Flint spalten

  • Hallo,


    ich war 2 Wochen in Norddeutschland. Beim rumstreifen in der Natur mit meinem Brunder und dessen Kindern, habe ich einen faustgroßen Flintstein gefunden. Ich möchte mir jetzt noch einen Feuerschläger besorgen, Zunder habe ich bereits. Wie kann ich den Stein am besten spalten, um kleinere, scharfkantige Fragmente zu bekommen? Einfach mit einem Hammer oder Großen Stein draufschlagen? Da gibt es doch bestimmt techniken, mit denen man das präziser hinbekommt.


    vielen Dank
    Nick

  • erstmal nen link zu einer tollen seite von einem (Hobby?)-experimentellen archi


    steinhart


    da hab ich mir schon einige Anregungen geholt.


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    die Technik Feuersteine zu bearbeiten ist nicht ohne, besonders wenn man gezielt Klingen oder Pfeilspitzen rausarbeiten möchte,
    es tut aber zur Not auch die Holzhammermethode, dann aber am besten in ein Stück SToff (Stoffbeutel aus den Supermärkten zb)
    legen bevor du druff zimmerst, die Splitter die da herumfliegen sind nicht ohne....
    Auch wenn du die Knolle nur zertrümmerst wirst du viele größere Stücke erhalten die du dann weiterverarbeiten kannst.
    Die hohe Kunst, eine Feuersteinmesserklinge, bekommst du so natürlich nicht per zufall.... aber das überlasse ich auch den Profis :-)


    für ein schlageisen brauch man nur relativ kleine splitter, circa so groß wie der Daumen, Zunder auf den Feuerstein legen und dann am Eisen abziehen,
    muss man ausprobieren, ich bin da auch kein Künstler.

  • Zum Spalten jedwelcher Steine benutze ich eine hydraulische, handbetriebene Steinknacke (MP-5). Solche Hilfsmittel gibts auch rein mechanisch. Vorteil ist das das Knacken dosiert und langsam gemacht werden kann und das Wegfliegen von Splittern minimiert wird. Außerdem kann man ziemlich genau den "Schnitt" ansetzen, dort wo er sein soll (und der Stein es zuläßt).
    Für Flint in halber Faustgröße brauchts einen Pressdruck ab etwa 2 Tonnen, nur mal so zur Veranschaulichung.


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • natürlich, auf youtube nachsehen. oft kommt man nicht auf das naheliegenste. leider sind die beiträge auf yt in der regel über das flint bearbeiten, um klingen und feilspitzen zu bekommen, oder jemand macht feuer, mit bereits fertigen bruchstücken.


    heute ist mein feuerschläger gekommen, daher konnte ich nicht länger warten. ich habe die holzhammermethode gewählt. den feuerstein in einen kleinen sack, diesen auf einen betonpfeiler und ordentlich mit einem pflasterstein draufgehauen - NICHTS ! der sack bekam seine ersten löcher, der pflasterstein hatte ein paar spuren abbekommen, aber der feuestein war noch ganz. weitere schläge brachten auch keinen fortschritt.


    also musste ein grösserer holzhammer her. ein ca 15kg schwerer eisenklotz aus 1m höhe und der stein gibt nach. beim erstenmal halbiert. eine hälfte habe ich so behalten, die andere weiter zertrümmert. jetzt habe ich schöne bruchstücke. es ist mir auch gelungen ein wenig charcloth, das ich in mengerschied gemacht habe zu zünden.


    ich freue mich schon darauf, demnächst damit ein richtiges feuer zu machen.


    viele Grüße
    Nick

  • ahoi :-) ja mit Holzhammermethode hab ich natürlich nicht wortwörtlich den holzhammer gemeint ,
    damit bekommt man flint nicht klein... knochen auch nicht wirklich, dafür ist das zeug zu hart.


    aber hast ja jetzt kaputt bekommen die knolle :-)
    was auch geht ist den beutel gegen eine entsprechend harte fläche zu schlagen. muss aber eben auch hart genug sein, also Sandstein wird sich vermutlich nicht eignen *scherz*
    beim "blinden" drauf rumhauen muss man auch glück haben, manchmal trifft man auch genau so eine Bruchstelle und hat dann einige dünne scharfe Rohlinge.
    ich hatte das glück das mir eine bekannte aus dem Urlaub 4 oder 5 faustgroße brocken mitgebracht hatte so das ich da nicht sparsam umgehen musste,
    daher die Holzhammermethode ;-)


    auf jedenfall sollte man ne Schutzbrille aufsetzen wenn man den flint offen bearbeitet, ich war da ehrlich gesagt nicht sehr geschickt und da fliegen schon splitter wech die möchte man nicht im auge haben.


    (bei rinderknochen (bein) mache ich es aber immernoch so, einwickeln und zertrümmern, und dann halt die passenden splitter durch schleifen (baumarktschleifstein reicht)
    weiterverarbeiten. an knochen herrscht zum glück kein mangel.)