Klettverschluss bei Dreck und Nässe? Ideen gesucht...

  • Hallo,


    ich "verbessere" grade meine Höhlenklamotten. Also Ärmel- und Beinbündchen bringe ich an. Beim Test ergab sich aber, das diese Kletten sich recht schnell zusetzen. Ich wühle mich in Lehm, Sand und Humus durch die Höhlen, zum Teil ist es da auch feucht. Die Klettverschlüsse setzen sich zu, selbst gutes Waschen bringt nach einer gewissen Zeit nichts mehr.


    Gibt es Klettverschlüsse zum Aufnähen, die relativ viel Dreck abkönnen? Klar, solch eine "Anwendung" des Klettverschlussel ist gegen seine Natur. Besonders an den Beinen muß aber der Klettverschluss ziemlich gut halten.
    Mein bisheriges Konzept sind ordentlich angenähte Knöpfe, welche in verstärkte Knopflöcher passen. Selbst bei massiver Belastung geht da nix auf. Klettverschlüsse wären aber eleganter.


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • geschlossene Klett-verschlüsse verdrecken eig nicht, zumindest nicht so extrem das sie unbrauchbar werden.
    auch mit Feuchtigkeit, schlammigem wasser hatte ich da eig noch nie Probleme (hab sowas am Kajak für den bootswagen).
    und ich bin schon eher der "schmutzfink" wenn ich draussen bin.


    ich weiss jetzt also nicht genau wie du es meinst... wenn die beiden Klett-seiten offen sind sieht es eventuell anders aus ?!?
    dann könnte man sich ja was zuschneiden was man auf die grobe seite derweil draufpappt.
    klettverschlüsse vom laufendem meter bekommst du übrigens in jedem gut sortierten stoff-laden / schneidereibedarf,
    gibt's garantiert auch einen in Dresden. :winken

  • Muss es unbedingt Klett sein ??


    Wie sieht es aus wenn du das Klett dann evtl. gegen Leder/Gurtband austauscht und dir ne Kunststoffschließe oder eine art mini Gürtelschnalle dran machst wie zb unter Garmaschen oder Pedalriemen.
    Da du ja selber nähst sollte das vielleicht machbar sein.
    Evtl kann man das ja irgendwie in den Saum integrieren.


    War nur mal so ne Idee vielleicht hilft es dir ja weiter.


    LG.Micha

  • Sel, so wie Survial Michi hätt ich Dir auch einen Riemen mit einer schlichten Schnalle empfohlen wie z.B. Leiterschnallen (übliche 3-Steg etc.) oder Klappschnallen, event. reicht für Deinen Bedarf schmäleres 20mm Bandmaterial bereits aus.


    Hab hier an einem Rucksack sehr spezielle Kletter an den Schultergurten. Anstatt der üblichen Widerhaken auf einer Seite und Flauschgewirk auf der anderen Seite hat dieser auf beiden Seiten annähernd gleiches Design mit einer Art stecknadelartigen Stopeln. Das ganze lässt sich sehr leicht lösen und hält trotzdem bombig - ist aber zugegeben ein sehr großflächiger Klett. Kann mir vorstellen, dass sich der nicht so rasch zusetzt, da ihm das Flausgewirk fehlt wo sich leicht der Dreck sammelt. Die üblichen Fäden vom Wollpullover etc. bleiben darin z.B. nicht hängen. Hab auf die Verschmutzung allerdings nie explizit geachtet und die Funktionstüchtigkeit dieses speziellen Kletts auch nie wirklich im Dreck getestet. Verstelle die Schultergurte so gut wie nie und so kann auch kaum was versaut werden.

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    Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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    'Bushcraft' ist eine eingetragene Schutzmarke von Bushcraft USA LLC

  • Hallo,


    wie ich schon schrieb, gibt es unterschiedlichen Klett.
    Das was du meinst ist pilzförmiger Klett.


    Quelle Wikipedia:

    • Es gibt seit ca. 1986 Klettverschlüsse mit metallenen Haken und Schlingen und einem Boden aus Kevlar, die zum Einsatz in Hochtemperaturbereichen gedacht waren, aber des hohen Preises wegen nicht oft eingesetzt wurden. Nach der Apollo-Katastrophe 1967, verursacht durch einen Kabinenbrand, forderte die NASA einen absolut unbrennbaren Klettverschluss aus Glasfasern, der daraufhin hergestellt und eingesetzt wurde.
    • Für Feuerwehr und Rennfahrerkleidung gibt es ebenfalls Klettverschlüsse, die komplett aus Nomex
      bestehen und nicht brennbar sind. Besondere Klettbänder werden auch in
      der Luftfahrtindustrie verwendet. Dazu nimmt man speziell imprägnierte
      Klettbänder, die im Brandfall selbstlöschend sind.
    • Seit 2009 gibt es auch unter dem Markennamen Metaklett
      lösbare Verbindungen aus gestanzten, dünnen Chrom-Nickel-Blechen,
      welche nach dem Klettverschlussprinzip funktionieren. Diese zeichnen
      sich durch große Haltekräfte und hohe Beständigkeit gegen thermische und
      chemische Einflüsse aus.[3] Das Produkt erhielt 2009 den Stahl-Innovationspreis.








    Pilzkopf-Klettverschluss


    (auch gut im Schattenwurf zu erkennen)





    • Die Firma 3M entwickelte einen „Pilzkopf“–Klettverschluss[4],
      welcher mit nur einer Komponente des Klettverschlusses funktioniert.
      Statt der Haken werden kleinste Halbkugelköpfe (26, 40, 62 oder 110
      Noppen pro cm² auf einem kurzen Stempel) aus Polyolefinen
      hergestellt, diese sind wellenförmig oder parallel angeordnet und
      sorgen für eine optimale Haltekraft und Wiederlösbarkeit. Die Pilzköpfe
      gleiten übereinander, bis sie durch Druck ineinander verankert werden.
      Der Druckverschluss mit einer Verschlussdicke von rund 4 mm kann sowohl
      lotrecht auf Zug als auch auf Scherung beansprucht werden. Die Zug- und
      Scherfestigkeiten der Druckverschlüsse unterscheiden sich stark und sind
      von der Anzahl der Pilzköpfe/cm², die miteinander kombiniert werden,
      abhängig. Durch eine Schälbewegung wird der Verschluss geöffnet. Die
      dünnste Version mit einer Verbindungsdicke von 1,7 mm ist transparent
      und trägt bei der Firma 3M die Bezeichnung „Dual Lock SJ4570“.
      Für Verschlüsse von Verpackungen werden inzwischen 0,87 mm dicke
      Kombinationen aus einem Pilzkopf- und einem Flauschband angeboten.


    Gruss
    Konrad