Fluchtszenarios & Long Term Survival: Preparedness Level adaptieren am Beispiel der Migranten?

  • Notsituation, Fluchtrucksack, Survival Kit, INCH Pack etc. sind für die allermeisten hier wahrscheinlich Begriffe die nicht näher erläutert werden müssen. Schließlich sind sie in einschlägigen Survival- sowie Prepperforen, Blogs und Youtubekanälen allgegenwärtig. Ein ordentliches Bug Out Bag gefüllt mit allerlei nützlichen (Tactical) Gear gehört zur Standardausstattung und es wird beinahe der Eindruck erweckt, dass man nicht zur Szene gehört wenn man sowas nicht griffbereit vorhält. Gepaart mit ein paar bushcraftigen Skills wie z.B. Feuer machen, Shelterbau, primitive Jagdtechniken, etc. scheint man für die meisten länger andauernden Not- und Krisensituationen halbwegs gerüstet, wobei üblicherweise ein Aufenthalt im Wald empfohlen wird welcher das Patentrezept zur Überwindung bzw. zum Aussitzen eben dieser Notsituation zu sein scheint.


    Aus aktuellem Anlass hab ich mich gerade mit diesem Thema zumindest gedanklich beschäftigt. War zuletzt am Bahnhof und da gabs einen abgesperrten Bereich, wobei die Absperrung aus einem Streifen 5cm breiten roten Plastik-Signalband bestand. Dahinter viele Leute, welche sich optisch doch recht deutlich von den durchschnittlichen Reisenden und Touristen unterschieden. Hier wartete offensichtlich eine Anzahl asylsuchender Flüchtlinge auf Weiterreise, Registrierung etc. Habs leider verabsäumt mit einigen zu sprechen, das rote Absperrband hat seine abschreckende Wirkung zumindest bei mir erfüllt. Hatte aber dennoch etwas Zeit um mir die Ausrüstung der Leute aus der Distanz anzusehen. Die meisten waren mit schlichten Handtaschen, kleinen Sporttaschen oder Köfferchen und Tagesrucksäcken ausgestattet aber teilweise auch nur mit 1-2 Plastikbeuteln. Riesige Reisekoffer oder großvolumige Trekkingrucksäcke waren bei keinem zu sehen. Der Vergleich mit meinen Reisegewohnheiten drängte sich zwangsläuftig auf und ich muss zugeben dass ich eigentlich nie derart 'ultralight' auf eine ausgedehnte Reise gehe welche im Einzelfall bei diesen Leuten durchaus über mehrere tausend Kilometer bzw. Wochen geht.


    Eine Flucht über weite Distanzen erscheint mir als taugliches Beispiel für eine permanente Not- und Survivalsituation, was mich ausgesprochen neugierig machte. Mich interessiert sehr wie sich die Betroffenen z.B. darauf vorbereiten, was sie mitnehmen und ihr Vorhaben dann ausführen. Zu Hause habe ich dann ein wenig recherchiert, wurde auch rasch fündig und war dann umso mehr verblüfft.
    Auf den Fotos welche im Internet gepostet sind findet man die üblichen 'Must-Have' Ausrüstungsteile aus der Survivalszene vergebens! Keiner hat ein fixed Blade Messer oder einen Feuerstahl dabei, ohne diese Sachen verläßt ein Bushcrafter erst gar nicht das Haus. Campingausrüstung wie Schlafsack u. Zelt ist nur sehr spärlich vorhanden und wenn ein (offensichtlich billiges) Zelt mitgeführt wird, so teilen sich dieses gleich mehrere Personen. Selbst simple Wolldecken sind nicht immer im Gepäck, eine Tarpplane z.B. konnte ich nicht sehen. Eine Edelstahlwasserflasche welche auch zum Wasserabkochen taugt sah ich ebenso wenig, dafür umso mehr PET-Flaschen oder simple Tetra-Packs. Da wunderts auch wenig, dass ich keinen Wasserfilter, Hobokocher etc. entdecken konnte.
    Überraschenderweise hat jeder Flüchtling technische Kommunikationsgeräte bei sich, teilweise sogar mehrere Smartphones mit unterschiedlichen SIM Cards, Powerpacks zum Wiederaufladen unterwegs, einige wenige sind sogar mit PMR-Funkgeräten ausgestattet. Kommunikation z.B. mit Verbliebenen zu Hause, Kontaktpersonen am Ziel, Mitreisenden etc. scheint offensichtlich essentiell zu sein. Neben ein paar spärlichen Hygieneartikel hat auch beinahe jeder Medikamente bei sich. Bargeld oder Kreditkarten sind zwar auf auf beinahe keinem Foto zu sehen, es ist aber offensichtlich dass Zahlungsmittel mitgeführt werden, verfolgt man die Berichterstattung aufmerksam. Reisedokumente, manchmal nur in Form von ein paar Registrierungszetteln sind dabei, einige Notizen über div. Rechte in den unterschiedlichen Ländern finden sich ebenfalls, aber bereits spärlicher. Selbst (wärmende) Ersatz- oder Wechselbekleidung hat längst nicht jeder mit. Selbstverständlich hat auch der eine oder andere persönliche Gegenstände mit eher sentimentalem Wert für den Inhaber.


    Meine Packlisten für ein Bug Out Bag oder einen INCH Fluchtrucksack unterscheiden sich doch recht deutlich von denen der asylsuchenden Migranten und dass nicht nur im Umfang. Teilweise sind sie ja zu Fuß unterwegs und campieren im Freien und es drängt sich zwangsläufig die Frage auf wie zum Teufel können diese Menschen derart weite Strecken zurücklegen so ganz ohne Survival Gear? Fehlt es etwa am Know-How oder der Verfügbarkeit von passendem Equipment oder anders herum: Ist das Equipment welches hier unter Survivalisten üblicherweise als essentiell betrachtet wird tatsächlich auch zwingend notwendig in Flucht- bzw. Notsituationen? Am Beispiel der Asylsuchenden offensichtlich nicht und deshalb drängt sich eine weitere Frage auf: Laufen unsere üblichen Vorbereitungen auf Notsituationen bereits in eine falsche Richtung und muss hier z.B. am Equipment oder den Skills (siehe Wissen zur Gesetzeslage) wass adaptiert werden? Hat meine bzw. unsere Preparedness schon einen zu hohen Level erreicht, den es event. gar nicht braucht? Sind die gängigen Fluchtszenarien mit 'Alleine ab in den Wald' Taktik mit sämtlichen Zeug was dafür erforderlich ist tatsächlich auch umsetzbar oder bereits obsolet? Bringt die Taktik der Migranten welche mit leichtem Gepäck recht beweglich erscheinen und sich zu kleineren und auch größeren Gruppen zusammenschließen nicht weitaus mehr Vorteile für den Einzelnen?
    Würd mich sehr interessieren was Ihr drüber denkt? Ersuche aber sich auf das Thema und meine Fragenstellungen zu konzentrieren. Bitte vermeidet weltverbessernde u. politische motivierte Kommentare, sie können nur sehr wenig zu einer sachlichen Diskussion beitragen - danke Euch dafür schon im Voraus.

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    Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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    'Bushcraft' ist eine eingetragene Schutzmarke von Bushcraft USA LLC

  • Selbsterklärender Link: What's in my bag?


    Bitte bedenke, diese Menschen kommen unter einer funktionierender Infrastruktur in ein funktionierendes Land, und können bedingt durch Schleuser, eventuelle Kontrollen nicht viel Gepäck mitnehmen.


    Unter welchen Umständen wäre es für uns notwendig SO weit zu fliehen, unter dem A) die Infrastruktur noch gegeben wäre, und B) uns ein Land in derartigem Maße reinlässt/unterstützt wie es hier gerade in Deutschland geschieht ?
    Mir persönlich fällt da kein mögliches Szenario ein.


    Gruß Kauz

    Ihr habt vielleicht die schönsten Torpedos, das Stück für 25000 Mark, aber ich habe den alten Draht, für 50 Pfennig!

  • Der Notstand auf den sich Prepper vorbereiten ist der simple Zerfall aller ordnenden Strukturen, in der Regel unter dem Aspekt die gewohnte Umgebung nicht zu verlassen, oder den eigenen Wirkungskreis so zu erweitern das ein Überleben möglich ist. In unserer Gesellschaft ist es allerdings üblich sich so bequem und sicher wie möglich zu verhalten, und ganze Industriezweige sind darauf ausgebaut unseren Drang nach Bequemlichkeit zu decken. Wir rennen nur los wenn unser GPS den Weg weißt, das Wasser unterwegs filtern wir mit unseren katadyn filtern, und damit wir unterwegs nicht frieren oder uns totschleppen sind der Hobo und der Schlafsack ultraleicht und aus Hightech Material.
    Unser Wohlstand sorgt schlicht dafür das wir es uns leisten können auch solche Dinge zu verwenden. Bushcrafter, Prepper, Survivallisten, Langstreckenwanderer usw.
    Sind lediglich Bezeichnungen für Zielgruppen welche mit jedem neuen Produkt vermittelt bekommen das sie ohne diese Gear garnicht Überlebensfähig sind.
    Die Flüchtlinge haben diese Warenflut nie zur Verfügung gehabt um etwas zu horten was sie nie brauchten, Für sie war nur von einen auf den anderen Tag die heile Welt zerfallen und Krieg, Terror und Tot tobten vor der Haustür. Da musste es eben gleich losgehen, und nicht erst dann wenn man 3 Tage Lieferzeit gewartet hat.

  • Nachtkauz: Ein Atomunfall wäre für mich ein mögliches Szenario welches eine größere Distanz für eine Flucht erforderlichen machen könnte. Auch wenn dei Wahrscheinlichkeit dass ein solcher Supergau eintritt mit 1:X-Millionen berechnet wurde, so hats doch mit Tschernobyl und Fokushima schon 2 davon gegeben. Und Reaktoren sind so gut wie in jedem Teil Europas zu finden.
    Auch in der Türkei gibt es z.B. gute Infrastruktur: Es fahren regelmäßig Züge und Busse, es gibt trinkbares Wasser und Strom und das Bezahlen mit Kreditkarte funktioniert problemlos. Auch abseits der Touristendomizile und der großen Metropolen kann man Deutsch sprechen. Trotzdem starten viele der Migranten von der Türkei aus ihren Sprung nach Westeuropa ...


    Blumenstein: Fürchte auch, dass die Wirtschaft Prepper, Survivalisten etc. als lukrative Zielgruppe entdeckt hat um den Absatz ihrer Produkte zu steigern. Einige bekannte Szene-Youtuber stellen unzählige Produktpräsentationen rein und der Will-Auch-Haben Effekt wird bei den Zusehern verstärkt, was wiederum das umfangreiche Vorhalten von Gear vielfach von gleichen Herstellern erklärt. Wird soviel Zeug wirklich benötigt? Die aktuelle Fluchtwelle zeigt zumindest dass es minimalistischer geht und Tausende schaffen es mit ganz wenig Zeug innerhalb von 2 Wochen vom Nahen Osten bis nach Nordeuropa. Aus diesem Grund ist mein Gedankengang entstanden unser Selbstverständnis bezüglich Gear in Fluchtszenarien u. Survivalsituationen einmal etwas kritisch zu hinterfragen ;-).

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  • Quote

    Die Flüchtlinge haben diese Warenflut nie zur Verfügung gehabt um etwas
    zu horten was sie nie brauchten, Für sie war nur von einen auf den
    anderen Tag die heile Welt zerfallen und Krieg, Terror und Tot tobten
    vor der Haustür.

    Nuja, zumindest für Syrien stimmt das nu ja nicht. Das ist/war ein sehr gut entwickeltes Land mit vernünftigem Wirtschaftssystem.
    Da hätte sicher der Hobbyprepper vor dem Krieg seinen Krempel ganz normal via Internet order können (so, wie wir das auch machen).

  • Kann sein ! Ich habe mich da auch glaube ich ein wenig zu sehr an Afghanistan orientiert! Und selbst da wäre es vereinzelt machbar ! Ich bezog meine Aussage aber eben darauf das wir unser Prepper Dasein nicht mit dem Flüchtlingen vergleichen können! Wir investieren Jahre mit Training in Feuer bohren, Shelter bauen usw.
    Viele haben einen Fluchtrucksack und die in Jahren angesammelte Gear, selbst wenn sie in ihren Ländern so etwas kaufen hätten können, wer hätte es getan ?
    Hier in Deutschland sind wir auch eine Minderheit, wenn also in einem fiktiven Szenario massenweise Deutsche das Land verlassen würden, auf die gleiche weise wie es derzeit der Fall ist, würde der Großteil genauso losziehn. Nur vereinzelt würde man eine ganze Gear finden, weil die Leute sich in aller eile irgendwas zusammengestellt hätten, was bei uns fertig gepackt in der Ecke steht.

  • Man sollte auch dran denken, dass Flüchtlinge die zu uns kommen auch mehr (oder oft/meist) schlecht als recht von der Bevölkerung der Länder die sie durchreisen versorgt werden. Eben zb mit Wasser,Nahrung, Decken/Schlafsäcken, Zelten/Unterkunft. Wir gehn aber bei uns von einem Fall aus in dem wir uns mit all dem selbstversorgen müssen. Die Menschen die zu uns kommen wissen hier wird ihnen geholfen. Tritt der Fall ein dass wir unsern "Krempel" brauchen ist dem eben nicht mehr so. Wenn ein Szenario passiert in dem wir hilflos sind, wie wirds dann erst in andern Gegenden zu gehn? Wir leben in einer relativ ruhigen, gut versorgten Region der Erde, wenns uns hier erwischt ist bei den meisten andern Länder sowieso alles zu späht.

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Quote

    Bitte vermeidet weltverbessernde u. politische motivierte Kommentare, sie können nur sehr wenig zu einer sachlichen Diskussion beitragen - danke Euch dafür schon im Voraus.


    tja. geht aber nicht anders.


    Merkwürdiges Thema, ganz ehrlich.


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    wie auch immer... warum das Szenario aus meiner Sicht nicht "adaptierbar" ist:



    Das die Flüchtlinge mit leichtem Gepäck "reisen" hat verschiedene Gründe.
    Man sollte sich das auch nicht so vorstellen das da jetzt jemand ad-hoc von Syrien bis hier her gelaufen ist.
    Der größere Teil der syrischen Flüchtlinge war vorher bereits in anderen Flüchtlingslagern, teils mehreren.
    Der Bürgerkrieg tobt dort seit 2011 und es gab mehrere große Flüchtlingswellen die von den Nachbarländern aufgefangen wurden.
    Im übrigen, auch wenn in den Medien,Talkshows, Politkern merkwürdigerweiße anderes behauptet wird, auch von den arabischen Staaten wie Saudi Arabien.
    Genaugenommen gibt es nur ein einziges Land in der Region das bisher keine syrischen Flüchtlinge aufnimmt, und das ist Israel.
    Die direkten Nachbarländer sind schon lange überfordert mit dem Flüchtlingsstrom, der Libanon sowieso, aber selbst die vergleichweise reiche Türkei hat schon
    2012/2013 um internationale Unterstützung gebeten. Die blieb aber, wie so oft, aus.
    Wenn allerdings immer neue Flüchtlinge nachströmen kommt es zu eine Verdrängungseffekt, oder nennen wie es beim Namen, Völkerwanderung.
    Viele der Flüchtlinge die jetzt Europa erreichen sind seit Jahren auf der Flucht, natürlich haben die nichts (mehr) dabei und wie schon geschrieben wurde
    werden sie in den Transferländern zumindest ausreichend versorgt dazu kommt das vergleichsweisse milde europäische Klima in den warmen Monaten,
    man will schnell vorankommen ect


    Jedenfalls ist das doch überhaupt nicht mit irgendwas vergleichbar oder gar irgendwas adaptieren, weder ein bugout oder survivalszenario und schon garnicht bushcraft,
    die Situation ist einfach zu speziell.

  • Die einen haben zu viele, schlechte Filme gesehen und bilden sich ein im Stadtpark besser zu fahren als im Flüchtlingslager oder in einem fremden Land...
    Die anderen haben 3000km + min. 80km Wasser in überfüllten Booten hinter sich und sind schon Wochen und Monate unterwegs. Anfangs hatten die sicher auch mehr dabei, allerdings keine 5 Messer, Klappspaten....
    Verzweihlung, Angst und Hoffnung sind ihr Treibstoff.


    Hollywood und Realität, ein Vergleich ist unsinnig, aber ich will niemandem seine Illusionen rauben.


    Das opt. Fluchtgepäck besteht aus einem Flugticket, harter Fremdwährung, Ausweisspapieren und dem Teddy vom Nachwuchs.
    Hoffen wir das wir nicht selbst einmal so in der Schei.... sitzen.

  • Bitte vermeidet weltverbessernde u. politische motivierte Kommentare, sie können nur sehr wenig zu einer sachlichen Diskussion beitragen - danke Euch dafür schon im Voraus.


    Dem kann ich mich nur anschließen und politische Kommentare sind eh nicht erlaubt. bugikraxn stellt die richtigen Fragen zu unserem Selbstverständnis. Daher bitte ich darauf zu achten, dass auf die Fragestellung eingegangen wird und sachlich zu bleiben, auch wenn der Stein des Anstoßes des Fadens ein aktuelles Thema ist.

  • wo sind denn hier politische Kommentare?
    Aber man wird doch wohl das ganze etwa skritisch beleuchten dürfen?


    Die Fluchtsituation der Syrer ist einfach nicht übertragbar auf innereuropäische Szenarien.
    Frage dich selbst: Gäbe es in Deutschland/Europa einen vergleichbaren Konflikt, wohin willst du fliehen?


    Die Syrischen Kriegsflüchtlinge bewegen sich durch sicheres Gebiet, sie sind dem Bürgerkrieg mit verlassen der Region bereits entflohen.
    Ab dem Punkt ist das "bug-out" bereits beendet.
    Das die direkten Nachbarländer überfordert sind und man in den überfüllten Flüchtlingslagern schlecht von einem menschenwürdigen Leben reden kann
    ist eine andere Sache.
    Aber mit Bugout oder einer konstruierten Flucht oder gar Survival-Situation hat das tatsächlich sehr wenig zu tun.
    Ich jedenfalls wüsste nicht an welcher Stelle.
    Das war ja eine der Kernfragen von Buxi, warum haben die Leute so wenig dabei?
    Darauf ging ich ja bereits ein. Weil es unnötig ist und behindert. Weil eine Fremdversorgung,zumindest rudimentär, stattfindet.
    Weil man soweit es geht und bezahlen kann mit Transportmitteln aller art unterwegs ist, weil die transferländer durchwinken Hauptsache die reisen weiter...
    Weil es eben in den Transferländern eine Infrastrucktur gibt, die übrigens auch kommunikations ermöglicht, Internet, soziale Netzwerke,
    das macht alles sinn für die Flüchtlinge und ist auch soweit nachvollziehbar ABER eben nicht auf eine vergleichbare Situation in Europa übertragbar.
    undsoweiter undsoweiter. das ist ganz unpolitisch, es ist einfach die reale Situation.
    und diese ist eben (meiner Meinung nach, mehr sag ich ja nicht) nicht übertragbar.


    Käme es zu einer vergleichbaren Situation in Europa würden hier ganz andere Prioritäten gelten als eben für die Syrer.
    Wenn es bei uns "krachen würde" gäbe es kein Land wohin wir flüchten können.


    für mich jedenfalls kann ich nichts (ich bin natürlich offen für andere Argumente) aus der Fluchtsituation der Syrer ableiten.


    :mädchen

  • krupp: Alter Grenzgänger, schön das du dich angesprochen fühlst. Das war ein allgemeiner moderativer Hinweis damit das hier nicht aus dem Ruder läuft. :mädchen


    Ich denke sehr wohl das das was mit Survival zu tun hat. Es geht ums nackte Überleben. Es geht um die Flucht aus einem Kriegsgebiet, das ist eine fatale Katastrophen-Situation. Die Flucht endet dann, wenn man an einem Ort ist an dem man sich sicher fühlt. Auf der Flucht wird maximalistisch gehandelt um zu Überleben, sprich mit gegebenen Ressourcen das bestmögliche erreichen. Maximalismus ist der Kerngedanke von Survival.


    Einen Konflikt mit Flüchtlingsströmen in Europa gab es zuletzt vor und während des zweiten Weltkrieges. Je nach dem wer vor wem geflohen ist, hat er mehr oder weniger Hilfe erhalten und mehr oder weniger Infrastruktur. Schnell stellte sich raus, das es keinen Sinn macht seinen ganzen Besitz mit sich zu führen, wenn es um das Überleben geht. Die Beweglichkeit war schlecht und das Vorankommen auch. Am Ende kamen die Flüchtlinge mit dem an was zum überleben notwendig war, vielleicht noch kleinen Erinnerungsstücken und sonst weiter nichts.


    Teilweise sind sie ja zu Fuß unterwegs und campieren im Freien und es drängt sich zwangsläufig die Frage auf wie zum Teufel können diese Menschen derart weite Strecken zurücklegen so ganz ohne Survival Gear?


    Naja, das sehe ich nicht so. Die haben Survival-Gear. Eine Wasserfasche ist eines der wichtigsten Gegenstände die man bei sich führen kann. Kleidung die einen vor dem Wetter schützt ist ebenfalls wichtig. Im Zweifel langt das, also in südlichen Ländern und auch im Frühling, Sommer und herbst in gemäßigten Breiten.


    Fehlt es etwa am Know-How oder der Verfügbarkeit von passendem Equipment oder anders herum: Ist das Equipment welches hier unter Survivalisten üblicherweise als essentiell betrachtet wird tatsächlich auch zwingend notwendig in Flucht- bzw. Notsituationen?


    Zwingend Notwendig und essentiell ist nur das decken der physischen Bedürfnisse. Die Ausrüstung die wir nutzen soll uns das erleichtern. Vorsorge ist besser als improvisieren, von daher denke ich es ist gut so was zu haben. Ein Beispiel: Eine Edelstahlflasche wird mir längere Dienste und vielleicht auch andere Dienste leisten als eine PET-Flasche. Oder anders: Es ist gut was zu haben, aber gut was besseres zu haben.


    Laufen unsere üblichen Vorbereitungen auf Notsituationen bereits in eine falsche Richtung und muss hier z.B. am Equipment oder den Skills (siehe Wissen zur Gesetzeslage) wass adaptiert werden?


    Naja, ich denke die Prepper haben das Problem, das Sie sich auf das aussitzen von Konflikten und verteidigen von Eigentum fixieren. Sie sind unbeweglich. Wenn eine Horde mordlustiger Militzionäre mit schweren Waffen auf dein Grundstück wollen oder in dein Haus, dann schaffen die das. Flucht ist da die einzige Option. Das nötigste Griffbereit zu haben ist da vorteilhaft und besser als sich alles mühsam auf der Flucht zusammen zu sammeln.


    Ich denke die lehren die man ziehen kann sind dass der Fokus auf hoher Mobilität und Kommunikationsmittel liegen sollte. Wie viele Jahrzehnte hat das Rote Kreuz Suchmeldungen im Radio gesendet damit sich Menschen wiederfinden? Das ist heute vermeidbar.


    Hat meine bzw. unsere Preparedness schon einen zu hohen Level erreicht, den es event. gar nicht braucht?


    Das glaube ich nicht. Ich glaube nur das die Gear-Gier auch in diesem Bereich seine Blüten treibt und man über ausgerüstet sein kann, wenn man sich keine Gedanken macht. Manche verfallen in Minimalismus (mit möglichst wenig mitteln möglichst viel erreichen), statt sich nur um die Grundbedürfnisse zu konzentrieren.


    Sind die gängigen Fluchtszenarien mit 'Alleine ab in den Wald' Taktik mit sämtlichen Zeug was dafür erforderlich ist tatsächlich auch umsetzbar oder bereits obsolet?


    "Alleine ab in den Wald" ist eine Taktik die sicherlich je nach Situation Sinn macht, aber allgemein nicht unbedingt sinnvoll ist. Das Zeug was man dafür mitschleppt ist aber universell einsetzbar. Zum Beispiel: Ein Messer kann man immer gebrauchen, Kochgeschierr auch, etc.


    Ich gehe mal von mir aus. Möchte ich meine Eltern oder Lebensgefährtin dem Tot übereignen oder in Sicherheit wissen? Natürlich will ich sie in Sicherheit wissen, alleine schon deswegen macht "Alleine ab in den Wald" für mich keinen Sinn.


    "Alleine ab in den Wald" ist eher eine "Ich kann im Moment nichts machen außer mich selbst zu retten"-Taktik. Diesen Moment zu erkennen ist auch wichtig.


    Bringt die Taktik der Migranten welche mit leichtem Gepäck recht beweglich erscheinen und sich zu kleineren und auch größeren Gruppen zusammenschließen nicht weitaus mehr Vorteile für den Einzelnen


    Ja. Menschen sind soziale Wesen und Rudeltiere. Wer schon mal alleine eine mehrwöchige Tour gemacht hat, hat vielleicht festgestellt, dass dies eine andere Qualität hat als in der Gruppe zu reisen. Man muss sich selbst motivieren und kann sich nicht durch den Elan oder die Stimmung anderer aufbauen lassen. Jetzt stellt man sich vor man hat eine lebensbedrohliche Situation und ist allein. Der Stress ist unglaublich hoch und man gibt sich sicher leichter auf. In der Gruppe lässt sich der Kopf leichter besiegen.





    Soweit meine Gedanken zu deinen Fragen. Ich finde das ist wirklich ein Interessantes Thema was du da angeschnitten hast.

  • quote] krupp: Alter Grenzgänger, schön das du dich angesprochen fühlst. Das war ein allgemeiner moderativer Hinweis damit das hier nicht aus dem Ruder läuft[/quote]


    ja ich weiss... trotzdem musste ich dazu meine 3 Sekunden loswerden. eig wollte ich zu dem Thema garnix sagen ^^ ,
    mir ist schon klar worauf bugsi hinauswill,
    es ist nur so das man die situationn der flüchtinge ohne hintergrundwissen nicht wirklich beurteilen kann,
    was zwangsläufig zu politischen Statements führen muss.


    blendet man das aus und betrachtet das nur als reines Szenario, verstehe ich ihn soweit auch.
    schnell raus aus der konfliktzone. kleines Gepäck, maximale Geschwindigkeit.
    wie weit und wie lange hällt an sowas durch?
    nochmal, das grundsätzliche bugout ist mit verlassen der Konfliktzone bereits beendet.
    das diese menschen, auf der suche nach einer neuen Heimat, weiterreisen verstehe ich völlig. würde ich auch so machen.
    die Flüchtlinge befinden sich eben nicht mehr in einer survivalsituation weshalb ich "Long term survival" hier unpassend finde.
    naja ich will damit keinem auf die füße treten oder belehren... :piek
    das ist ein sehr komplexes Thema und eig braucht man nicht dieses bsp dafür. das es zu nachdenken anregt oke.

  • @Ben: Vielen Dank für die sehr ausführliche Beantwortung der aufgeworfenen Fragen ;-).


    Die Ereignisse überschlagen sich und das Thema Flüchtlinge dominiert nach wie vor die Tagespresse. Selbstverständlich können wir hier im Forum kein Patentrezept zur Lösung der Lage präsentieren, würde auch den Rahmen sprengen. Hoffe dass dieses sehr sensible Thema dennoch weiterhin auf sachlichem Niveau kommentiert werden kann. LG. Franz, bugikraxn.

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  • Huhu,
    Also ich sehe vieles ähnlich wie Ben. Der größte Unterschied zwischen dem was ich unter Survival verstehe und was bei mir der Hintergrund fürs ausprobieren von Feuerbohren usw. ist und dem was die fliehenden Menschen überleben müssen ist, dass diese innerhalb einer funktionierenden Zivilisation überleben. Soll heißen, die wichtigste Ressource, die diese Menschen nicht mit sich bringen sind andere Menschen, die ihre Ressourcen an dem Ort an den geflohen wird mit den Fliehenden teilen. Wasser, Nahrung, Feuer (Wärme), Unterkunft, und sonstige primäre Bedürfnisstiller werden den Menschen ja aus der Zivilisation heraus zur Verfügung gestellt. Die Art von Survival, die für mich so spannend ist, sehe ich darin, diese Bedürfnisse eben nur mit der am Leib getragenen Ausrüstung aus der Natur zu beziehen. Um also ein Szenario zu haben in dem ich wirklich die "Skills" anbringen würde, die ich mir beim Ausüben meines Hobbys Bushcraft angeeignet habe müsste ich auf einer einsamen Insel ausgesetzt oder sonst wo weit weg von jeglicher Zivilisation sein. Realistisch ist höchstens eine so zerstörerische Verwüstung von Mitteleuropa, dass nur noch die Flucht ins nördliche Schweden, Finnland oder Norwegen eine realistische Überlebenschance bietet und selbst dort ist die Besiedelung noch fast dicht genug um ein bisschen Zivilisation zum überleben zu finden. Daher sehe ich unser aller Begeisterung für die Thematik des Survivens eher als Hobby.. Was die geflüchteten Menschen machen würde ich eher als Urban Survival bezeichnen.


    Noch ein Punkt der aber eher für mich persönlich relevant ist ist der, dass für mich viele der Survivaltechniken aus historischem Interesse so spannend sind. Also weniger die Fragestellung: Was wäre wenn ich? als viel mehr: Wie haben Menschen ohne es geschafft zu überleben? Daher nicht mit Aktuellem echtem Überlebenskampf vergleichbar.


    Grade fällt mir noch auf, dass im "Bushcraft" selbst das Wort "Bush" steckt und damit auch die Verbindung zur Natur und die Entfernung von der Zivilisation benannt wird. Zu mindest könnte man es so interpretieren :)


  • Realistisch ist höchstens eine so zerstörerische Verwüstung von Mitteleuropa, dass nur noch die Flucht ins nördliche Schweden, Finnland oder Norwegen eine realistische Überlebenschance bietet und selbst dort ist die Besiedelung noch fast dicht genug um ein bisschen Zivilisation zum überleben zu finden.


    oT.:
    Wo du es gerade ansprichst....
    In Suolahti (Finnland) wurden vorgestern - ich müsste die genauen Zahlen suchen - 200+x Iraker in einem Sportzentrum einquartiert. Suolahti ist ein kleines Nest in der Pampa wenn man das so nennen will. Vielleicht habt ihr ja schon von der Traktorenmarke Valtra gehört, die werden dort gebaut. Ich kenne die Stelle, es gibt Leute die bezahlen dafür dort Urlaub machen zu dürfen. Es ist wirklich ok dort.
    Die stiegen aus dem Bus aus, grosse Augen. Wo ist die Stadt? Kein Bus? Kein Zug? See und Wald eben, Kleinstadt aber alles was man so braucht (Läden,Ärzte, Schulen).
    Gestern haben 164 (die Zahl erinnere ich) gesagt sie wollen wieder in den Irak zurück. Es sei doch nicht das Paradies. Kein Wunder, wenn man Basra und Finnland vergleicht.
    Heute morgen haben sich die ersten 10 zu Fuss auf den Weg Richtung Süden gemacht (es fahren da auch Busse, aber...), sprich sie sind abgehauen. Ihr Ziel, die grosse Stadt Lahti. Kennt ihr evtl. da ist jedes Jahr eine Station der Ski-Sprung-WM. Alsooo, soooo gross ist Lahti nun auch wieder nicht, gerade mal etwas mehr als 100k, sieht aber aus wie 30k. Wie die gerade auf Lahti kamen, ich weiss es nicht, das wird ein böser Schock wenn sie dort sind.
    Also hier ist alles am lachen. Das ist wirklich nicht bösartig gemeint sondern ehr homorvoll. Die anderen Iraker verstehen das übrigens auch nicht, ich habe die Interviews gelesen, die sind froh das sie, nennen wir es, "angekommen" sind. Einige wurden auch schon von Verwandschaft abgeholt.
    Zitat von Einheimischen:"Wer nach Finnland fliehen muss ist wirklich ein armes Schwein, sogar die Flüchtlinge flüchten" oder "keiner kommt freiwillig nach Finnland".
    Meine Nachbar haben schon angeboten mich an den Bahnhof zu fahren. Klar, sehr grober Humor, geradezu politisch inkorrekt für deutsche Begriffe...
    Alle Informationen aus der Keskisuomalainen (ksml.fi) entnommen. Wie es weiter geht.... ich werde es sehen.


    Von daher, von Finnland würde ich abraten :unschuld
    oT Ende:


    Diese Posse zeigt aber noch etwas, die würden nach Sidney latschen wenn man es ihnen entsprechend verkaufen würde. Die Träume/Sehnsüchte werden von der Realität eingeholt, und wenn die Wüstensöhne das erste mal -30Grad, 60cm Schnee und 5h Tageslicht abbekommen sind sie vollständig fertig mit der Welt. Diese zerbrochenen Träume entwurzelter Menschen... das wird die richtig grosse Herausvorderung.


    Auswandern/Flüchten ist ein verdammt hartes Stück Arbeit, das wollen viele nur nicht glauben. Ich habe es mir auch nicht so schwer vorgestellt, und ich bin verbriefter Pessimist. Der Weg ist erst der Anfang, und bei weitem der einfachste Teil.


    Gruss

  • Also ich glaube, auch wenn das vielleicht doch wieder zu sehr ins politische reingeht, dass man hier auch unterscheiden muss zwischen Menschen die aus beschissenen Lebensbedingungen auswandern und denen die um ihr Leben zu retten fliehen. Wenn die finnische Wildnis nicht besser ist, als der Herkunftsort, dann wird es sich wohl nicht um Menschen handeln die sich um ihr Leben gefürchtet haben, sondern solche die sich durch die Migration eine Verbesserung ihrer Lebensumstände versprochen haben. Um den Bezug zum Survival wieder herzustellen: Wenn man sich entschließt durch Finnland auf der Suche nach einer großen Stadt zu wandern, wird vermutlich ein gutes Messer und eine stabile Plane letztendlich doch wieder hilfreicher sein als das Smartphone, mit dem man vermutlich unterwegs dann eh weder Empfang noch Akkuladung hat.
    Dennoch handelt es sich bei den von Supi genannten 100-200 nicht um die Mehrheit der geflüchteten.
    Kurz und knapp meine Sicht:
    Menschen die keine gute Lebensperspektive sehen kämpfen noch nicht ums Überleben. -> Nicht mit Survival zu verknüpfen
    Menschen die vor Bombenhagel oder politischer Verfolgung fliehen kämpfen sehr wohl ums Überleben -> Wie im Post zuvor: Urban Survival oder Überleben in der Zivilisation
    Menschen die vor potentieller Verwüstung Mitteleuropas nach Norden in die skandinavische Pampa fliehen und nur von der Natur leben wollen -> Potentielle Einsatzmöglichkeiten von Survivalgear/Skills :D


    Ich enthalte meine persönliche Meinung, wie die Zivilisation mit den Fliehenden umgehen sollte, um so gut als möglich das Politische rauszulassen ;)

  • Auch wenn man denkt "natürlich, ist doch Grundwissen" gibt es da ja immer wieder Unfälle.
    Aktuell gibt es über 50 dokumentierte (darunter ein Todesfall) Vergiftungen von Nah-Ost-Flüchtlingen durch den grünen Knollenblätterpilz.
    Das ist kein Scherz. Es muss dort einen Speisepilz geben der dem Knollerich sehr ähnlich sieht bzw gibt es den giftigen dort nicht.
    Da gibt es ja noch mehr mögliche Gefahren, die glatte Petersilie die dort eher in der Küche verwendet wird (bei uns eher die krause)
    sieht einigen giftigen Pflanzen bei uns auch je nach Blütenstand zum verwechseln ähnlich. Hundspetersilie ist sicher ein Begriff wo das Blattwerk wirklich fast genauso ausschaut.
    Man sollte also auch im Ausland nur Dinge essen wo man es ganz genau weiss unter Berücksichtigung der dortigen Fauna.

  • naja evt hab ich mich doof ausgedrückt, war garnicht als offtopic gemeint sondern eher 100% zum Thema.
    die Problematik halt das man sich in fremden Gegenden bewegt und sich dort nicht mehr an den bekannten, heimischen Pflanzen orientieren darf / kann.
    Und offensichtlich muss man da gar nicht an Exotische Regionen wie die Tropen denken, so weit weg ist der nahe Osten ja eig nicht.


    Ich selber käme ja nie auf die Idee, wo man ja schon hier in der Heimat genug Fehler machen kann.
    Um ehrlich zu sein hielt ich das erst für eine der vielen Fake-Meldungen, aber scheinbar ist das wirklich passiert.


    :winken


    edit und PS: ich bin zum glück auch kein pilzesammler und esser :-)


    https://www.ndr.de/nachrichten…zvergiftung,pilze456.html


    schon krass. :confused



    =======================


    Quote

    Jetzt stellt man sich vor man hat eine lebensbedrohliche Situation und ist allein. Der Stress ist unglaublich hoch und man gibt sich sicher leichter auf. In der Gruppe lässt sich der Kopf leichter besiegen.


    okey ich schwenke nochmal zu einem anderem Aspekt zu dem ich ursprünglich schon was schreiben wollte ^^ hab ich wohl vergessen.
    das ist wirklich interessant, da haben wir sicher alle verschiedene Ansichten.
    Auch kommen wir so mal weg von dem Flüchtlingsding und werden eher allg.


    Ich zb würde lieber alleine flüchten als in einer Gruppe, besonders wenn die Gruppe aus Unbekannten besteht.
    Für mich wären einfach jegliche Rangkämpfe oder Endlosdiskussionen die in der Regel nicht ausbleiben so kontraproduktiv das ich mich
    vermutlich von der Gruppe separieren würde, insbesondere dann wenn man sich auf einen Weg einigt den ich für falsch halte.
    Natürlich würde ich mich nicht bei Nacht und Nebel davon stehlen, aber wenn ich merke eine Gruppe funktioniert nicht,
    und in Notsituationen muss sie möglichst perfekt, als soziale Einheit funktionieren, würde ich eher alleine weiterziehen.
    Alter Spruch "lieber allein als in schlechter Gesellschaft".
    Nicht falsch verstehen, also ich würde eine Gruppe nicht im Stich lassen weil sie mich zb behindert durch verletzte oder kranke Personen,
    da bin ich eher der "keiner wird zurückgelassen-Typ" , ich spiele eher auf die Problematik der Konzeptlosigkeit, Rechthaberei, Gruppenbildung ect an,
    etwas was man ja auch im realen Leben oft genug beobachten kann.
    kurz gesagt funktioniert die gruppe nicht und seh eich keine Möglichkeit das zu ändern, bin ich lieber solo unterwegs.