht man das am Abend wenn man bereits nicht mehr schwitzt und der Körper schon ganz trocken ist, da der Stuab sich sonst mit dem Schweiß zu einem Lehm vermischen würde den man nicht so gerne haben will.
    Besonders bei den typischen Scheuerstellen an den Oberschenkeln und den Achseln macht das Sinn.
    Ich habs selbst mehrere male gemacht und es funktioniert wirklich. Sollte man wissen wenn Wasser Mangelware und zum trinken gebraucht werden muss.

  • Nur so aus neugier;


    Bleibt der Staub dann nicht in Kleidung und Schlafsack stecken und fängt an zu scheuern oder zu verkrusten, wenn man am nächsten Tag wieder schwitzt?
    Früher haben sich die Wohlhabenden in Europa wohl auch mehr gepudert als gewaschen, aber die haben glaube ich auch selten geschwitzt.

  • Oh hab ich vergessen zu erwähnen. Nach der Prozedur wischt man das mit einem Lappen oder einem Handtuch, jedenfalls einem Stück Stoff welches man nicht die ganze Zeit am Körper trägt ab. Winzige Reste verbleiben aber das ist nicht so schlimm.
    Das ist halt keine 100%ige Säuberung und nicht mit Wasser und Seife zu vergleichen, aber es ist um Welten besser als nix.

  • Ich spekuliere jetzt nur mal ohne Anspruch auf biochemische Exaktheit und Richtigkeit:
    Könnte mir vorstellen, dass Mineralien im Staub mit ihren positiven bzw. negativen Ladungen dissoziierte Säuren, die sich im Schweiss befinden binden können. Somit hat die Staubbehandlung zum einen den "Trocknungseffekt" und einen "Antistinkeeffekt".
    Oder so ähnlich ;)

  • Ich spekuliere jetzt nur mal ohne Anspruch auf biochemische Exaktheit und Richtigkeit:
    Könnte mir vorstellen, dass Mineralien im Staub mit ihren positiven bzw. negativen Ladungen dissoziierte Säuren, die sich im Schweiss befinden binden können. Somit hat die Staubbehandlung zum einen den "Trocknungseffekt" und einen "Antistinkeeffekt".
    Oder so ähnlich ;)


    Hey das kann echt gut möglich sein, wäre ich von selbst nie drauf gekommen, da bin ich nicht so bewandert in dem Bereich.
    Stinken tut man bei so geringer Luftfeuchtigkeit ja eher nicht, weil der Schweiß sofort verdunstet.

  • Man stinkt auch wesentlich weniger weil wir unseren ungesunden Dauerstress hinter uns lassen können.
    Es zählt nur noch das wesentliche, trinken, essen, schlafen.
    Nach zwei bis drei Tagen ist man wieder auf dem natürlichen Level, einfach von der Hand in den Mund leben.
    Das wirkt sich extrem aus auf den Körper und dessen Ausscheidungen aus.


    Gruss
    draussen

  • Und außerdem machen das ja auch sehr viele Tiere: Staubbäder!
    Da werden Ungeziefer und anderes Kleinvieh aus dem Fell oder Gefieder gedrängelt, andererseits kommts der Haut zugute. Ich könnte mir durchaus vorstellen das so was auch hier praktikabel ist. Jedenfalls ist es besser schmutzige Hände mit einer Ladung Sand oder Staub abzurubbeln in Ermangelung von Wasser, als mit dreckigen Pfoten sein Futter reinzuschaufeln.


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Mit feinem!!! Sand ist es auch kein Problem, wenn gerade mal das Klopapier ausgegangen ist. Wichtig ist nur, genügend Sand in die Hand zu nehmen. Wenn man noch ungeübt ist, kann sich schon mal die Sandschicht als zu dünn erweisen und dann hat man wirklich eine unreine Hand. Deswegen nehme man die linke, wenn man gewöhnlich mit der rechten isst.
    Ich hatte anfangs Bedenken, daß Sand in der Kimme haften bleiben und dann beim Laufen unerwünschte Reibung verursachen könnte. Das war aber nicht der Fall.


    In der Sandwüste macht auch das "Abwaschen" des Geschirrs richtig Spaß. Fett und angebackene Speisereste werden einfach weggescheuert. Dann noch mal mit frischem Sand nachpolieren, Staub abpusten und fertig.


    Selbst die Haare kann man mit feinem Sand "waschen". In unserem Kulturkreis nennt sich sowas Trockenshampoo und die Mädel geben Geld dafür aus, aber das Prinzip ist das selbe.Das feine Pulver bindet Fett und wird danach ausgekämmt.

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