9 Tage auf dem Saar-Hunsrück-Steig

  • Hier ein paar Impressionen von 9 Tagen auf dem Saar-Hunsrück-Steig. Es ging mit 3 Kollegen auf 9 Etappen von Schengen nach Idar-Oberstein. Fest gebuchte Unterkünfte und insofern leichtes Gepäck. Tagesetappen von 15 - 33 km.


    Mir wäre es lieber gewesen, die Geschichte mit Zelt zu machen, aber dafür waren die Jungs nicht zu gewinnen. Macht aber auch nichts, denn mit 3 Freunden unterwegs zu sein (egal in welcher Form) macht immer Spaß!
































    Die Strecke hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Der Steig ist perfekt ausgeschildert. Es herrschte perfektes Wanderwetter (nur für 1,5 Stunden musste mal der Poncho übergeworfen werden). Die Wegführung erfolgt zumeist auf kleinen Pfaden. Manchmal kommt man aber auch nicht umhin auf langweiligen Waldautobahnen zu marschieren. Auf dem Steig selber gibt es nur sehr wenige Möglichkeiten unterwegs für eine Zwischenmahlzeit einzukehren. Man sollte also genug Getränke und Nahrung für den Tag dabei haben oder muss von Steig runter in kleine Ortschaften.


    Auch wenn ich mir kein Nachtlager suchen musste, habe ich immer nach Stellen Ausschau gehalten, wo man schön lagern könnte. An Möglichkeiten hätte es nicht gemangelt. Hinsichtlich der wenigen Einkehrmöglichkeiten hätte somit lediglich die Wasserversorgung ein Problem werden können. Ist es aber nicht. Bis auf die erste Etappe war man eigentlich ständig von kleinen Bächlein begleitet. Da in der Region um den Steig vorwiegend Forstwirtschaft betrieben wird und Weidewirtschaft sogut wie gar nicht vorhanden war, kann man davon ausgehen, dass die Bäche weitestgehend unbelastet sind. Ich habe mir viele Bäche näher angesehen und war überrascht, wie viele Kleinlebewesen dort ihr zu Hause gefunden haben. Ich bin diesbezüglich alles andere als ein Fachmann, würde aber spontan sagen: ordentliche Wasserqualität. Habe immer wieder was aus den Bächen unbehandelt getrunken. Kein Problem.


    Gruß Guido

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

  • Es war übrigens die erste längere Wanderung, die ich komplett mit Stöcken gegangen bin. Bislang hatte ich diese Hilfsmittel über die letzten Jahre nur zeitweise eingesetzt (Trainingszwecke, schweres Gepäck auf Kurztouren, alpine Geschichten mit sehr viel Höhenmetern). Ich muss gestehen, dass ich als alter "kniegeschädigter" Knilch wahrscheinlich künftig (bis auf Tagestouren) nicht mehr drauf verzichten möchte. Die Entlastung für die Knie bergab ist einfach sehr deutlich und bergauf kann man für den Vortrieb den ganzen Körper einsetzen. Am Anfang der Tour wurde ich von den Kameraden vermutlich belächelt. Ein weiterer "Stockgeher" unserer Gemeinschaft musste leider wegen einer heftigen Entzündung im Knie abbrechen und hat seine Hilfmittel an einen weiteren Kameraden übergeben (respektabler Läufer und zäher Bursche). Als sich bei ihm Probleme an der Achillessehne einstellten, hat er auch die Stöcke verwendet und war sichtlich begeistert. Sieht mit Sicherheit nicht "heldenmäßig" aus, aber es bringt was!

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

  • Hallo,


    auch ich weiß die Oppastöcke mittlerweile zu schätzen.
    Habe mich lange geweigert, aber nun brauche ich sie immer.
    Geht auch nicht anders, da sie des Nächtens als Spreize für
    meine Brückenhängematte dienen.


    Gruss
    Konrad

  • Es gibt wohl nicht allzu viele Menschen, die aus einer "Wandertour" ein fotografisch-künstlerisches Highlight machen können :daumen !


    Danke Guido für´s Mitnehmen!


    Gruß, Alex


    edit: ...und egal, wer was sagt, Stöcke sind in der entsprechenden Situation das GEILSTE, was es gibt!!!

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!