[Frage] Schleifstein für unterwegs

  • Hallo Gemeinde,


    ich möchte mir jetzt noch einen Schleifstein für Unterwegs zulegen, mit dem ich trocken mein Messer nachschleifen kann.
    Welche Körnungen sollte der Schleifstein haben und welchen Schleifstein könnt Ihr mir da empfehlen. Der Stein sollt nicht zu teuer sen, nach Möglichkeit nicht mehr als 20€.


    Ach, falls es noch eine Rolle spielen sollte, ich habe ein Mora und ein Messer aus 440c Stahl


    Danke


    Chris

  • Ich habe einen künstlichen Stein, die Körnung weiss ich nicht. Der Schleifstein ist keilförmig und hat auch eine runde Stelle. Hab ich aus nem Laden für Künstlerbedarf, zum Nachschleifen von Schnitzmessern und Stechbeiteln gedacht. Sicher nicht fein genug für Rasierschärfe, aber wer braucht das schon.. Dank der Form ist er ziemlich Flexibel.


    Für mein Opinel tuts aber zwischendurch auch mal ein glatter Kieselstein oder so..


    Ich denke, ich hab einen von diesen: http://www.wetzen-und-schleifen.de/produkte.php?rub=37


    -Würde mir aber nicht zuviele Gedanken über das Thema machen, deine Messer klingen nicht gerade nach Sündhaft teuren edel-Kochmessern.. (:

  • Ich habe ein Stück "belgischen Brocken", den gab's mal am Steine- Stand einer Angelmesse für 4 euro oder so. Kann man aber glaube ich auch im Internet bestellen. Er ist schon fast zu fein für meinen Geschmack, geht aber. Zur Not klemmst Du einen dieser spindelförmigen Sensen- Schleifsteine (kosten auch maximal 5,-) in den Schraubstock und schlägst mit dem Schlosserhammer ein Stück ab. Damit kann man auch gute Ergebnisse erzielen.

  • Hallo,
    ich halte derzeit den DC4 als den sinnvollsten für unterwegs. Zum einen das Packmass, zum anderen weil er TROCKEN funktioniert. Von DMT gibts noch so kleine Klapp-Diamant-Steine ( http://www.amazon.de/Klappbare…=dmt+diamantsch%C3%A4rfer , Link auf die Schnelle geht billiger), die sind soweit auch OK.
    Der Belgische Brocken, ja mag ich, aber nicht für unterwegs. Ist halt ein NASS-Schleifstein, zumindest erzielt er so die besten Ergebnisse. Und weil er so fein ist, nehm ich den auch immer zum Schluss hin. Vor dem Leder.
    Gruss
    Albbär

  • Hallo,


    trocken oder nass schleifen? Ich denke nass ist auf jeden Fall besser. Irgendeine Pfütze findet sich zum Anfeuchten des Steines, nasses Gras... Zur Not geht auch draufspucken, von anderen Körperflüssigkeiten rede ich jetzt nicht. Hauptsache man hat Feuchtigkeit zum Schleifen. Das bekommt nicht nur dem Stein besser, auch das Messer ist dankbar.


    Aber was rede ich, wißt ihr ja... :unschuld
    Ich habe auch nur Mora-Messer, einen Schleifstein (weiß nicht welchen, ist fein und nicht aus Korund). Bin bisher nie auf Trockenschleifen gekommen. Auch wenn ich das Wasser was ich fand (besagte Pfütze) niemals anderweitig verwenden würde, zum Schleifen reichts.


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Nachtrag:
    Was ich noch sagen wollte: Falls du auf die Idee kommst so ein "Durchzieh-Gelumpe" zu besorgen, würd ich dir abraten.

  • hab auch nen kleinen arkansasstein,


    aber der vollständigkeithalber und noch nicht genannt sind diese kleinen "wegwerf"-Nagelfeilen aus x-beliebig-drogeriemarkt.
    das sind zwar im grunde nur auf dicke pappe/Schaumgummi aufgeklebte Schleifpapiere,
    dafür wiegen die NICHTS (ist ja auch evt ein Argument) und kosten so 2-5 Euro .
    Gibt es in unterschiedlichen Körnungen, das ist auch nicht unbedingt zum richtigen Nachschärfen geeignet aber zum abziehen
    und Grundschärfe aufrechterhalten reichen sie mMn völlig für kürzere Touren.

  • Die Idee ist gar nicht so schlecht, Krupp :)


    Sicher geht so eine Nagelfeile, ebenso wie die aus Glas. Diese sind vielleicht sogar noch haltbarer und feiner. Das Zerbrechen dürfte sich in Grenzen halten, wenn man richtig packt. In meinem Werkzeugkasten habe ich im Schlüsselfeilensatz auch Diamantfeilen. Diese könnten auch sehr gut verwendbar sein.


    Wobei eine ordentliche (feine) Schlüsselfeile durchaus Chancen gegen 440er Stahl haben dürfte, also Schärfen müßte möglich sein unterwegs.


    Letztendlich bleibt noch Schleifleinwand (ab Körnung 800 aufwärts). Geht trocken und nass, allerdings eben nur auf planem Untergrund.


    LG Sel

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  • sel.


    wie gesagt zum abziehen reicht das, da brauchen wir jetzt nicht über stahlsorten reden oder über die härtung.
    es gibt "relativ" grobe feilen, keine Ahnung welche Körnung das im Vergleich zu Papier ist,
    im normalen gebrauch reicht es mir völlig bei dem fiskars zb... mit dem messer hacke ich allerdings auch nicht wild herum.


    wenn man peinlich genau ist, ich jedenfalls, brauche überhaupt keinen Schleifstein unterwegs weil so stumpf wird keines meiner Messer, das sowas nötig wäre...
    jedenfalls nicht innerhalb von nunja sagen wir Wochen.
    (bei normalem gebrauch... und nicht zb als Dosenöffner 2x am tag, wobei auch das stecken die weg... je nach messer)
    blabla.


    allg bin ich aber weg von Schleifsteinen seit ich wegen dem fettem Bowie mit balligem schliff anfing mit dieser Schaumgummi/Schleifpapier variante
    und inzwischen mach ich es nur noch so.


    frage wäre halt, also kritische selbstfrage... (ich weiss wir sind alle Spielkinder) wann hat man wirklich mal ein Messer unterwegs nachschärfen müssen?
    und wenn dann bleiben eig nur 2 Optionen: entweder scheiss messer.... oder man hat das messer missbraucht.
    bei der normalen Nutzung (und wir reden ja nicht von Rasiermessern denke ich) kommt man nicht in die Verlegenheit nachschärfen zu müssen.


    ___________


    wie gesagt es ging ja ums schleifen unterwegs... und das hinterfrage ich inzwischen ob es überhaupt sinnvoll ist.
    ausser wir reden jetzt von wochenlangen Expeditionen *zwinker* :winken


    edit oder eben bushcraftig nen kiesel und etwas gefühl.

  • Naja Krupp....nachschleifen musste ich bislang nur nen Opinell wärend der Tour. Aber das ist klar, wenn du nur ein Opinel für alles dabei hast, und der Spass eineinhalb Wochen dauert.
    Und trotzdem mag ich den DC4...auch zuhause.
    Meiner Meinung nach ist es beim Schleifen halt auch so dass man sich an etwas gewöhnt, was für einen selbst supi klappt. Das nimmt man dann gerne immer wieder. Und wenn das ein Teil ist wo halt echt einfach noch in Rucki flutscht, um so besser.

  • Krupp meint ja, das man nicht nur ein Messer mit hat. Ich "schleppe" zwei Mora mit mir rum. Sollte es wirklich passieren das ein Messer stumpf ist, dann ist immer noch das andere Messer scharf. Und sooooo oft braucht man unterwegs das Messer auch nicht. Außer aus lauter Spaß dran schnitze oder baue ich unterwegs oder im Lager nichts. Ich habe im Laufe der Zeit alles soweit passgerecht da. Und Futter zurechtmachen... Dabei wirds Messer nicht stumpf.


    Ein Opinel steht bei mir übrigens auf der Wunschliste. Nicht ganz oben, aber eben drauf. Ich suche nur noch eben das richtige Opinel für mich.


    LG Sel

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  • Zuerst hatte ich einen DMT-Clone dabei. Danach die Nagelfeilen-Variante die KRUPP oben erwähnt. Beides geht gut,
    für MORA & OPINEL in Carbonstahl. Jedoch musste ich auch bei 2x 4 Tagen Intensivnutzung (jeweils nur eines der
    beiden Messer für ALLES dabei gehabt) nicht nachschärfen. Daher bleiben beide Utensilien seit letzem Jahr wieder
    zu Hause.


    Klar: Kein Dosenöffnen, kein Stochern im Feuer oder im Boden (Wurzeln abschneiden...) o.ä. - nur Holzarbeiten.


    My 2cts...


    Gereon
    :messer

  • hab mir heute aus dem kauflandsortiment mal die gröbste dieser pappe-Nagelfeilen mitgenommen,


    (edit Preis 2.49... dafür bekommt man im Baumarkt schon mehrere Bögen Schleifpapier, siehe weiter unten)


    ich kann kein Foto beisteuern die Kamera ist schon verpackt (sollte auch so klar sein welche fielen ich meine hoffe ich),
    die war mir von der körnung her definitiv zu grob, billig messer drüber gezogen und 1. abrieb auf der feile (also nach 5 Minuten wäre von der feile kaum was übrig)
    und schlieren im billigmesser (ka ein 20 euro 420er stahl denk ich mal ohne weitere härtung)...
    fand ich jetzt heute nicht sooo doll. die andere seite war etwas feiner hatte aber auch schleifmittelabtrag.
    es gibt da wohl qulaitätsunterschiede. ich hatte sonst immer "mittlere" (es gibt gaube 4) von DM .
    das einfachste ist aber, das ist halt so meine derzeitige Methode, sich einfach passendes nasschleiffpapier im Baumarkt zu kaufen,
    zuschneiden, aufkleben, für unterwegs. leicht und billig.
    Nagelfeilen gehen aber auch, aber ich betone nochmal, zum abziehen. richtig schärfen oder gar einen grundschliff machen,
    das geht weder mit papier noch Nagelfeile bzw brauch man dann mehrere... nur für den fall das ich mich oben unverständlich ausgedrückt habe (?).
    das fette Bowie allerdings schärfe ich seit nunmehr 2-3 jahren (ka hab ich das schon wieder so lange?) nur mit nasschleifpapier auf Schaumgummi nach,
    auch hier ist es aber so da sich es eben nur "nachschärfe" die 3-4 scharten die inzwischen in der klinge sind bekomme ich so nicht weg,
    bzw nur mit viel papier....
    (das Bowie hat einen balligen schliff was es auf nem richtigen stein mühsam macht... aber passt immernoch.)


    und ich bin weder schleif noch messerbastelprofie, also nur meine laienmeinung ! bitte nicht gleich mit dem lieblingsmesser nachmachen und dann
    über den krupp meckern ;-):haue

  • Also, muss sagen ich find den Thread malrichtig gut. Zum einen werden Ideen rausgekramt, die man selbst früher auch so gemacht hat, zum anderen fällt einem auf: Ach das Ding wo man aus Gewohnheit mitschleppt könnt man bei ner Kurztour daheim lassen.


    Noch ne Möglichkeit: Wenn man zwei Messer dabei hat, kann man zuminest das weichere am Rücken des anderen abziehen.


    Neulich war ich im Schwarzwald, dort gibts ja viel Buntsandstein. Bissle die Augen auf und schon hat man zwei einigermassen ebene Stücke. Wenn man die aneinanderreibt kann man sie richten, und hat dann wirklich brauchbare Schleifsteine. Hab ich dem Kollegen dort gezeigt, und gleich mals Mora mit geschliffen.
    Schachtelhalm funktioniert als Lederersatz.
    Manchmal lohnt es sich Waldwege/Forstwege genauer zu betrachten, die werden oft mit Dachziegeln und so aufgefüllt...funktioniert auch ganz gut.


    Gruss
    Albbär

  • Hallo,


    bei uns ist der Sandstein allgemein zu grob. Da muß man wirklich sehr genau suchen, um einen passenden Stein zu finden. Die Ziegelvariante von Albbär muß ich mal probieren. Ziegel ist zwar sehr weich, doch zum Abziehen dürften die harten Körnchen im Gefüge sicher reichen. Gute Idee. Lederersatz mit Schachtelhalm. Mmh... Da brauchst aber ordentlichen Schachtelhalm, sonst zerreißt der doch ganz schnell?


    LG Sel

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  • Sel, nimm da nicht den Stängel, sondern die "Blätter". Da einfach nen Bund von nehmen, auf ne ebene Fläche legen, festhalten und die Klinge abziehen. Bei weicheren Stählen geht das, bei RWL oder ELMAX sehe ich da schwarz.

  • beim Schachtelhalm muss ich gestehen das mir das noch nicht so richtig gelungen ist... also einen "poliereffekt" ja aber so richtig schärfemässig nicht.
    also vielleicht für das letzte bissel müh in Richtung rasierschärfe?!? so scharf mache ich aber meine messer nicht.
    aber evt mach ich es falsch. :messer